Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Stephanie Maderthaner


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Stephanie Maderthaner


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Sechs Tage - sechs Rufe" - Über die "Flugblätter der weißen Rose". Hubert Gaisbauer, Publizist, erinnert an die Geschwister Scholl, Christoph Probst und Alexander Schmorell und ihre Flugblätter, in denen sie 1942 zum Widerstand aufriefen und dafür hingerichtet wurden. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Flugblätter der weißen Rose", so waren die ersten vier Aufrufe überschrieben, die eine Gruppe deutscher Studenten und Studentinnen in den Monaten Mai und Juni 1942 verfasste und verbreitete. Das erste Flugblatt beginnt mit den Worten: "Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ,regieren' zu lassen." Es gipfelt im Aufruf, passiven Widerstand zu leisten. Und dafür sind sie gestorben, Hans und Sophie Scholl und ihre Freunde. Vor 75 Jahren. Beim Verteilen des sechsten Flugblatts am 18. Februar 1943 im Lichthof der Universität München wurden sie verhaftet. Vier Tage später verhängte der Volksgerichtshof gegen die Geschwister Scholl und Christoph Probst die Todesstrafe, die noch am selben Tag vollstreckt wurde. Ihr Freund Alexander Schmorell, Mitakteur und Mitverfasser der Flugblätter, war orthodoxer Christ. Er wurde verraten, verurteilt und im Juli 1943 hingerichtet. Seine Kirche hat ihn als Märtyrer heiliggesprochen. Die ersten vier Blätter richteten sich an Schriftsteller, Professoren und Buchhändler aus München und Umgebung, aber auch an ihren Freundeskreis und Mitstudierende. Die Zielgruppe war bewusst gewählt. Ein Aufruf an die Intelligenz. Bereits das zweite Flugblatt berichtete über die Ermordung von 300.000 polnischen Juden und Jüdinnen. Im vierten Flugblatt findet sich eine lange Zitatencollage aus der Rede des Dichters Novalis "Das Christentum oder Europa". Im fünften heißt es unter anderem: "Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!" Allein in den letzten beiden Flugblättern ist zehnmal von der Besinnung auf den Geist Europas die Rede, vom Aufwecken der Seele, von der Notwendigkeit großzügiger Zusammenarbeit der europäischen Völker, vom Trugbild einer alles beherrschenden Wirtschaft. Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

Präsentation: Michael Köppel Musikauswahl: Stephanie Maderthaner


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Living Studio im Museumsquartier Zwei Wochen lang arbeiteten im Wiener Museumsquartier - im "frei_raum Quartier 21 exhibition space" 17 bekannte und weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten und Arbeitsweisen an neuen Werken. Dabei ist in dem offenen Raum - nahezu Schulter an Schulter - höchst individuell genau konzipierte oder spontane Kunst entstanden. Vergangenen Donnerstag hat sich diese Arbeitsfläche in eine Ausstellungsfläche verwandelt. So wie Besucher der frei zugänglichen Räumlichkeiten bereits die Entwicklung und Entstehung der Arbeiten miterleben konnten, werden ihnen nun bis zum 23. Februar die fertigen Exponate unter dem Titel "Living Studio - Creative Process" präsentiert. Idee und Ausführung des Kunstprojekts verantworten in Kooperation mit der Oxymoron-Gallery die beiden Künstler Sebastian Schager und Joseph Rudolf mit ihrer Jan Arnold Gallery, in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Amelie Brandstetter und dem Architekten und Kurator Markus Grabenwöger. Hintergrund und Motivation für diese ungewöhnliche Art des öffentlichen, künstlerischen Arbeitens ist, den normalerweise verborgenen, kreativen Schaffensprozess sichtbar und erlebbar zu machen. Außerdem stellt das Projekt eine Gegenposition zur üblichen Kunst-Präsentation und Vermarktung in Galerien und auf Kunstmessen dar, die für Künstlerinnen und Künstler oft mit Zwängen und Abhängigkeiten verbunden ist. Am kommenden Mittwoch gibt es ab 18 Uhr eine spezielle Führung durch die Ausstellung.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Renate Burtscher. Brahms in der Alleegasse 16, Elias Canetti wird mit Biber'schen Tiercharakteren verknüpft und welche Frau verbirgt sich hinter dem männlichen Pseudonym Henry Love? Sie wurde in Wien geboren, studierte an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst und absolvierte sie mit Auszeichnung. Zunächst arbeitete sie als Pianistin, bis sie sich mehr und mehr der Klavierbegleitung zuwandte. Mit dem Burgschauspieler Raoul Aslan gab sie Konzert- und Chansonabende. Aslan war es auch, der sie ermunterte zu komponieren, weshalb er denn auch der Widmungsträger ihrer ersten 1927 veröffentlichten Komposition war. Auf Anregung des Verlags legte sie sich daraufhin ein männliches Pseudonym zu. Als "Henry Love" komponierte sie in den Jahren 1928 bis 1932 noch weitere erfolgreiche Chansons, zu denen sie teilweise auch die Texte schrieb. Ihre Lieder wurden von Richard Tauber oder Marlene Dietrich interpretiert. Für den Filmklassiker "Der dritte Mann" wurde einer ihrer Erfolgsschlager von Anton Karas für Zither bearbeitet. Der Name Henry Love taucht da allerdings nirgends auf ... und wie sie wirklich hieß, erfahren sie im Pasticcio!


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Botaniker Jürg Schönenberger spricht über das Aussehen der ersten Blüten vor 140 Millionen Jahren. Teil 1: Ein Erfolgsmodell der Fortpflanzung Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Urblüte ist der letzte gemeinsame Vorfahre der heutigen Blütenpflanzen. Mindestens 300.000 verschiedenen Blütenpflanzen gibt es. Diese Gewächse bilden somit die mit Abstand größte Gruppe im Reich der Botanik. Sie gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Wie haben die Blüten dieses Vorfahren ausgesehen, und wie hat sich die heutige Vielfalt von Blüten entwickelt? Blüten sind für die Bestäubung wichtig. Botaniker unterscheiden genau die Begriffe "Blumen" und "Blüten". Für sie bezeichnet "Blume" die bestäubungsbiologische Einheit einer Blütenpflanze. Eine Blüte kann durchaus aus mehreren Blumen bestehen. Die ersten Blütenpflanzen sind vor 140 Millionen Jahren entstanden, in der Kreidezeit, zur Zeit der Dinosaurier. Kronblätter machen die Blüte farblich attraktiv, Staubblätter und Fruchtblätter sind die männlichen und weiblichen Organe. Die beiden Geschlechter sind in einer Blüte vorhanden. Das war auch bei der Urblüte so. Um herauszufinden, wie sie ausgesehen hat, brauchen Botaniker einen Stammbaum und eine Datenbank mit möglichst vielen Blüten und ihren Merkmalen. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Merkmale können die Forscher nun schrittweise in der Zeit zurückgehen. Die Urblüte war relativ klein, zweigeschlechtlich und hatte eine Blütenhülle, in der die Organe in Dreierkreisen angeordnet waren. Duft und Farbe können nicht rekonstruiert werden, weil diese Merkmale heute extrem verschieden sind und auf keinen gemeinsamen Vorfahren schließen lassen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Verzeihen und Versöhnen

Wie mit Verletzungen weiter leben? (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Ob im familiären Zwist oder in der Auseinandersetzung mit Vorgesetzten: abwertende Worte kränken. Werden Menschen benachteiligt, ausgeschlossen, missachtet, ignoriert, führt das zu Verletzungen. Ihr Selbstwert wird in Frage gestellt. Die Antwort darauf können Wut und Hass sein, depressiver Rückzug oder Selbstzerstörung. Massive Übergriffe stürzen Menschen in tiefe Verzweiflung. Doch wie lassen sich diese Wunden bearbeiten? Das, was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Dieses zu akzeptieren ist ein erster Schritt aus der Lebenskrise. In kriegerischen Auseinandersetzungen erleben Menschen Grausamkeiten, sie werden Zeugen von Mord und Zerstörung. Das erschüttert ein Grundvertrauen in die menschliche Gemeinschaft. Die Antwort darauf ist oft neuerlich Gewalt. Um einen Bürgerkrieg zu verhindern, ging 1995 in Südafrika Nelson Mandela einen anderen Weg. Er gründete den Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung. Jeder, der ein Kriegsverbrechen begangen hatte, sollte von diesem Ausschuss begnadigt werden, wenn er sein Vergehen mit lückenloser Offenheit bekannte, und zwar im Angesicht der Hinterbliebenen und Opfer. Die Opfer sollen nicht vergessen, doch sie können vergeben, war Nelson Mandelas Überzeugung. Widerfährt ihnen damit Gerechtigkeit? In den Haag wurde vom UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien das vorläufig letzte Urteil gesprochen. Kriegsverbrecher wurden angeklagt und für schuldig gesprochen. Doch für die Menschen ist der Krieg noch allgegenwärtig. Das Zentrum für gewaltfreie Aktion versucht einen Versöhnungsprozess voranzutreiben. Die Voraussetzung dafür ist Verzeihen. "Täter und Opfer müssen einander als menschliche Wesen erkennen," erklärt die Südafrikanische Psychologin Pumla Gobondo-Madikizela. Sie hat im Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung mitgearbeitet. Begleitet wird dieser Prozess von großer Trauer über das, was geschehen und nicht zu ändern ist. Ein Gefühl, das uns mit der Wirklichkeit versöhnen kann.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Bregenzerwald

Transformationen einer Talschaft (1). Gestaltung: Thomas Mießgang "In der guten alten Zeit hatte im Bregenzerwald wohl jedes Dorf und jedes Dörflein seine Linde, sein sogenanntes Kaufhaus oder sonst einen öffentlichen Platz, wo nicht nur die Jugend sich versammelt zu Spiel und Tanz, sondern wo auch die ernsteren Väter oft und gerne ihre Schätze von Lebensweisheit zum Nutzen und Frommen aller öffneten". So schrieb im 19. Jahrhundert Franz Michael Felder, Bauer, Sozialreformer und bis heute der berühmteste Schriftsteller, den der Bregenzerwald hervorgebracht hat. Doch das beschauliche, das er hier in knappen Worten schraffiert, war schon damals eher Wunsch als Wirklichkeit. Felder, der bereits im Alter von 29 Jahren an Tuberkulose starb, nutzte sein kurzes Leben neben der Produktion von Literatur vor allem dazu, gewerkschaftsähnliche Strukturen zu schaffen und die lokalen Käsebarone zu bekämpfen, die die Bauern ausplünderten. Die Käseproduktion, heute in der KäseStrasse, einem Zusammenschluss lokaler Molkereibetriebe organisiert, ist immer noch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Bregenzerwald, der noch bis vor wenigen Jahrzehnten kleinlandwirtschaftlich geprägt war. Doch seit einiger Zeit finden hier, wie auch in anderen ländlichen Gegenden, grundlegende gesellschaftliche und ökonomische Transformationen statt. Das Bregenzerwälder Handwerk, das einen international ausstrahlenden guten Ruf geniesst, hat sich im Rahmen des Werkraumes Andelsbuch zusammengeschlossen und verfügt über ein spektakuläres Gebäude des Stararchitekten Peter Zumthor, das als Showroom, als Konferenz- und Begegnungsort dient, aber auch als Marketing-Plattform, die ein lokales Qualitätsprodukt international vermarkten soll. Und seit den 1970er Jahren gibt es auch das Phänomen der Bregenzerwälder Architektur: Erst wurden lokale Holzbautraditionen in kleinem Stil auf lokaler Ebene revolutioniert, erläutert der international tätige Architekt Bernardo Bader, dann passierten Maßstabssprünge: "Plötzlich wurde es möglich, Hochhäuser in Holzbauweise zu errichten". Der Bregenzerwald hat die Transformation von einem landwirtschaftlichen Gebiet in eine Region, in der Traktor, Technologie und Tourismus eine synergetische Verbindung eingehen, vollzogen. Bei noch überwiegend intakter Landschaft und unter weitgehendem Verzicht auf die Betonburgen eines eskalierenden Massentourismus bündelt eine neue Generation von Handwerkern, Architekten, Gastronomen, Kulturveranstaltern, Touristikern und innovativen Landwirten alles, was an Traditionsbestand und Innovationspotential da ist, zu einem integralen Narrativ. Einer großen Erzählung, in der Geschichte und Gegenwart, das Ländliche und das Urbane, der Laptop und die Lederhose zu einer Hybridgesellschaft zusammenwachsen, die vielleicht Modellcharakter für andere vermeintlich rückständige Regionen haben kann. "Meor ehrod das Ault, und grüssed das Nü." schrieb einst der Bregenzerwälder Mundartdichter Gebhard Wölfle: "Wir ehren das Alte und begrüssen das Neue".


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Come on, Generals!

Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (1). Gestaltung: Maria Reininger Dem Folksänger Country Joe Mc Donald konnte es nicht laut genug sein, wenn das Publikum seinen I-Feel-Like-I'm-Fixin'-to-Die Rag mit der Zeile "What are we fightin' for?" unterstützte. Come on Generals, eure Chance ist gekommen, war seine Ironisierung des Kriegs gegen die Vietkong. Der Vietnamkrieg war der erste, der per Radio in jedes westliche Wohnzimmer kam. Und es war der Krieg, der von Protesten und Protestsongs zu Ende gebracht wurde. Erst jüngst wurden mehr als 330 Songs über den Vietnamkrieg aus den Jahren zwischen 1961 und 2008 in einer neuen Edition zusammengetragen. 1968 ist das Jahr, in dem die Proteste in den USA zunehmend Gehör fanden - im doppelten Wortsinn. In Chicago wurden demonstrierende Vietnamkriegsgegner niedergeschlagen. Der bereits Monate zuvor von den Demokraten als US-Präsidentschaftskandidat erwogene Robert Kennedy, Gegner des Vietnamkriegs, wurde während der Vorwahlen ermordet. 1968 ist auch das Jahr, in dem die Antivietnamkriegsbewegung nach Europa kam. Das Radiokolleg geht den Songs des Jahres 1968 nach, in dem nach wie vor Tom Paxtons "What did you learn in school today" gesungen wurde, in dem Eric Burdon The Animals "You never reach the sky" formulierten und in dem The Doors mit ihrem "Unknown soldier" die Sinnlosigkeit des Vietnamkriegs besangen. Außerdem widmet sich das Radiokolleg den vielen Songs, die sowohl Woodstock im Jahr darauf als auch die Antikriegsdemos bis zum Rückzug aus dem Vietnam beschallten, und den musikalischen Verarbeitungen des Vietnamkriegs in den Jahrzehnten danach.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Die Anarchie der Liebe. "Liebe - und tue, was du willst" meint der Philosoph Aurelius Augustinus. Aber ist das so einfach? Liebesanarchie ist jedoch ein Thema vieler Zeiten und unterschiedlicher Welten, vom mittelalterlichen "Tristan und Isolde"-Mythos bis hin zur "Freude des Sternenblutes" bei Messiaen. Und sie hat auch eine starke religiöse Komponente: Heilige lieben kompromisslos ihre Nächsten und den Lieben Gott. Um dies verstehbar zu machen, muss und darf auch die Musik anarchisch sein.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Der lebende Berg". Von Nan Shepherd (aus dem Englischen von Judith Zander). Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gerhard Krammer. Aus Tiefenort in barocke Höhen. Nein, es ist kein großes Manko wenn Sie nicht gleich wissen, wo Tiefenort liegt: In Thüringen. Dort, wo musikalisch etwa Schütz, Telemann oder Bach mit Söhnen herkommen, wo Liszt einen Arm seines "Dreizacks" hatte, stand die Wiege des Johann Melchior Molter (1696 - 1765). Dass es Wert ist, das lange vergessene Werk dieses produktiven Komponisten wieder zu heben, stellt eine neue Einspielung des Reussischen Kammerorchesters unter Werner Erhardt eindrucksvoll unter Beweis.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Mieten, Kaufen, Wohnen. Gast: Dr. Wolfgang Amann, Immobilienforscher und Geschäftsführer des Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen. Moderation: Kristin Gruber. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Die privaten Hauptmietzinse sind in Österreich zwischen 2008 und 2016 um 35% gestiegen. Das veröffentlichte Anfang Februar die Arbeiterkammer in einer Studie und versah das Ergebnis mit dem Adjektiv "unverhältnismässig". Ausserdem sind die meisten dieser Mietverträge befristet. Aus dem Immobilienpreisindex geht hervor, dass auch der Preis der Eigentumswohnung seit 2010 um weit über 30% gestiegen ist, in manchen Bundesländern um über 40%. Läuft der Immobilienmarkt aus dem Ruder? "Die tatsächlichen Preissteigerungen sind deutlich geringer als die gefühlten", sagt Wolfgang Amann vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen, und weiter: "Die meisten Österreicher wohnen relativ günstig und sind mit den Kosten durchaus zufrieden." Das Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen sitzt an der Schnittstelle von Forschung, Politik und Wirtschaft und zählt Ministerien und Regierungen genauso zu seiner Kundschaft wie internationale Unternehmen oder die gemeinnützige Wohnwirtschaft. Mit Kristin Gruber und unseren Hörer/innen spricht Wolfgang Amann über Wohnungsknappheit, steigende Preise, Strategien dagegen, internationale Vergleiche, Leerstand, Spekulation und den Einfluss von Online-Plattformen zur Privatvermietung von Unterkünften. Läuft der Immobilienmarkt aus dem Ruder? Was denken Sie? Die Redaktion freut sich über Fragen und Statements zum Thema: Sie erreichen uns per Mail an punkteins@orf.at oder live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Resonanzen 2018 am 25. Jänner; Konzerthaus Wien, Mozart-Saal. Ensemble Tasto Solo; Guillermo Pérez, Organetto und Leitung. "Zwischen Kogge und Kontor. Die Blütezeit der Hanse". Präsentation: Jörg Duit Ein Eurovisionsprogramm im besten Sinne des Wortes: Brügge zu Ende des 15. Jahrhunderts, einer Zeit, in der die Hanse - also die Vereinigung niederdeutscher Kaufleute - eifrig ihre Fühler in alle Ecken Europas ausstreckte, mitten im profitorientierten Treiben aber auch Platz für Musik war, und zwar tatsächlich am Marktplatz, wo die gläubigen deutschen Handelsreisenden neben vokalen und instrumentalen Huldigungen an die Jungfrau Maria ihre Geschäfte abschlossen. Das spanische Ensemble Tasto Solo unter der Leitung von Guillermo Pérez zwischen Kogge und Kontor, auf den Spuren des Buxheimer Codex, von John Dunstable und anderen Komponisten der Renaissance.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Listig befragen, hartnäckig beschatten. Berufsdetektive und ihre Methoden. Rund 400 Detektivinnen und Detektive sind österreichweit aktiv, dreimal mehr als noch vor 15 Jahren. Sie ermitteln in Ehescheidungsverfahren, überprüfen Krankenstände und Mietangelegenheiten oder schleusen sich undercover in Unternehmen ein, um im Auftrag der Firmenchefs Mitarbeiter auszuspionieren. Berufsdetektive haben keine einheitliche Ausbildung: Wer mehrere Jahre als Assistent gearbeitet hat, kann zur Befähigungsprüfung antreten. In ihrem beruflichen Alltag bewegen sich Detektive häufig in einem rechtlichen Graubereich - etwa wenn sie versteckt fotografieren, filmen oder sogar abhören. Jonathan Scheucher über einen Beruf, dessen Erfolg von Unauffälligkeit und Diskretion abhängt. Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Nadja Kwapil


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Lille reist und reist und reist Als Vierbeiner ist das mit dem Reisen ja nicht gerade einfach, erst recht, wenn einem im Auto übel wird - wie unserem Radiohund. Im Zug muss er den Maulkorb tragen und im Flugzeug würde man ihn sogar in einen Käfig stecken. Da zieht Rudi das Reisen mit dem Finger auf dem Atlas vor - nicht ohne sich ein wenig zu bemitleiden: Wie einfach und gemütlich ist das Zweibeiner-Reisen!! Na, ob Rudi sich da nicht täuscht? Der Radiohund trifft Lille aus Berlin. Sie ist erst neun Jahre alt aber schon ein richtiger Reiseprofi. Sie kann Rudi vom stundenlangen Zugfahren erzählen, von Autopannen und dem Fliegen ohne Mama und Papa. Wie hilft sich Lille gegen lange Autofahrten und wo will sie noch unbedingt hin? Rudi: "Du bist sogar schon einmal alleine verreist." Lille: "Schon zwei Mal! Und einmal durfte ich ins Cockpit schauen." Rudi: "Unglaublich! Zweibeiner-Privilegien... ich durfte noch nie dem Piloten zwischen die Pfoten schauen." Lille: "Ich hatte ein bisschen ein Kribbeln im Bauch, weil ich das so spannend fand, als ich zum ersten Mal alleine geflogen bin. Aber es macht auch Spaß. Ich hatte auch Kopfhörer zum Musikhören, und ich konnte malen und man wird dann abgeholt, vom Flughafen, und gemeinsam mit der Stewardess wartet man. Dann geht man gemeinsam ins Flugzeug rein und die, die alleine fliegen, die kommen immer zuerst. Einmal war ich sogar die Erste, die ins Flugzeug reingegangen ist." Gestaltung: Almud Krejza


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Literatur ist der Rede wert - Die literarische Soiree (aufgenommen am 17. Jänner 2018 im RadioCafe des ORF Funkhauses) Bearbeitung: Robert Weichinger Eine erlesene Runde aus Kritiker/innen diskutiert sehr leidenschaftlich über literarische Neuerscheinungen. Es geht um Schärfe, Fundiertheit, Prägnanz, aber auch um eine lustvolle Streitkultur. Das Ping-Pong der Meinungen der Expert/innen soll dem Publikum Anregung und Aufforderung zum Lesen sein. Denn: Literatur ist der Rede wert! Unter der Leitung von Gudrun Hamböck diskutieren Katja Gasser (Literaturredakteurin ORF-TV), Norbert Mayer (Die Presse) und Erich Klein (Literaturkritiker und Übersetzer). Auf dem Programm stehen diesmal: Dorothy Baker: Ich mag mich irren, aber ich finde dich fabelhaft (dtv) Irene Diwiak: Liebwies (Deuticke) Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp)


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Autobiographische Kehrtwende von Tocotronic zum 25. Geburtstag Tocotronic gilt für viele Kritiker als bedeutendste deutsche Band. Freunde und Feinde der Hamburger Gruppe nehmen dabei meist das Schlagwort "Diskurspop" in den Mund - mal positiv, mal negativ gewendet. Mit dem vorletzten, unbetitelten "roten" Album hat man den Grad der intellektuellen Reflexion auf die Spitze getrieben. Zum 25. Geburtstag wollten Tocotronic den Elfenbeinturm der Abstraktion verlassen. Das Album "Die Unendlichkeit" ist nichts weniger als eine klingende Autobiografie des Bandleaders Dirk von Lowtzow. Wir wandern mit ihm von Kindheitseindrücken im Schwarzwald über jugendliche Abenteuer in Hamburg bis zu ersten Verlusterfahrungen.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Victor Adler. Mit Wolfgang Maderthaner, Historiker und Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Geboren wurde Victor Adler 1852 in Prag, doch schon als Kleinkind übersiedelte er mit seiner Familie nach Wien. Sein Vater war ein wohlhabender jüdischer Geschäftsmann. Victor, das älteste von fünf Kindern, entschied sich für den Beruf des Mediziners. Er führte in den 1880er Jahren eine Praxis als Armenarzt an seiner Wohnadresse, der Berggasse im Wiener Alsergrund. Politisch stand Victor Adler zunächst den Deutschnationalen nahe, er war Mitglied der Burschenschaft "Arminia Wien". Erst später schloss er sich der Arbeiterbewegung an und gründete 1886 die Wochenzeitung "Gleichheit" und 1889 die "Arbeiterzeitung". Für die Zeitungen und für seine politische Arbeit opferte er sein gesamtes Familienerbe. Er schrieb aufsehenerregende Reportagen über das soziale Elend der Ziegelarbeiter am Wienerberg, er kämpfte für Demokratie, für das allgemeine Wahlrecht und soziale Reformen. Mehrmals wurde er wegen seiner politischen Arbeit inhaftiert. Victor Adler ist der Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und wurde Staatssekretär des Äußeren in der ersten Staatsregierung unter Karl Renner. Die Erste Republik erlebte er allerdings de facto nicht mehr: einen Tag vor der Proklamation der demokratischen Republik Deutsch-Österreich, am 11. November 1918, verstarb Victor Adler.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

10 Jahre nach der Unabhängigkeit gibt es im Kosovo nicht viel zu feiern. 19 Jahre nach dem Krieg ist das Land noch immer das ärmste in Südosteuropa. Gestaltung: Franziska Tschinderle Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Perspektiven der jungen Generation sind begrenzt. An der Spitze steht eine politische Elite, die sich vor allem selbst bereichert. Wie lebt die Bevölkerung im jüngsten Staat Europas? Nachschau bei drei Menschen an verschiedenen Orten des Landes - einem jungen Serben im Norden der Stadt Mitrovica; einer albanischen Balletttänzerin in der Hauptstadt Pristina, und einer Gastarbeiter-Familie im Westen des Landes.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Über eine anthropologische Alternative des Wirtschaftens Von Marlene Nowotny Damit ständig Neues verkauft werden kann und die Umsätze steigen, muss das Alte schnell kaputt werden oder aus der Mode kommen. In langlebige Qualitätsprodukte zu investieren, ist den meisten zu teuer bzw. sie können es sich schlicht nicht leisten. Die "Sharing-Economy" macht das aber möglich: Teure Gerätschaften wie Waschmaschinen oder Autos werden geteilt, Rasenmäher und Kinderwägen verliehen, alte Kleidungsstücke verschenkt. So verbraucht man in aller Regel weniger Ressourcen und Energie, weil schlicht weniger Neues nachproduziert werden muss. Doch selbst wenn sich diese alternative Form des Wirtschaftens weiter durchsetzt, könnte das Ergebnis enttäuschend sein. Denn der digitale Kapitalismus ist bereits drauf und dran die "Sharing Economy" zu vereinnahmen. Unzählige online-Angebote machen sich den neuen Trend zu Nutze, ohne dabei ökologisch zu agieren, einige sind arbeitsrechtlich mehr als bedenklich. Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht also eine nachhaltige Tausch- und Teilwirtschaft? Wie kann verhindert werden, dass die Sharing-Economy nicht zum Monopol der Internetriesen wird? Und wie muss eine Gesellschaft funktionieren, die erfolgreich tauscht und teilt?


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Maria Reininger. Inntöne 2017: Duo Markus Stockhausen/Florian Weber Tobias Hoffmann Trio. Zwei Protagonisten der Kölner Jazzszene hinterließen beim Inntöne-Festival auf Paul Zauners Buchmannhof im oberösterreichischen Sauwald zu Pflingsten 2017 einen starken Eindruck: Gitarrist Tobias Hoffmann zelebrierte mit seinem Trio liebevolle, Surf-Rock-beeinflusste Dekonstruktionen alter Blues-Klassiker und Songs von Burt Bacharach bis Britney Spears, nicht ohne sich mit einer gewitzten Version von Thelonious Monks "Ask Me Now" am Banjo hören zu lassen. Trompeter Markus Stockhausen und Pianist Florian Weber hingegen beeindruckten mit in weit geschwungenen Bögen choreografiertem, ebenso entspannt wie virtuos musiziertem Kammer-Jazz, der immer wieder zu orchestralen elektroakustischen Soundscapes verdichtet wurde. Maria Reininger präsentiert die Höhepunkte beider Konzerte.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich How high the moon Norbert Gstrein: Die kommenden Jahre, Roman, Hanser Verlag Thomas Stangl: Fremde Verwandtschaften, Roman, Droschl Verlag Nan Shepherd: Der lebende Berg, Matthes Seitz Verlag (Übersetzung: Judith Zander) Marcel Proust: Das Flimmern des Herzens. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. In der Urfassung, Die Andere Bibliothek (Übersetzung: Stefan Zweifel) Wolfgang Paterno: Faust und Geist. Literatur und Boxen zwischen den Weltkriegen, Böhlau Verlag. Gespräch mit dem Autor Jugendbuch des Monats



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Verzeihen und Versöhnen. Wie mit Verletzungen weiter leben? (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Der Bregenzerwald. Transformationen einer Talschaft (1). Gestaltung: Thomas Mießgang Come on, Generals! Der Soundtrack der Anti-Kriegs-Proteste 1968 (1). Gestaltung: Maria Reininger


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Die Ton-Trägerin. Verena Zeiners Album der Komponistinnen. Gestaltung: Irene Suchy Die Wiener Komponistin und Pianistin Verena Zeiner trägt auf dem Album "Fraufeld Vol. 1" als Musikerin und Produzentin eine ganze Reihe von weiblichen Musikschaffenden in die Sichtbarkeit - ein Tonträger, der Vokalimprovisation, Jazz, Elektronik und Kammermusik vereint. Hier präsentieren sich Margarete Deppe, Maria Frodl, Judith Reiter, Ingrid Schmoliner, Susanna Gartmayer, Agnes Hvizdalek, Judith Ferstl, Lisa Hofmaninger, Judith Schwarz, Christine Gnigler und viele andere. Manche Werke vertonen Texte: "Konversation mit mir selbst", "nah genug um abseits zu sein" und "Joan Jett steigt aus den Stiefeln, trinkt ihr Bier aus und atmet tief ein". "Fraufeld" ist die neue Tonträger-Serie des Labels Freifeld Tontraeger.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Raphael Sas Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten