Jetzt läuft auf Ö1:

Live aus dem Ö1 Kulturzelt auf der Donauinsel

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Da David und sei Pantscherl": Der Theologe Roland Kadan hat das Alte Testament ins Wienerische übersetzt, Schauspieler Dietrich Siegl liest die Texte. - Gestaltung: Alexandra Mantler 2. Wia die Delila n Simson einetheatert hot: Aus dem Buch der Richter, Kapitel 16 Sei es nun die Geschichte "Wia da Scheff in Adam gmacht hat und da Kain sein Bruada darschlagt" oder "Wia da Jakob hackln muass, damid a die Rahel kriagt, und wia si die Israelitn iba d Heisa ghaut habm": Einst hat Wolfgang Teuschl das Neue Testament auf Wienerisch übersetzt, Roland Kadan hat sich nun das Alte Testament vorgenommen. Dort findet man jene Geschichten, die einfach zu unserer Kultur gehören, die Kunst, Kultur und Sprache von Generationen mitgeprägt haben, verankert im kollektiven Gedächtnis: von Adam und Eva, Samson und Delila, Jona und dem Wal. Man begegnet ihnen in Rom und in Wien, in Filmen und in der Musik. Roland Kadan wuchs in Wien-Währing auf und unterrichtet Latein und Evangelische Religion. Daneben lehrt er an der Universität Wien, ist in der Lehrer/innen-Ausbildung und als Autor tätig. Er hat diese altbekannten Geschichten ins Wienerische übertragen und ermöglicht damit einen neuen Blick auf vertraut Geglaubtes. Der Schauspieler Dietrich Siegl wurde in Wien geboren. Aufgewachsen ist er als Kind eines Schauspielerpaares in Bonn und Zürich. Heute lebt er wieder in Österreich und ist vor allem von seinen Rollen als Fernsehschauspieler (etwa in SOKO Donau) einem breiten Publikum bekannt.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Mirjam Jessa


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Auf der Suche nach Shir Khan, Balu und Kaa. Der Biologe und Fotograf Axel Gomille über die Tiere des "Dschungelbuchs". Teil 2: Ein gemütlicher Lippenbär Gestaltung: Renate Pliem Der weise Baghira, der gemütliche Balu und der unberechenbare Shir Khan: Die Tiere des Disney-Klassikers "das Dschungelbuch" haben Generationen von Kinobesuchern begeistert. Der Zeichentrickfilm kam im Jahr 1967 in die Kinos und handelt von den Abenteuern des Menschenjungen Mogli im indischen Dschungel. Doch wie realitätsnah sind die Tiere dargestellt? Wieviel Menschliches haben die Disney-Zeichner in die Figuren gelegt? "Aus dramaturgischen Gründen brauchte man gute und böse Charaktere, was mit der Realität nichts zu tun hat", sagt Axel Gomille. Der Biologe und Fotograf sah als Kind den Film und hatte einen Traum: Er wollte die Dschungelbuchtiere in Indien aufspüren und fotografieren. Während des Biologie-Studiums arbeitete Gomille in einem Tiger-Reservat und fand so Shir Khan. Balu zu entdecken war schwierig, doch die monatelange Suche wurde belohnt: Axel Gomille gelang die erste Fotoreportage über Lippenbären. Jahrelang reiste der Naturfotograf nach Indien und brachte Fotos von Panthern, Affen, Pythons und Geiern mit, die er in einem Bildband veröffentlichte. Nur King Louie bekam Axel Gomille in Indien nicht vor die Linse: Die Disney-Zeichner hatten dem groovigen Affenköng nämlich das Aussehen eines Orang-Utans gegeben - und der kommt nur auf Sumatra und Borneo vor.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Was bringen Revolutionen?

Zur Anatomie gewaltsamer Umstürze - Ein Resümee (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Vor 100 Jahren fegte die Oktoberrevolution in Russland die alte bürgerlich-feudale Ordnung hinweg. Was als gewaltsamer Aufbruch in eine neue, angeblich gerechtere Gesellschaftsordnung begann, endete in einer monströsen Despotie. Der Stalinsche Terror forderte - zumindest - drei Millionen Tote. Zuvor war bereits der russische Bürgerkrieg in eine beispiellose Orgie der Gewalt ausgeartet: "Überall löste Gewalt sich von den Zwecken, die sie erfüllen sollte", analysiert der Berliner Historiker Jörg Baberowski. Einer der Gründe: "Niemand, der tötete und folterte, musste während des Russischen Bürgerkriegs damit rechnen, bestraft zu werden. Die Opfer wurden in siedendes Wasser geworfen, gehäutet, gepfählt, bei lebendigem Leib verbrannt, begraben oder in winterlicher Kälte nackt auf die Straße getrieben und mit Wasser übergossen". Die maßlose Eskalation von Mordlust und Gewalt - ist sie eine zwangsläufige Folge von Revolutionen? Das ist eine der Fragen, die die Geschichtswissenschaft auch hundert Jahre nach dem Leninschen Staasstreich umtreibt. Andere Fragestellungen, die in der Scientific Community diskutiert werden: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit es zu "revolutionäre Situationen" kommt? Gibt es so etwas wie eine typische Verlaufsformen von Revolutionen? Und warum münden gewalttätige Umstürze so oft in Terror und Gewalt, wo sie den Menschen doch eigentlich Freiheit und Selbstbestimmung bringen wollten?


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Erweiterung der Genfer Flüchtlingskonventi

on Das Abkommen für Schutzbedürftige aus aller Welt (2). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Die Genfer Flüchtlingskonvention: jenes rechtlich-politische Bauwerk, das 1951 verabschiedet und 1967, vor 50 Jahren um essenzielle Zusätze erweitert wurde, prägt die Flüchtlingspolitik bis heute. Es regelt die Frage, wie die internationale Gemeinschaft mit Menschen umgeht, die ihre Heimat verlassen müssen. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte der Völkerbund erste rechtliche Konzepte zum Schutz von Flüchtlingen. Ausschlaggebend dafür waren historische Ereignisse wie der Genozid an den Armeniern 1915/16, die russische Oktoberrevolution 1917, die Machtergreifung Mussolinis 1925 und später der Nationalsozialismus. Dass Flüchtlinge eines besonderen Schutzes bedürfen, wurde zunehmend anerkannt. Wie so ein Schutz und solche Rechte in einem fremden Land aussehen können - und wann jemand tatsächlich als Flüchtling gilt, wurde von der Nachfolgeorganisation des Völkerbunds, den Vereinten Nationen, festgelegt. 1951 verabschiedete sie die Genfer Flüchtlingskonvention, die eigentlich "Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge" heißt. Anfangs beschäftigte sich die Flüchtlingskonvention vor allem mit dem Schutz europäischer Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg. 1967 wurde das Protokoll erweitert, um den geänderten Bedingungen von Flüchtlingen gerecht zu werden, und gilt als das erste völkerrechtlich bindende, mulitlaterale Abkommen zum Schutz von Flüchtlingen. Anerkannt ist jede Person, die aus "wohlbegründeter Furcht vor Verfolgung aufgrund ihrer Rasse, Religion Nationalität, politischen Überzeugung oder wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ihr Heimatland verlassen musste". Die politische Lage sieht 50 Jahre nach der Festlegung der Konvention anders aus. Kriegsgebiete haben sich verlagert, Fluchtrouten haben sich verändert wie auch die politische und wirtschaftliche Situation der Aufnahmestaaten. Insgesamt 147 Staaten sind bisher der Genfer Flüchtlingskonvention und/oder dem Protokoll von 1967 beigetreten. Stehen diese Staaten heute im Zeichen der Flüchtlingskrise noch zu dem, was sie vor einem halben Jahrhundert unterschrieben haben? Und wird das Abkommen dem heutigen Phänomen der Massenflucht noch gerecht?


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Monterey Pop

Soundtrack für eine Generation (2). Gestaltung: Sabine Nikolay 1967 strömten Tausende junge Menschen nach San Francisco um während des "Summer of Love" ihre Ideale vom friedlichen Leben in der Gemeinschaft zu verwirklichen. Überall in den USA, vor allem aber in Kalifornien, entstanden landwirtschaftliche Hippie-Kommunen. Das gesellschaftliche Experiment begleitete ein neuer, vor allem von England inspirierter Musikstil. Rock 'n' Roll, Soul, Jazz und Pop aber auch Einflüsse aus indischer und afrikanischer Musik vermischten sich zum typisch kalifornischen Musikstil der Zeit. Die großen Vorbilder waren die Beatles, die Rolling Stones und The Who. In Kalifornien entstanden zahlreiche Bands, die Musikgeschichte schrieben: Unter anderem The Byrds, Jefferson Airplane, The Grateful Dead, Big Brother and the Hoding Company mit der Sängerin Janis Joplin und The Jimi Hendrix Experience. Für diese unterschiedlichen Künstler kam der große Durchbruch am selben Ort, zur selben Zeit: Beim ersten internationalen Open-Air-Pop-Festival der Musikgeschichte, in Monterey/Kalifornien vom 16. bis 18. Juni 1967.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

In sonoren Tiefen: die Bassisten Emanuel List und Karl Ridderbusch. Gestaltung: Michael Blees Beide waren berühmte Interpreten des Baron Ochs im "Rosenkavalier" von Richard Strauss, sind genauso aber auch in vielen Opern von Richard Wagner gefeiert worden - dies allerdings zu ganz unterschiedlichen Zeiten: der 1888 in Wien geborenen Emanuel List hat in den 1920er Jahren an der Staatsoper von Berlin, in den frühen 1930er Jahren bei den Bayreuther Festspielen und von 1933 bis 1950 an der New Yorker Metropolitan Opera begeistert, während der aus Deutschland stammende Karl Ridderbusch von den späten 1960er bis in die mittleren 1980er Jahren zu den weltweit gefragten Vertretern des sonor tiefen Bassfaches gezählt hat. Zum 50. Mal jährt sich in diesem Monat der Todestag von Emanuel List, vor 20 Jahren ist dagegen nur 65-jährig Karl Ridderbusch verstorben.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Lammkeule". Von Roald Dahl. Es liest Katharina Knap. Gestaltung: Julia Zarbach Wie jeden Tag wartet die liebevolle Ehefrau Mary Maloney sehnsüchtig darauf, dass ihr Gatte Patrick von der Arbeit nach Hause kommt. Sie ist im sechsten Monat schwanger und voller Vorfreude auf ihren gemeinsamen Abend. Was jedoch folgt, trifft die Ahnungslose vollkommen unvorbereitet: Kaum angekommen, teilt ihr Mann ihr mit, dass er sie verlassen wird. Mary Maloney sieht rot. Roald Dahl wurde 1916 in Wales als Sohn norwegischer Eltern geboren. Sein Vater war Schiffsausrüster. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Shell Oil Company in London, die ihn 1936 nach Tanganijka schickte. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs meldete er sich freiwillig als Pilot zur Royal Air Force. Nach einer schweren Verwundung wurde er bis Kriegsende als stellvertretender Luftwaffenattaché an die britische Botschaft in Washington versetzt. Anschließend lebte Dahl abwechselnd in den USA und in England als Drehbuchautor, Publizist und freier Schriftsteller. Er verfasste Romane und Kurzgeschichten, die ein feiner, zumeist schwarzer, Humor auszeichnet. Bekanntheit erlangte er auch für seine zahlreichen Kinderbücher. Roald Dahl starb am 21. November 1990 in der Ortschaft Great Missenden im Buckinghamshire.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Shai Wosner spielt Impromptus und Fantasien. Der in Israel geborene und in den USA lebende Pianist Shai Wosner hat auf seiner neuesten CD Impromptus und Fantasien von Beethoven bis Ives versammelt, und das liegt ihm ungemein gut. Wosner ist ganz stark im Suchen des Wesens der Stücke, im Herausschälen des Charakters. Und ganz besonders liebt er Franz Schubert - seine Interpretation trachtet nicht danach, das Wunder der Schubertschen Musik zu erklären, sondern umgibt es mit einem geheimnisvollen Schleier.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Andrew Tyson, Klavier. Domenico Scarlatti: Drei Sonaten: K 9, K 322 und K 96 * Maurice Ravel: Miroirs * Isaac Albéniz: Ibéria (Heft 1) * Franz Liszt: Rhapsodie espagnole (aufgenommen am 5. Juni in der Musikschule Deutschlandsberg im Rahmen des "23. Klavierfrühlings Deutschlandsberg 2017" in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Gerhard Hafner Von BBC Radio 3 als ?Poet am Klavier? bezeichnet, präsentiert sich der 1985 geborene Amerikaner Andrew Tyson als neue bemerkenswerte Stimme in der Musikwelt. An der Schwelle zur Saison 2015/16 gewann er den 1. Preis beim Concours Géza Anda in Zürich. Zudem sprach ihm die Jury den Mozart-Preis zu. Mit der Interpretation von Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in Begleitung des Tonhalle-Orchesters Zürich erspielte er sich auch den Publikumspreis. Preise gewann er außerdem beim Gina Bachauer-Wettbewerb, beim Arthur Rubinstein-Wettbewerb, beim Leeds-Wettbewerb und beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Seine vielgerühmten Debuts in New York und im Kennedy Center im Jahr 2013 verdankt er der Auszeichnung bei den Young Artists International Auditions 2011. Der Terence Judd-Preis im Rahmen des Leeds-Wettbewerbs wurde ihm durch das Hallé-Orchester und Sir Mark Elder verliehen. Seit Jahren ist Tyson in Klavierabenden und Festivals in Nord- und Mittelamerika sowie in zahlreichen Ländern Europas (u. a. Palais des Beaux-Arts Zürich, Zentrum Paul Klee in Bern, Sintra Festival, Art November in Moskau) zu hören. (Klavierfrühling Deutschlandsberg)


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Urlaub zwischen Erholung und Sicherheit, Abenteuer und aufgeladener politischer Lage. Über den Einfluss der politischen Lage auf Reisebuchungen Die Türkei ist beim Reiseveranstalter TUI nicht mehr unter den Top 5, bei Ruefa nicht mehr unter den Top 10, Kneissl-Touristik hat die Türkei aus dem Angebot genommen. Und die Kreuzfahrtschiffe von AIDA steuern Istanbul seit zwei Jahren nicht mehr an. Eines von vielen Beispielen dafür, wie die Politik und die Sicherheitslage eines Landes den Tourismus verändern. USA-Urlaubern scheint die politische Veränderung nichts auszumachen. Und manche fährt sogar bewusst in politisch ungewöhnliche Länder wie Nordkorea. Bei einer repräsentativen Umfrage der Ruefa gab gut die Hälfte der Teilnehmenden an, bestimmte Länder zu meiden. Die drei meistgenannten Gründe dafür sind Angst vor Terror, eine instabile politische Lage und Flüchtlingsbewegungen. Die Reiseveranstalter versuchen auf die Befürchtungen und Reisemotive einzugehen, obwohl die Reisenden eine heterogene Gruppe sind: Die einen wollen Entspannung im komfortablen All-Inclusive-Hotel, während andere abseits der Touristenpfade einen authentischen Eindruck eines Landes bekommen wollen. Gestaltung: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

"Warte kurz! Ich kann jetzt nicht!" Frauli klebt am Telefon! Rudi kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Er hat am Wochenende seinen Freund Tony Terrier besucht. Es war irre heiß und die beiden wollten Tony's Frauli davon überzeugen, baden zu fahren. Eine Dreiviertelstunde sind sie im Garten auf und ab gelaufen, haben Purzelbäume geschlagen, gebellt, gejault und regelmäßig am Rock des Fraulis gezogen. Aber sie konnten die Dame nicht davon überzeugen ihre Telefonate kurz zu unterbrechen und den beiden zuzuhören. Zornig ist der Radiohund am Abend nachhause gestapft und hat sich bei Ariana, Charline und Katharina über die erwachsenen Zweibeiner beschwert. Katharina: "Meine Mama telefoniert recht lange und sie hört mich fast nie, wenn ich etwas sage." Ariana: "Meine Mama telefoniert eigentlich mit ihrer Mama auch ziemlich oft - weil wir sind beste Freundinnen - und da ärgere ich mich, weil wenn sie mit irgendjemand anderen telefoniert und wir brauchen sie, dann hört sie nicht darauf und wir müssen sie immer antippen und sie sagt: Warte! Gleich! Und dann dauert es wieder eine halbe Stunde und das hat uns schon oft geärgert." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

"Man kann hier nicht schreiben, ohne sich die Hand zu verbrennen". Asli Erdogan und die Türkei. Feature von Eva Roither Im August 2016 wird sie in ihrer Wohnung in Istanbul festgenommen. Der Vorwurf: Die Schriftstellerin und Journalistin sei Mitglied einer illegalen Organisation, sie zerstöre die Einheit und Integrität des Staates. Ein Witz, ein Missverständnis, dachte sie damals. Asli Erdogan ist zu dieser Zeit im Beirat der pro-kurdischen Zeitung Özgür Gündem, für die sie auch regelmäßig Kolumnen verfasst. Zeitgleich werden über 20 weitere MitarbeiterInnen dieser Zeitung verhaftet. Davor hatte die Staatsanwaltschaft die Schließung von Özgür Gündem angeordnet. Asli Erdogan wird über vier Monate lang inhaftiert und im Dezember nach internationalen Protesten unter Auflagen wieder freigelassen. Sie muss in der Türkei bleiben, bei der Gerichtsverhandlung am 22. Juni droht ihr eine hohe Gefängnisstrafe. "In diesem Land gibt es keine politischen Gefangenen. Jeder ist ein Terrorist" - kommentiert Asli Erdogan die Verhaftungswelle seit dem Putschversuch im Juli 2016. Mittlerweile sind mehr als 40.000 Menschen mit Gefängnisstrafen belegt und über 100.000 Beschäftigte u.a. des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs sind entlassen oder suspendiert worden. Über 160 JournalistInnen sind im Gefängnis. In der Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180 untersuchten Ländern. Asli Erdogan, Jahrgang 1967, zählt zu den wichtigsten türkischen Autorinnen der jüngeren Generation. Die Physikerin, die in den 1990ern am Kernforschungsinstitut CERN in Genf gearbeitet hat, hat sich in ihrer literarischen und journalistischen Arbeit sehr entschieden gegen alle Formen der Unterdrückung ausgesprochen. Sie warnte schon früh vor dem wachsenden Autokratismus des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, prangerte die staatlichen Repressionen gegen Kurden an, gehörte mit zu den ersten Intellektuellen, die sich öffentlich bei den Armeniern für das erlittene Unrecht entschuldigten. Immer wieder hat sich Asli Erdogan von türkischen Nationalisten bedroht gefühlt und hat für längere Zeit im Ausland gelebt. "Mein Gefühl der Zugehörigkeit ist nicht sehr groß", sagt sie in einem Interview, "aber ich bin eine türkischsprachige Autorin. Das ist meine einzige Verbindung zur Türkei und gleichzeitig die tiefstmögliche: meine Sprache. In ihr lebe ich." Eva Roither hat Asli Erdogan in Istanbul besucht.


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Falsch, aber richtig Höhepunkte des Konzertes von Martin Spengler seinen foisch´n Wienern, live im Wiener Konzerthaus.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Landesfürst. Ferdinand II. von Tirol. Mit Michael Forcher, Historiker und Publizist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Er liebte rauschende Feste, heiratete heimlich und war ein leidenschaftlicher Sammler: Erzherzog Ferdinand II. aus dem Hause Habsburg wurde am 14. Juni 1529 als Sohn Kaiser Ferdinands I. in Linz geboren und wuchs in der Innsbrucker Hofburg auf. Bereits in jungen Jahren war er Statthalter von Prag. Vor genau 450 Jahren, im Jahr 1567, zog er als Tiroler Landesfürst in Innsbruck ein. Neben seinem tiefen katholischen Glauben und der rigorosen Verfolgung Andersgläubiger war er bekannt für einen ausschweifenden Lebensstil nach italienischem Vorbild. Er ließ neue Hofbauten und Tiergärten anlegen, organisierte große Feste und Jagdausflüge. Für seine erste Frau, die Bürgerstochter Philippine Welser, ließ er das prächtige Renaissanceschloss Ambras errichten. Die Heirat zwischen Ferdinand II. und Philippine Welser war nicht standesgemäß und musste heimlich, ohne die elterliche Zustimmung, stattfinden. Frau und Kinder waren demnach auch von einem Leben in der Innsbrucker Hofburg ausgeschlossen. Die Herrschaft Ferdinands II. war für Tirol eine Zeit des Friedens, aber auch eine Zeit der Isolation: um Tirol vor dem Protestantismus zu schützen, verwies der Fürst nichtkatholische Handwerker und Kaufleute des Landes, der europäische Transitverkehr litt ebenfalls unter der religiös motivierten Abschottungspolitik.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Der Irak ist das Land, in dem sich die Kurden politisch am weitesten etablieren konnten. Dennoch ist die Situation in der Region angespannt. - Gestaltung: Cornelia Krebs Erst vor kurzem kündigte die Regierung in Erbil der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak ein Referendum an: Am 25. September soll die Bevölkerung über die Errichtung eines eigenen Staates abstimmen. Die Hauptstadt Erbil wurde auch vom Krieg weitgehend verschont. Das Wirtschafts- und Handelszentrum Kurdistans hat trotzdem schon bessere Zeiten gesehen. Zwar konnte der Vormarsch des IS gestoppt werden, doch zahlreiche Investoren zogen sich auf Grund der Wirtschaftskrise aus Erbil zurück, dafür nahm die Stadt hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Umland auf. Die Mehrheitsbevölkerung radikalisiert sich immer mehr, während Minderheiten wie Jesiden und Christen um ihr gesellschaftliches Überleben kämpfen.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

We just wanted to go. Von Ulrike Schmitzer 1955 formierte sich erstmals ein Frauenteam und reiste nach Nepal, um bisher unerforschte Gletscher zu erkunden. "We just wanted to go", erklärten die drei Schottinnen und spielten damit ihre Ambitionen herunter. Bescheidene Zurückhaltung und Abschwächung der eigenen Leistung sollte die Geschichte des Frauenalpinismus über Jahrzehnte charakterisieren. Die Bergsteigerin Claude Kogan ging 1959 einen völlig neuen Weg: Sie erhob erstmals den Anspruch auf einen 8.000er, der Cho Oyu wurde allerdings ihr Schicksalsberg. Die Expeditionsleiterin und drei weitere Menschen starben unter einer Lawine. Die Medien gaben ihrem ungebremsten Ehrgeiz die Schuld, ihre zierliche Statur und ihr Beruf als Bademodendesignerin stellten die ganze Expedition im Nachhinein überhaupt in Frage. "Diva am Berg", "Abenteuer einer Hausfrau" oder "Hochgebirgs-Amazonen" waren die Begriffe, mit denen die Leistungen der Frauen generell geschmälert wurden. Erst in den 1970er Jahren begannen die Bergsteigerinnen ihre Pionierleistungen als politischen Akt zu begreifen. Das Motto der ersten amerikanischen Himalaya-Expedition 1978 lautete "A womans place is on top". Die Polin Wanda Rutkiewicz wollte alle Achttausender erobern und nach Reinhold Messner und Jerzy Kukuzka der dritte Mensch sein, dem das gelang. Sie starb 1992 beim Versuch ihren großen Traum zu verwirklichen - von einem neuen Rekord hatte Rutkiewicz aber nie gesprochen. Heute beträgt der Anteil von Frauen beim Höhenbergsteigen noch immer nur rund 15 Prozent.


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Dennis Russell Davies; Matt Haimovitz, Violoncello; Günther Gradischnig, Klarinette; Leonhard Schmidinger, Timpani. Werner Steinmetz: Patience für Klarinette, Timpani und Orchester (Uraufführung) * Isang Yun: Konzert für Violoncello und Orchester (1976) * Philip Glass: Symphonie Nr. 11 (Österreichische Erstaufführung) (aufgenommen am 12. Juni im Brucknerhaus Linz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer Die Verdienste von Dennis Russell Davies um das kompositorische Schaffen von Philip Glass sind bekannt und werden anlässlich Glass? 80. Geburtstag um die österreichische Erstaufführung seiner neuesten Symphonie erweitert. Aus dem umfangreichen Schaffen von Isang Yun, der 2017 seinen 100. Geburtstag feiern würde, steht das Cellokonzert auf dem Programm: ?Da ich selbst in meiner Jugend Violoncello gespielt habe, lag es für mich nahe, dem Soloinstrument autobiografische Züge zu verleihen. Mein Denken, meine Erlebnisse und meine Gefühle schwingen in diesem Solopart mit?, schrieb der gebürtige Koreaner. Den besonders anspruchsvollen Part übernimmt der virtuose Cellist Matt Haimovitz. (Brucknerhaus Linz)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Was bringen Revolutionen? Zur Anatomie gewaltsamer Umstürze - Ein Resümee (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Die Erweiterung der Genfer Flüchtlingskonvention. Das Abkommen für Schutzbedürftige aus aller Welt (2). Gestaltung: Ute Maurnböck-Mosser Monterey Pop. Soundtrack für eine Generation (2). Gestaltung: Sabine Nikolay


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Porträt. Richard Dünser. Komponist, Arrangeur, Lehrer. Gestaltung: Irene Suchy Die Grazer Kunst- und Musik Universität, kurz KUG, ist ein internationaler Anziehungspunkt für Studierende der Komposition. Dazu trägt auch Richard Dünser bei: Er ist Lehrer für Musiktheorie und Komposition an der KUG. Dünser ist Komponist mit politischen Anliegen und Themen, seine "Radek-Sinfonie" nach der Oper "Radek" rund um den sowjetischen Journalisten und Politiker Karl Radek, ist gerade auf VMS erschienen. Ein Teil seiner Werke sind Bearbeitungen der Musik von Brahms, Mahler, Zemlinsky, Berg, Debussy und anderen. Ist Arrangement die Suche nach einer Zeitgemäßheit in Instrumentation und Klang? Und in welchem Verhältnis steht Komponieren und Unterrichten heute zu den Traditionen der großen Vorgänger? Ein Zeit-Ton Porträt mit neuen CD-Publikationen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten