Jetzt läuft auf Ö1:

Du holde Kunst

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Nelson Mandela - Ein Leben für die Freiheit". Zum 100. Geburtstag des "Nationalheiligen" Südafrikas Gedanken von Ulrike Bechmann, Professorin für Religionswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz. - Gestaltung: Alexandra Mantler Nelson Mandela (1918 - 2013), dessen Geburtstag sich am 18. Juli zum 100. Mal jährt, gilt als eine Art "Nationalheiligtum" in Südafrika. Der Übergang des Landes vom rassistischen Apartheidregime zu einem demokratischen Staat mit gleichen Rechten für alle Bürger und Bürgerinnen, wäre ohne ihn wohl nicht möglich gewesen. Denn nicht zuletzt sein Wille, sein Durchsetzungsvermögen und seine persönliche Integrität halfen Südafrika nach der Apartheid durch alle inneren und äußeren Konflikte in dieser entscheidenden Zeit des Neubeginns.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Sommerreprisen: Die Ukulele Jahrzehntelang wurde die Ukulele belacht oder bestenfalls belächelt. Die viersaitige kleingebliebene Schwester der Gitarre galt als zu minderwertig, um ernsthaft mit ihr zu musizieren. Nach frühen Erfolgen in der amerikanischen Unterhaltungsmusik war die Ukulele noch etwa bis zum Ende der 60er Jahre eine Art Sehnsuchtsinstrument, das spielerisch Träume von Exotik und Aloha He heraufbeschwor, doch danach sank sie in der Gunst von Interpreten und Publikum rapide ab. Auch das Folkmusik-Revival der 90er Jahre vermochte sie nicht aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken. Doch langsam wendete sich das Blatt und die Ukulele wurde als einfaches, leicht zu erlernendes Instrument wiederentdeckt. Leporello auf den Spuren des neuen Ukulele-Booms, der seit einigen Jahren unvermindert anhält.- Gestaltung: Markus Moser


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Renate Burtscher. John Cage mitten in der Landschaft, ein Päckchen französische Tanzmusik, Goethes Lebensgeister erwachen dank Alexander von Humboldt John Cage: "Ein "richtiges Verstehen" interessiert mich nicht. (...) Klängen macht es nichts aus, ob sie einen Sinn ergeben oder ob sie in die richtige Richtung gehen. Sie sind, und das genügt ihnen. Und mir auch".


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der kleine Bruder des Wolfes. Die Wildtierökologin Jennifer Hatlauf über den Goldschakal. Teil 1: Zwischen Fuchs und Wolf. Gestaltung: Maria Harmer Seine Heimat ist der Balkan, in den letzten Jahren ist er aber auch bereits in Skandinavien nachzuweisen: der Goldschakal. Auch Österreich war ein Durchzugsland, jetzt gibt es erste Reproduktionsnachweise im Seewinkel. Bis heute ist der Goldschakal - der dämmerungs- bzw. nachtaktiv und sehr scheu ist - ein wenig erforschtes Tier. Irgendwo zwischen Fuchs und Wolf ist er von seinem Aussehen her einzuordnen, auf jeden Fall gehört er zur Familie der Caniden, der Hundeartigen. Am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft läuft derzeit ein Projekt, um mehr über den Goldschakal herauszufinden und um eine präzisere Verbreitungskarte zu erstellen. Initiiert und geleitet wird es von der Wildtierökologin Jennifer Hatlauf.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Allein in der Menge

Wenn Einsamkeit krank macht (1). Gestaltung: Madeleine Amberger Großbritannien hat neuerdings eine eigene Ministerin für Einsamkeit. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf neueste Daten: Rund 15 Prozent der Briten geben an, sie fühlten sich häufig einsam. In Australien will die Regierung mit rund 30 Millionen Euro lokale Organisationen unterstützen, die beim Knüpfen zwischenmenschlicher Kontakte helfen. In Deutschland steht im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, man werde angesichts einer zunehmend individualisierten, mobilen und digitalisierten Gesellschaft "Strategien und Konzepte entwickeln, die der Einsamkeit in allen Altersgruppen vorbeugen und Vereinsamung bekämpfen". Einsamkeit und die sozialen sowie gesundheitlichen Folgen gelten als demographische Zeitbombe. Denn: Immer mehr Menschen leben länger. Je älter der Mensch, desto eher fühlt er sich im Abseits. Einer der Gründe ist, dass Senioren im Laufe des langen Lebens Freunde und Familienmitglieder verloren haben. Das soziale Netz wird also immer schwächer. Ein weiterer Grund: die eingeschränkte Mobilität. In einen Klub oder zu einer Veranstaltung zu gehen, ist nicht mehr möglich. Gerade für Senioren können daher digitale Hilfsmittel wie Skype und soziale Medien eine Bereicherung darstellen. Doch das ist nur eine Seite der technologischen Medaille: Viele jüngere Menschen sind zwar bestens vernetzt, doch beschreiben sich zunehmend als einsam. Soziale Medien befriedigen nur eingeschränkt, was der Mensch als soziales Wesen braucht: Gespräche, Zuwendung, Geborgenheit, Liebe. Eine britische Befragung kam zu dem überraschenden Schluss, dass 18- bis 35-Jährige häufiger an Einsamkeit leiden als die über 55-Jährigen. Dieses Ergebnis, so die Forscher, sei auf alle westlichen Gesellschaften umzulegen, denn: Es gebe immer weniger Platz für gewachsene Gemeinschaften. Menschen ziehen für die Ausbildung weiter von daheim weg als früher; im Berufleben werden die Pendelzeiten immer länger. Die Arbeitszeit dehnt sich dank Technologie in die Freizeit aus. Kurz: Das moderne Leben macht es also schwieriger, bedeutsame Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Einsamkeit verursacht nicht nur emotionales Leid, sie kann krank machen. Laut einer US-amerikanischen Studie liegt das Demenz-Risiko bei alten Menschen umso höher je einsamer sie sich fühlen. Finnische und schwedische Wissenschafter analysierten Langzeitdaten von fast einer halben Million Menschen. Demnach leiden sozial Isolierte eher an chronischen Erkrankungen. Eine britische Studie bestätigte ein um 43 Prozent höheres Risiko einen ersten Herzinfarkt zu erleiden. Daraus ergibt sich: Einsamkeit zu bekämpfen würde auch das Gesundheitssystem entlasten. Diesen Schluss lässt ein Pilotprojekt in einer englischen Kleinstadt zu: Seit Ärzte, Gemeinde und private Organisationen versuchen, vereinsamten Menschen mit ihren behördlichen sowie gesundheitlichen Problemen zu unterstützen und ihnen zu sozialen Kontakten zu verhelfen, gingen die Aufnahmen in den Notambulanzen zurück.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre

Von Schwundgeld und kleinen Wundern (1). Gestaltung: Juliane Nagiller In den Jahren 1932 / 1933 ereignete sich in der kleinen, Tiroler Gemeinde Wörgl ein regelrechtes Wunder. Während im ganzen Land die Arbeitslosigkeit stieg, ging die Zahl der Arbeitslosen in Wörgl um 25 Prozent zurück. Das Wiener "12-Uhr-Blatt" schrieb: Wörgl hat plötzlich Weltbedeutung erlangt. Hinter diesem Weltruhm stand ein Experiment des damaligen Wörgler Bürgermeisters Michael Unterguggenberger. Er führte eine eigene Währung im Tausch für Arbeitskraft ein, die nur im Umkreis von Wörgl gültig war - das Schwundgeld. Damit es gültig blieb, musste man jeden Monat eine Wertmarke auf den Schein kleben. Wer beispielsweise einen 10-Schilling-Schein über das Monatsende hinaus behalten wollte, musste für zehn Groschen eine Marke kaufen und sie auf den Schein kleben. Über die Idee zum Schwundgeld stolperte Michael Unterguggenberger regelrecht. Als er im Jahr 1916 als Lokomotivführer in der Nähe der Front seinen Dienst tat, fand er im Zug eine Ausgabe der Zeitschrift "Der Physiokrat". Diese monatliche Zeitschrift wurde zwischen 1912 und 1916 von Silvio Gesell und seinem Mitstreiter Georg Blumenthal herausgegeben. Der 1862 geborene Silvio Gesell gilt als Begründer der Freiwirtschaftslehre, die er in seinem Hauptwerk Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld veröffentlichte. Um Stagnationserscheinungen und eine wirtschaftliche Rezession zu vermeiden, sei es die primäre Aufgabe des Staates für einen stabilen Umlauf im Geldwesen zu sorgen, argumentierte Silvio Gesell. Freigeld, also Geld das einem Wertverfall unterworfen ist, steht unter Umlaufzwang. Da es schnell ausgegeben wird, regt es Investitions- und Konsumausgaben an und verhindert Deflation und Arbeitslosigkeit. Der ökonomische Autodidakt Gesell lehnte den Zins ab und beklagte, dass das Geld tauschdynamisch den Waren und der Arbeitskraft überlegen sei. Denn diese lassen sich nicht unbegrenzt bewahren, verderben oder verlieren an Wert. Wird hingegen Geld aufbewahrt gewinnt es durch den Zins sogar an Wert. Würde das Geld jedoch "rosten", dann würden sich Geldbesitzer nicht mehr weigern das Geld zirkulieren zu lassen, so Gesells Idee. Seit der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Ideen von Silvio Gesell wieder stärker diskutiert. Das Problem, dass Menschen und Banken Geld horten anstatt es zu investieren, erscheint wieder aktuell. Auf regionaler Ebene wird aktuell nach Alternativen zum bestehenden Geldsystem gesucht. So gibt es in Österreich die Regionalwährung Waldviertler und in Bayern den Chiemgauer. Das Schwundgeld-Projekt in Wörgl wurde übrigens nach einem Jahr von der Bundesregierung verboten, da es gegen das Notenbank-Privileg verstieß. Eine Problematik mit der auch aktuelle Kryptowährungen bald konfrontiert werden könnten.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Mucho gusto! Sehr angenehm!

Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (1). Gestaltung: Maria Reininger Das ist zum einen die Vielzahl lateinamerikanischer Tanzlokale, die zu besuchen in Österreich schon lange nicht mehr als Begegnung mit dem Fremden gilt. Salsatanzen in einem der Wiener Innenstadtlokale ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Auch Sambaschulen und Candomblékurse befeuern seit vielen Jahren diverse Festln in Österreich. Das lateinamerikanisch-österreichische Zusammenwirken abseits des Breitenvergnügens hat auch Worldmusicstars hervorgebracht: Juan Garcia Herreros zum Beispiel - der E-Bassist aus Bogotà hat sich mit seinen Worldjazzkompositionen schon vor 10 Jahren einen Martin Kollerpreis erspielt, und sein Album Snow Owl wurde international gefeiert. Und Luis Ribeiro, Drummer und Percussionist, ursprünglich aus Sao Paulo. Er hat seine Virtuosität in den vergangenen Jahren in zahlreichen Formationen eingesetzt, und wird immer wieder für die großen Konzerthäuser nachgefragt. Einige seiner Musikerkollegen aus Brasilien sind wieder zurückgekehrt, nachdem sie jahrelang die österreichische Worldmusiczene geprägt haben: der Gitarrist, Sänger und einer der ersten Cajonspieler in Österreich, Alegre Correa gehört dazu. Und die Sängerin und Gitarristin Celia Mara pendelt seit ein paar Jahren zwischen Österreich und ihrem Kulturhaus in Salvador de Bahia in Brasilien. - Eine Lebensform von Kulturschaffenden, die zunimmt. Wiederkommen wird der kolumbianische Dirigent Andrès Orozco Estrada, und zwar als Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Seine Arbeit wirkt der Gefahr allzu deutscher Klassik-Interpretationen entgegen. Abseits des großen Konzertbetriebs feiern auch zahlreiche südamerikanische Immigranten-Communities ihre Musik. Die der Chilenen zum Beispiel, die in den 1970er Jahren vorm Militärputsch geflohen sind. Mit rund 1.000 von 18.000 Menschen lateinamerikanischer Herkunft hier in Österreich, ist das Grüppchen zwar überschaubar, aber im Vergleich kulturell aktiver als andere, mit mehreren Organisationen. Auch eine internationale Gesellschaft für chilenische Musik gehört dazu, die hier die chilenischen Komponisten der vergangenen hundert Jahre bekanntmachen möchte.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Wie das Volk tanzt. Volkstanz - was war das einst, was ist das heute? Sind viele so bezeichnete Tänze wirklich nicht mehr als - wie man hochnäsig sagt - "gesunkenes Kulturgut", also von den "höheren Ständen" abgeschaut, oder ist da nicht doch auch viel eigene Kreation?


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarische Reportagen: "Die Seele des Flusses. Auf dem Po durch ein unbekanntes Italien". Von Paolo Rumiz. Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Es liest Stefan Suske. Gestaltung: Friederike Raderer Italiens König der Flüsse, zu Wasser erkundet von Paolo Rumiz: mit Kanu, Barke und Segelboot, von den Bergen des Piemont bis zur Mündung in die Adria.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Trio Lentrias im Schloss Goldegg 2. Theater in Haimburg 3. Konfrontationen - Festival für freie und improvisierte Musik 1. Im Kulturverein Schloss Goldegg findet am 19. Juli ein Konzert vom Trio Lentrias statt. Der Abend läuft unter dem Titel "Gassenhauer!". Trio Lentrias - das sind drei junge Musiker aus dem Brucknerorchester Linz. Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Nino Rota und Carl Frühling. Nino Rota wurde vor allem für seine Filmmusiken bekannt, darunter für die Fellini-Klassiker "Amarcord", "Casanova", "La Dolce Vita" sowie Francis Ford Coppolas Meisterwerk "Der Pate". Den Wiener Komponisten Carl Frühling kennt man eher aus der Salonmusik. In seinem Klarinettentrio in a-Moll ist die Verbundenheit mit dem großen Vorbild Johannes Brahms unüberhörbar. Zu erwarten ist ein Abend mit einem Programm, in dem sich die sogenannte leichte Muse und das Anspruchsvolle die Hand reichen. 2. Im Heunburg Theater in Haimburg ist übermorgen Mittwoch die Premiere der Komödie "Als ob es regnen würde". Kurz zur Handlung: Bruno und Laurence führen ein durchaus zufriedenes und ganz normales Leben. Aber diese scheinbar heile Welt gerät plötzlich ins Wanken, als sich "aus heiterem Himmel" ein unerwarteter Geldsegen auftut und das Paar zusehends auf eine harte Probe stellt. Woher kommt das Geld? Wem gehört es? Wer steckt dahinter? Und was tun damit? Das Stück des französischen Schauspielers und Dramatikers Sébastien Thiéry beginnt als leichte Komödie, entwickelt sich aber zu einer dramatischen Abrechnung mit Phänomen Geld, das nicht nur reich, sondern auch verrückt machen kann. 3. Konfrontationen, das internationale Festival für freie und improvisierte Musik, versammelt in seiner 39. Ausgabe an vier Tagen fast 70 Musikschaffende. Bespielt werden der Hof der Jazzgalerie Nickelsdorf, der Kleylehof und die evangelische Kirche. Eine Besonderheit der heurigen Ausgabe sind die großen Ensembles: vom Castelló Tentet The Dark Blue, das eine magische Horror-Film-Atmosphäre entstehen lässt, über das elfköpfige Prague Improvisation Orchestra, das anhand graphischer Partituren eine mitteleuropäische Landschaft musikalisch entwirft, bis hin zum All-Star-Oktett Without Cecil, dessen Mitglieder den erst heuer verstorbenen Cecil Taylor immer schon als visionäres Vorbild gesehen haben. Am anderen Ende des Spektrums stehen die Solo-Konzerte des experimentier-freudigen US-Trompeters Peter Evans und des österreichischen Avantgardisten Radu Malfatti. Darüber hinaus treten noch zahlreiche andere heimische Musiker in verschiedenen Konstellationen auf, darunter Didi Kern, Wolfgang Fuchs, Bernhard Breuer, dieb 13, Didi Bruckmayr und das Trio möström.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali. Das AUREUM Saxophon Quartett lässt Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" in einer kaum gehörten Fassung neu erklingen. Sie wollten sich an die großen Werke wagen und ihre Auswahl fiel auf einen der facettenreichsten Zyklen der klassischen Musik. Zu viert schöpfen die Mitglieder von AUREUM aus dem Farbenreichtum des Saxophonklangs und mischen die Palette mit ihren goldenen Instrumenten neu zusammen. "NEWSORGSKY" heißt ihr Debut und ist mehr als nur ein CD-Titel. In verschiedenen Projekten sucht das Quartett Antworten auf die Frage: Was passiert, wenn Farben zu Klängen werden - oder umgekehrt, wenn Klänge zu Farben werden?


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Österreich im Spiegel der Fotografie. Gäste: Matthias Cremer, Fotojournalist; Monika Faber, Kunsthistorikerin und Kuratorin; Susanne Neuburger, Sammlungsleiterin am mumok. Moderation: Xaver Forthuber Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Pressefotografie und Fotokunst bringen historische Momente auf den Punkt, brennen sich ins kollektive Gedächtnis ein und prägen unsere Vorstellung von Geschichte und Gegenwart. Dieser These folgt die Ausstellung "Photo/Politics/Austria", die seit 11. Juli im Museum moderner Kunst (mumok) in Wien zu sehen ist. 100 Jahre seit Gründung der ersten Republik, 100 Jahre, seit sich die Fotografie als Massenmedium zu etablieren begann. Die Kuratorin Monika Faber und die Sammlungsleiterin Susanne Neuburger haben nun versucht, die Geschichten hinter den Foto-Ikonen zu erzählen. Wie hat sich das Wechselspiel zwischen Politik, Kunst und Bildjournalismus in dieser Zeit entwickelt - und wie sieht diese Beziehung heute aus, in Zeiten von Handyfotografie und message control? Darüber diskutieren die beiden Kuratorinnen mit dem Pressefotografen Matthias Cremer. Reden Sie mit und erzählen Sie uns, welche Fotos sich in Ihr Gedächtnis gebrannt haben und wie Sie die bildliche Dokumentation des Tagesgeschehens heute wahrnehmen. Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. "Vom Ursprung des Lebens". Terry Wey, Countertenor; Luca Pianca, Laute; Vittorio Ghelmi, Viola da gamba; Mozarteum Viol Consort; Renée Schroeder und Arnold Mettnitzer, Wissenschaftlich-theologischer Diskurs; Alexander Hauer, Moderation (aufgenommen am 19. Mai im Kolomanisaal des Stiftes Melk im Rahmen der "Internationalen Barocktage Stift Melk 2018"). Gestaltung: Jörg Duit Il Suono dell'Universo war das Motto der heurigen 40. Ausgabe der Pfingstkonzerte Melk - die Schöpfung und ihre Urgewalten zogen sich dementsprechend wie ein roter Faden durch das Programm, in Musik und Wort. Denn am Anfang war ja das Wort ... oder der Urknall? Das Ö1 Konzert steht im Spannungsfeld der Argumente, im Tauziehen um DIE Wahrheit, so es sie nun gibt. Die Biochemikerin Renée Schroeder, der Theologe, Seelsorger und Psychotherapeut Arnold Mettnitzer auf der einen Seite, und, auf etwas anderen Wegen durch den Kosmos der Countertenor Terry Wey mit klingenden Lauten und Gamben, gespielt von Berufensten der Alte Musik-Szene.


15.30 Uhr

 

 

Moment

"Hätten´s lieber Flöte gelernt!" Wie man mit Instrumenten auf die Reise geht Wer mit seinem Instrument verreist, muss immer wieder erklären, was sich in der unförmigen Hülle befindet. Man muss über Übergepäck diskutieren und sich genug Stauraum sichern. Oft geht es nicht anders, und die Musiker müssen ihre sensiblen Begleiter jemand anderem anvertrauen und hoffen, dass ihr Instrument wohlbehalten und gleichzeitig mit ihnen am Zielort eintrifft. Gestaltung: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Vom Leben und Sterben der Urelefanten Nur Knochen finden, ist für Oleg Mandic nicht genug, selbst wenn es sich bei dem Fund um Mammutknochen und -Stoßzähne handelt. Der Wissenschaftler möchte auch wissen, wie der Urelefant gelebt hat, wie er gestorben ist und wie seine Umwelt ausgesehen hat. Warum interessiert ihn das und wie will er herausfinden, wie es in Mistelbach vor 100.000 oder 150.000 Jahren aussah? Oleg Mandic, Naturhistorisches Museum Wien: "Ich möchte wissen, wie es damals dort ausgesehen hat, weil wir dann rekonstruieren können, wie die Mammuts gelebt haben und wie sie gestorben sind. Dafür ist zum Beispiel die Anordnung der Knochen wichtig. Das ist ein Hinweis." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Literatur ist der Rede wert! Mitschnitt aus dem RadioCafe vom 20. Juni 2018. Moderation und Bearbeitung: Christine Scheucher Eine Kritikerrunde bespricht drei literarische Neuerscheinungen. Unter der Leitung von Christine Scheucher diskutieren Evelyne Polt-Heinzl (Literaturkritikerin), Erich Klein (Übersetzer, Literaturkritiker) und Cornelius Hell (Literaturkritiker, Essayist). An ihm kommt man momentan nicht vorbei: Aktuell arbeitet er an der Fertigstellung seiner neuen Serie "M - Eine Stadt sucht einen Mörder." Im April 2019 wird sein neues Theaterstück "Toulouse" im Theater in der Josefstadt uraufgeführt und im vergangenen April ist sein nunmehr vierter Roman erschienen. Mit "Schwere Knochen" führt Alleskönner David Schalko in das Ganovenmilieu der jungen Republik Österreich. Außerdem sprechen wir über einen Text, der möglicherweise Licht ins aktuelle Debattenfeld bringt: Der irakische Autor Najem Wali und die deutsche Autorin Sibylle Lewitscharoff haben sich in "Abraham trifft Ibrahim" mit Figuren auseinandergesetzt, die in den drei großen Buchreligionen vorkommen. Und zu guterletzt diskutieren wir über den Roman der Stunde. In "Hochdeutschland" befasst sich der ehemalige Investmentbanker Alexander Schimmelbusch mit den Auswüchsen des globalisierten Finanzkapitalismus. Eine präzise Abrechnung, die die deutsche Kritik begeistert hat. Die Titel: David Schalko,, "Schwere Knochen" (KIWI) Sibylle Lewitscharoff/ Najem Wali, "Abraham trifft Ibrahim. Streifzüge durch Bibel und Koran." (Suhrkamp) Alexander Schimmelbusch, "Hochdeutschland" (Klett-Cotta)


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1939 - Brückenkopfgebäude und Nibelungenbrücke Linz Am Linzer Hauptplatz stehen, wo es Richtung Urfahr über die Nibelungenbrücke geht, die beiden Brückenkopfgebäude. Sie sind gemeinsam mit dem angrenzenden ehemaligen Wasserstraßenamt, heute "Heinrich-Gleißner-Haus", und der Brücke die einzigen Gebäude der 1939 von Reichsbaurat Roderich Fick geplanten monumentalen Donauverbauung, die tatsächlich realisiert wurden. In Linz hat Adolf Hitler seine Jugend verbracht, er wünschte sich diese Stadt als mustergültige Führerstadt. Die Architektin Gabu Heindl hat sich gemeinsam mit der Künstlerin Hito Steyerl vor gut zehn Jahren für ein Kunst-am-Bau-Projekt, im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadt-Programms Linz 2009, mit der Bau-Geschichte der Gebäude auseinandergesetzt. Wer hat hier gelebt? Wer wurde vertrieben? Wer konnte fliehen? Wer wurde in Konzentrationslager deportiert und ermordet? Solche Zeugen gibt es in Linz einige, nicht nur am Hauptplatz: "Hitlerbauten", sagen die einen, "Hitlerbarock", nennen es die anderen. Gemeint sind die zahlreichen Linzer Wohnanlagen, am Bindermichl genauso wie am Froschberg oder im heutigen Stadtteil Heilham in Linz-Urfahr. Rund 11.000 Wohnungen entstanden zwischen 1938 und 1945 in diesen Siedlungen. Es sind schlichte Gebäude mit wuchtigen Eingängen, hellen Innenhöfen, Nutzgärten, Spielplätzen und den charakteristischen Wäschestangen. Heute bieten diese Wohnanlagen ihren BewohnerInnen eine hohe Lebensqualität. Dass auch diese Häuser eine schwierige Vergangenheit haben, wird gerne vergessen. Auch hier wurden zum Großteil ZwangsarbeiterInnen eingesetzt, das Material stammte ebenfalls aus den nahegelegenen Steinbrüchen. Im Jahr 2012 druckte die Künstlerin Elisabeth Kramer im Rahmen der Ausstellung "Hitlerbauten in Linz - Wohnsiedlungen zwischen Alltag und Geschichte - 1938 bis zur Gegenwart" spezielle Postkarten, um auf die Geschichte der Siedlungen aufmerksam zu machen. Auf den Postkarten waren Daten und Fakten des jeweiligen Wohnbaus zu lesen, außerdem gab es einen Hinweis, wie dieses mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Architektur: Roderich Fick, Anton Estermann Planungsbeginn: 1939 Adresse: 4010 Linz, Hauptplatz Gestaltung: Uli Jürgens


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Das Vokalquartett Cowbirds singt traditionelle Lieder aus Korsika und Sardinien. Ein in Wien ansässiges Vokalquartett dringt in eine Männerdomäne vor: Die Cowbirds interpretieren traditionelle polyphone Vokalmusik aus Korsika und Sardinien. Für ihre CD "polyphonic tracks" haben sie diese herzzerreißenden Lieder an sehr unterschiedlichen Orten eingespielt: Auf Feldern, im Wald, in Kirchen und in der Schnellbahnstation Matzleinsdorferplatz in Wien. Das Album vermittelt somit nicht nur eine Vielfalt an Gänsehaut induzierenden Liedern, sondern fängt auch unterschiedliche Stimmungen und Klangräume ein. Clélia Colonna, Irene Coticchio, Caroline Decker und Rotraud Kern haben künstlerische Erfahrung im Bereich Tanz und Performance. Sie geben beim Festival impulstanz in Wien ab 30. Juli 2018 einen Workshop und stellen im Rahmen dieses Festivals (das heuer einen Musik-Schwerpunkt hat) am 2. August in der Roten Bar des Volkstheaters ihre neue CD mit einem Konzert vor.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Nelson Mandelas Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Mit Walter Sauer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien. Gestaltung: Gudrun Braunsperger Im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit gilt er neben Mahatma Gandhi und Martin Luther King als eine der großen Galionsfiguren des 20. Jahrhunderts. Nelson Mandela erkämpfte in Südafrika das Ende der Apartheid und verbrachte deshalb 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis. Ein Jahr nach seiner Freilassung, 1991, wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten seines Landes gewählt. Noch in den späten 1980er Jahren war sich die westliche Welt nicht darüber einig gewesen, ob sie in Mandela einen Terroristen sehen sollte, oder ob man Solidarität mit ihm bekunden dürfe. 1993 erhielt er schließlich den Friedensnobelpreis. Seine Politik der Versöhnung und Vergebung hat ein Tor zur Befreiung Südafrikas aufgestoßen, sein politisches Erbe will jedoch verwaltet werden. Das Ende der Apartheid war nur ein Etappensieg auf dem Weg zur sozialen Gerechtigkeit für die schwarze Bevölkerung in Südafrika, das zeigt die aktuelle Lage angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, der Aidskrise und stagnierender politischer Reformen. Nelson Mandela war sich des langen und schwierigen Wegs vor dem die Republik Südafrika steht, bewusst: "Wenn man einen hohen Berg bestiegen hat, stellt man fest, dass es noch viele andere Berge zu besteigen gibt".


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Die große Flüchtlingskrise von 2015 ist zwar drei Jahre her - auf Lesbos, Chios und den anderen sogenannten "Hotspot"-Inseln in Griechenland herrschen aber nach wie vor schlimme Zustände. Gestaltung: Sonja Bettel Die Lager auf den griechischen Ägäisinseln, in denen die aus der Türkei kommenden Flüchtlinge registriert und von denen aus sie zurück- oder in andere EU-Länder weitergeschickt werden sollen, sind heillos überfüllt. Die Menschen dort werden mehr schlecht als recht versorgt; sie warten viel zu lange auf Asylbescheide und können dann oft nicht weiterreisen, weil die EU-Länder zu wenige Flüchtlinge aufnehmen und auch die griechische Regierung säumig ist. Dementsprechend angespannt ist die Stimmung auf den Ägäis-Inseln, immer wieder kommt es zu Protesten der Bevölkerung, die sich im Stich gelassen fühlt. Der Bürgermeister von Chios hat Bürgermeister/innen des Act NOW-Netzwerks Ende Juni eingeladen, um sich ein Bild von der schlimmen Lage der Flüchtlinge auf der Insel zu machen.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Porträt des Parasitologen Herbert Auer Von Sabrina Adlbrecht Organismen, die für ihre Existenz oder Fortpflanzung andere Lebewesen brauchen, haben es ihm angetan: Herbert Auer, dem Leiter der Abteilung für medizinische Parasitologie an der MedUni Wien. Auer ist das, was man einen leidenschaftlichen Forscher nennt. Die Faszination für sein Fachgebiet hat viele Gründe: Da ist, zum einen, die unglaubliche Vielfalt von Parasiten: Etwa 350 Wurmarten zählen dazu, ebenso wie mehrere Dutzend Einzeller und hunderte Gliederfüßer - allesamt sehr unterschiedlich in ihrer Biologie, ihrer klinischen Ausprägung und in der Art, wie man sie im Menschen nachweisen kann. Manchmal erfordert die Erregersuche ein geradezu kriminalistisches Gespür. Es seien vor allem die klinisch "verzwickten" Fälle, die seine Arbeit besonders aufregend machten, sagt Auer. Durch die langjährige intensive Beschäftigung mit Parasiten und ihren Interaktionen mit dem Immunsystem kam der Wissenschafter auch zu vielen Erkenntnissen, die in keinem Lehrbuch stehen - eine Kompetenz, die es ermöglicht, gemeinsam mit Ärzten verschiedenster Fachrichtungen und Patient/innen schnelle Differentialdiagnosen zu erstellen und diese gleich im Labor abzuklären. Im Laufe der Jahre hat Auer an seinem Institut auch eine Reihe neuer oder verbesserter diagnostischer Tests zum Wohle der Patient/innen entwickelt.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Marlene Schnedl. Jazzige Mozartiana und freie Kollektivimprovisationen Zwei denkbar unterschiedliche österreichische Pianisten drückten dem Programm des Outreach-Festivals in Schwaz anno 2017 ihren Stempel auf: Der Tiroler Tastenmeister Christian Wegscheider präsentierte im Trio mit Bassist Raphael Preuschl und Schlagzeuger Herbert Pirker das Programm "Mozart's Nightmare", in dem Musik des Salzburger Komponisten-Genius ideenreich und unkitschig in spritzige Improvisationsvorlagen umfunktioniert wird. Dazu rezitierte Vokalist und Sprecher Christian Reiner immer wieder nonchalant aus Mozarts Briefen, um die Texte mit expressiver Emphase improvisierend fortzuspinnen. Mit dem zu diesem Zeitpunkt 67-jährigen Wiener Pianisten Peter Ponger saß tags darauf, am 4. August 2017, ein ganz großer, allerdings wenig präsenter Mann des österreichischen Jazz am Klavier. Gemeinsam mit Kontrabassist Peter Herbert und Schlagzeugerin Judith Schwarz ließ sich Ponger auf das Abenteuer freier Improvisation ein, schuf dabei wunderbare, lyrische Klangszenerien, um dann wieder energievoll und groovig durchzustarten - und gegen Ende spontan Herbie Hancock zu zitieren. Marlene Schnedl präsentiert die Höhepunkte der beiden Konzerte.


21.00 Uhr

 

 

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

von Jaroslav Hasek. Es liest Wolfram Berger.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Trio Lentrias im Schloss Goldegg 2. Theater in Haimburg 3. Konfrontationen - Festival für freie und improvisierte Musik 1. Im Kulturverein Schloss Goldegg findet am 19. Juli ein Konzert vom Trio Lentrias statt. Der Abend läuft unter dem Titel "Gassenhauer!". Trio Lentrias - das sind drei junge Musiker aus dem Brucknerorchester Linz. Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Nino Rota und Carl Frühling. Nino Rota wurde vor allem für seine Filmmusiken bekannt, darunter für die Fellini-Klassiker "Amarcord", "Casanova", "La Dolce Vita" sowie Francis Ford Coppolas Meisterwerk "Der Pate". Den Wiener Komponisten Carl Frühling kennt man eher aus der Salonmusik. In seinem Klarinettentrio in a-Moll ist die Verbundenheit mit dem großen Vorbild Johannes Brahms unüberhörbar. Zu erwarten ist ein Abend mit einem Programm, in dem sich die sogenannte leichte Muse und das Anspruchsvolle die Hand reichen. 2. Im Heunburg Theater in Haimburg ist übermorgen Mittwoch die Premiere der Komödie "Als ob es regnen würde". Kurz zur Handlung: Bruno und Laurence führen ein durchaus zufriedenes und ganz normales Leben. Aber diese scheinbar heile Welt gerät plötzlich ins Wanken, als sich "aus heiterem Himmel" ein unerwarteter Geldsegen auftut und das Paar zusehends auf eine harte Probe stellt. Woher kommt das Geld? Wem gehört es? Wer steckt dahinter? Und was tun damit? Das Stück des französischen Schauspielers und Dramatikers Sébastien Thiéry beginnt als leichte Komödie, entwickelt sich aber zu einer dramatischen Abrechnung mit Phänomen Geld, das nicht nur reich, sondern auch verrückt machen kann. 3. Konfrontationen, das internationale Festival für freie und improvisierte Musik, versammelt in seiner 39. Ausgabe an vier Tagen fast 70 Musikschaffende. Bespielt werden der Hof der Jazzgalerie Nickelsdorf, der Kleylehof und die evangelische Kirche. Eine Besonderheit der heurigen Ausgabe sind die großen Ensembles: vom Castelló Tentet The Dark Blue, das eine magische Horror-Film-Atmosphäre entstehen lässt, über das elfköpfige Prague Improvisation Orchestra, das anhand graphischer Partituren eine mitteleuropäische Landschaft musikalisch entwirft, bis hin zum All-Star-Oktett Without Cecil, dessen Mitglieder den erst heuer verstorbenen Cecil Taylor immer schon als visionäres Vorbild gesehen haben. Am anderen Ende des Spektrums stehen die Solo-Konzerte des experimentier-freudigen US-Trompeters Peter Evans und des österreichischen Avantgardisten Radu Malfatti. Darüber hinaus treten noch zahlreiche andere heimische Musiker in verschiedenen Konstellationen auf, darunter Didi Kern, Wolfgang Fuchs, Bernhard Breuer, dieb 13, Didi Bruckmayr und das Trio möström.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Allein in der Menge. Wenn Einsamkeit krank macht (1). Gestaltung: Madeleine Amberger Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre. Von Schwundgeld und kleinen Wundern (1). Gestaltung: Juliane Nagiller Mucho gusto! Sehr angenehm! Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (1). Gestaltung: Maria Reininger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

"Tagebuch eines Terroristen" von Dieter Kaufmann. Gestaltung: Angelika Benke Der Komponist Dieter Kaufmann hat sich zum 75.Geburtstag im Vorjahr ein sehr persönliches Geschenk gemacht, indem er ein neues abendfüllendes szenisch-oratorisches Werk geschaffen hat. Die textliche Vorlage bildet der Roman "Das fahle Pferd" von Boris Sawinkow, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts tatsächlich auch Täter war und ein autobiographisches Werk geschaffen hat. Kaufmann hat in seiner Komposition alle 96 Tage musikalisch umgesetzt, wobei ihn drei gedankliche Zugänge faszinierten - das Töten als Sucht mit möglicher politischer Notwendigkeit im Hintergrund, die Religiosität der Terroristen und dass die Fähigkeit zu Lieben mit dem Erfolg des Tötens erlischt. Realisiert wurde das Werk minimalistisch mit Sprecher, Vokalquintett, Akkordeon, Schlagwerk und elektronischen Zuspielungen, wobei Angelika Benke im "Zeit-Ton" eine von Kaufmann gekürzte Version präsentiert.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Alexander Tschernek Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten