Jetzt läuft auf Ö1:

Das Ö1 Konzert live

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"In die Wüste geschickt". Der Schriftsteller David Weiss macht sich Gedanken über Sündenböcke und Neuanfänge. - Gestaltung: Alexandra Mantler Zehn Tage der Reue und der Umkehr verbinden das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana und den Versöhnungstag Jom Kippur, den Jüdinnen und Juden in dieser Woche begehen. Die ersten Tage des neuen Jahres stehen im Zeichen von Buße und Vergebung. Und noch ein weiteres Wort ist untrennbar mit Jom Kippur verbunden, der Sündenbock. Der Sündenbock ist wie kein zweiter Begriff aus der Bibelübersetzung Martin Luthers zu einem fixen bildhaften Bestandteil deutschsprachiger Kultur geworden. Bei der priesterlichen Zeremonie am Jom Kippur im Jerusalemer Tempel wurden einst einem Ziegenbock symbolisch die Sünden und Vergehen der ganzen Gemeinde aufgeladen und das Opfertier wurde stellvertretend in die Wüste geschickt. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n.d.Z. konnte dieses Ritual nicht mehr ausgeführt werden. Aber es fand Aufnahme in die synagogale Liturgie. Jom Kippur, der Versöhnungstag, hat heute einen zutiefst spirituellen Inhalt. Buße und Reue der eigenen Taten, Umkehr und Fasten bestimmen diesen Tag. Der Schriftsteller David Weiss macht sich in dieser Woche "Gedanken für den Tag" über Sündenböcke und Neuanfänge - auch sehr persönlich, denn vor zwei Jahren ist er von Österreich aufgebrochen und lebt nun in den USA.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Irene Suchy. "Drogendealer der Klassik", eine Hörmaschine und das bewegte Leben der Pianistin Harriet Cohen


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Erdzunge und Tannenstachelbart. Die Biologin Irmgard Krisai-Greilhuber erforscht die Großpilze Österreichs. Teil 1: Ein eigenes Organismenreich. Gestaltung: Renate Pliem Steinpilz, Parasol, Eierschwammerl: Die essbaren Pilze haben wieder Saison! Viele Schwammerlsucher/innen halten Ausschau nach Genießbarem, doch ihnen ist nicht bewusst, dass in Wäldern, Wiesen und Mooren sehr viel mehr Großpilze wachsen, deren Fruchtkörper ist mit freiem Auge erkennbar ist. Sie haben einen unschätzbaren ökologischen Wert, denn sie schließen den Stoffkreislauf. Pilze sind die einzigen Organismen, die das Lignin (die Holzsubstanz) aufschließen und remineralisieren können. Irmgard Krisai-Greilhuber widmet ihre wissenschaftliche Arbeit den Pilzen. 4.500 unterschiedliche Pilzarten hat die Mykologin mit ihrem Team in Österreich gesammelt, bestimmt und wissenschaftlich dokumentiert. "Zirka fünfzig Prozent davon sind auf der Roten Liste, wenn man die potenziell gefährdeten dazuzählt", sagt sie. Zu den stärker gefährdeten (Gefährdungsstufen 0 bis 3) zählen 30 Prozent aller Pilzarten in Österreich. Viele seltene Pilze sind auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen: Der Tannenstachelbart macht kleine "Ästchen" und ist fein verzweigt. Er kommt aus dem abgestorbenen Tannenstamm heraus, aus Totholz, das im Wald meist nicht liegen bleiben darf. Der Papageiensaftling kommt auf Trockenrasen vor und ist glasig durchscheinend, er erinnert an gelb-grünes Papageiengefieder. Es gibt auch kirschrote oder violette Saftlinge. Werden Wiesen gedüngt oder Moore trockengelegt, verschwinden diese seltenen Pilze.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Lehrerbild im Wandel

Vom Drill zur Lernbegleitung (1). Gestaltung: Winfried Schneider Der Beruf der Lehrer und Lehrerinnen durchläuft gerade einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel. Aber das öffentliche beziehungsweise veröffentlichte Bild der Lehrer und Lehrerinnen ist nach wie vor von überkommenen Klischees und tiefsitzenden Vorurteilen geprägt. Wie werden Lehrerfiguren im Film gezeigt? Wie werden Sie in der Literatur beschrieben? Und wie erscheinen Frau Professor und Herr Lehrer in Fernsehserien, Magazinen und Zeitungen? Fest steht: Die Bilder beeinflussen die Realität fast ebenso wie umgekehrt die Realität die Bilder. Was erzählen also die veröffentlichten Bilder vom Beruf der Lehrer und Lehrerinnen? Wird der Wandel in der pädagogischen Profession wahrgenommen? Welche Bilder haben die Lehrpersonen von sich selbst? Und welche haben die Schüler/innen von ihnen? Wie fließt all das in die Lehrerbildung ein? Was ist ein Lehrer/eine Lehrerin? Wer sind die Expert/innen für Unterricht?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung

Vom Entwurf zur Anwendung (1). Gestaltung: Marianne Unterluggauer Am 25. Mai 2018 trat die Europäische Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Damit wurde eine Diskussion beendet, die in den EU-Institutionen über zwei Jahrzehnte lang geführt wurde. Genauer seit 1995. Damals einigte man sich in der EU auf das erste europäische Datenschutzgesetz, an dem ab 2010 weitergeschrieben wurde: Daran beteiligt waren 28 Nationalstaaten, diverse internationale Lobbyorganisationen und Bürgerrechtsbewegungen. Ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das den Alltag eines Kontinents bestimmt und das Verhalten international tätiger Konzerne beeinflusst, ist kein Spaziergang. Historisch betrachtet wurde 1995 kein Schlusspunkt unter die Debatte gesetzt, aber ein wichtiger Meilenstein, meinen Bobachter: Europa habe auf internationaler Bühne bewiesen, dass auf ihrem Kontinent jeder Bürger Eigentümer seiner Daten ist, und nicht Konzerne noch Staaten. 1995 hielt das Internet gerade Einzug in die Privathaushalte. Dessen Auswirkungen spiegelte das vereinheitlichte Datenschutzrecht noch nicht wider. Es vergingen 15 Jahre, bis die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding daran ging, das europäische Datenschutzrecht den Entwicklungen anzupassen und Datenmissbrauch einzuschränke. Von 2010 bis 2015 wurde verhandelt. 2016 wurde das Gesetz schließlich im Parlament und von den 28 Nationalstaaten beschlossen. Zwei Jahre hatten Regierungen und Unternehmen Zeit sich darauf vorzubereiten, bis das Kalenderblatt 25. Mai 2018 erreicht war. Und trotzdem, je näher das Datum kam, umso größer die Aufregung. Aber warum diese Ungewissheit? Worin liegt das Problem bei der Umsetzung? Was müssen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen beachten, wenn sie Daten sammeln und auswerten? Worin liegt der Nutzen einer vereinheitlichten Datenschutzverordnung für die Bürger? Marianne Unterluggauer fragt für das Radiokolleg nach, was das Gesetz vorgibt und wie die Umsetzung auszusehen hat. In Österreich und International.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Stefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr'n, A-Gen 53 (1). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang Die Radiokollegreihe zur Geschichte der österreichischen Popmusik dokumentiert das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands, reflektiert ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft und würdigt ihren Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur. Alle Beiträge von "Ambros bis Yasmo" sind unter [https://oe1.orf.at/lexikonderpopmusik|Lexikon der österreichischen Popmusik] nachzuhören. *Stefan Weber Drahdiwaberl* Die Artrock-Band Drahdiwaberl wurde Ende der 1960er-Jahre vom Kunststudenten und späteren Zeichenlehrer Stefan Weber in Wien gegründet. In den Anfangstagen standen psychedelische Konzerte mit Go-Go-Tänzerinnen auf dem Programm, nach einer mehrjährigen Auszeit meldeten sich Drahdiwaberl dann überraschend mit hartem New Wave-Sound zurück. Ihr Tonträger-Debüt feierte die Gruppe schließlich im Jahr 1979 mit ihrem Mitwirken am "Wiener Blutrausch"-Sampler, der in der Retrospektive als Geburtsstunde des Punk in Österreich gilt. Mit exzessiven Live-Auftritten und politischen Show-Einlagen entwickelten sich Drahdiwaberl zu verlässlichen Ideengebern der heimischen Rock-Szene und versammelten in ihren Reihen etliche außergewöhnliche Performer, beispielsweise den Mundart-Dichter Franz Billik, die Prater-Dirne Lotte Pawek oder den späteren Chart-Stürmer Hans Hölzel alias [https://oe1.orf.at/artikel/634344|Falco]. Zu einem Markenzeichen wurde der brachiale Humor der Songtexte, wie etwa bei "Supersheriff", "Terrorprofi aus der BRD" oder "Mulatschag". Von einem stetig wachsenden Publikum umjubelt, gaben Drahdiwaberl im Jahr 2013 ihr letztes Konzert. Band-Leader Stefan Weber verstarb nach schwerer Parkinson-Erkrankung im Jahr 2018.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Stefan Höfel. Kurfürst Maximilian Franz - Musikaliensammler und Mäzen. Maximilian Franz (1756-1801) war der jüngste Sohn Maria Theresias und der letzte Kurfürst von Köln. Er war einer der ersten Förderer Ludwig van Beethovens und legte großen Wert auf eine umfangreiche Musikaliensammlung. 1794 kurz bevor die französischen Truppen Bonn besetzten, wurde diese Sammlung mit mehr als 3.500 Werken in Sicherheit gebracht und fand schließlich ihre Heimat in Modena.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Ex libris-Nachlese. "Dämmer und Aufruhr. Roman der frühen Jahre" von Bodo Kirchhoff. Gestaltung: Peter Zimmermann


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Theater: "Tram 83" in Graz 2. Kunst: "viennacontemporary" in Wien 3. Literatur: Erich Hackl liest in Salzburg Theater: "Tram 83" in Graz Waffen- und Organhändler, Zuhälter, Prostituierte, Zufallsmusiker, Ex-Transsexuelle, Kindersoldaten, Grubenarbeiter, Soldatenwitwen, Aushilfskellnerinnen, Hinterhofphilosophen und Touristen. Sie alle versammeln sich im sagenhaften Nachtclub "Tram 83" und in Fiston Mwanza Mujilas gleichnamigen Roman - eine Bühnenfassung ist ab kommenden Freitag, das ist der 21. September, im Schauspielhaus Graz zu sehen. Kunst: "viennacontemporary" in Wien Eine Kunstmesse, die den Osten und Westen in sorgfältig kuratierten Ausstellungen vereint ist die, die von 27. bis 30. September in der Wiener Marx Halle stattfindet.118 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern präsentieren ihre besten Künstlerinnen und Künstler. Zu sehen sind etablierte Größen ebenso wie junge aufstrebende Talente. Ein dichtes Angebot von Sonderschauen, Begleitveranstaltungen, Workshops für Kinder und Spezialführungen machen Kunst einem breiten Publikum zugänglich Literatur: Erich Hackl liest in Salzburg Der österreichische Schriftsteller Erich Hackl hat ein neues Buch geschrieben, das er am 20. September im Rahmen einer Lesung im Literaturhaus Salzburg vorstellt. "Am Seil. Eine Helden­Geschichte" lautet der Titel. Der Erzählung liegt eine wahre Begebenheit zugrunde: Der Kunsthandwerker Reinhold Duschka rettete in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben. Lucia Heilman hat sich anschließend selbst das Versprechen gegeben, Reinhold Duschka, der sie und ihre Mutter vor der Deportation ins KZ bewahrt hat, zu würdigen. Sie hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Nach dieser Vorlage spannt Erich Hackl einen weiten Bogen von der Zeit vor dem Krieg über die Jahre im Versteck bis in die Gegenwart.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Eva Teimel. Ja, es ist Bernstein-Jahr. Und überall wird er gefeiert und gespielt. Eine Aufnahme ist da bislang allerdings untergegangen - und diese ist es wert, näher betrachtet zu werden. Das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra hat nämlich unter der Leitung des schwedischen Dirigenten Christian Lindberg eine beachtliche Bernstein-Compilation herausgebracht. Bernsteins Ouvertüre zu "Candide" oder die Symphonischen Tänze aus seiner "West Side Story" sind mittlerweile zu Selbstläufern geworden; Kein Orchester, das den "Mambo" nicht im Repertoire hat. Wenn ein britisches Orchester nun einen Jazz-affinen und -erfahrenen Dirigenten ans Pult bittet, kann es aber durchaus passieren, dass so manche Details ans Tageslicht gebracht werden, die in anderen Interpretationen mitunter im Verborgenen bleiben. Mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra hat Christian Lindberg allerdings auch einen Klangkörper zur Verfügung, der durch sein knackiges, exaktes und lebhaftes Spiel zu allem fähig zu sein scheint. Neben der "West Side Story" und der "Candide"-Ouvertüre finden sich die Tänze aus dem Ballett "Fancy Free" und der Broadway-Show "On the Town" auf der CD; am eindrucksvollsten ist jedoch die Symphonische Suite aus dem Film "On the Waterfront", die hier Filmmusik zu wahrem Konzertrepertoire werden lässt.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel: Die falschen Plätze oder die falschen Jugendlichen? Gäste: KommR Egon Blum, ehemaliger Regierungsbeauftragter für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung. Mag. Helmut Dornmayr, Berufsbildungs- und Arbeitsmarktforscher. Peter Dominkovits, Leiter der Serviceabteilung der Geschäftsstelle für Jugendliche im AMS Wien. Moderation: Johann Kneihs Wenn Sie sich an der Sendung beteiligen möchten: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich - oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at. 80.000 offene Stellen in Österreich sind nicht besetzt; die Wirtschaftskammer hat unter ihren Mitgliedern sogar erhoben, dass 162.000 Fachkräfte fehlen. Zumindest ein Teil dieses Mangels liegt an fehlendem Nachwuchs: Viele Firmen suchen erfolglos nach Lehrlingen, gleichzeitig liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich bei 10% - zwar niedriger als anderswo in der EU, aber höher als im langjährigen Durchschnitt. Das österreichische und deutsche duale System, die Berufsbildung im Betrieb und begleitend in einer Fachschule, galt lange als international vorbildlich. Ist die duale Ausbildung inzwischen in einer Krise - oder hat sie "nur" ein Imageproblem? Sind die Ansprüche der Jugendlichen gestiegen oder die Anforderungen von Firmen?


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Innsbrucker Festwochen 2018. "Saiten-Spiegel". Sergey Malov, Violine von Goffredo Cappa und Violoncello da spalla (Nachbau von Dmitri Badiarov). Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Marin Marais und Johann Sebastian Bach (aufgenommen 18. August in der Nikolauskapelle im Schloss Ambras, Innsbruck). Gestaltung: Patrizia Jilg Ob auf der Barockvioline, der Violine, der Viola oder dem Violoncello da spalla - Sergey Malov spielt auf jedem der Instrumente seine Virtuosität, Brillanz und Stilsicherheit intensiv und expressiv aus. Der aus St. Petersburg stammende Musiker, Preisträger beim Mozart-Wettbewerb in Salzburg ebenso wie beim Paganini-Wettbewerb in Genua und Heifetz-Wettbewerb in Vilnius, spannt seine Bögen für ein Repertoire vom Barock in historischer Aufführungspraxis über die Klassik und Romantik bis zur Improvisation. Bei den Festwochen wird er vier barocke Meisterwerke und auf zwei verschiedenen Instrumenten spielen: einer Barockvioline des Piemonteser Geigenbauers Goffredo Cappa und einem Violoncello da spalla, jenem kleinen Cello-Typus, auf dem Bach selbst höchstwahrscheinlich seine Cello-Suiten gespielt hat. So findet sich denn auch in Malovs Programm die sechste Cello-Suite Bachs, die er mit dessen d-Moll-Partita und Bibers Passacaglia zu den "Rosenkranz-Sonaten" auf den Violin-Saiten spiegelt. Die von Bach so geschätzte französische Farbe bringt Malov mit Marais ins Spiel, der den populären Follia-Tanz ursprünglich für die Gambe bestimmt hat. (Innsbrucker Festwochen)


15.30 Uhr

 

 

Moment

"Die I-Klassen sollen bleiben!" Eine Rettungsinitiative Vor mehr als 25 Jahren hat Oberösterreich seine Sonderschulen geöffnet - für alle Kinder und Jugendlichen, auch die ohne Behinderung. Die Idee, Kinder aller Art miteinander in Kontakt zu bringen, fand Anklang, die Anmeldelisten waren schnell voll. Jetzt sollen diese I-Klassen eingestellt werden. Der Grund dafür: eine Obergrenze für Schulversuche. Eltern und Lehrer haben eine Rettungsinitiative gestartet. Gestaltung: Elisabeth Stecker Randnotizen: Alois Schörghuber


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Zwischen steirischem Kernöl und griechischem Olivenöl Rudi ist ganz begeistert, als ihm der Koch Konstantin Filippou erzählt, dass er gerne lange schläft. Der Sterne- und Haubenkoch hat eine österreichische Mutter und einen griechischen Vater und ist in Graz aufgewachsen. Rudi spricht mit ihm über seine Berufswahl, wie man Geschmäcker speichern kann und wo er als Kind am liebsten seine Sommerferien verbracht hat. Konstantin Filippou: "Ich war in der glücklichen Lage, dass ich total nette Verwandte in Griechenland hab. Und ich konnte mir aussuchen, ob ich zwei Monate am Strand in Griechenland - oder einen Monat in Griechenland und einen Monat an einem See in Kärnten, bei meinen Großeltern am Campingplatz, verbringe. Das war ein Wahnsinn und wunderschön." Gestaltung: Johanna Steiner


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Isolde Charim im Gespräch mit Heinz Bude Mitschnitt aus dem Studio 3 des RadioKulturhauses vom 22. März 2018 Bearbeitung: Haimo Godler Stimmungen sind die Gefühle der Gesellschaft, so der wohl bekannteste deutsche Soziologe Heinz Bude. Von ihnen nehmen alle großen politischen Auseinandersetzungen ihren Ausgang. Ihr Einfluss ist unbegrenzt - von den Finanzmärkten bis zu Wahlentscheidungen. Stimmungen sind vage, flüchtig, unberechenbar. Aber sie haben große Macht über die Menschen und damit über die Gesellschaft. Es ist also für Politiker ebenso wie für uns, das Publikum, entscheidend, über Stimmungen Bescheid zu wissen. Oder anders gesagt: Will man wissen, wie Politik, wie Demokratie heute funktioniert, dann muss man über Gefühle sprechen. Heinz Bude, deutscher Starsoziologe und Intellektueller, lehrt an der Universität Kassel. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt: "Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen". Demnächst erscheint "Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968".


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.25 Uhr

 

 

Hundert Häuser

1943 - Südtiroler Siedlungen


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Wahrnehmungssache. Die Debüt-Platte des Wiener Chansoniers und Songwriters Felix Kramer "Vielleicht bist es eh du", heißt eines der melancholischen Lieder von Felix Kramer, gerichtet an die vielleicht dann doch "eh" (nicht) geliebte Geliebte. In der Ambivalenz dieses "eh", einem Wort, das kaum aus dem österreichischen Deutsch in andere Sprachen zu übersetzen ist, steckt das resignativ-aufwühlende Drama einer Gefühlsmischkulanz. Ein poetisches "sowohl ... als auch", das der Komplexität menschlicher Beziehungen näher kommt, als überhöhend-verklärende Liebeslieder der hohen Pop-Minne. Denn, so Kramer im "Spielräume"-Interview abgeklärt: "Wirklich super ist es selten im Leben." Mit Begriffen wie "Liebeslied" oder "Austropop" wird man den Songs des 23-jährigen Wieners nicht gerecht, dazu sind seine Geschichten zu wenig plakativ und stereotyp. Kramer schöpft aus den Haken schlagenden Emotionen, die uns Menschen so unberechenbar machen. Seine Texte erreichen dabei eine poetische Kraft, wie man sie von der französischen Chanson-Kunst des 20. Jahrhunderts kennt. Ausgebildet wurde Kramer als klassischer Gitarrist an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Sein Interesse galt und gilt aber auch der zeitgenössischen Musik - Ende des Jahres wird er unter seinem bürgerlichen Namen Felix Pöchhacker als Mitglied des Ensemble Phace mit Olga Neuwirths Vertonung des historischen Stummfilms "Die Stadt ohne Juden" durch Europa touren und bei Wien Modern auftreten. Zudem hat er auch experimentelle elektronische Musik produziert. Genährt von diesen vielfältigen Ausdruckswelten konnten die Lieder des Felix Kramer organisch wachsen - was in dem Fall heißt: sich konzentrieren auf das Wesentliche. Erstaunlich reif für einen so jungen Liedermacher: Seine Songs sind in sich geschlossene Kunstwerke, wenn er sich dabei selbst auf der Gitarre begleitet. Mit dem neuen Label Phat Penguin von Ex-Universal-Chef Hannes Eder im Rücken hat es Kramer gewagt, diese fragilen Musikstücke, die er schon vor einem Jahr in einer "Spielräume"-Session vorgestellt hat, in Albumform zu gießen und mit weiteren Musikern im Studio einzuspielen. Ein länger dauernder Prozess: "Das war keine schwere, aber eine langsame Geburt", lächelt Kramer. Es hat gedauert, bis man den Sound eingedampft und manchen Liedern behutsam den in ihnen schlummernden Charakter geweckt hat. Dazu konnte man einen feinfühligen Produzenten gewinnen: Kramer hat Wilfrieds Vermächtnis-Platte "Gut Lack" aufmerksam gehört und fand den Sound so gut, dass er sich gedacht hat: "So ungefähr will ich klingen." Produziert hatte diese Platte Wilfrieds Sohn Hanibal Scheutz und der Bassist stand nun auch im Zentrum des Produktionsteams von Kramer. Dazu kamen herausragende Musiker wie Clemens Wenger und Martin Eberle von der Jazzwerkstatt Wien sowie Gitarrist und Produzent Martin Siewert. Für einige der Lieder - wie dem gesellschaftskritischen Opener "Wahrnehmungssache" - hat sich eine neue Welt aufgetan, bei manchen bleibt weiter die Gitarre im musikalischen Zentrum. Vorgestellt hat sich Felix Kramer mit Band bereits beim heurigen Popfest in Wien. "Wahrnehmungssache" ist ab 21. September erhältlich. An diesem Tag spielt Kramer ein Solo-Set im Wiener Plattengeschäft Recordbag. Offiziell wird das Debüt dann - mit voller Bandbesetzung und einigen Überraschungsgästen - am 9. Oktober im Wiener Porgy Bess aus der Taufe gehoben.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Wie der Marxismus Geschichte machte und macht. Mit Christina Morina, Historikerin am Forschungsinstitut Duitsland Instituut in Amsterdam. Gestaltung: Hanna Ronzheimer. Im Jahr 1818 wurde Karl Marx im deutschen Trier geboren. Als er 1883 in London starb, war sein wohl größtes Vermächtnis eine revolutionär neue Perspektive auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Karl Marx und Friedrich Engels entwarfen mit dem Marxismus die Idee einer klassenlosen Gesellschaft. Doch erst nach dem Tod von Karl Marx sollte die marxistische Gesellschaftslehre auch in der Praxis Bedeutung entfalten. Intellektuelle aus vielen Teilen Europas nahmen an der Wende zum 20. Jahrhundert marxistische Ideen auf und entwickelten sie weiter. Die polnisch-deutsche Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, der Prager Philosoph Karl Kautsky, der österreichische Arzt und Politiker Victor Adler und der Russe Wladimir Iljitsch Lenin sind nur einige Beispiele dafür, wie die einst rein theoretischen Abhandlungen sich zu politischen Bewegungen mit jeweils eigenen Ausprägungen weiterentwickelten. So erwuchs aus einer gesellschaftlich-ökonomischenTheorie zur Beschreibung der sozialen Wirklichkeit im Kapitalismus jene politische Weltanschauung, die sich im 20. Jahrhundert zum Teil als Staatsideologie ausbreiten sollte - mit weltweiten Auswirkungen.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Reportage aus einer der einsamsten Regionen der Welt Gestaltung: Kai Clement Nunavut liegt im äußersten Norden Kanadas - das Territorium erstreckt sich von der Hudson Bay im Süden bis weit hinauf in die Arktis und grenzt an Grönland. Es ist sechsmal so groß wie Deutschland, doch nur von 36.000 Menschen, vorwiegend Inuit, bewohnt. Diese Ureinwohner sind von der kanadischen Mehrheitsbevölkerung jahrzehntelang unterdrückt worden. Erst vor 25 Jahren bekamen sie Nunavut als eigenes Territorium zugesprochen, 1999 wurde es ihnen übergeben. Dabei leben die Inuit dort in uralten Traditionen, eng verbunden mit der Natur. Doch das reiche Erbe der Inuit-Bevölkerung galt lange als minderwertig, man versuchte, die Menschen zu assimilieren. Viele Kinder wurden ihren Familien weggenommen und in staatliche Internate gesteckt. Das wirkt bis heute nach: Die Selbstmordrate unter den Menschen von Nunavut ist hoch; vor allem Jugendliche brauchen neue Perspektiven.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Die Replikationskrise und was die Wissenschaft daraus gelernt hat Von Katharina Gruber 2012 wies der Krebsforscher Glenn Begley nach, dass von 53 "bahnbrechenden" Studien in der Krebsforschung nur sechs in späteren Versuchen wiederholt werden konnten. Etwa zur selben Zeit versuchte der US-amerikanische Psychologe Brian Nosek 100 psychologische Studien noch einmal durchzuführen. Das gelang ihm nur bei jeder dritten. Auf diese Ergebnisse folgte eine Debatte quer durch die wissenschaftlichen Disziplinen. Denn, wenn Studien nicht reproduzierbar sind, können ihre Ergebnisse nicht als wissenschaftlich belegt gelten. Dass sie falsch sein müssen, heißt das aber auch noch nicht. Wie soll man mit solchen Studien umgehen? Heute müssen Arbeitsprozesse in der Forschung jedenfalls genauer dokumentiert werden. Doch das Hauptproblem ist geblieben: Für wirklich saubere Wissenschaft fehlt oft das Geld. Und der steigende Publikationsdruck führt dazu, dass man besser schlampige Arbeiten einreicht als gar keine.


19.30 Uhr

 

 

On stage

mit Andreas Felber. Ulrich Drechsler mit Clara Luzia, Özlem Bulut und Yasmo auf der Jazzbühne (Ausstrahlung in Dolby Digital-5.1-Surround Sound.) Es ist eine langjährige Tradition, dass das Hauptprogramm des Jazzfestivals Saalfelden jeweils am Freitag-Abend von einem österreichischen Musiker - interessanterweise noch nie von einer Musikerin - eröffnet wird: 2018 ging dieser ehrenvolle Auftrag an den aus Deutschland stammenden, in Wien lebenden Saxofonisten und Bassklarinettisten Ulrich Drechsler, bekannt geworden u. a. in der 2017 reaktivierten Akustik-Groove-Band "Café Drechsler". Drechsler versammelte am 24. August d. J. unter dem Projektnamen "Liminal Zone" eine illustre Runde von Kolleg/innen auf der Bühne des Congress Saalfelden: Neben Peter Zirbs (Elektronik), Simon Raab (Klavier), Judith Ferstl (Kontrabass) und Judith Schwarz (Schlagzeug) traten in diesem Kontext drei denkbar unterschiedliche Stimmkünstlerinnen erstmals gemeinsam in Erscheinung: Singer/Songwriterin Clara Luzia, die klassisch ausgebildete, sich zwischen Jazz und orientalischer Musik bewegende Sopranistin Özlem Bulut sowie die Rap-Poetin Yasmin Hafedh alias Yasmo. Andreas Felber präsentiert das mit Spannung erwartete Konzert.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. 1. Theater: "Tram 83" in Graz 2. Kunst: "viennacontemporary" in Wien 3. Literatur: Erich Hackl liest in Salzburg Theater: "Tram 83" in Graz Waffen- und Organhändler, Zuhälter, Prostituierte, Zufallsmusiker, Ex-Transsexuelle, Kindersoldaten, Grubenarbeiter, Soldatenwitwen, Aushilfskellnerinnen, Hinterhofphilosophen und Touristen. Sie alle versammeln sich im sagenhaften Nachtclub "Tram 83" und in Fiston Mwanza Mujilas gleichnamigen Roman - eine Bühnenfassung ist ab kommenden Freitag, das ist der 21. September, im Schauspielhaus Graz zu sehen. Kunst: "viennacontemporary" in Wien Eine Kunstmesse, die den Osten und Westen in sorgfältig kuratierten Ausstellungen vereint ist die, die von 27. bis 30. September in der Wiener Marx Halle stattfindet.118 Galerien und Institutionen aus 27 Ländern präsentieren ihre besten Künstlerinnen und Künstler. Zu sehen sind etablierte Größen ebenso wie junge aufstrebende Talente. Ein dichtes Angebot von Sonderschauen, Begleitveranstaltungen, Workshops für Kinder und Spezialführungen machen Kunst einem breiten Publikum zugänglich Literatur: Erich Hackl liest in Salzburg Der österreichische Schriftsteller Erich Hackl hat ein neues Buch geschrieben, das er am 20. September im Rahmen einer Lesung im Literaturhaus Salzburg vorstellt. "Am Seil. Eine Helden­Geschichte" lautet der Titel. Der Erzählung liegt eine wahre Begebenheit zugrunde: Der Kunsthandwerker Reinhold Duschka rettete in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben. Lucia Heilman hat sich anschließend selbst das Versprechen gegeben, Reinhold Duschka, der sie und ihre Mutter vor der Deportation ins KZ bewahrt hat, zu würdigen. Sie hat ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Nach dieser Vorlage spannt Erich Hackl einen weiten Bogen von der Zeit vor dem Krieg über die Jahre im Versteck bis in die Gegenwart.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Das Lehrerbild im Wandel. Vom Drill zur Lernbegleitung (1). Gestaltung: Winfried Schneider Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Vom Entwurf zur Anwendung (1). Gestaltung: Mariann Unterluggauer Lexikon der österreichischen Popmusik. Stefan Weber Drahdiwaberl, Yung Hurn, 5/8erl in Ehr´n, A-Gen 53 (1). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Walter Gröbchen, Astrid Schwarz, Thomas Mießgang


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Klangspuren 2018. "Carlotas Zimmer", ein szenisches Werk von Arturo Fuentes. Gestaltung: Stefan Höllwerth Das Schicksal des habsburgischen Erzherzogs Ferdinand Maximilian, der als Kaiser Maximilian von Mexico 1867 durch die Truppen von Benito Juarez hingerichtet wurde, ist historisch hinlänglich bekannt. Nicht jedoch das Leben seiner Ehefrau, Marie Charlotte Amélie von Belgien, die 1864 zur Kaiserin Carlota von Mexico gekrönt wurde. Noch vor der Hinrichtung Maximilians nach Europa gereist, um Unterstützung für sich und ihren Ehemann zu erbitten, erlitt Carlota einen Nervenzusammenbruch, nachdem sie von der Hinrichtung Maximilians erfahren hatte. Davon sollte sie sich zeitlebens nicht mehr erholen. Um das Geschick der geistig Umnachteten, die bis zu ihrem Tode im Jahr 1927 glaubte, die Kaiserin von Mexico zu sein, kreist Arturo Fuentes' Kammeroper "Carlotas Zimmer". Mit der Uraufführung dieses Monodramas zeigen die Klangspuren zum Jubiläum sogar ein szenisches Werk, das der in Tirol lebende mexikanische Komponist selbst inszenieren wird. Es spielt das Klangforum Wien unter Johannes Kalitzk; die Titelpartie singt die Sopranistin Sarah Maria Sun.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten