Jetzt läuft auf Ö1:

Das Ö1 Konzert

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Feiertag

Politik und Glaube - Zum 75. Geburtstag von Gesine Schwan +++ Science Fiction spirituell - Der Roman "Das Buch der seltsamen Dinge" von Michel Faber +++ Einblicke in ein Stück Burgenland in Israel: Kiryat Mattersdorf +++ Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig - Bibelessay zu Ezechiel 37, 1 - 14. - Moderation: Martin Gross 1. Politik und Glaube - Zum 75. Geburtstag von Gesine Schwan Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan wurde 1943 in Berlin-Reinickendorf geboren. Sie wuchs in einer politisch engagierten Familie auf, die in protestantischen und sozialistischen Widerstandskreisen aktiv war. Mit 20 Jahren ließ sie sich christlich taufen, schloss sich der Sozialdemokratischen Partei an, blieb aber zugleich eine überzeugte Antikommunistin. 1969 heiratete sie den ebenfalls links engagierten Politikwissenschaftler Alexander Schwan. Dieser wechselte allerdings 1978 durch seine Erfahrungen mit der Studentenbewegung ins konservative Lager und trat der CDU bei. 1974 habilitierte sich Gesine Schwan mit einer Arbeit zum Thema: "Die Gesellschaftskritik von Karl Marx. Philosophische und politökonomische Voraussetzungen". Nach der Wiedervereinigung begründete sie die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und wurde deren erste Präsidentin. 2004 und 2009 bewarb sie sich um die Kandidatur bei den Bundespräsidentschaftswahlen in Deutschland und scheiterte beide Male nur knapp. Schwan - und das ist zumindest in Berlin außergewöhnlich - bezeichnet sich öffentlich als überzeugte praktizierende Katholikin. Johannes Kaup hat Gesine Schwan nach den Wurzeln ihres politischen Engagements gefragt und welche Rolle der Glaube dabei spielt. 2. Science Fiction spirituell - Der Roman "Das Buch der seltsamen Dinge" von Michel Faber Zehn Jahre hat Michel Faber an dem Roman "Das Buch der seltsamen neuen Dinge" gearbeitet. Und nun will er nichts mehr schreiben. Man versteht das, denn: Was sollte nach diesem, alle Grenzen sprengenden Buch, noch kommen. Es ist Science-Fiction, es ist der Roman einer harten Bedingungen ausgesetzten Liebe und - es ist die Geschichte eines Mannes, der so ganz selbstverständlich mit Gott redet. - Gestaltung: Konrad Holzer 3. Einblicke in ein Stück Burgenland in Israel: Kiryat Mattersdorf Vor 80 Jahren wurde die jüdische Gemeinde von Mattersburg (vormals Mattersdorf) im Burgenland von den Nationalsozialisten ausgelöscht, vor 60 Jahren konnte sie in Israel, in Jerusalem, wieder aufgebaut werden. Samuel Ehrenfeld, dem es 1938 gelungen ist, in die USA auszuwandern, gründete schon dort eine Gemeinde namens "Kiryat Mattersdorf", sein Sohn tat Selbiges in Jerusalem. Sein Enkel Isaac Ehrenfeld ist nun der aktuelle Rabbiner der streng orthodoxen Gemeinde, wo die Mattersdorfer Tradition nicht zuletzt in der eigenen Torah-Schule ("Yeshiwa") gepflegt werden soll. Kerstin Tretina hat Kiryat Mattersdorf besucht; die Erinnerung an die burgenländische Heimat ist dort immer noch vital. Ein Besuch zum Ende des Schawuot-Festes, an dem im Judentum die Sendung der Zehn Gebote und auch Erntedank gefeiert werden. Das Herabkommen des "heiligen Geistes" auf die Jünger Jesu geschah laut christlicher Überlieferung ebenfalls an diesem jüdischen Fest und so wurde im Christentum aus dem Wochenfest Schawuot (sieben Wochen nach Pessach) das Pfingstfest (am 50. Tag - griechisch: Pentekoste - nach Ostern). - Gestaltung: Kerstin Tretina 4. Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig - Bibelessay zu Ezechiel 37, 1 - 14 Erzählungen darüber, dass Gott Tote auferweckt, finden sich auch im Alten Testament. In den katholischen Messfeiern zum Pfingstmontag ist so eine Stelle vorgesehen, - aus dem Buch Ezechiel. Gedanken dazu von dem an der Universität Wien lehrenden katholischen Theologen und Judaisten Wolfgang Treitler.


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Albert Hosp (I). Feuriges Alter - gelassene Jugend: Ein Wunschtraum. "Die guten Dinge müssen nicht weniger verstanden werden als die schlechten". (Heinrich Steinfest) Die "feurige Zunge" der Musik verstehen wir alle, oder?


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Albert Hosp (II). Feuriges Alter - gelassene Jugend: Ein Wunschtraum. "Die guten Dinge müssen nicht weniger verstanden werden als die schlechten". (Heinrich Steinfest) Die "feurige Zunge" der Musik verstehen wir alle, oder?


09.55 Uhr

 

 

nach-gehört

Edition Ö1 Das war der "Schalldämpfer". Volume 3 Gestaltung: Stephan Pokorny "Es ist so eine Art Kassiber, den ich unter die Leute schmuggle. Und es ist eine Herausforderung, die ich nicht missen möchte. Ich will Geschichten erzählen. Geschichten, die mich etwas angehen, die mich berühren, an die ich glauben kann." (Axel Corti über den "Schalldämpfer") Die Edition Ö1 präsentiert eine weitere Auswahl an Sendungen des beliebten Formats. Von der "Pogromnacht 1938" bis "Sorbett vom Gletscher", vom "Traum des Rabbi" bis "Velorex": Die Aktualität mancher Beiträge (zum Beispiele jene zum "Bedenkjahr" 1988) verblüfft, der Unterhaltungswert anderer ist ungebrochen.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Hörbilder Spezial

Der Anfang vom Nirgendwo. Von Kaye Mortley (RBB 2018). "At the back of Bourke" sagt der Australier, wenn er "mitten im Nirgendwo" meint. Besonders für die weißen Australier, Nachfahren der britischen Kolonisatoren, ist die Bedeutung der kleinen Landstadt Bourke die eines Nicht-Ortes, wie auch das Jenseits einer ist. In Wirklichkeit liegt Bourke tausend Kilometer von der Ostküste von New South Wales entfernt in einer scheinbaren Wüste. Vor allem Aborigines wohnen hier. Wenn der australische Aborigine sich in die Wüste hinter den Ortsgrenzen von Bourke begibt, bewegt er sich in seiner eigenen Geschichte. Früher gab es Stämme, Sprachen, Ureinwohnerkulturen. Die Geschichte danach ist bekannt, sie sieht aus wie viele andere: Invasion, Kriege, Massaker und Vertreibung. Die ursprünglichen Bewohner/innen Australiens werden zu Flüchtlingen in ihrem eigenen Land. Sie ziehen in die Stadt. Verlieren Kultur und Sprache auf dem Weg. Kaye Mortleys akustische Fabel von der Gegend, die sprichwörtlich geworden ist für das Nirgendwo, handelt von den Menschen, die an diesem Ort leben und dennoch nicht zählen.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Musikverein Festival Wien 2018 - Matinee

Staatskapelle Berlin, Dirigent: Daniel Barenboim; Damen des Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien; Anna Prohaska, Sopran; Marianne Crebassa, Alt. Claude Debussy: a) La Damoiselle élue; b) Trois Nocturnes für Orchester und Frauenchor (aufgenommen am 9. Mai im Großen Musikvereinssaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Im Spiel der Wellen. "Endlich erschien er", so protokollierte ein Chronist den Auftritt des dirigierenden Komponisten Claude Debussy 1910 im Musikverein: "ein breitschultriger Mann, ein wenig träg und schwerfällig in den Bewegungen, den Blick etwas mürrisch und müde. Mit plumper Hand hob er den Taktstock ..." Doch dann: Musik von größter Leichtigkeit und Zartheit, "ganz Duft und vibrierender Klang", irritierend irisierend, verstörend verführerisch! Töne, die den deutschen Ideenballast wie Nebel vergehen ließen. Und dahinter der Aufgang der Sonne, das Spiel der Wellen, "La Mer" ... Claude Debussy zählt - auch nüchterner betrachtet - zu den herausragenden Schöpfern der Musikgeschichte: einer, der seiner Kunst neue Dimensionen erschloss. Daniel Barenboim konzentriert sich 100 Jahre nach Debussys Tod intensiv auf den Maître und erarbeitet mit der Staatskapelle Berlin einen tief ausgeloteten Debussy-Zyklus. Mit ihm kommt er nun in den Musikverein. Das Programm des 9. Mai verbindet "La Mer" und "Trois Nocturnes" mit der frühen Kantate "La Damoiselle élue" und "Trois ballades de François Villon", gesungen von der phänomenalen französischen Mezzosopranistin Marianne Crebassa. (Wiener Musikverein)


11.52 Uhr

 

 

Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

Das Gründungsteam des Wiener Theaters Bronski Grünberg im Gespräch mit Sebastian Fleischer Das kleine Theater Bronski Grünberg zählt zu den jüngsten und aktuell interessantesten Bühnen Wiens. In der Porzellangasse im 9. Bezirk gelegen, damit in unmittelbarer Nähe zum Wiener Schauspielhaus und rund einem Dutzend weiterer Bühnen, besticht das Theater durch einen unkonventionellen Zugang zu großen Stoffen aus Theater, Film, Literatur und Popkultur. "Richard III.", "Rigoletto", "Titanic" oder "Wiener Blut" sind die klingenden Titel des aktuellen Spielplans. Gegründet wurde das Bronski Grünberg von Alexander Pschill zusammen mit seiner Partnerin Kaja Dymnicki sowie Julia Edtmeier und Salka Weber. Im "Intermezzo" spricht das (fast) vollständige Leitungsteam über den Traum und die Herausforderung, ein eigenes Theater zu betreiben und die große Lust, "aus den Tiefen bekannter Werke das Unbekannte zu schöpfen".


12.16 Uhr

 

 

Musikverein Festival Wien 2018 - Matinee

Staatskapelle Berlin, Dirigent: Daniel Barenboim; Marianne Crebassa, Alt. Claude Debussy: a) Trois ballades de François Villon; b) La Mer (aufgenommen am 9. Mai im Großen Musikvereinssaal Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Feiertagsjournal


13.10 Uhr

 

 

Das Ö1 Küchenradio

Ab 26. Mai spielt Maria Happel die Claire Zachanassian in "Der Besuch der alten Dame" im Wiener Burgtheater, Dirk Nocker ist ab 3. Juli in Tennesee Williams "Endstation Sehnsucht" bei den Festspielen Reichenau zu sehen. Gemeinsames Kochen bedeutet für das Schauspielerehepaar eine kurze Auszeit von Alltags- und Probenstress. Für das heutige Küchenradio bereiten die beiden Spaghetti aglio e olio und ein Putenschnitzel in einer Zitonenmarinade mit Mozzarella und Tomaten zu. Dazu hören Maria Happel und Dirk Nocker Musik von Johann Sebastian Bach, Elvis Presley, Ennio Morricone sowie Edith Piaf. Spaghetti aglio ed olio (für vier Personen) Zutaten: 400 Gramm Spaghetti 4 Stück Knoblauchzehen 1 Bund Petersilie 1 Zwiebel Salz, Pfeffer, Olivenöl So geht es: Die Spaghetti in einem großen Topf in reichlich Salzwasser al dente kochen. Die Knoblauchzehen schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Die Petersilie waschen, trocken schwenken und die Blätter fein hacken. In einer kleinen Pfanne das Olivenöl mit Knoblauch und Petersilie bei schwacher Hitze erwärmen und etwa drei Minuten ziehen lassen. Nach Belieben salzen und pfeffern. Die Nudeln in ein Sieb schütten, gut abtropfen lassen und in die Pfanne mit dem Knoblauch geben. Gut durchmischen. Putenschnitzel in Zitronenmarinade, überbacken mit Mozzarella und Tomaten (für vier Personen) Zutaten: 4 Putenschnitzel (à ca. 160 Gramm) 2 große Fleischtomaten 300 Gramm Mozzarella Schale einer unbehandelten Zitrone Saft einer Zitrone Salz Pfeffer, Olivenöl So geht es: Für die Marinade 4 EL Olivenöl mit der geriebenen Zitronenschale vermengen und die Putenschnitzel in dieser Marinade einige Stunden (am besten über Nacht) ziehen lassen. Backofen auf 180° vorheizen. Tomaten waschen, in Scheiben schneiden. Mozzarella abtropfen lassen, ebenfalls in Scheiben schneiden. Backblech mit Olivenöl bepinseln. Die marinierten Putenschnitzel auf das Backblech legen. Jeweils auf ein Schnitzel eine Tomatenscheibe und eine Mozzarellascheibe setzen. Salzen und pfeffern und mit dem Saft einer Zitrone beträufeln. Im vorgeheizten Backrohr 20 Min. backen, bis der Käse leicht geschmolzen ist.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Selten wie ein Feiertag

Diesmal zu Gast ist Reinhard Jaud, Domorganist in Innsbruck. Gestaltung: Patrizia Jilg Was an Werktagen der Arbeitsplatz von Musikredakteur/innen ist, mögen an Feiertagen ausgewählte Gäste auskosten und die ORF-Archive nach Unentdecktem oder selten Gespieltem durchforsten. So wie Gastkurator/innen aus dem Fundus existierender Sammlungen neue Ausstellungen kreieren, lassen geladene Kenner/innen die Schätze des Ö1 Archivs in neuen Zusammenstellungen glänzen.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Operette

Der Operetten-Spielplan der Volksoper Wien - Ausschnitte aus Werken von Johann Strauß, Franz Lehár, Richard Heuberger, Emmerich Kálman und Ralph Benatzky - in Live-Aufnahmen. Gestaltung: Michael Blees Eine Operetten-Premiere - Karl Millöckers "Gasparone" - wird zwar in der Volksoper Wien erst im Juni dieses Jahres über die Bühne gehen, abgesehen davon können wir Ihnen aber bereits jetzt das Operetten-Repertoire des Wiener Opernhauses am Gürtel in den aktuellen Besetzungen präsentieren - und dabei den Bogen spannen von großen Werken der "Goldenen Wiener Operettenära" über Meisterwerke des "Silbernen Zeitalters" bis hin zu Ralph Benatzky und einem seiner amüsanten Beiträge zur Spätzeit des Genres.


16.00 Uhr

 

 

Ö1 Hörspiel

"Ein dickes Fell" von Heinrich Steinfest. Teil 3: Die Gude-Story. Mit Anne Bennent, Gerti Drassl, Dörte Lyssewski, Ulrich Reinthaller, Erwin Steinhauer, Andrea Clausen, Maria Happel, Dorothee Hartinger, Wolfram Berger, Elfriede Irrall, Michael Dangl, Michael König u.v.a., Ton: Martin Leitner. Schnitt: Stefan Wirtitsch, Manuel Radinger. Musik: Otto Lechner, Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch (ORF/SWR 2015). Teil 3: Der Wiener Detektiv Cheng war angetreten, den Mord am norwegischen Botschafter Einar Gude aufzuklären. Doch was er herausfindet, wird vom norwegischen Geheimdienst unter den Teppich gekehrt. Dafür treten weitere Mörder und Gegenspieler auf den Plan. Der Fall wird immer undurchsichtiger: Was führte Magda Gude im Schilde? Welches Geheimnis hütet der Starschriftsteller Sam Soluschka? Und was hat das alles mit dem Duftwasser 4711 zu tun? Detektiv Cheng muss alle seine Kombinationsgabe aufbringen, um die komplexen Verwicklungen zu entwirren. Es kommt zum großen Showdown ...


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Eine zarte, würzige Prise Latin. Gestaltung: Michael Neuhauser Es gibt wohl wenige Musiker, bei denen man - ohne dabei ironisch zu sein - sagen kann, dass ihr größtes musikalisches Verdienst vielleicht sogar dort zu finden ist, wo sie am wenigsten stark im Vordergrund stehen. Beim 1929 in New York geborenen und als Sohn puertoricanischer Einwanderer in Spanish Harlem aufgewachsenen Ray Barretto könnte das eventuell zutreffen, zumindest wenn man seinen Beitrag zum Jazz unter einer bestimmten Perspektive betrachtet. Die Musik Lateinamerikas wurde von der Jazzwelt der USA phasenweise immer wieder neu entdeckt. In den 40er Jahren etwa spielte Dizzy Gillespie mit dem kubanischen Perkussionisten Chano Pozo und verwandelte damit Bebop in "Cubop". Seine Begeisterung für deren Stück "Manteca" wiederum veranlasste den 17-jährigen Ray Barretto, sich ebenfalls dem Congaspiel und dem Latin Jazz zu verschreiben. Er wurde von Charlie Parker entdeckt und spielte einige Jahre lang in der Band von Tito Puente. Ab den späten 50er Jahren brach dann der wirklich große Latin Music Craze in New York aus. Barretto startete eine erfolgreiche Solo-Karriere und landete mit dem Song "El Watusi" 1961 einen ersten Hit. Vor allem aber wurde er auch von Dutzenden anderen Musikern eingeladen, mit seinen Congas eine zarte Latino-Würze in deren Jazz zu bringen, auch wenn die Musik selbst gar nicht in Richtung Latin Jazz ging. Barretto wurde so zum Haus- und Hof-Musiker gleich mehrerer Labels wie Prestige oder Blue Note und würzte die unterschiedlichsten Sessions dutzender Musiker mit seinen Congas, oft auch nur ganz leise und dezent im Hintergrund, was vielen dieser Aufnahmen auf subtile Weise und ganz ohne hervorgekehrten "Exotik-Faktor" mehr Groove und Geschmeidigkeit verleiht.


17.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Mit.Schnitt

Musik aus dem RadioKulturhaus. Four Seasons. Ein formidables Quartett aus Graz. Gestaltung: Jörg Duit Die erste Assoziation zum Eigenschaftswort formidabel ist positiv. Denn seine gängigste Bedeutung ist ja tatsächlich außergewöhnlich, erstaunlich, großartig, ungewöhnlich. Wenn man dann ein bisschen in die Vergangenheit geht und feststellt, dass formidabel auch mal Synonym für furchtbar, grauenerregend, schrecklich, riesig war, dann sollte man es eigentlich wissen wollen. Es zahlt sich aus! Four Seasons, eine Formation um den 27-jährigen steirischen Trompetenvirtuosen Gerhard Ornig, macht tatsächlich ganz eigensinnige Töne auf der großen Spielwiese des kammermusikalischen Jazz, die international breit aufgestellte Kollegenschaft trägt dazu maßgeblich bei: der schwedische Posaunist Karel Eriksson, der griechische Kontrabassist Vasilis Koutsonanos und Schlagzeuger Luis André Carneiro de Oliviera aus Brasilien.


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Memo - Ideen, Mythen, Feste

"Ein Stück Burgenland in Israel". Vor 80 Jahren wurde die jüdische Gemeinde von Mattersburg im Burgenland von den Nationalsozialisten ausgelöscht, vor 60 Jahren konnte sie in Israel, in Jerusalem, wieder aufgebaut werden. - Gestaltung: Kerstin Tretina Vor 80 Jahren wurde die jüdische Gemeinde von Mattersburg im Burgenland von den Nationalsozialisten ausgelöscht, vor 60 Jahren konnte sie in Israel, in Jerusalem, wieder aufgebaut werden. Viele Mattersburger Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet, einige haben überlebt: unter ihnen die Rabbinerfamilie Ehrenfeld. Samuel Ehrenfeld war der letzte Rabbiner von Mattersburg - das bis 1924 Mattersdorf hieß. Er stand einer relativ großen Gemeinde vor, die für ihre "Mattersdorfer Gelehrsamkeit" überregional bekannt war. Sie verfügte über eine Synagoge, ein rituelles Bad sowie einen Gemeinde- und Schuldiener, Schächter, Kantor und einen Totengräber. Mattersdorf/Mattersburg gehörte zu den sieben alten, jüdischen Gemeinden des Burgenlands ("Siebengemeinden"), die unter dem Schutz der Fürsten Esterházy standen. Seit dem 16. Jahrhundert ist dort jüdisches Leben dokumentiert. Samuel Ehrenfeld konnte 1938 in die USA auswandern und gründete schon dort eine Gemeinde namens "Kiryat Mattersdorf", sein Sohn tat Selbiges in Jerusalem. Sein Enkel Isaac Ehrenfeld ist nun der aktuelle Rabbiner der streng orthodoxen Gemeinde, wo die Mattersdorfer Tradition nicht zuletzt in der eigenen Torah-Schule ("Yeshiwa") gepflegt werden soll. Kerstin Tretina hat Kiryat Mattersdorf besucht; die Erinnerung an die burgenländische Heimat ist dort immer noch vital. Ein MEMO-Streifzug am Pfingstmontag und zum Ende des Schawuot-Festes, an dem im Judentum die Sendung der Zehn Gebote und auch Erntedank gefeiert werden. Das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu geschah laut christlicher Überlieferung ebenfalls an diesem jüdischen Fest und so wurde im Christentum aus Schawuot das Pfingstfest.


19.30 Uhr

 

 

Internationale Barocktage Stift Melk 2018

Musikalische Reiseberichte aus der Alten Neuen Welt sowie vom Mond den Sternen. Präsentation: Gerhard Hafner (I) Um den französischen Schriftsteller Cyrano de Bergerac, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts lebte, ranken sich unzählige Mythen. Viel weiß man nicht von ihm. War er ein Fechtkünstler, ein Dichter oder nur ein Scharlatan? Cyrano, sagt man, hatte eine lange Nase und war von einer tiefen Sehnsucht erfüllt: Er wollte unbedingt einmal auf den Mond reisen. Weil das anno 1650 nicht möglich war, schrieb er kurzerhand ein Buch und nannte es "Die Reise zum Mond", quasi den ersten Science-Fiction-Roman. Im Rahmen der heurigen Internationalen Barocktage Stift Melk Pfingsten las beim vorgestrigen Abendkonzert der Schauspieler Christian Dolezal aus Bergeracs vor Wortwitz schäumenden Abenteuern. Dazu passend interpretierte das italienische Originalklangensemble "Zefiro" unter seinem Gründer und Leiter Alfredo Bernardini, Musik von Jean-Philippe Rameau. (II) Im gestrigen Konzert "Vidala" begaben sich die Mezzosopranistin Bernarda Fink und der Bach Consort Wien unter Rubén Dubrovsky auf eine musikalische Spurensuche ins Lateinamerika des 16. Jahrhunderts, wo es zu einem Kulturcrash von Ureinwohnern, spanischen Eroberern sowie afrikanischen Sklaven kam und neue Musikformen geboren wurden.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten



22.05 Uhr

 

 

Opus - das Musikkolloquium

Kriegstrompeten und Friedensmotetten. Gestaltung: Johannes Leopold Mayer Dreißig Jahre Krieg! Haben da die Musen zu schweigen. Keineswegs, sie haben nur ein anderes Repertoire. "Da pacem domine" oder "ad te clamamus in hac lacrimarum valle" haben plötzlich die Aktualität des Alltäglichen, wo Gewalt und Sterben das anscheinend Normale geworden sind. Wie hat es sich gelebt in dieser Zeit, welchen Stellenwert konnte Kultur" damals überhaupt für sich beanspruchen? Und konnte die Musik vielleicht gar etwas vermitteln wie Trost und Hoffnung? Fachleute aus Geschichte, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte werden anhand der Musik der Zeit versuchen, uns ein Bild davon zu geben.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Selten wie ein Feiertag

(Wiederholung von 14:05 Uhr). Was an Werktagen der Arbeitsplatz von Musikredakteur/innen ist, mögen an Feiertagen ausgewählte Gäste auskosten und die ORF-Archive nach Unentdecktem oder selten Gespieltem durchforsten. So wie Gastkurator/innen aus dem Fundus existierender Sammlungen neue Ausstellungen kreieren, lassen geladene Kenner/innen die Schätze des Ö1 Archivs in neuen Zusammenstellungen glänzen.


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Nina Strehlein Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten