Jetzt läuft auf Ö1:

Radiogeschichten

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Im Reich der unermesslichen Zahlen, Zeichen und wirkenden Kräfte" - Zum 60. Todestag des Dichters Leo Perutz macht sich der Verleger Reinhard Deutsch Gedanken über den Erzähler von Geschichten zwischen Wirklichkeit und Mystik. - Gestaltung: Alexandra Mantler Vor 60 Jahren starb am 25. August 1957 der große, immer wieder halb vergessene und mehrfach triumphal wiederentdeckte Erzähler Leo Perutz in Bad Ischl, wenig vor seinem 75. Geburtstag. Dort liegt er auch begraben. In Prag 1882 geboren, Fabrikantensohn, Versicherungsmathematiker, begann er im Wien der Jahrhundertwende zu schreiben, wurde zu einem Zentralgestirn des Kaffeehauses, kämpfte mit Egon Erwin Kisch für den Sozialismus, erzielte mit seinen Romanen, oft als Zeitungsfortsetzungsgeschichten, riesige Auflagen. Um sein Leben spinnt sich eine Fülle von Anekdoten. Manche Titel seiner Bücher kennen viele, wie "Nachts unter der steinernen Brücke" oder "Zwischen Neun und Neun". "Es war wohl ein Wesenszug der Zeit, im Einzelschicksal das Allgemeingültige zu suchen. Wenn ein Mensch aus der Welt fällt, hinterlässt er eine Lücke, und durch diese Lücke kann man in das Dahinter schauen, in den Riss in der Zeit, in der Logik, im Glauben. Die Figuren Perutz' überschreiten unvermittelt die Grenzen zwischen dem Wirklichen und dem Mystischen, dem Geträumten und dem Ersehnten", meint der Verleger Reinhard Deutsch über Leo Perutz. Perutz erzählt aus jenem Prag, in dem auch ein Golem umgehen könnte; er berichtet aus einem Südamerika, in dem Alte und Neue Welt aufeinanderprallen; er kündet von Seelenzuständen, die den Menschen in seiner innersten Not zeigen. Und er war ein gewiefter Erzähler. Doch auch in seiner routiniertesten Geschichte steckt noch die Besonderheit, die Überraschung, das Heraushebende. Oder, wie es Deutsch formuliert: "Er interessiert sich für seine Figuren und ihre Spiritualität, er gibt ihnen den Raum, zu sich zu finden und zu ihrem Gott."


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.55 Uhr

 

 

Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt. Gestaltung: Eva Teimel und Claudia Gschweitl Elias Stejskal, geboren 1991 in Korneuburg, studiert Aufnahmeleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sein Talent bewies er unter anderem mit der Produktion seines Kurzhörspiels "Sollbruchstelle", mit dem er 2016 den Ö1 Hörspielwettbewerb "Track 5" gewann.


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Teresa Vogl


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Ein grünes Juwel hinter Klostermauern. Stefan Kastenhofer führt durch den Hofgarten des Stifts Seitenstetten im Mostviertel. Teil 2: Der Kräutergarten - das Herzstück der Klostermedizin Gestaltung: Wolfgang Bauer Der historische Hofgarten des Benediktinerstifts Seitenstetten im niederösterreichischen Mostviertel zählt zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmälern Österreichs. Die von einer Mauer umschlossene Anlage wurde zu den Millenniumsfeiern des Jahres 1996 revitalisiert und wird seither jährlich von tausenden Gartenliebhabern besucht. Der Garten ist in mehrere Teilräume gegliedert, die an bestimmte Epochen in der langen Geschichte der Anlage erinnern. So kann man im Kräutergarten in die Frühzeit des Klosters eintauchen. Das Stift Seitenstetten, der "Vierkanter Gottes", wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegründet. In einem leicht abgesenkten und daher geschützten Bereich entlang der Gartenmauer finden sich mehr als 250 verschiedene Gewürz- und Heilkräuter, viele davon wurden bereits in der Klostermedizin des Mittelalters verwendet. Die Kräuter sind nach unterschiedlichen Themen bzw. Anwendungen angeordnet. So ist zum Beispiel der kräuterkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen ein Bereich gewidmet, deren Schriften im Mittelalter so manches Kloster beeinflusst haben. In der Zeit des Barock erhielt der Garten des Stifts eine bedeutende Ausprägung. An diese Zeit erinnern zum Beispiel die alten Steinvasen und das steinerne Wasserbecken im Zentrum. Eine besondere Attraktion bietet der Rosengarten mit mehr als 100 Strauch- und Kletterrosen. Es handelt sich um historische Sorten, die nur einmal im Jahr - im Juni - blühen und ihren unvergleichlichen Duft verströmen. Der Nutzgarten versorgt das Stift wie eh und je mit frischem Gemüse und Obst. Salat, Tomaten und Erdbeeren füllen die Beete. In Seitenstetten wurde sehr früh die Kartoffel kultiviert. Bereits 1621 wird der Anbau dieser aus der "Neuen Welt" eingeführten Frucht urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammen auch Beschreibungen der Nutzpflanze und Rezepte für deren Verwendung in der Küche.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zwischen Romantik und Kalkül

Eine kleine Geschichte der Partnersuche (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sie sind die meistbegehrten Menschen der Welt: Mr. Right und Lady Perfect. Auf Speed-Dating Events und Partnersuchportalen im Internet tummeln sich Millionen Glückssuchende, um den oder die Richtige zu finden. Aber nach welchen Kriterien wählen wir unsere Liebespartner aus? Sind es wirklich immer Gegensätze, die sich anziehen? Oder gilt vielmehr das Motto: Gleich und Gleich gesellt sich gern? "Wir können es uns nicht aussuchen, mit wem wir zusammen sind", meint die Paartherapeutin Renate Hutterer-Krisch: "Wenn ihnen ein Mensch vorgestellt wird, spüren Sie genau, ob Sie sich angezogen fühlen oder nicht. Das ist ziemlich unabhängig davon, was Sie sich denken oder wollen, wir haben da nicht viele Wahlmöglichkeiten". Der Wiener Verhaltensbiologe Karl Grammer hat die Gesetzmäßigkeiten erforscht, nach denen sexuelle Anziehung funktioniert. Der 67-Jährige kommt zu einem klaren Befund: Attraktiv finden wir vor allem Männer und Frauen, die uns in ihren Eigenschaften und Gewohnheiten so ähnlich wie möglich sind. "Es gibt laut Studien keine einzige Gegensätzlichkeit, die sich anzieht", so Grammer: "Das macht auch Sinn im Bereich des täglichen Lebens: Je ähnlicher Ihnen jemand ist, umso weniger Konflikte haben Sie. Gegensätze tun sich wunderbar darin, sich jeden Tag zu streiten. Ob das Ei jetzt von der Spitze aufgeschlagen wird oder von der runden Seite: Wenn beide die Spitze wählen, gibt es keinen Konflikt". Die romantische Liebe, nach der sich heute so viele sehnen, ist kein natürliches Bedürfnis des Menschen, sondern eine historische Konstruktion, erfunden in den Minne-Konzeptionen des Mittelalters und schwärmerischen Erfolgsromanen des Sturm-und-Drang-Zeitalters. Jahrhundertelang wurden Ehen vor allem arrangiert - unabhängig davon, was Braut und Bräutigam füreinander empfanden. Die Liebe, so war man überzeugt, würde sich dann im Lauf der Zeit von selber einstellen. Andererseits: "Die Suche nach dem romantischen Ideal-Partner ist keineswegs nur eine Erscheinung unserer heutigen Zeit", schreibt die Münchner Kulturwissenschafterin Annegret Braun in ihrem Buch "Mr. Right und Lady Perfect": "Nur die Vorstellung davon hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert. Träumt eine Frau heute von Brad Pitt, so schwärmte früher eine Magd für den Bauernsohn - unerreichbar in beiden Fällen. Und schließlich die Erfahrung: Das Glück liegt oft woanders, als man sucht".


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Sudan und Südsudan

Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (2). Gestaltung: Maria Reininger Vor sechs Jahren, im Juli 2011 wurde der Südsudan nach einem Referendum gegründet - weit mehr als 90 Prozent der Südsudanesen hatten für die Unabhängigkeit vom Sudan gestimmt. Heute herrscht im Südsudan eine Hungerkrise - von den Träumen der Südsudanesen ist wenig geblieben. Mit der Trennung ist auch der nördlich gelegene Sudan zu einem neuen Staat geworden - derzeit Hotspot der Flüchtlingsströme Ostafrikas. Weitab davon, die Institutionen des Sudan zu erneuern, geht das Regime in den neuen Randzonen des Staats brutal gegen die Menschen vor, die ihre Ansprüche an Mitbestimmung und Wohlstand angemeldet haben. Auch wenn die Erdöleinnahmen in den vergangenen Jahren nicht gebracht haben, was man erhofft hatte: der Sudan und der Südsudan wären eigentlich wohlhabend. Sudanesische Historiker, Soziologen und Politikwissenschafterinnen erklären die Geschichte der beiden Staaten an den Oberläufen des Nil - die Geschichte arabisch-afrikanischer Identitätssuche am Ende der Kolonialzeit - und die jüngere Geschichte unter den Bedingungen neuer Raubzüge aus Europa und China. Wissenschafter/innen aus den afrikanischen Staaten haben die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte beobachtet und kommen meist zu anderen Schlüssen als Beobachter/innen aus der EU. Während die EU derzeit vor allem technische und militärische Unterstützung zur Flüchtlingsabwehr plant, haben sich sudanesische Historiker mit der Herkunft vorgeblich ethnischer Rivalitäten und den Lebensbedingungen der Dinka, Nuer, Nubier und anderer Bevölkerungsgruppen beschäftigt. Sie erklären die Lebensbedingungen für Frauen ebenso wie die ökonomischen und rechtlichen Prozesse, die aufgrund der Staatengründung des Südsudan die Zivilgesellschaft verändert haben. Ökonomen untersuchen in Netzwerken die Ursachen der Hungersnot im Südsudan und finden andere Gründe als das, was man früher "Stammeskämpfe" genannt hätte. Und sudanesische Journalist/innen beschreiben, welche Möglichkeiten sie für Flüchtlinge im nördlicher gelegenen Sudan sehen. Die afrikanischen Expert/innen bewerten, was die verschiedenen europäisch-afrikanischen Strategien unter den Bezeichnungen Khartoum-Prozess, Rabat-Prozess und deren mehr aus ihrer Sicht bringen. Sie sehen nach, ob in den noch unfertigen Marshallplänen einzelner europäischer Staaten Projekthilfe und militärische Ausrüstung zu sehr verzahnt werden. Und sie beschreiben, welche kulturellen und politischen Kooperationen stattdessen sinnvoll wären. Ein Radiokolleg von Maria Reininger.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister

Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (2). Gestaltung: Nina Prasse Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler haben eine grundlegende Gemeinsamkeit: Wien! Die Stadt an der Donau übte auf das Viererpasch eine gar magische Anziehungskraft aus. Wien gilt bis heute als europäische Musikmetropole, und war bereits zu Zeiten der Barockmusik für Komponistenkarrieren richtungsweisend. Antonio Vivaldi reiste im späten Alter von 62 nach Wien. Wollte der Venezianer gänzlich übersiedeln? Oder vieleher Kaffee in dessen Vielfalt genießen? Huldigte er die schwarze Bohne tatsächlich mit den Intermezzos "La Bottega del caffè?" Der Hamburger Jung Johannes Brahms fühlte sich inmitten der Wiener Gesellschaft so wohl, dass er sein letztes Lebensdrittel zwischen den Österreichern verbrachte. Nur, wieso spazierte er fast täglich über den Karlsplatz? War es etwa ein Ritual, so wie der starke Kaffee, zu seinem Frühstück? Nina Prasse, unsere Reporterin mit norddeutschen Wurzeln, kann gut nachvollziehen, warum die Kaffeehaus-Stadt mit ihrer vielfältigen Musikkultur lockt. Der nuancenreichen Musik-Historie folgt sie per Fuße, sucht markante Plätze in den Wiener Lebenszeiträumen der legendären Komponisten auf, und illustriert die Bedeutungen angebrachter Erinnerungstafeln mit Auszügen aus deren Werken. "Vivaldi, Gluck, Brahms oder auch Mahler to go" lädt zu vier ganz unterschiedlichen Spaziergängen ein. Köstliche 13 Minuten im Schwelgen von nostalgischen Erinnerungen, für Ihre "coffee to go"-Pause.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Operngesamtaufnahmen aus dem Jahr 1967. Ausschnitte aus Opern von Giuseppe Verdi, Leo Delibes, Amilcare Ponchielli, Wolfgang Amadeus Mozart, Benjamin Britten u.a. Gestaltung: Robert Fontane Wie sich die Zeiten gewandelt haben: während heutzutage sorgsam im Studio produzierte Opern-Gesamtaufnahmen ebenso rar geworden sind wie Solo-Programme großer Sängerinnen und Sänger, herrschte vor 50 Jahren Hochbetrieb in den Aufnahmestudios der großen Plattenlabels. Eine große Zahl von bis heute berühmten Arienrecitals ist damals entstanden (vor wenigen Wochen haben wir an einige dieser Aufnahmen erinnert), aber auch viele bis heute Maßstab setzende Gesamtaufnahmen sind 1967 in den Aufnahmestudios der großen Labels eingespielt worden, beispielsweise Ponchiellis "La Gioconda" mit Renata Tebaldi, Delibes "Lakmé" mit Joan Sutherland, Händels "Giulio Cesare" mit Beverly Sills, Mozarts "Don Giovanni" unter der Leitung von Karl Böhm und Brittens "Billy Budd", dirigiert vom Komponisten persönlich.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarisches Österreich: Niederösterreich. "Die Wolfshaut". Von Hans Lebert. Es liest Fritz von Friedl. Gestaltung: Marina Ninic Seltsame Todesfälle ereignen sich, als der Matrose Johann Unfreund nach Jahren der Abwesenheit 1952 in sein Heimatdorf in den österreichischen Bergen zurückkehrt. Die Bewohner schieben die Schuld auf einen Wolf, doch daran glaubt Johann nicht. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt er gegen eine Mauer des Schweigens, die die Einheimischen um ihre dunkle Vergangenheit gebaut haben. "Die Wolfshaut" steht in der Tradition der "Antiheimatsromane". 1960 erstmals erschienen, behandelt Hans Lebert darin die Verstrickung einer Dorfgemeinschaft in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Es braucht einen Außenseiter, um die kollektive Verdrängung der Schuld aufzubrechen. Ein Außenseiter wie sein Protagonist blieb auch der Roman. Von der Kritik zwar hochgelobt, wurde er in einer Zeit, in der die Zeichen auf Wiederaufbau standen, schnell vergessen. Erst die Neuauflage von 1991 rückte das Werk wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Carinthischer Sommer 2017

Acies Quartett. Glenn Gould: Streichquartett op. 1 * Hugo Wolf: Italienische Serenade für Streichquartett G-Dur * Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132 (aufgenommen am 17. Juli in der Stiftskirche Ossiach). Präsentation: Angelika Benke Das Acies Quartett wurde im Jahr 2000 gegründet, sechs Jahre später konnten die vier jungen Kärntner Musiker einen ersten ganz großen Erfolg genießen, nämlich den Gewinn des Wettbewerbs "Gradus ad Parnassum" als bestes Streichquartett und im Rahmen des Wettbewerbs auch den Mozart-Preis 2006 für die beste Mozartinterpretation. Nach der Teilnahme am Preisträgerkonzert im großen Musikvereinssaal in Wien hat man das Quartett auch mit dem "Großen Gradus ad parnassum - Preis" ausgezeichnet. Seit dem Jänner 2014 spielt das Quartett in der heutigen Besetzung mit Benjamin Ziervogel, 1. Violine, Raphael Kasprian, 2. Violine, Jozef Bisak, Viola und Thomas Wiesflecker, Violoncello. Am 17. Juli konnten sich die vier Musiker in der Stiftskriche Ossiach mit historischen Instrumenten der Österreichischen Nationalbank präsentieren, auf dem Programm standen das Streichquartett op. 1 von Glenn Gould, die Italienische Serenade für Streichquartett von Hugo Wolf und das Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132 von Ludwig van Beethoven.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Wie man Computerdateien aufhebt Unzählige Fotos, Videos und Textdokumente lagern vergessen auf alten Festplatten in irgendwelchen Kisten. Wer sie nach Jahren wieder ansehen möchte, kann ein blaues Wunder erleben: manche Dateien lassen sich nicht mehr aktivieren. Sie sind von einer Sekunde auf die andere verschwunden, während Briefe, Fotonegative und Schallplatten langsam kaputt gehen. Wie schützt man seinen Erinnerungsschatz im Computer? Wie legt man ein digitales Privatarchiv am besten an? Was lohnt sich aufzubewahren und was nicht? Auch Sie sind gefragt - nach der Sendung: Was heben Sie auf? Wie bewahren Sie die Übersicht? Wie oft rufen Sie all diese Dateien ab? Gestaltung: Jonathan Scheucher


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Rudi taucht in die Welt der Töne. Der Radiohund hat sich verausgabt und wirklich alles, alles hunderdenkliche versucht - aber den Teppich von Rosi und Tonmeister hat er trotz heftiger Beutelei nicht dazu gebracht, für ihn zu fliegen. Die Musikmaus Topolina und ihr Erziehungsberechtigter, Albert Landertinger, sind diesbezüglich wesentlich erfolgreicher und fliegen nicht nur auf dem Klangteppich sondern tauchen auch in die Welt der Töne. Wie geht das? Braucht man dafür Flossen? Und wo kann Rudi einen flugfähigen Klangteppich finden? Albert Landertinger: "Vielleicht einfach mal die Augen zumachen, schöne Musik aufdrehen oder - noch besser - in ein Konzert gehen und schauen, wo du hinfliegst. Die Ohren zur Seite abspannen und dann geht's gleich los, dann fliegst du auf dem Klangteppich. Wir waren schon auf dem Mond." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Museum der Meisterwerke: In der Seele gibt es ein Bedürfnis, nicht zu denken. Das doppelte Leben des Raymond Carver. Feature von Alfred Koch (WDR/ORF 2001) Robert Altman verfilmte in "Short Cuts" einige seiner besten Geschichten; man verglich ihn mit Hemingway und Cechov und feierte ihn als literarischen Minimalisten: Raymond Carver, der Arbeitersohn aus Oregon, der in den 1970er- und 1980er-Jahren in den USA zu "jedermanns Lieblingsschriftsteller" wurde. Carver, der Romane verweigerte, schrieb kurze Geschichten von kleinen Leuten im Zeitalter von Reagan und Thatcher. Erzählungen von somnambulen Arbeitslosen und heiligen Trinkern; von Paaren, die aneinander vorbeireden und heillosen Optimist/innen, die sich in den Fallstricken ihres eigenen Lebens verfangen. Geschichten, die wie hingeworfene Skizzen wirken und doch genau kalkulierte, durchtrainierte Erzählungen sind. Texte, die auf engstem sprachlichem Raum große Bilder zu erzeugen vermögen. Im Anschluss: Musik bis 16.55 Uhr ausgewählt von Alfred Koch


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Pedal mit Claus Christian Schuster Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Michael Neuhauser. "Sefarad" im Herzen Marokkos. Es gibt Bereiche, in denen sich "Alte Musik" und Volksmusik direkt berühren, vor allem im mediterranen Raum, wo es eine blühende Szene gibt, die Musiktraditionen aufgreift und manchmal auch weiterschreibt, über die Jahrhunderte zurückblickt, alte Schätze hebt und Zusammenhänge offenbart. Die Valencianerin Mara Aranda ist eines der hochaktiven Zentren dieser Szene, mit einem immer wieder auftauchenden Schwerpunkt auf der Musik der spanisch-jüdischen Diaspora, auch auf ihrem jüngsten Album: "Sefarad en el corazón de Marrueccos".


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Vom Frieden von Saint Germain bis zum Verlust der Eigenstaatlichkeit. Mit Arnold Suppan, emeritierter Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Wien. Gestaltung: Christina Höfferer Nach dem Frieden von Saint Germain, der das Schicksal der ersten Republik Österreich grundlegend definierte, trafen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit die Bevölkerung schwer. Die Regierung suchte Bündnispartner von Berlin bis Rom und konnte schließlich die wirtschaftliche Situation durch eine Völkerbundanleihe, an welche jedoch schwerwiegende Auflagen geknüpft waren, in den Griff bekommen, während sich die innenpolitische Lage zuspitzte. Besonders der Justizpalastbrand von 1927 führte zur illegalen Bewaffnung von Teilen der Bevölkerung, welche sich in den Heimwehren und im Republikanischen Schutzbund zusammenschlossen. Die Weltwirtschaftskrise der Jahre 1930 bis 1933 brachte auch die größte österreichische Bank, die Creditanstalt, an den Rand des Ruins. Das deutsch-österreichische Zollunionsprojekt scheiterte, ebenso wie das sogenannte "austrofaschistische" Regierungsmodell. Die entscheidenden Vertreter der österreichischen Außenpolitik suchten verzweifelt Allianzen im Spannungsfeld zwischen Mussolini und Hitler, welcher indessen den Anschluss der Alpenrepublik vorbereitete.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Strukturwandel im Ruhrgebiet. Das einstige Zentrum der Schwerindustrie ergrünt. - Gestaltung: Stefan May Essen, die einstige Stahl- und Bergbaustadt im Ruhrgebiet in Deutschland, ist in diesem Jahr grüne Hauptstadt Europas. Diese Auszeichnung spiegelt den schon Jahrzehnte andauernden Strukturwandel des früheren Industriezentrums Ruhrpott wider. Denn schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg waren jene Grundstoffe in die Krise geraten, auf denen die Europäische Union einmal aufbaute: Kohle und Stahl. Heute steht das Ruhrgebiet nicht mehr für rauchende Schlote, Schmutz und schwere körperliche Arbeit. Die Abraumhalden sind begrünt, die Flüsse werden renaturiert, die Agglomeration von fünf Millionen Einwohnern ist zur Dienstleistungsgesellschaft geworden


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Schmerzrisiko Aufwachraum. Von Margarethe Engelhardt-Krajanek Für Patienten sind die ersten 24 Stunden nach einer Operation die entscheidenden. Müssen sie unter übermäßig starken Schmerzen leiden, können diese chronifizieren. Bei den rund 1,2 Millionen durchgeführten Operationen pro Jahr, klagen 20 bis 40 Prozent der Patientinnen danach über unverhältnismäßig starke Schmerzen. Für rund 12.000 werden sie durch eine Operation chronisch. Sehr häufig ist das nach kleinen Eingriffen der Fall, die in der postoperativen Schmerzversorgung oft nicht ernst genommen werden. Die Folgen sind persönliches Leid und eine nachhaltige Beeinträchtigung der Lebensqualität von Betroffenen, andererseits Milliarden an vermeidbaren Kosten für das Gesundheitssystem. - Deshalb haben sich Expert/innen aus den Bereichen Anästhesie, Chirurgie, Schmerzmedizin, Physiotherapie und Pflegewissenschaft zusammengeschlossen und gemeinsam ein Positionspapier verfasst. Es fordert ein verbessertes perioperatives Schmerzmanagement. Die Organisation und medikamentöse Betreuung rund um eine Operation sollen optimiert, eine genaue Schmerzdokumentation durchgeführt ein Therapie-Monitoring durchgeführt und ein Akutschmerzdienst eingerichtet werden. Modellkrankenhäuser in Wien, Klagenfurt und Horn sind hier federführend.


19.30 Uhr

 

 

styriarte 2017

Solisten des Kammerorchesters "Modus 21", Leitung: Erich Polz; Gregor Seberg, Lesung. Nurejew.SOAP. Claude Debussy: Prélude à làpres-midi d'un faune * Auszüge aus Balletten von Aram Chatschaturjan (Gayaneh), Adolphe Adam (Giselle) und Peter Iljitsch Tschaikowsky (Dornröschen) * Musik von Sergej Prokofjew (Ouvertüre über hebräische Themen), Dmitrij Schostakowitsch u. a. (aufgenommen am 12. Juli in der Helmut-List-Halle in Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Gerhard Hafner Paris, Flughafen Le Bourget am 16. Juni 1961. Das Ballett des Kirow-Theaters steigt in einen Flieger nach London, doch der Star der Truppe wird aufgehalten. Das KGB teilt Rudolf Nurejew mit, dass er in die Heimat zurückfliegen muss. Er weiß: Das Ende seiner Karriere oder Schlimmeres steht bevor. Also ruft er den französischen Gendarmen zu, dass er Asyl beantragen möchte. Sie umringen ihn und bringen ihn in Sicherheit. Der genialste Tänzer der Epoche wechselt mitten im Kalten Krieg die Fronten, doch sein Freund in Ost-Berlin kann ihm nicht folgen: Am 13. August wird die Mauer gebaut. Tanz als Bühne für die große Politik und als private Tragödie ? im Leben Nurejews wird beides greifbar. Im Januar 1993 ist er als Österreicher gestorben. (Text: styriarte)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Zwischen Romantik und Kalkül. Eine kleine Geschichte der Partnersuche (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sudan und Südsudan. Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (2). Gestaltung: Maria Reininger Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister. Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (2). Gestaltung: Nina Prasse


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Bregenzer Festspiele 2017. Zesses Seglias' Kammeroper "To the Lighthouse" (UA). Gestaltung: Stefan Höfel Virginia Woolfs Roman "To the Lighthouse" (Zum Leuchtturm) dient als Textvorlage für die Kammeroper des griechischen Komponisten Zesses Seglias, die am 16. August bei den Bregenzer Festspielen zu ihrer Uraufführung gelangte. Seglias hat dieses Werk gemeinsam mit dem im Jänner unerwartet verstorbenen Autor und Regisseur Ernst Marianne Binder erarbeitet. Er beschreibt darin eine Gefühlswelt voller Zorn und Hass, jene Gefühle, die der Protagonist James gegenüber seinem Vater verspürt. James' Mutter (Mrs. Ramsay) glaubt an die Kraft der Fantasie, James' Vater aber will auf Fakten beharren. Der Junge James möchte mit dem Boot zum Leuchtturm fahren, sein Vater erlaubt es ihm nicht, und das erzeugt einen regelrechten Hass des Kindes auf seinen Vater. In Viriginia Woolfs Buch sprechen die Protagonisten nicht alles aus, vielmehr sind es oft innere Monologe, Unausgesprochenes oder aber Gefühle, die beschrieben werden. Dies musikalisch zu beschreiben war eine große Herausforderung für den Komponisten. Seglias will möglichst viele verschiedene Ebenen der menschlichen Stimme in seinem Werk präsentieren und lässt die Sängerinnen und Sänger beispielsweise die Texte murmeln oder sie so singen, dass nur gewisse Konsonanten erklingen. Er wolle dadurch eine "Polyphonie zwischen Gedanken und gesprochener Sprache, zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein" hörbar machen. Um das Publikum noch tiefer in diese Gefühlswelt eindringen zu lassen werden die Stimmen und die Instrumente verstärkt; dadurch werden alle musikalischen Nuancen hörbar. Regisseur Olivier Tambosi lässt die Sängerinnen und Sänger in kaltem Licht und in einem kargen Bühnenbild auftreten. Die Portagonisten stehen zwischen großflächigen auf Karton gedruckten Abbildungen von Objekten und Personen wie beispielsweise William Shakespeare oder einem Soldat aus dem Ersten Weltkrieg. Die französische Dirigenten Claire Levacher leitet das Symphonieorchester Vorarlberg.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt. Gestaltung: Eva Teimel und Claudia Gschweitl Sybille Bauer, geboren 1989, studiert "Zeitbasierte Medien" an der Kunstuniversität Linz. Sprache und Text sind wichtige Instrumente in ihrer künstlerischen Arbeit. Mittels Aneignung und Re-Inszenierung von Textfragmenten - sei es ein Bibelzitat, das Krankheitstagebuch ihres verstorbenen Vaters oder Oral History - versucht sie Erzählungen in ein neues Licht zu rücken. Die experimentelle Arbeitsweise und ihr feministischer Zugang erlauben ihr einen intimen Blick auf das Innenleben ihrer Protagonistinnen zu werfen.


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten