Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Advent am Jordan". Der katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes erzählt über Bibelstätten in Jordanien, die er selbst, als begeisteter Reiseleiter, besucht hat. - Gestaltung: Alexandra Mantler Über Jordanien, das "Land von Wasser und Wüste", spricht der römisch-katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes in seinen "Gedanken für den Tag". Denn oft schon ist er selbst am und im Jordan gestanden. Auch Jordanien - das Land, das diesem Fluss seinen Namen verdankt - hat der begeisterte Reiseleiter immer wieder besucht. Auf den Spuren der Bibel: meist mit Gruppen aus Österreich und Deutschland. Unterwegs, um "Heiliges Land" zu entdecken. Wie etwa die Taufstelle Jesu auf jordanischer Uferseite. Dieser Platz und die herodianische Festung Machärus erinnern an Johannes den Täufer, diese adventlich-prophetische Gestalt. Ganz in der Nähe liegt der Ort Madaba, berühmt wegen seines Bodenmosaiks von Palästina. Weiter nördlich erstrecken sich Gerasa, das "Pompeji des Nahen Ostens" und Gadara; beide zählen zur Dekapolis, zum Zehn-Städte-Bund aus hellenistisch-römischer Zeit. Und dann, weit im Süden: Petra, einst die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer und heute eine der großartigsten Ruinenstätten der Antike. Ihre monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem rötlichen Sandstein gehauen sind: Still verweisen sie auf den letzten Advent ...


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Nadja Kayali


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Chemikerin Nicole Halanek beschreibt die Ersteinrichtung eines Süßwasseraquariums. Teil 2: Der Bodengrund Gestaltung: Renate Pliem Ein Süßwasseraquarium ist ein Ökosystem für sich. Die Fische oder Garnelen, die darin untergebracht sind, haben nur diesen einen Lebensraum. Ihn gilt es "wohnlich" einzurichten und zu pflegen. Die Chemikerin Nicole Halanek gibt praktische Tipps, wie die Ersteinrichtung eines Aquariums gelingt. Zur Basistechnik gehören Filter, Beleuchtung und Heizung. Der Bodengrund, Wurzeln und Pflanzen sind unabdingbare Elemente eines Aquariums. Auch die Qualität des Wassers ist essenziell. In der "Einfahrphase" wird das gefüllte Aquarium - noch ohne Tiere - zwei bis drei Wochen eingestellt. Behutsam werden dann die Fische eingesetzt. Wichtig ist, sich schon beim Kauf über die spätere Größe, die Schwimmfreudigkeit und die Biologie der Tiere zu informieren. Auch sollte berücksichtigt werden, ob die Arten Einzelgänger sind, im Schwarm leben oder einen Partner brauchen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - David gegen Goliath

Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (2). Gestaltung: Johannes Gelich Wer kennt sie nicht, die alttestamentarische Geschichte vom jungen israelitischen Hirten David, der den schier unbezwingbaren Riesen Goliath im Kampf bezwingt. Der Mythos vom kleinen, schwachen, unbeirrbaren Kämpfer, der einen scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie zwingt, hat in vielerlei Gestalt Eingang in die abendländische Kultur gefunden und bis heute in der populären Kultur überlebt: ob Charlie Chaplin, Inspektor Columbo oder Asterix und Obelix - all diese Geschichten leben von den kleinen Außenseitern, die sich mit den Mächtigen dieser Welt anlegen. Auf das Narrativ vom siegreichen David wird von Umweltaktivisten, die vom wackligen Schlauchboot aus gegen Riesentanker ins Feld ziehen, genauso zurückgegriffen wie von Rechtspopulisten wie Trump oder Orban. Doch unabhängig von der politischen und ökonomischen Verwertbarkeit des dramaturgischen David-gegen-Goliath-Schemas, liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass sich immer wieder Einzelkämpfer aufschwingen, um gegen einen übermächtigen Gegner und ein dahinterstehendes System aufzubegehren. Ein österreichischer David ist Max Schrems, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen der mächtigsten Internetriesen weltweit zu bekämpfen: das datenverschlingende Monster Facebook. Der Jurist und Datenschutzaktivist klagte quasi im Alleingang den multinationalen Konzern Facebook wegen Verletzung des Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Daten an den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Auch der peruanische Bauer Saúl Lliuya hat den Kampf gegen einen Goliath aufgenommen, in diesem Fall gegen den deutschen Energieriesen RWE. Saúl Lliuya lebt mit seiner Familie unterhalb eines Gletschers, der aufgrund der Klimaerwärmung schmilzt und jederzeit eine lebensbedrohliche Überschwemmung verursachen könnte. Der Bauer fordert von dem größten CO2-Emittenten Europas eine finanzielle Entschädigung für die Mitverantwortung am Klimawandel. Eine Anwältin und ein Verein unterstützen den Bauern bei dem geradezu größenwahnsinnig anmutenden Gefecht gegen den Goliath RWE. Nachdem die Klage in erster Instanz abgewiesen wurde, geht der Kampf nun in die zweite Runde. Auch gegen den deutschen Chemieriesen BASF hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten formiert, um den Chemiekonzern an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern: Während das Platin in den 3-Weg-Katalysatoren unserer neuesten Automodelle für saubere Umwelt sorgt, sterben die schwarzen Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana an TBC oder Staublungen, wenn sie nicht in Arbeitskämpfen von der Polizei erschossen werden. Der menschliche Drang, als David in das Rad der Geschichte greifen zu wollen, ist auch in Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit ungebrochen. Dieser Mythos ist nicht unterzukriegen - davon können die Goliaths von heute ein Lied singen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Dazwischen: Ich

Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (2). Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn ein Elternteil die Familie Knall auf Fall verlässt, wenn der Körper auf Idealmaße gehungert werden soll, wenn die echte Welt so grausam ist, dass man sich lieber in eine unechte flüchtet, wenn die Familie gezwungen ist, die Heimat zu verlassen. Autor/innen von Kinder- und Jugendbüchern erzählen Geschichten von jungen Menschen und ihren Träumen und Nöten. Ihre Erfahrungen spiegeln die Gegebenheiten unserer Gesellschaft wieder. Patchwork, Computersucht, Umweltzerstörung oder Migration in einer globalisierten Welt sind Themen, mit denen Kinder und Teenager heute konfrontiert sind. Die Verlage reagieren darauf: unter anderem mit einer Flut an pädagogisierenden Büchern, die aufgrund ihrer aktuellen Problematik guten Absatz versprechen. Und doch gibt es Schriftsteller/innen, die sich den Sujets auf hohem Niveau nähern: wortgewaltig, witzig, zart oder ironisch. Die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Ute Krause erzählt zu umwerfend komischen Bildern wie aus einer Trennungsfamilie gelungenes Patchwork werden kann, Julya Rabinowichs Protagonistin zeichnet in Tagebuchform den schwierigen Neuanfang nach der Flucht in ein fremdes Land nach; Tamara Bach schildert auf eindringliche Weise einen Spätsommertag im Leben einer Vierzehnjährigen. Das Radiokolleg stellt aktuelle Werke und ihre Verfasser/innen vor.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wie das Bühnenhandwerk lernen?

Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (2). Gestaltung: Hans Groiss 1817 gründete die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Singschule für je zwölf Knaben und zwölf Mädchen. Nach Pariser Vorbild sollte ein Konservatorium unter der Leitung von Antonio Salieri entstehen. Es folgten Instrumentalklassen für Violine und Klavier, sowie Schauspielunterricht. Vorerst im Wiener Musikverein am Karlsplatz angesiedelt, übersiedelte die k.u.k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien - nach Verstaatlichung - 1913 in die Lothringerstraße. Nach den beiden Weltkriegen, Naziterror, dem Wirtschaftswunder und der Entwicklung der Musikmarke Österreich zog sie als Musikuniversität Ende der 1990er Jahre bis zu Beginn des neuen Jahrtausends in das ehemalige Gebäude der Veterinärmedizin. Neben dem Hauptgebäude gibt es zehn weitere Standorte. An der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wird gegenwärtig Kunst, Theater und Film in 115 Studienrichtungen unterrichtet. 24 Institute - neben Musik und Schauspiel, auch für Wissenschaft, Forschung und Pädagogik - bieten mehr als 3.000 Studierenden aus mehr als 70 Ländern eine Ausbildungsstätte. Max Reinhardt Seminar oder Filmakademie zählen zu den bekannteren, aber es gibt auch Institute für Musiktherapie, Musiksoziologie, elementare Musikpädagogik oder Popularmusik. Computermusik, Tonmeisterei, Akustik, Komponieren und Dirigieren werden ebenso künstlerisch vermittelt, wie Kulturmanagement oder Gender Studies. Für Lehrende und Studierende stellt sich immer wieder die Frage neu, ob Kunstausbildung auch Berufsausbildung ist. Wie kann Kunst im 21. Jahrhundert vermittelt werden? Welchen Stellenwert haben globale kulturelle Entwicklungen für eine Musikuni in Wien, die heuer 200 Jahre alt wird? Solche Fragen stellen Studierende der mdw zum Beispiel an Rektorin Ulrike Sych, aber auch andere Entscheidungsträger/innen und Involvierte, sowie Alumni. Gemeinsam mit Hans Groiss analysieren sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Damenhafte Noblesse: Lisa Della Casa in Opern von Wolfgang Amadeus Mozart. Ausschnitte aus "Idomeneo", "Don Giovanni", "Le Nozze di Figaro", "Cosi fan tutte" und "Die Zauberflöte". Gestaltung: Michael Blees Einst hat man sie als die "Schönste Frau der Opernbühne" beschrieben - die vor fünf Jahren hochbetagt verstorbene Schweizer Sopranistin Lisa Della Casa. Mit ihren exemplarischen Gestaltungen der Arabella, der Marschallin und der Ariadne auf Naxos hat sie prägende, bis heute gültige Operngeschichte geschrieben, doch im großen Repertoire der Künstlerin von Händel bis zur Moderne, haben die Werke von Richard Strauss nur eine - zweifellos sehr zentrale - Säule dargestellt. Der andere wichtige Bereich ihres Wirkens galt den großen lyrischen Frauengestalten bei Wolfgang Amadeus Mozart; insbesondere als Donna Elvira in "Don Giovanni" und als Contessa in "Le nozze di Figaro" hat Lisa Della Casa in aller Welt Triumphe gefeiert. Unter bedeutenden Dirigenten wie Josef Krips, Erich Kleiber, Dimitri Mitropoulos, George Szell, Karl Böhm und Erich Leinsdorf sind die damenhaft eleganten Mozart-Gestaltungen der Della Casa in Studio-Aufnahmen und Live-Mitschnitten dokumentiert.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Der Junge, der zum Fahrrad wurde" von Jane Gardam. Aus dem Englischen übersetzt von Isabel Bogdan. Es liest Michou Friesz. Gestaltung: Gudrun Hamböck. "Nancy liebte Clancy, und Clancy liebte Nancy, aber Clancy liebte Nancy mehr". Mit diesem Satz ist die Geschichte um zwei gleichaltrige aber ungleiche Nachbarskinder eröffnet und ihr Schicksal auch schon besiegelt. Während sich die dralle Nancy nämlich mit lebenslustiger Einfalt den sie umlagernden jungen Proletariern widmet, verfällt hinter der Nachbarstür der schmächtige Clancy mehr und mehr dem Profi-Radsport? Jane Gardam, geboren 1928 in North Yorkshire, und in Großbritannien seit langem eine etablierte Autorin, wurde erst in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum entdeckt - vor allem durch ihre Roman-Trilogie um "Old Filth", einen stotternden Kronanwalt und Richter im Hongkong des British Empire. Neben Romanen und Kinderbüchern schreibt die zweifache Whitbread/Costa-Preisträgerin auch Kurzgeschichten, neun Sammlungen sind bisher veröffentlich worden.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Helmut Jasbar.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Frauen komponieren, Frauen dirigieren. Gestaltung: Irene Suchy IM BBC Mittagskonzert aus dem Royal College of Music vom 7. März 2017 fand in Anwesenheit der Ururenkelin Fannys die Uraufführung der erst 1970 wiederentdeckten "Ostervon Fanny Hensel statt, ein Meisterwerk, Jahrzehnte-lang dem Bruder Felix Mendelssohn zugeschrieben. Eine kompositorische Antwort gab das Gitarre-Violin-Duo Snowden Sir (Yeon Sir and Laura Snowden). Auf dem Programm stand auch die Toccata von Sofia Gubaidulina. Sie ist 1937 geboren und war 1967 die Assistentin von Bernstein, nachdem sie einen Wettbewerb gewonnen hatte: Sylvia Caduff, Grande Dame der Schweizer Musikszene, dirigiert Franck Martin "Psyché et Èros" und Strawinskys "Chant du Rossignol.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Wo ist der Koch? Über den großen Mangel an ausgebildeten Köchen. Hotels, Gasthäuser und Restaurants suchen händeringend Köche, wie auch in vielen Medien zu vernehmen ist. Vor allem im Westen Österreichs gibt es viel zu wenig Küchenpersonal, in den Tourismusbundesländern Tirol und Salzburg ist die Situation besonders gravierend. Die Konsequenzen: Unterbesetzung und Stress in den Küchen, verkürzte Küchen-Öffnungszeiten oder gar geschlossene Betriebe. Die Branche beklagt das geringe Interesse der Jugendlichen am Lehrberuf Koch. Johanna Steiner hat mit Wirten und Köchen gesprochen und sich unter Tiroler Nachwuchsköchen umgehört. Nach der Sendung sind Hörerinnen und Hörer zu Ihren Erfahrungen und Meinungen gefragt unter 0800 22 69 79. Gestaltung: Johanna Steiner


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Wie feiert man in Island? Rudi, der Weihnachtsforscher, Folge 3. Nur einmal im Jahr Weihnachten feiern, findet Rudi viel zu wenig und feiert in seiner Weihnachtsserie gleich mehrmals und weltweit. Unser Radiohund hat sich zum Weihnachtsforscher erklärt und steckt heute seine (neu)gierige Schnauze in die Traditionen von Kindern, Damen, Herren und Welpen aus Island. Die Schwestern Sigrun und Alfdis erzählen Rudi von 13 (!) Weihnachtsmännern - und die sind nicht nett! Sigrun: "Also in Island gibt's nicht einen Weihnachtsmann sondern 13 oder man weiß nicht ganz, wie viele es gibt. Angeblich gibt es 13 Weihnachtsmänner und sie sind nicht nett, so wie der richtige Weihnachtsmann, sondern die haben so bestimmte Namen für ihre Streiche: Kerzenstehler oder Fenstergucker oder Türzuschlager oder irgendwas." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Tonspuren

Brillen verändern den Ausblick gekonnt - Einsichten des Musikers und Autors Markus Binder. Feature von Philip Scheiner Die "neue Volksmusik" prägt Markus Binder als Schlagzeuger, Sänger und Maultrommelspieler der oberösterreichischen Zwei-Mann-Band Attwenger seit Beginn der 1990er-Jahre. Konzise Sprache und meist schnelle Rhythmen prägen die Musik des Duos, das Binder mit Hans-Peter Falkner bildet. Das Energieniveau jener Lieder hat Binder in seine literarischen Texte übernommen. Sind die Songs in oberösterreichischer Mundart gehalten, also von unvermittelt emotionaler Prägnanz, begibt der Autor von Prosatexten sich auf die spiegelglatte Ebene des Hochdeutschen. Dabei dringt er in unterschiedlich temperierte Schichten des Alltäglichen vor und bringt kühle, kostbare Proben des Menschlichen und Zwischenmenschlichen zutage. Die Tonspuren porträtieren den originellen Sprachkünstler mit Wort und Musik. Redaktion: Alfred Koch


16.45 Uhr

 

 

Heimspiel

Die Woche im RadioKulturhaus


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Tuberkulose. Mit Elisabeth Dietrich-Daum, vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Innsbruck und Autorin des Buchs "Die 'Wiener Krankheit'. Eine Sozialgeschichte der Tuberkulose in Österreich". Gestaltung: Daphne Hruby Schon der Homo erectus, ein sogenannter Frühmensch, hatte vor 500.000 Jahren mit dieser Krankheit zu kämpfen, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Ein internationales Forscherteam entdeckte im Jahr 2004 an einem aus dieser Zeit stammenden Schädel Spuren einer Hirnhauentzündung, die vermutlich durch Tuberkulose ausgelöst wurde. Diese tückische Infektionskrankheit hat aber viele Gesichter. Vor allem befällt Tuberkulose die Lunge. Hier löst sie im Endstadium den bekannten Bluthusten aus, der auch in zahlreichen künstlerischen Werken Einzug gefunden hat. In Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" geht etwa die Protagonistin Mimì elendig daran zugrunde. In der Realität hat die Seuche noch viele Opfer mehr gefordert. Auch der Schriftsteller Franz Kafka starb 1924 an den Folgen einer Tuberkulose. Vor allem in Ballungsgebieten, wo schlechte hygienische Bedingungen vorherrschten, breitete sie sich rasant aus. Hippokrates bezeichnete sie als Schwindsucht, weil Tuberkulose die Menschen völlig ausmergeln lässt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts brach in Europa die größte Tuberkulose-Epidemie der Geschichte aus. Die damaligen Gelehrten führten das auf ein Ungleichgewicht der Köpersäfte aber auch auf den angeblichen sittlichen Verfall der Gesellschaft zurück. Im 19. Jahrhundert versuchte man die Patienten und Patientinnen wiederum mittels sogenannter Luftkuren zu heilen. Damals litten aber vor allem arme Menschen an Tuberkulose und für diese war die kostspielige Therapie natürlich unerschwinglich. Allerdings erwies sich die Luftkur ohnehin als wirkungslos. Erst 1943 konnte mit der Entwicklung des Antibiotikums Streptomycin ein wirksames Heilmittel gefunden werden. Trotzdem sterben laut der Weltgesundheitsorganisation bis heute jährlich mehr als eine Million Menschen an Tuberkulose. Auch in Österreich ist diese Krankheit längst nicht ausgerottet. Im Jahr 2016 haben sich hierzulande 644 Menschen damit infiziert.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Nach der Kontrolle kommt die Bewertung: China durchleuchtet die eigenen Bürger, um sie dann bestrafen oder belohnen zu können. Gestaltung: Axel Dorloff, ARD In China soll bis 2020 soll ein "Sozialkreditsystem" aufgebaut werden, das Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten und soziales Verhalten bewertet. Vorläufer dazu gibt es bereits in einigen Regionen. Wer brav Punkte sammelt, wird belohnt; wer zu wenige hat, darf zum Beispiel kein Flugticket mehr kaufen. Kritiker warnen vor dem totalen Überwachungswahn und sehen China auf dem Weg in die IT-Diktatur.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Zum Comeback der Musiktherapie Von Anna Masoner Parkinson, Depression, Autismus oder Palliativpflege: Immer öfter setzen Mediziner/innen auf die heilsame Kraft von Klängen, stammen sie von Trommeln, einer Verdi-Oper oder eigens dafür produzierten Frequenzen. Dass Töne eine positive Wirkung auf Menschen haben, ist wenig überraschend. Die euphorisierende Wirkung seiner/ihrer Lieblingsmusik hat jeder/jede schon einmal erfahren. Und Berichte über die schmerzlindernde und bewusstseinsverändernde Kraft von Klängen existieren in allen Kulturkreisen. - Lange stand die Musiktherapie im Krankenhaus allerdings unter Esoterikverdacht. Denn es war unklar, wie Musik konkret auf Körper und Psyche wirkt. Jüngere groß angelegte Studien liefern nun erste Resultate. Bekommt die garantiert nebenwirkungsfreie Musiktherapie bald einen fixen Platz in jedem Krankenhaus?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Grazer Philharmonisches Orchester; Dirigentin: Oksana Lyniv; Valeriy Sokolov, Violine. Franz Liszt: "Mazeppa", Symphonische Dichtung * Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112 * Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 (aufgenommen am 23. September in der Oper Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Bei ihrem Antrittskonzert als Chefdirigentin des Grazer Philharmonischen Orchesters verweist Oksana Lyniv mit dem ersten Programmpunkt inhaltlich auf ihre Heimat, denn Franz Liszts symphonische Dichtung "Mazeppa" beschreibt in programmatischer Weise, wie der ukrainische Nationalheld Iwan Mazeppa auf den Rücken eines Pferdes gebunden wird, wie er in wildem Galopp in die Ukraine getragen wird, wie ihn die Kosaken auffinden und zu ihrem Hauptmann machen. Béla Bartóks Violinkonzert Nr. 2 wurde von dem ungarischen Geiger Zoltán Székely angeregt und 1939 durch ihn auch uraufgeführt. Charakteristisch an diesem Werk der späten Schaffensphase Bartóks ist seine Orientierung am klassischen Sonatenschema, ist die Rückkehr zur Volksmusik und zu tonalen Grundsätzen, ist die Prägung durch ein romantisches Ausdrucksbewusstsein. Als Solist ist der exzellente ukrainische Geiger Valeriy Sokolov zu erleben, dem 2006 ein Film unter dem Titel "Der Geiger der Seele" gewidmet war. Robert Schumanns Symphonie Nr. 2 entstand zu jener Zeit, als der Komponist physischem und psychischem Leid ausgesetzt war und dieses durch den kreativen Prozess überwunden hat. So meinte denn auch Alfred Dörffel in der "Neuen Zeitschrift für Musik": "Der Componist hat in diesem Werke einen neuen Höhepunkt seines Schaffens erreicht". (Oper Graz)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

David gegen Goliath. Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (2). Gestaltung: Johannes Gelich Dazwischen: Ich. Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (2). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie das Bühnenhandwerk lernen? Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (2). Gestaltung: Hans Groiss


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Neuer Sinn in neuen Klängen: "Zeitton"-CD von Lukas Haselböck. Gestaltung: Gustav Danzinger Wissenschaftler, Lehrender, Sänger, Komponist. All das ist der Wiener Musiker Lukas Haselböck und so hat er auch einen besonderen Sinn für die Rezeption von Musik: "Sinn und Sinnlichkeit lassen sich nicht voneinander trennen. Die Sinnlichkeit des Klangs als Klang ermöglicht es uns, hinter Sinnhorizonte zu blicken. Dort stiftet die Wahrhaftigkeit klangsinnlicher Erfahrungen neuen Sinn. Bewusst oder unbewusst beschäftigt mich all dies, wenn ich Vokalmusik komponiere. Die auf dieser CD zusammengestellten Vokalstücke sind höchst unterschiedlich. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten: Eine besteht in Kriterien der Textauswahl. Hier ist mir vor allem eines wichtig: Ein Text soll etwas in meinem Inneren zum Klingen bringen. Im Idealfall ist er für mich - wie auch der Klang, den ich mit diesem Text assoziiere - in seinem Sosein atmosphärisch wahrhaft und stimmig. Damit verbinde ich die Hoffnung, dass auch in der Hörerin oder im Hörer eine Saite in Schwingung versetzt wird - vielleicht ist es zufällig die gleiche, vielleicht eine andere. Diesen Prozess der Kommunikation hoffe ich durch Musik zu ermöglichen". Die neue CD enthält Lukas Haselböcks Vertonungen von Texten von Andrea Heuser, H.C. Artmann, Nelly Sachs und Paul Celan sowie von Theodor W. Adorno.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten