Jetzt läuft auf Ö1:

Punkt eins

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Im Reich der unermesslichen Zahlen, Zeichen und wirkenden Kräfte" - Zum 60. Todestag des Dichters Leo Perutz macht sich der Verleger Reinhard Deutsch Gedanken über den Erzähler von Geschichten zwischen Wirklichkeit und Mystik. - Gestaltung: Alexandra Mantler Vor 60 Jahren starb am 25. August 1957 der große, immer wieder halb vergessene und mehrfach triumphal wiederentdeckte Erzähler Leo Perutz in Bad Ischl, wenig vor seinem 75. Geburtstag. Dort liegt er auch begraben. In Prag 1882 geboren, Fabrikantensohn, Versicherungsmathematiker, begann er im Wien der Jahrhundertwende zu schreiben, wurde zu einem Zentralgestirn des Kaffeehauses, kämpfte mit Egon Erwin Kisch für den Sozialismus, erzielte mit seinen Romanen, oft als Zeitungsfortsetzungsgeschichten, riesige Auflagen. Um sein Leben spinnt sich eine Fülle von Anekdoten. Manche Titel seiner Bücher kennen viele, wie "Nachts unter der steinernen Brücke" oder "Zwischen Neun und Neun". "Es war wohl ein Wesenszug der Zeit, im Einzelschicksal das Allgemeingültige zu suchen. Wenn ein Mensch aus der Welt fällt, hinterlässt er eine Lücke, und durch diese Lücke kann man in das Dahinter schauen, in den Riss in der Zeit, in der Logik, im Glauben. Die Figuren Perutz' überschreiten unvermittelt die Grenzen zwischen dem Wirklichen und dem Mystischen, dem Geträumten und dem Ersehnten", meint der Verleger Reinhard Deutsch über Leo Perutz. Perutz erzählt aus jenem Prag, in dem auch ein Golem umgehen könnte; er berichtet aus einem Südamerika, in dem Alte und Neue Welt aufeinanderprallen; er kündet von Seelenzuständen, die den Menschen in seiner innersten Not zeigen. Und er war ein gewiefter Erzähler. Doch auch in seiner routiniertesten Geschichte steckt noch die Besonderheit, die Überraschung, das Heraushebende. Oder, wie es Deutsch formuliert: "Er interessiert sich für seine Figuren und ihre Spiritualität, er gibt ihnen den Raum, zu sich zu finden und zu ihrem Gott."


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.55 Uhr

 

 

Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt. Gestaltung: Eva Teimel und Claudia Gschweitl Kirill Petrenko sprach von ihr als einer "gereiften Persönlichkeit am Klavier". Die 1993 in Feldkirch geborene Pianistin Hanna Bachmann beendete eben ihr Master-Studium an der Universität Mozarteum Salzburg, ihre Reife bewies sie jedoch weit vor ihrem Abschluss. Zuletzt etwa mit ihrer Debüt-CD, auf der sie sich Werken u.a. von Leos Janacek und Viktor Ullmann widmete.


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Wolfgang Schlag


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Ein grünes Juwel hinter Klostermauern. Stefan Kastenhofer führt durch den Hofgarten des Stifts Seitenstetten im Mostviertel. Teil 1: Eine mittelalterliche Anlage mit barocker Prägung Gestaltung: Wolfgang Bauer Der historische Hofgarten des Benediktinerstifts Seitenstetten im niederösterreichischen Mostviertel zählt zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmälern Österreichs. Die von einer Mauer umschlossene Anlage wurde zu den Millenniumsfeiern des Jahres 1996 revitalisiert und wird seither jährlich von tausenden Gartenliebhabern besucht. Der Garten ist in mehrere Teilräume gegliedert, die an bestimmte Epochen in der langen Geschichte der Anlage erinnern. So kann man im Kräutergarten in die Frühzeit des Klosters eintauchen. Das Stift Seitenstetten, der "Vierkanter Gottes", wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegründet. In einem leicht abgesenkten und daher geschützten Bereich entlang der Gartenmauer finden sich mehr als 250 verschiedene Gewürz- und Heilkräuter, viele davon wurden bereits in der Klostermedizin des Mittelalters verwendet. Die Kräuter sind nach unterschiedlichen Themen bzw. Anwendungen angeordnet. So ist zum Beispiel der kräuterkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen ein Bereich gewidmet, deren Schriften im Mittelalter so manches Kloster beeinflusst haben. In der Zeit des Barock erhielt der Garten des Stifts eine bedeutende Ausprägung. An diese Zeit erinnern zum Beispiel die alten Steinvasen und das steinerne Wasserbecken im Zentrum. Eine besondere Attraktion bietet der Rosengarten mit mehr als 100 Strauch- und Kletterrosen. Es handelt sich um historische Sorten, die nur einmal im Jahr - im Juni - blühen und ihren unvergleichlichen Duft verströmen. Der Nutzgarten versorgt das Stift wie eh und je mit frischem Gemüse und Obst. Salat, Tomaten und Erdbeeren füllen die Beete. In Seitenstetten wurde sehr früh die Kartoffel kultiviert. Bereits 1621 wird der Anbau dieser aus der "Neuen Welt" eingeführten Frucht urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammen auch Beschreibungen der Nutzpflanze und Rezepte für deren Verwendung in der Küche.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zwischen Romantik und Kalkül

Eine kleine Geschichte der Partnersuche (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sie sind die meistbegehrten Menschen der Welt: Mr. Right und Lady Perfect. Auf Speed-Dating Events und Partnersuchportalen im Internet tummeln sich Millionen Glückssuchende, um den oder die Richtige zu finden. Aber nach welchen Kriterien wählen wir unsere Liebespartner aus? Sind es wirklich immer Gegensätze, die sich anziehen? Oder gilt vielmehr das Motto: Gleich und Gleich gesellt sich gern? "Wir können es uns nicht aussuchen, mit wem wir zusammen sind", meint die Paartherapeutin Renate Hutterer-Krisch: "Wenn ihnen ein Mensch vorgestellt wird, spüren Sie genau, ob Sie sich angezogen fühlen oder nicht. Das ist ziemlich unabhängig davon, was Sie sich denken oder wollen, wir haben da nicht viele Wahlmöglichkeiten". Der Wiener Verhaltensbiologe Karl Grammer hat die Gesetzmäßigkeiten erforscht, nach denen sexuelle Anziehung funktioniert. Der 67-Jährige kommt zu einem klaren Befund: Attraktiv finden wir vor allem Männer und Frauen, die uns in ihren Eigenschaften und Gewohnheiten so ähnlich wie möglich sind. "Es gibt laut Studien keine einzige Gegensätzlichkeit, die sich anzieht", so Grammer: "Das macht auch Sinn im Bereich des täglichen Lebens: Je ähnlicher Ihnen jemand ist, umso weniger Konflikte haben Sie. Gegensätze tun sich wunderbar darin, sich jeden Tag zu streiten. Ob das Ei jetzt von der Spitze aufgeschlagen wird oder von der runden Seite: Wenn beide die Spitze wählen, gibt es keinen Konflikt". Die romantische Liebe, nach der sich heute so viele sehnen, ist kein natürliches Bedürfnis des Menschen, sondern eine historische Konstruktion, erfunden in den Minne-Konzeptionen des Mittelalters und schwärmerischen Erfolgsromanen des Sturm-und-Drang-Zeitalters. Jahrhundertelang wurden Ehen vor allem arrangiert - unabhängig davon, was Braut und Bräutigam füreinander empfanden. Die Liebe, so war man überzeugt, würde sich dann im Lauf der Zeit von selber einstellen. Andererseits: "Die Suche nach dem romantischen Ideal-Partner ist keineswegs nur eine Erscheinung unserer heutigen Zeit", schreibt die Münchner Kulturwissenschafterin Annegret Braun in ihrem Buch "Mr. Right und Lady Perfect": "Nur die Vorstellung davon hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert. Träumt eine Frau heute von Brad Pitt, so schwärmte früher eine Magd für den Bauernsohn - unerreichbar in beiden Fällen. Und schließlich die Erfahrung: Das Glück liegt oft woanders, als man sucht".


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Sudan und Südsudan

Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (1). Gestaltung: Maria Reininger Vor sechs Jahren, im Juli 2011 wurde der Südsudan nach einem Referendum gegründet - weit mehr als 90 Prozent der Südsudanesen hatten für die Unabhängigkeit vom Sudan gestimmt. Heute herrscht im Südsudan eine Hungerkrise - von den Träumen der Südsudanesen ist wenig geblieben. Mit der Trennung ist auch der nördlich gelegene Sudan zu einem neuen Staat geworden - derzeit Hotspot der Flüchtlingsströme Ostafrikas. Weitab davon, die Institutionen des Sudan zu erneuern, geht das Regime in den neuen Randzonen des Staats brutal gegen die Menschen vor, die ihre Ansprüche an Mitbestimmung und Wohlstand angemeldet haben. Auch wenn die Erdöleinnahmen in den vergangenen Jahren nicht gebracht haben, was man erhofft hatte: der Sudan und der Südsudan wären eigentlich wohlhabend. Sudanesische Historiker, Soziologen und Politikwissenschafterinnen erklären die Geschichte der beiden Staaten an den Oberläufen des Nil - die Geschichte arabisch-afrikanischer Identitätssuche am Ende der Kolonialzeit - und die jüngere Geschichte unter den Bedingungen neuer Raubzüge aus Europa und China. Wissenschafter/innen aus den afrikanischen Staaten haben die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte beobachtet und kommen meist zu anderen Schlüssen als Beobachter/innen aus der EU. Während die EU derzeit vor allem technische und militärische Unterstützung zur Flüchtlingsabwehr plant, haben sich sudanesische Historiker mit der Herkunft vorgeblich ethnischer Rivalitäten und den Lebensbedingungen der Dinka, Nuer, Nubier und anderer Bevölkerungsgruppen beschäftigt. Sie erklären die Lebensbedingungen für Frauen ebenso wie die ökonomischen und rechtlichen Prozesse, die aufgrund der Staatengründung des Südsudan die Zivilgesellschaft verändert haben. Ökonomen untersuchen in Netzwerken die Ursachen der Hungersnot im Südsudan und finden andere Gründe als das, was man früher "Stammeskämpfe" genannt hätte. Und sudanesische Journalist/innen beschreiben, welche Möglichkeiten sie für Flüchtlinge im nördlicher gelegenen Sudan sehen. Die afrikanischen Expert/innen bewerten, was die verschiedenen europäisch-afrikanischen Strategien unter den Bezeichnungen Khartoum-Prozess, Rabat-Prozess und deren mehr aus ihrer Sicht bringen. Sie sehen nach, ob in den noch unfertigen Marshallplänen einzelner europäischer Staaten Projekthilfe und militärische Ausrüstung zu sehr verzahnt werden. Und sie beschreiben, welche kulturellen und politischen Kooperationen stattdessen sinnvoll wären. Ein Radiokolleg von Maria Reininger.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister

Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (1). Gestaltung: Nina Prasse Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler haben eine grundlegende Gemeinsamkeit: Wien! Die Stadt an der Donau übte auf das Viererpasch eine gar magische Anziehungskraft aus. Wien gilt bis heute als europäische Musikmetropole, und war bereits zu Zeiten der Barockmusik für Komponistenkarrieren richtungsweisend. Antonio Vivaldi reiste im späten Alter von 62 nach Wien. Wollte der Venezianer gänzlich übersiedeln? Oder vieleher Kaffee in dessen Vielfalt genießen? Huldigte er die schwarze Bohne tatsächlich mit den Intermezzos "La Bottega del caffè?" Der Hamburger Jung Johannes Brahms fühlte sich inmitten der Wiener Gesellschaft so wohl, dass er sein letztes Lebensdrittel zwischen den Österreichern verbrachte. Nur, wieso spazierte er fast täglich über den Karlsplatz? War es etwa ein Ritual, so wie der starke Kaffee, zu seinem Frühstück? Nina Prasse, unsere Reporterin mit norddeutschen Wurzeln, kann gut nachvollziehen, warum die Kaffeehaus-Stadt mit ihrer vielfältigen Musikkultur lockt. Der nuancenreichen Musik-Historie folgt sie per Fuße, sucht markante Plätze in den Wiener Lebenszeiträumen der legendären Komponisten auf, und illustriert die Bedeutungen angebrachter Erinnerungstafeln mit Auszügen aus deren Werken. "Vivaldi, Gluck, Brahms oder auch Mahler to go" lädt zu vier ganz unterschiedlichen Spaziergängen ein. Köstliche 13 Minuten im Schwelgen von nostalgischen Erinnerungen, für Ihre "coffee to go"-Pause.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Sommerliche Reise durch Österreichische Volksmusiklandschaften: Steiermark (Teil 5 von 9). "Das steirische Tanz'n kånn nit a niade- Kånn's sölba nit recht, åba meine Briuada." Vieles sagt dieses alte G'stanzl aus über die Vielgestaltigkeit und den Anspruch der steirischen Volksmusik. Das südsteirische Weinland, Aussee, das "lustige Tal", die Rosegger'sche Waldheimat - sie alle haben spezifische Töne und Lieder, die doch allesamt wieder unverkennbar "steirisch" sind.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarisches Österreich: Niederösterreich. "Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum". Von Albert Drach. Es liest: Wolfgang Hübsch. Gestaltung: Marina Ninic Österreich gegen Ende des 1. Weltkriegs: Der Talmudschüler Schmul Leib Zwetschkenbaum wird unter einem Zwetschkenbaum sitzend verhaftet, weil er dessen Früchte gestohlen haben soll. Es ist der Beginn einer langen Leidensgeschichte, die den Protagonisten durch Irrenanstalten und Gefängnisse führt. Je mehr belastendes Material sich ansammelt, umso klarer wird jedoch: Die wahren Verbrecher sitzen auf der Seite der Anklage. 16 Verlage lehnten diesen Roman ab, bis er schließlich 1964, ein Vierteljahrhundert nach seiner Entstehung, als Band Eins der achtteiligen Werkausgabe des Autors erscheinen konnte. Die Veröffentlichung führte dazu, dass Albert Drach, dessen Schreiben jahrzehntelang nicht beachtet worden war, schlagartig zu einem viel diskutierten Autor der österreichischen Literaturszene wurde.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. 175 Jahre Wiener Philharmoniker 2. Kultur.Sommer.Semmering 3. Kammermusik mit dem Atalante Quartett 1. 175 Jahre Wiener Philharmoniker Sonderausstellung zum Jubiläum im Haus der Musik, 1010 Wien 2. Eine Pilgerfahrt zu Beethoven II Martin Schwab, Rezitation Florian Krumpöck, Klavier Programm -> Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier in G-Dur op. 31/1 Sonate für Klavier in d-moll op. 31/2 Der Sturm Sonate für Klavier in Es-Dur op. 31/3 Die Jagd Freitag, 25. August 2017, 19:30 Uhr, Kurhaus Semmering 3."? aus der neuen Welt ?" Atalante Quartett -> Julia Kürner - Violine | Elisabeth Eber- Violine | Gerda Fritzsche - Viola | Lisa Kürner - Violoncello Programm -> S. Barber: Streichquartett h-moll op. 11 P. Glass: Streichquartett n2 (Company) G. Gershwin: Lullaby für Streichquartett A. Dvorak: "Amerikanisches" Quartett 24. August 2017, 19:30 Uhr, Bad Schallerbach, Atrium Europasaal


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Die späten Klavierstücke op.116 bis op.119 von Brahms sind Besonderheiten, nicht nur in seinem Klavierwerk, sondern in der gesamten Literatur. Hoch konzentrierte Musik, die das ganze Schaffen von Brahms in jeweils gerade ein paar Minuten zusammenfasst und gleichzeitig weit in die Zukunft blickt. Die klaviertechnischen Schwierigkeiten sind moderat, die Herausforderung für den Interpreten liegt zum einen in der konsequenten Durchgestaltung, zum anderen in der subtilen Hörbarmachung der emotionellen Nuancen. Und gerade das ist Arcadi Volodos auf seiner jüngsten CD hier ganz außergewöhnlich gut gelungen. Diese introvertierten Klavierstücke sind, so sagt Volodos, "ein Lebensbegleiter wie die Bibel oder die großen Beethoven-Werke. Brahms berührt unmittelbar meine Seele."


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Der Mann und das Meer. Der Zeichner, Autor und Fotograf Willy Puchner über Himmelfische und Strandgänger im Gespräch mit Elisabeth Scharang. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 "Wenn ich vom Meer an den Strand gespült werde, fühle ich mich wie in einer Sodawasserflasche," schwärmt der oberösterreichische Illustrator Willy Puchner, der seiner großen Leidenschaft ein Buch gewidmet hat: dem Meer. Oder vielmehr: seinen Träumen vom Meer und alles, was sich an dessen Oberfläche und in den Untiefen so tummelt. Willy Puchner erzählt in "Fabelhaftes Meer" von marinen Monstern, von fröhlichen Vögeln wie dem Papageitaucher und von den Bullaugen der Schiffe. Er öffnet eine weite Projektionsfläche für Sehnsüchte vom Reisen einerseits und für die Angst vor der Tiefe und dem Ungewissen auf der anderen Seite. Mit seinem Projekt "Die Sehnsucht der Pinguine" ist Willy Puchner in den 1990er Jahren bekannt geworden. Er reiste damals vier Jahre lang mit den Polyester-Pinguinen Joe Sally um die Welt, um sie vor allen berühmten Sehenswürdigkeiten posieren zu lassen und sie dabei zu fotografieren. Daraus entstand ein Reisefotoalbum der besonderen Art. Diese Genreüberschreitung nimmt sich Willy Puchner auch für sein Meer-Projekt heraus: Ein Bilderbuch für alle, die das Meer lieben, auch wenn sie es nur aus ihren Träumen kennen. Im Gespräch mit Elisabeth Scharang ergründet Willy Puchner den alten Wunsch der Menschen, die Meere zu erobern. Hörerinnen und Hörer sind herzlich eingeladen, sich an der Sendung zu beteiligen: Was haben Sie auf hoher See erlebt oder in den Tiefen des Ozeans gesehen? Wo sind Sie das erste Mal ins Meer gesprungen? Ist das Meer ein Sehnsuchtsort für Sie oder löst es Beklemmung und Angst aus? Erzählen Sie uns von Treibgut und Flaschenpost. Sie erreichen uns per Mail an punkteins(at)orf.at oder live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Freiburger Barockorchester, Dirigentin: Petra Müllejans; Anna Lucia Richter, Sopran; Daniele Liebe, Flöte; Katharina Arfken und Anne Katharina Schreiber, Violine; Stefan Mühleisen, Violoncello. Orchestersuiten und Konzerte von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi (aufgenommen am 28. Juli in der Orangerie Ansbach im Rahmen der "Bachwoche Ansbach 2017"). Präsentation: Gerhard Hafner


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Wenn Schlauchbote kentern und über dem See ein Gewitter aufzieht "Buben mit Schlauchboot in (Traun-)Seenot! Drei Segler am Attersee mit Boot gekentert! Vier Jugendliche auf Neusiedler See von Gewitter überrascht!" Mit Beginn der Badesaison häufen sich die Seenotfälle in Österreich. Plötzlicher Wetterumschwung oder ein kaputter Motor - eine Bootsbesatzung kann aus vielen Gründen in Not geraten. Nach einem Gewitter sind meterhohe Wellen keine Seltenheit. Wer sich selbst nicht mehr helfen kann, setzt einen Notruf ab per Handy oder Funk. Unterwegs mit den Wasserrettern auf Mondsee und Donau . Gestaltung: Kathrin Wimmer Randnotizen: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Als ich Kind war: Die Sängerin und Schauspielerin erzählt von ihrem Hund. Rudi beobachtet den Tonmeister, wie er auffallend gut gelaunt ein Liedchen mitträllert. Musik aus "alter Zeit" - für Radiohund-Ohren - gesungen von Topsy Küppers. Zu Tonmeisters Überraschung kennt der Radiohund die Wiener Sängerin und Schauspielerin, mit der er schon im Radiocafé geplaudert hat. Die lebhafte Dame feierte vergangene Woche ihren 86. Geburtstag und erzählte Rudi von dem Hund ihrer Kindheit, einem Terrier namens Muki. Topsy Küppers: "Es war damals der zweite Weltkrieg und ich musste mit meiner Familie untertauchen. Ich war ein Kind und habe geweint, weil ich nicht wusste, was mit Muki passieren wird. Meine Mutter hat gesagt: ?dann geht der Hund halt mit uns in unser Versteck'. Muki kam also mit in den Keller in Holland, wo wir uns versteckten. Wie alle Terrier hatte er die schreckliche Angewohnheit zu kläffen und man fürchtete, dass der Hund kläfft, wenn es pumpert und wir dann gefangen genommen werden." Getaltung: Johanna Steiner


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen Spezial

Die Letzte Wiener Lesebühne im "Passagen"-Termin Die Letzte Wiener Lesebühne - mit Hosea Ratschiller, Wiglaf Droste, Herrn Hermes, dem Nino aus Wien Natalie Ofenböck Gestaltung: Bernhard Fellinger Am 28. Mai haben sich Wigalf Droste, Hosea Ratschiller, Herr Hermes, der Nino aus Wien und Natalie Ofenböck bei der letzten Wiener Lesebühne im Vienna Ballhaus zusammengefunden, um dem interessierten Publikum ihre neuesten komischen Kurzgeschichten, ihre Lieder, Monologe oder Experimentallyrik vorzutragen. Im August bieten wir im "Passagen"-Termin die 50 besten Minuten von diesem Abend der Letzten Wiener Lesebühne.


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Generalbass mit Lucio Golino Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Das Private und das Politische. Robert Rotifers Album "Über uns". Vor zwanzig Jahren ist der Musiker Robert Rotifer von Wien nach England gezogen - zuerst nach London, dann nach Canterbury in der Grafschaft Kent. Als Journalist berichtet er für deutschsprachige Medien aus dem Vereinten Königreich, vor allem über Musik, aber auch über Gesellschaft und Politik. Robert Rotifer ist aber auch weiterhin als Singer-Songwriter aktiv, konzertiert auf beiden Seiten des Ärmelkanals und veröffentlicht fast im Jahresrhythmus neue Songs auf bisher 12 CDs. Sein 13. Album klingt markant anders. Erstmals singt Robert Rotifer auf Deutsch; mit dem Wechsel der Sprache geht auch ein anderer Ton einher. Ruhiges Fingerpicking begleitet persönliche Beobachtungen und (fast) private Geschichten. "Über uns" erscheint wie ein Tagebuch in Songs, das auch von den turbulenten Ereignissen in Rotifers Wahlheimat rund um den Brexit berichtet.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Vom Frieden von Saint Germain bis zum Verlust der Eigenstaatlichkeit. Mit Arnold Suppan, emeritierter Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Wien. Gestaltung: Christina Höfferer Nach dem Frieden von Saint Germain, der das Schicksal der ersten Republik Österreich grundlegend definierte, trafen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit die Bevölkerung schwer. Die Regierung suchte Bündnispartner von Berlin bis Rom und konnte schließlich die wirtschaftliche Situation durch eine Völkerbundanleihe, an welche jedoch schwerwiegende Auflagen geknüpft waren, in den Griff bekommen, während sich die innenpolitische Lage zuspitzte. Besonders der Justizpalastbrand von 1927 führte zur illegalen Bewaffnung von Teilen der Bevölkerung, welche sich in den Heimwehren und im Republikanischen Schutzbund zusammenschlossen. Die Weltwirtschaftskrise der Jahre 1930 bis 1933 brachte auch die größte österreichische Bank, die Creditanstalt, an den Rand des Ruins. Das deutsch-österreichische Zollunionsprojekt scheiterte, ebenso wie das sogenannte "austrofaschistische" Regierungsmodell. Die entscheidenden Vertreter der österreichischen Außenpolitik suchten verzweifelt Allianzen im Spannungsfeld zwischen Mussolini und Hitler, welcher indessen den Anschluss der Alpenrepublik vorbereitete.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Kanada wird heuer als Staat 150 Jahre alt. Was macht Kanada aus, und was unterscheidet die Mentalität seiner Menschen von der in den USA? - Gestaltung: Georg Schwarte In Kanada legt man Wert darauf, anders zu sein als in den USA. Besonders jetzt, in Zeiten des US-Präsidenten Trump. Was ist das Besondere an Kanada? Liebe zur Umwelt, die Offenheit anderen Kulturen und Ethnien gegenüber, die Liberalität? Eine Gruppe von Kanadiern, die eine kurdische Flüchtlingsfamilie aus Syrien betreut, berichtet darüber, was aus ihrer Sicht Kanadas Seele prägt - zum 150. Geburtstag Kanadas, der das ganze Jahr über gefeiert wird.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Finale beim "Herrn der Ringe" Von Guido Meyer Erinnern Sie sich an das Jahr 1997? Lady Di stirbt bei einem Verkehrsunfall, Hongkong wird an China zurückgegeben und Harry Potter und der Stein der Weisen erscheint. Und: Vor 20 Jahren machte sich die US-Raumsonde Cassini auf dem Weg zum Planeten Saturn. Der Gasriese ist ungefähr eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernt. Viele bunte Bilder und neue Erkenntnisse hat die amerikanische Sonde seither geliefert. Doch nun hat das letzte Stündchen von Cassini geschlagen. - Bilanz und Erfolgsgeschichte einer fleißigen Sonde, die im September verglühen soll.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Christian Bakonyi. Jüdische Filmmusiken: David Krakauers "The Big Picture" im März 2017 im Wiener Konzerthaus. (Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1-Surround Sound) "The Big Picture" nennt Klarinettist David Krakauer sein aktuelles Filmmusik-Projekt, in dem der New Yorker Klarinettist, in den 1990er-Jahren mit der Formation "Klezmer Madness!" bekannt geworden und zum Protagonisten der "New Klezmer"-Welle avanciert, Titelmelodien aus Klassikern der jüdischen Filmgeschichte interpretiert, von "Cabaret" über "La vita è bella" und "Midnight in Paris" bis hin zu "Schindlers Liste". Zur Seite steht Krakauer dabei ein von Joseph Baldassare geleitetes Kammer-Jazz-Ensemble, in dem sich Namen wie Rob Schwimmer (Klavier, Keyboards), Sara Caswell (Violine) und Brad Jones (Kontrabass) finden, und das auf seine Weise mit in den Saal projizierten Filmaussschnitten kommuniziert. Am 2. März 2017 gastierte David Kakauer mit "The Big Picture" im Großen Wiener Konzerthaussaal. Christian Bakonyi präsentiert die Höhepunkte des Abends.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Julia Reuter Sommerserie, sechster Teil Das bewegte Leben. Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts in Neuausgaben. Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen, Rowohlt Verlag (Übersetzung: Simon Werle) Charles Baudelaire: Wein und Haschisch, Manesse Verlag (Übersetzung: Melanie Walz) Charles Baudelaire: Tableaux Parisiens, Suhrkamp Verlag (Übersetzung: Walter Benjamin) 150. Todestag des Dichters am 31. August: Edgar Allan Poe: Unheimliche Geschichten. Herausgegeben von Charles Baudelaire, dtv (Übersetzung: Andreas Nohl)



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. 175 Jahre Wiener Philharmoniker 2. Kultur.Sommer.Semmering 3. Kammermusik mit dem Atalante Quartett 1. 175 Jahre Wiener Philharmoniker Sonderausstellung zum Jubiläum im Haus der Musik, 1010 Wien 2. Eine Pilgerfahrt zu Beethoven II Martin Schwab, Rezitation Florian Krumpöck, Klavier Programm -> Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier in G-Dur op. 31/1 Sonate für Klavier in d-moll op. 31/2 Der Sturm Sonate für Klavier in Es-Dur op. 31/3 Die Jagd Freitag, 25. August 2017, 19:30 Uhr, Kurhaus Semmering 3."? aus der neuen Welt ?" Atalante Quartett -> Julia Kürner - Violine | Elisabeth Eber- Violine | Gerda Fritzsche - Viola | Lisa Kürner - Violoncello Programm -> S. Barber: Streichquartett h-moll op. 11 P. Glass: Streichquartett n2 (Company) G. Gershwin: Lullaby für Streichquartett A. Dvorak: "Amerikanisches" Quartett 24. August 2017, 19:30 Uhr, Bad Schallerbach, Atrium Europasaal


22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Zwischen Romantik und Kalkül. Eine kleine Geschichte der Partnersuche (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sudan und Südsudan. Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (1). Gestaltung: Maria Reininger Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister. Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (1). Gestaltung: Nina Prasse


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Carinthischer Sommer: Bruno Strobls Kirchenoper "Hemma". Gestaltung: Angelika Benke Ein Höhepunkt des Carinthischen Sommers 2017 war die Uraufführung der Kirchenoper "Hemma" von Bruno Strobl. Dieses Auftragswerk des Carinthischen Sommers ist der Schutzpatronin Kärntens, Hemma von Gurk, gewidmet, das Libretto stammt von Franzobel. Die Figur der Hemma steht im Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen der Familie, ihres Mannes und der Kirche an sie und auf der anderen Seite ihrem eigenen Wunsch nach einem erfüllten, gerechten und friedfertigen Leben. Gestaltung: Angelika Benke


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten