Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Meister des Unfertigen" - Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien, zum 100. Todestag von Auguste Rodin. Gestaltung: Alexandra Mantler Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Kunstgeschichte. Mit Werken wie "Der Kuss", "Der Denker" und "Die Bürger von Calais" schuf der 1840 in Paris geborene und 1917 in Meudon verstorbene Bildhauer Auguste Rodin Werke, die bis heute als Inbegriff von Skulptur gelten. Denn mit ihnen ist es ihm gelungen, zentrale menschliche Themen wie Leidenschaft, Gemeinschaft und Reflexion in Kunst zu übersetzen. Rodins Einfluss ist bis heute ungebrochen, da er wie kein Zweiter die Erfahrungen des modernen Menschen an der Wende zum 20. Jahrhundert in Stein übertragen konnte. Rodin widersetzte sich dem idealisierenden Ideal seiner Vorgänger und stellte die Suche nach Wahrhaftigkeit ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Anstelle von Perfektion machte er den Schaffensprozess sichtbar und erhob die Unvollkommenheit und das Flüchtige zum obersten Prinzip. In den "Gedanken für den Tag" beleuchtet die Kunstwissenschafterin Johanna Schwanberg die leidenschaftliche Biografie Rodins anlässlich seines 100. Todestages im Spannungsfeld zwischen Kunst und Leben im Frankreich der Jahrhundertwende. Sie stellt weltbekannte Meisterwerke genauso wie weniger bekannte Arbeiten des Künstlers ins Zentrum der Sendungen und zeigt auf, warum die Kunst dieses Wegbereiters bis heute so fasziniert.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Christine de Grancy in der Galerie Crone Ausgestellte Widmungen Christine de Grancy in der Galerie Crone 1994 verbrachte David Bowie einen Tag in Gugging. In der psychiatrischen Einrichtung wurden Patienten zur Kunstausübung ermuntert. Später entwickelte sich daraus eine der weltweit bedeutendsten Künstlerkolonien der "Art Brut". Die Fotografin Christine de Grancy begleitete David Bowie damals und hielt seine Begegnung mit den Gugginger Künstlern auf stillen, privaten, intimen Fotos fest. Ab morgen werden die Bilder in der Wiener Galerie Crone unter dem Titel "Bowie in Gugging" erstmals öffentlich gezeigt. Nach Bowies Besuch in Gugging entstand übrigens das Album "Outside". Im Jänner jährt sich sein Todestag. - Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer Ausgestellte Widmungen Am kommenden Mittwoch lädt die Galerie Gugging zur Vernissage der Ausstellung "navratils künstlergästebuch". Leo Navratil war jener Psychiater, der die Patienten in Gugging dazu angeregt hat, sich malerisch und zeichnerisch auszudrücken. In der Ausstellung wird das Kunstbuch präsentiert und zum Kauf angeboten, in dem Prof. Navratil farbige Abbildungen als Zeichenvorlage für Künstler einklebte. Zeitgenössische Künstler, die zu Besuch kamen, hinterließen in diesem Buch zudem Zeichnungen, Texte oder Widmungen. So wurde es zum Gästebuch, das sich als einzigartiges, authentisches Dokument über ein Jahrzehnt hinweg mit Originalzeichnungen füllte.- Gestaltung; Ursula Mürling-Darrer


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Wolfgang Schlag


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Tierpfleger und Biologe Rupert Kainradl spricht über Insekten, die sich als Pflanzen tarnen. Teil 1: Eine tropische Gespenstschrecke verschmilzt mit der Umgebung Gestaltung: Renate Pliem In der Biologie gibt es das Phänomen der "Mimese": eine Form der Tarnung, bei der ein Lebewesen in Gestalt, Farbe und Haltung einen Teil seines Lebensraumes annimmt. So kann es für Fraßfeinde nicht mehr von der Umgebung unterschieden werden. Einige Insekten haben die Mimese zur Perfektion gebracht: das "Wandelnde Blatt" zum Beispiel, eine Gespenstschrecke, deren Nervenbahnen sogar die Blattnervatur imitieren. Wenn das Tier berührt wird, wippt es wie ein Blatt im Wind. Andere Insekten tarnen sich als braune Äste oder als Blätter mit Dornen, um nicht gefressen zu werden. Die Orchideenmantis hingegen imitiert die Umgebung, um Beute zu machen: Die Gottesanbeterin ahmt die Blüten der Phalaenopsis-Orchideen nach. Wenn Insekten diese "Blüte" besuchen, geraten sie in eine tödliche Falle.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Kinder Erwachsene sind

Generationenbeziehungen im Wandel (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Kaum eine Beziehung scheint so selbstverständlich, kaum eine Beziehung ist so widersprüchlich wie die zwischen Eltern und Kindern. Geprägt ist das Eltern-Kind-Verhältnis von Sorge und Anteilnahme, aber auch von Abgrenzung und Autonomiestreben. Im Idealfall begleiten Eltern ihre Kinder zur Selbständigkeit. Doch: was dann? Eltern sein bleibt eine lebenslange Aufgabe. Denn sobald die Kinder außer Haus sind, die Beziehung zum Nachwuchs frei von Verpflichtungen ist, fällt auch der rituelle Rahmen alltäglicher Handlungen weg. Was bleibt, ist der Wunsch, am Leben der jungen Erwachsenen teilzuhaben. Deren Weg scheint manchmal jedoch schwer nachvollziehbar. Wie lassen sich konträre Ansichten der Kinder mit dem eigenen Selbstverständnis harmonisieren? Die jungen Erwachsenen wiederum ringen jahrelang damit, sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Äußerliche Ähnlichkeiten mit Vater oder Mutter werden oft als Makel empfunden. Makeup, Bartschnitt oder Kleidung helfen, eine Differenz zu betonen. Das Ziel ist immer, ausreichend Distanz zur Herkunftsfamilie schaffen, um sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Und hier kommen die Freundinnen und Freunde ins Spiel. Schwiegerkinder widersprechen oft den Vorstellungen der Eltern vom idealen Partner, der idealen Partnerin. Sie machen sichtbar, was die Jungen wollen und wohin sie sich entwickeln werden. Damit geraten eingespielte Verhaltensmuster in Bewegung, das Verhältnis zwischen den Generationen wird neu definiert.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ein Gotteskrieger in Lederhosen

Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (1). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Er ist das Urbild des "waschechten" Tirolers - von imposanter Statur, mit schwarzem Bart, Hut und Lederhose: Andreas Hofer, der wohl wie kein anderer dem Klischee eines echten Volkshelden entspricht: Unter seiner Führung erhoben sich 1809 ein paar tausend Bauern gegen die mit Napoleon verbündeten Bayern, die vier Jahre zuvor die Herrschaft in Tirol übernommen hatten. Die neuen Machthaber betrieben eine radikale Modernisierungspolitik nach französischem Vorbild: Privilegien, wie das Recht, nicht zum Wehrdienst eingezogen zu werden, fielen, es kam zu Steuererhöhungen und zu Reformen des Gesundheitswesen. Zudem wurden die Konfessionen einander gleichgestellt. Gegen all das wehrten sich die Tiroler; und der Gastwirt, Wein- und Viehhändler Andreas Hofer, 1767 im Passeier im heutigen Südtirol geboren, wurde zur Leitfigur des Widerstandes - mit klar anti-aufklärerischen Zügen: So wird etwa, nach dem ersten Sieg am Bergisel, die von den Bayern eingeführte Pockenschutzimpfung als "Teufelszeug" verdammt und dem "Weibsvolk" weitestgehende Verhüllung vorgeschrieben. Schließlich unterliegt Andreas Hofer den französischen Truppen, flieht nach Südtirol, wird verraten, gefangengenommen und 1810, auf Befehl Napoleons, in Mantua hingerichtet. Seitdem gilt er als Freiheitsheld par excellence und ist bis heute die meistverehrte historische Figur in ganz Tirol. Nach seinem Tod wurde er allerdings zur Mehrzweck-Symbolfigur für Liberale und Konservative ebenso wie für Austrofaschisten und Nazis. Nach 1945 stand "der Hofer" dann überhaupt für die Tiroler, für die Einheit des Landes und sogar für die "Bumser" genannten Sprengstoffterroristen, die diese Einheit herbeibomben wollten. So ist der "Mythos Hofer", die Geschichte seiner Inszenierung und Instrumentalisierung im Grunde interessanter als die eigentliche historische Figur. Allen Mythen, so formulierte es einmal der Politologe Anton Pelinka, sei gemein, dass sie einen zugefügten Schmerz verewigen und immer wieder in Erinnerung rufen wollen. - Gemessen an der ungebrochenen Hofer-Verehrung, muss dieses Bedürfnis immer noch übermächtig sein.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen

Der Orient in der klassischen Musik (1). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali "Ob der Koran von Ewigkeit sei?" - das fragte sich Hugo Wolf in einem Lied auf einen Text von Goethe. Mit den Intrigen eines Wanderderwischs, der ein Liebespaar in eine Karawane nach Mekka einschleust, beschäftigte sich Christoph Willibald Gluck. Und die Scheherezade des Nikolai Rimsky-Korsakoff lässt uns in den Märchen aus 1001 Nacht schwelgen. Der Orient hält also viele Anknüpfungspunkte in der Themenfindung für europäische Künstler bereit. Auf religiöser Ebene bieten sich der Mystizismus eines Sufi-Ordens, die unterschiedlichen Auslegungen des Islam, der Koran oder die Figur eines Muezzin als Inspiration an. Doch auch die weltliche Perspektive kommt nicht zu kurz: kluge und schöne Frauen finden ebenso ihren Platz wie fromme Gläubige oder die Bandbreite an persischer Dichtung. Der Orient im Okzident hat viele musikalische Seiten. Vorstellungen und Bilder einer vermeintlich exotischen Welt vermischen sich mit detailgetreuen Szenen religiöser Rituale. Arabische, persische und türkische Wörter finden Eingang in die Welt der Oper. "Türkenszenen" finden sich auf den Opernbühnen ab der Zeit Ludwig XVI., das deutschsprachige Lied beruft sich auf die persische Dichtung. Und im 18. Jahrhundert entwickelt sich im so genannten alla turca Stil ein eigenständiges musikalisches Vokabular zur Orientalisierung klassischer Musik. Komponisten wie Lully, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, aber auch Carl Maria von Weber oder Johannes Brahms haben den Orient im Okzident musikalisch verankert. Thematisch, spirituell oder musikalisch: die Faszination am Reichtum des Orients zieht bis heute Komponisten in ihren Bann. Nadja Kayali und Michaela Schierhuber folgen den klingenden Spuren, die der Orient im Okzident hinterlassen hat.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Schuberts Allergetreuester" - zum 50. Todestag von Otto Erich Deutsch am 23.11. Eigentlich hat er Kunstgeschichte und Literatur studiert. Aber sein Leben bestimmt hat Schubert. Das "Deutsch-Verzeichnis" ist ein heute unverzichtbares Lexikon und ehrt den Meister ebenso wie seinen Adepten. Seinen Weg als Musikforscher prägten aber fast gleichermaßen Händel und Mozart.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Die Kieferninsel" von Marion Poschmann. Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar. Carlo Ambrogio Lonati. Carlo Ambrogio Lonati (1645 - ca. 1715) profitierte als Sänger von seiner körperlichen Beeinträchtigung, die ihm auch seinen Beinamen eintrug. Der "Bucklige der Königin Christina von Schweden" wurde wegen seiner Erscheinung zum idealen Bühnendarsteller von Zwergen und Gnomen. Sein größtes Talent zeigte sich jedoch im Spiel der Violine. Lonati galt als einer der virtuosesten Geiger seines Jahrhunderts. Geiger Gunar Letzbor und seine Ars Antiqua Austria haben nun Lonatis "6 Sonate da camera" eingespielt und so eine Persönlichkeit wiedererstehen lassen, deren Violinmusik jener des Salzburger Meisters Heinrich Ignaz Franz Biber ebenbürtig ist, wenn nicht sogar übertrifft.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Andreas Staier, Hammerklavier, beim Festival "Chopin and his Europe" in Warschau. Präsentation: Jörg Duit Einer der führenden Cembalisten und Fortepiano-Spieler von Barock bis Klassik, Artist of the Year bei den International Classical Music Awards, Andreas Staier spielte beim heurigen Festival Chopin and his Europe in Warschau. Der Musiker, der über Jahre Cembalist bei Musica Antiqua Köln war und bei Spezial-Ensembles wie Concerto Köln, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Orchestre des Champs-Elysées mitwirkte, ist im Ö1 Konzert mit Werken von Bach, Mozart, Schubert und Chopin zu hören.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Erschaffen für die Bühne. Wie Bühnenbilder entstehen und was mit ihnen passiert. Ob in der großen Staatsoper oder im kleinen Off-Theater, kaum ein Bühnenstück kommt ohne Bühnenbild aus. Die großen Theaterhäuser lassen ihre Bühnenbilder in eigenen Werkstättenhallen von Tischlern, Schlossern und Tapezierern anfertigen. Bei Kleinbühnen greift oft der Intendant selbst im eigenen Theaterkeller zu Akkuschrauber und Pinsel. Sind die Bühnenbilder gebaut, müssen die sperrigen Bauteile den Weg über die engen Backstage-Gänge auf die Bühne finden. Wenn ein Theater im Repertoirebetrieb jeden Abend ein anderes Stück zeigt, werden die Bühnenbilder ständig auf- und abgebaut und müssen zwischengelagert werden. Nach dem Abspielen eines Stückes kommt das Bühnenbild entweder ins Langzeitlager oder wird "skartiert", also entsorgt. Jakob Fessler hat Bühnenbilder auf dem Weg ins Rampenlicht begleitet. Gestaltung: Jakob Fessler Randnotizen: Nadja Kwapil


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Sagenhafte Wachau, Teil 6: Von den Schweden, einem Ochs und einer Katze. Rudi liebt Geschichten - ganz besonders dann, wenn er sie erzählt bekommt. Diesmal nimmt Fritz Friedl wieder Platz im Studio mit seinem sehr dicken, schweren Buch über die Wachau auf dem Schoß. In der Wachau, dieser Gegend entlang der Donau, erzählt man sich Geschichten von Raubrittern und Burgen und diese Sagen haben auch etwas mit der Geschichte und der Wirklichkeit zu tun. So ist es auch diesmal... Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Im Zeit-Raum: Johannes Kaup im Gespräch mit Konrad Paul Liessmann Aufgezeichnet am 11. Oktober 2017 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses. Bearbeitung: Robert Weichinger Arbeit wird gemeinhin als die entscheidende Quelle für Wohlstand, Wert und Würde des Menschen betrachtet. Hier sind sich völlig unterschiedliche politische Ideologien einig, von der Arbeitspflicht in der ehemaligen Sowjetunion bis hin zur Ideologie des Neoliberalismus. Was aber ist Arbeit? Ist diese mit Erwerbsarbeit identisch? Und ist der Mensch tatsächlich ein "Animal laborans", das in eine Krise gerät, wenn es seinen Job verliert? Viele Menschen finden keine Arbeit mehr oder können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Trotzdem, daran zweifelt eigentlich niemand, gibt es in dieser Welt genug zu tun. Es gibt viele Gründe, über Arbeit neu nachzudenken, auch hinsichtlich der Lebensqualität, der in der Antike gefeierten Muße bis zur künstlerischen Kreativität, von der ästhetischen Kontemplation bis zur sozialen Kommunikation. Welchen Sinn hat Arbeit und welchen Stellenwert sollen wir ihr heute in einer (Post-)Wachstumsgesellschaft geben? Johannes Kaup diskutiert mit Konrad Paul Liessmann anschließend an das 21. Philosophicum Lech, das sich dem Thema Arbeit und Muße widmet. Bearbeitung: Robert Weichinger


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Das Zuhause als Fragezeichen. Morrisseys Album "Low In High School" Morrisseys charakteristischer Gesang, seine Stimme und Melismen, kennzeichnen auch sein soeben erschienenes Album "Low In High School" ebenso wie provokante Aussagen, die in den 30 Jahren seit seiner Zeit als Frontman der legendären Band "The Smiths" ebenfalls zu seinem Markenzeichen geworden sind. Die Weltsicht in fast allen der zwölf Songs ist düster: Gewalt, Krieg und Diktatur drohen und herrschen vielerorts schon vor. Enttäuscht vom Lauf der Welt und pessimistisch, so zeichnet Morrissey eine Perspektive, die in letzter Zeit auch politisch einflussreich war - und wohl nicht nur seiner Erzählfigur, sondern auch ihm selbst entspricht. Selbst das Persönliche, die Reste von Liebe und die Sehnsucht nach privatem Glück stehen im Zeichen von Auflösung und Verlust - "Home Is A Question Mark".


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur Entwicklung des modernen Tourismus. Mit Martin Scheutz, Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Der moderne Tourismus ist ein wichtiger gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Sektor. Die Geschichte des Reisens reicht weit zurück, zur mittelalterlichen Pilgerfahrt, der adelige Kavalierstour, den frühbürgerlichen Bildungsreisen und dem Seebädertourismus ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Als Tourist/innen werden Menschen bezeichnet, die sich aus ihrem gewöhnlichen Umfeld für längere Zeit hinausbewegen, zum bloßen Vergnügen. Doch gehörten Geschäfte und Bildung zu weiteren Motiven des Reisens und eine Abgrenzung fällt daher bis heute schwer. Der Beginn des modernen Tourismus als Massenphänomen wird im frühen 19. Jahrhundert angesetzt. Er ist eng mit der Entwicklung der Transportmittel verbunden - der Eisenbahn, dem Dampfschiff, dem Auto bis hin zum Flugzeug. Diese Verkehrsmittel erlauben es, eine große Menge an Menschen rasch - im Vergleich zum Fußmarsch oder der Kutsche - an einen fernen Ort zu bringen. Damit entstand auch eine touristische Infrastruktur wie Reisebüros, Gastronomie und Hotels. In den Anfängen noch ein Privileg der Reichen breitet sich der Tourismus durch die Sommerfrische auch auf die Mittelschicht aus. Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht eine neue Form des Tourismus, die auch und vor allem den Angehörigen der Arbeiterschaft das Reisen ermöglichen soll, der Sozialtourismus: von Gewerkschaften organisierte und finanziell unterstützte Reiseformen, Reisen mit den "Naturfreunden" oder diversen Jugendbewegungen. Totalitäre Regimes entwickeln Formen des Sozialtourismus mit politisch-propagandistischen Absichten, in Italien die faschistische "Opera Nazionale Dopolavoro" oder im nationalsozialistischen Deutschland die "Kraft durch Freude"-Programme. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Pauschalreise - zuerst im eigenen Land und später als europäische Fernreise - zum Durchbruch. Die Phase des kommerziellen Massentourismus beginnt.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Eine Sendung zum Internationalen Tag der Kinderrechte - Gestaltung: Maria Harmer Am 20. November 1989 wurde von den Vereinten Nationen die Konvention über die Rechte des Kindes beschlossen. Ein Artikel dieser Konvention hält fest, dass Kinder und Jugendliche ein Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt haben. Allein in Österreich kommen laut der Vereinigung Österreichischer Kriminalisten jährlich 600 bis 800 mutmaßliche Fälle von Kindesmissbrauch zur Anzeige. Die Kriminalstatistik des Innenministeriums hält 2016 explizit fest, dass "der sexuelle Missbrauch bei Kindern zum Großteil im Familien- und Bekanntenkreis erfolgt; Fremdtäter sind unterrepräsentiert." Was genau heißt das? Wie viele Kinder sind betroffen? Wo finden sie Hilfe? Was passiert nach einer Anzeige? Und wie relevant ist Prävention auf dem Gebiet der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche?


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Jeder Generation ihren Stollen Von Marlene Nowotny Jedes Jahr strömen tausende Tourist/innen nach Hallstatt. Wer nicht die Überreste der eisenzeitlichen Siedlungen im Tal begutachtet, macht sich auf Richtung Berg, wo das Salz schon vor 3.000 Jahren abgebaut wurde. Bis heute kennt die Wissenschaft allerdings nur einen kleinen Ausschnitt des (prä-)historischen Salzabbaus. Wie groß die alten Abbaukammern tatsächlich sind, wo genau die Hallstätter zu welchem Zeitpunkt Stollen eingerichtet haben, welche Verbindungsschächte die verschiedenen Generationen angelegt haben, ist bis heute nur ansatzweise beantwortet. Die Fachabteilung Geophysik der Geologischen Bundesanstalt versucht Licht in dieses historische Dunkel zu bringen. Mit Hilfe geoelektrischer Messungen wird derzeit das Ausmaß des Salzbergwerks erfasst. In Zusammenarbeit mit Archäolog/innen des Naturhistorischen Museums sollen die verschiedenen Stollen dann den jeweiligen Generationen Hallstatts zugeordnet werden.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Gerhard Graml. Trompeter-Gipfeltreffen: Enrico Rava und Tomasz Stanko im Juli 2017 im Wiener Porgy Bess. Am 15. Juli 2017 kam es im Wiener Jazzclub Porgy Bess zu einem Treffen der europäischen Trompeter-Legenden: Auf Initiative Tomasz Stankos, der vier Tage zuvor seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte, trafen der polnische Grandseigneur mit dem warmen, dunklen Sound und sein drei Jahre älterer italienischer Kollege Enrico Rava, am Flügelhorn als ideenreicher, wendiger Melodiker präsent, einander zum inspirierten musikalischen Gedankenaustausch. Unterstützt wurde dieser Dialog der Vaterfiguren des europäischen Jazz von Giovanni Guidi (Klavier), Dezron Douglas (Bass) und Gerald Cleaver (Schlagzeug).


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Peter Zimmermann Up, Up and Away Marion Poschmann: Die Kieferninseln, Roman, Suhrkamp Verlag Jovana Reisinger: Still halten, Roman, Verbrecher Verlag Elias Hirschl: Hundert schwarze Nähmaschinen, Roman, Jung Jung Verlag Zadie Smith: Swing Time, Roman, Kiepenheuer Witsch Verlag (Übersetzung: Tanja Handels) Der lyrische Salon Durs Grünbein: Zündkerzen, Gedichte, Suhrkamp Verlag Jugendbuch des Monats



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Kinder Erwachsene sind. Generationenbeziehungen im Wandel (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Ein Gotteskrieger in Lederhosen. Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (1). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen. Der Orient in der klassischen Musik (1). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Wien Modern 2017. Das Ensemble PHACE mit Werken zur extremen Weltlage. Gestaltung: Reinhard Kager Schon Theodor W. Adorno hatte der Musik die Kraft des erhellenden Aufblitzens zugeschrieben. Wie bei einem Feuerwerk offenbare sich "empirisch Erscheinendes, befreit von der Last der Empirie als einer der Dauer", ein grelles Menetekel, "aufblitzende und vergehende Schrift, die doch nicht ihrer Bedeutung nach sich lesen lässt". Ein wenig davon will der französische Komponist Tristan Murail in seinem "Liber fulguralis" vermitteln, das ursprünglich auch eine visuelle, von Hervé Bailly-Basin entwickelte Ebene enthielt. Inspiriert von der Kunst der antiken Orakel-Deutung von Blitzen, entwickelt das knapp halbstündige Werk auch ohne Video eine poetische Exegese eines der faszinierendsten Naturphänomene. Dem gegenüber stehen in diesem Konzert von PHACE bei Wien Modern Gerhard E. Winklers "Packeis-Istanpittas", in der Reihe seiner "Anamorphe" das zehnte, das den schmelzenden Polkappen mit alten florentischen Tänzen einen stampfenden Abgesang bereitet. Alexander Stankovskis szenisches Hörstück "In diesem Augenblick" nach einem Text von Xaver Bayer besitzt zwar introspektiven Charakter, öffnet durch verräumlichte Zuspielungen jedoch weite Klangräume.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten