Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

Hören
 

05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine schwarze Herrenhandtasche. Darin ein dünner, blumengemusterter Schal, eine Taschenlampe und eine eigroße schwarze Waage. Eine Geschichte von Clemens Setz.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Otto Brusatti. Von Geheimnissen, Balladen, schlimme Geschichten und so fort eben. Die Musik - besonders diejenige ohne Text - lässt ungemein viel zu. Und der manchmal schlimmen Phantasie der Menschen ist mit ihr sowieso kaum Grenzen zu setzen.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Veterinärmediziner Hans Frey über die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee. Teil 3: Gefährliche Fehlprägung Gestaltung: Jakob Fessler Seit über 40 Jahren betreut der Eulen- und Greifvogelexperte Hans Frey verletzte Wildtiere in der niederösterreichischen Gemeinde Haringsee. In mehr als 70 Volieren und Gehegen finden verletzte Vögel, Jungtiere und "Dauerpatienten" die notwendige Behandlung und Verpflegung. Flugunfähige Tiere, die nicht mehr freigelassen werden können, dienen als Ammeneltern für die Aufzucht von Jungtieren. Dadurch werden Fehlprägungen vermieden, die sonst durch eine Handaufzucht entstehen würden. Die Berührung vermeintlich verletzter oder verwaister Wildtiere sollte von Laien unbedingt vermieden werden, da der direkte Kontakt Stress auslöst und dem Tier dauerhaften Schaden zufügen kann. Auch die Station Haringsee hält den Kontakt der Pfleger/innen zu den Tieren möglichst gering und achtet auch den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus der verschiedenen Vogelarten.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Seele schmerzt

Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Keiner ist davor gefeit, jeden kann es betreffen: Ein unerwartetes, schockartiges Ereignis hinterlässt seine Spuren. Ob als Zeuge eines Verkehrsunfalls oder als Opfer von Gewalttaten: Das erlebte Trauma nimmt Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Doch nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt, erkrankt daran. Die Verarbeitungsmechanismen sind individuell sehr unterschiedlich. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen hilft, sich vom traumatischen Erleben zu distanzieren. Entscheidend ist auch, ob ein Trauma einmalig erlebt wird oder wiederholt zugefügt wird. Auch der Kontext und die Ursachen beeinflussen den Umgang damit. Opfer von Naturkatastrophen verkraften in der Regel diese belastende Erfahrung. Menschen, denen willentlich Gewalt durch einen anderen Menschen zugefügt wurde, erkranken öfters an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Oft treten körperliche und psychische Folgereaktionen erst Jahre nach dem Übergriff auf. Denn die menschliche Psyche ist darauf eingerichtet, möglichst rasch die basalen Funktionen wiederherzustellen. Diese Überlebensstrategie überwindet aber nicht das traumatische Erlebnis. Gleich einem Fremdkörper wird es im Gedächtnis isoliert und abgekapselt. Ein Satz, ein Wort, ein Bild, ein Geruch, ein Ton können spontan das traumatische Erlebnis reaktivieren. Der Betroffene wird unkontrolliert von seinen Ängsten überschwemmt. Um das zu verhindern, meiden traumatisierte Menschen jede Form der Erinnerung an das Ereignis. Viele Psychotherapeut/innen unterstützen sie darin. Denn das traumatische Erlebnis lässt sich nicht wiedergutmachen. Entscheidend ist aber, wie Menschen lernen, damit umzugehen. Traumatisierte Menschen brauchen Unterstützung. Forscher/innen widmen sich weltweit diesem Thema. Und unterschiedliche therapeutische Ansätze unterstützen die Betroffenen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (3). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Y wie Yen ¥ ist das internationale Symbol für die japanische Währungseinheit Yen, der 1871 eingeführt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des [http://oe1.orf.at/artikel/412442|Bretton Wood Abkommens] 1973 war der Yen an den US-Dollar gebunden. Seither wird er vom [http://oe1.orf.at/artikel/439323|Währungsmarkt] frei bestimmt. Der wirtschaftliche Aufschwung Japans uns der Sprung zur Wirtschafts- und Finanzmacht in den 80er Jahren halfen dem Yen, eine weltweit ernst zu nehmende Währung zu werden. 1990 stürzte das Land in eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen. Für mehr als zwei Dekaden kämpfte Japan gegen Stagnation, [http://oe1.orf.at/artikel/461962|Deflation] und steigende [http://oe1.orf.at/artikel/641591|Staatsschulden] und war damit lange vor den USA und Europa das Versuchslabor für geldpolitische Langzeitexperimente, wie niedrige [http://oe1.orf.at/artikel/419122|Leitzinsen], Nullzinspolitik und [http://oe1.orf.at/artikel/423609|Quantitative Easing]. Die [http://oe1.orf.at/artikel/410296|EZB], die Europäische Zentralbank folgt dieser Strategie seit 2015 und kauft [http://oe1.orf.at/artikel/433296|Staatsanleihen] und [http://oe1.orf.at/artikel/641601|Unternehmensanleihen] in großen Mengen. Ein Bericht über das Land der aufsteigenden Sonne, erzählt anhand des steigenden und fallenden Yen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Tango Argentino

Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (3). Gestaltung: Verena Gruber Mit dem Begriff Tango Argentino verbinden die meisten Menschen in Europa einen Tanzstil. Der ist allerdings oft mit einem Klischee verbunden: Dem Tango Argentino haftet das Melancholische, das Anrüchige und das Morbide an, hartnäckig kursiert der Mythos von Sinnlichkeit und Leidenschaft. Doch Tango Argentino ist viel mehr. Neben dem Tanz ist er eine komplexe Musikrichtung, die in Europa mittlerweile - abgekoppelt vom Herkunftsland Argentinien und Uruguay - eigenständige Wurzeln geschlagen hat. Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Metropolen Buenos Aires und Montevideo war der Tango Argentino in seinen Anfängen eine Subkultur, die Tanz, Dichtung, Musik und Gesang vereinte und in der sozialen Unterschicht und dem Bordellmilieu angesiedelt war. Der Tango Argentino gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, wurde in Paris euphorisch aufgenommen und trat daraufhin seinen Siegeszug um die Welt an, bis er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Vergessenheit geriet. Erst vor etwa 50 Jahren kam es in Europa wieder zu einer Annäherung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der "Erneuerer des Tango", der Komponist und Bandoneonspieler Astor Piazzolla (1921 - 1992), der als Begründer des sogenannten Tango nuevo gilt. Mit ihm begann sich der argentinische Tango neuen Musikgattungen zu öffnen, unter anderem dem Jazz, der Neuen Musik und der Weltmusik. Heute bietet er ein weites Feld für Grenzüberschreitungen und Experimente. Die Einordnung von Tango-Musik fällt bis heute schwer. Bei der aktuellen Vermarktung schwankt die Etikettierung zwischen Tanzmusik, Weltmusik, Crossover oder Experimentelles. Nichtsdestotrotz: Der Tango Argentino übt ungebrochen Faszination aus. Verena Gruber geht in ihrer Radiokolleg-Reihe der Frage nach, wie die Musik des Tango Argentino nach Europa gekommen ist, wie sie in Europa rezipiert wird, in welche Musikgattungen sie Eingang gefunden hat, was zeitgenössische Musiker/innen über sie denken, wie sie sie interpretieren und was so viele Menschen bis heute am Tango Argentino begeistert. Darüber hinaus beschäftigt sich die Sendung auch mit der engen Verbindung von Tanz und Musik und stellt das das Tango-Instrument Bandoneon vor.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Nadja Kayali Arnold Schönberg: Streichquartett Nr. 2 fis-Moll op. 10 (Asasello-Quartett) Arnold Schönberg ist durch eine schwere persönliche Krise gegangen, als er sein zweites Streichquartett verfasste. In diesem Werk sprengte er Form und harmonische Struktur durch Einbeziehen einer Sopranstimme und aufgelöster Tonalität. Die Texte, die im 3. und 4. Satz vertont wurden, stammen von Stefan George und der darin zu findende Satz: "Ich löse mich in Tönen" kann als Motto der visionären Musik verstanden werden.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Elias und der Mann mit den großen Hörnern" Von Gary Victor. Aus dem Französischen von Peter Trier. Gestaltung: Friederike Raderer In einem Traum erhält Paul von Elias, einem Nachbarskind, einen Zettel mit 6 Zahlen. Er setzt sie im Lotto und gewinnt. Wenig später kommt Elias und überbringt Paul die Forderungen seines Freundes mit den großen Hörnern. Eine Satire aus Haiti.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Daniela Knaller. Leos Janaceks Streichquartette. Das Spätwerk des tschechischen Komponisten Leos Janácek ist geprägt vom Thema Liebe. 1917 lernte er die 37 Jahre jüngere Kamila Stösslová kennen. Alle Musik, die er von da an schrieb, schrieb er für sie: die ferne Geliebte motivierte ihn, sie trieb ihn an. Auf seiner neuen CD spielt das Acies Quartett aus Kärnten, ausgezeichnet von Ö1 als "Künstler des Jahres 2007", Janaceks Streichquartette Nr. 1 und 2 mit furioser Brillanz und gewohnt unvergleichlicher emotionaler Tiefe.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Oslo Philharmonic Orchestra, Dirigent: Vasily Petrenko; Lise Davidson, Sopran. Richard Strauss: a) Tod und Verklärung op. 24; b) Vier letzte Lieder * Joseph Haydn: Symphonie fis-Moll Hob. I/45, "Abschiedssymphonie" (aufgenommen am 15. März im Oslo Konserthus). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

mit "Koffergeschichten" Löcher im Beichtstuhl, Bohrmehl am Boden. Wenn der Holzwurm leise tickt Vom Kampf gegen unerwünschte Holzbewohner Erzabt Korbinius Birnbacher vom Stift St. Peter in der Stadt Salzburg schlägt Alarm. Aus Kirchenbänken und Beichtstühlen rieselt Staub. Verräterische Löcher im Holz lassen keinen Zweifel zu - der Holzwurm hat zugeschlagen. Wer genau hinhört, vernimmt sogar ein Ticken oder leises Klopfen. Auch in den barocken Bilderrahmen in der Kirchenkuppel haben sich die gefräßigen Larven eingenistet. Was im Volksmund als "Holzwurm" bezeichnet wird, sind die Larven des Gemeinen Nagekäfers, des Hausbocks oder des Splintholzkäfers. Die hungrigen Parasiten fressen sich durch verbautes Holz, verpuppen sich, werden zu Käfern die Eier legen aus denen wieder Holz fressende Larven schlüpfen. Sie verschonen weder Fußböden noch Dachbalken und machen auch vor alten Musikinstrumenten nicht Halt. Holzrestauratoren und Kammerjäger gehen gegen die Parasiten vor. Sie schöpfen aus einem großen Arsenal an biologischen und chemischen Waffen. Sie setzen Gase ein, Salze und Lacke, sie spüren die nachtaktiven Käfer mit Lichtfallen auf, sie machen sie mit heißer Luft unschädlich. Gestaltung: Ernst Weber Wort der Woche: Johanna Steiner Koffergeschichten: Peter Simonischek liest Georg Stefan Troller


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Stottern, Schwitzen und ein Hirn wie ein Nudelsieb. Rudi ist verliebt. Rudi ist verwirrt. Trixi Terrier hat eine neue Freundin namens Wilma Windhund. Immer, wenn der Radiohund auf Wilma trifft, verschlägt es ihm die Sprache. Er beginnt zu stottern und ihm wird ganz heiß. Rudi findet das alles sehr beängstigend und besucht die Psychologin und Psychotherapeutin Gerti Senger. Vielleicht kann sie erklären, was mit ihm los ist? Gerti Senger: "Wenn du mit ihr zusammen bist und so komisch verlegen wirst - könnte es daran liegen, dass du eigentlich eine gute Figur vor ihr machen willst?" Rudi: "Vielleicht. Aber ich will ja auch, dass Tonmeister, Rosi und Kater mich super finden!?" Gerti Senger: "Ja schon. Aber von Wilma hätte es eine besondere Bedeutung, oder?" Rudi: "Möglicherweise." Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis Spezial

"Dimensionen der Solidarität". Was Judentum, Christentum und Islam zur aktuellen Debatte um Solidarität beitragen können, war Thema der Reihe "Trialog" im RadioCafé des Wiener Funkhauses. - Gestaltung: Martin Gross Angesichts der globalen und nationalen Herausforderungen wird Solidarität zu einer unabdingbaren Aufgabe der Zukunft. Angesichts der weltweit wachsenden Nationalismen und Tribalismen stellen sich zahlreiche brisante Fragen. Solidarität mit wem? Wer hat im Konflikt der Interessen Vorrang und warum? Worin besteht die Aufgabe Europas? Wer trägt Verantwortung für ihre Pflege: der Staat, die Zivilgesellschaft, jede Einzelne? Solidarität ist kein Begriff, der sich in der Bibel und im Koran finden lässt - gleichwohl hat die damit verbundene Praxis zentrale Bedeutung im Judentum, Christentum und im Islam. Was diese drei Religionen zur aktuellen Debatte um Solidarität beitragen können, diskutierten - unter der Leitung der Wiener Theologin und Religionssoziologin Regina Polak (Universität Wien) - Rabbiner Walter Homolka (Abraham-Geiger-Kolleg der Universität Potsdam), Rainald Tippow (Leiter der Pfarrcaritas der Erzdiözese Wien) sowie Abdullah Takim (Islamische Theologie, Universität Wien) im RadioCafé des Wiener Funkhauses in einer Veranstaltung der Reihe TRIALOG.


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur historischen Bewertung Friedrichs III. (1415 - 93). Mit Renate Kohn, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Stellvertretende Institutsdirektorin, Leiterin der Arbeitsgruppe Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit). Gestaltung: Martin Adel Vorne, im rechten Seitenschiff des Stephansdoms in Wien kann man ein monumentales Meisterwerk nicht nur österreichischer Spätgotik bewundern: das rot-marmorne Hochgrab Friedrichs III., des Vaters von Maximilian I.; jener noch im Mittelalter verankert, dieser schon ein Renaissancefürst. Bei dieser Kurzcharakteristik geht vieles unter, was durchaus von Bedeutung war. Falsch wäre jedenfalls Friedrich daran zu messen, dass er gegen seinen Widersacher, den Ungarnkönig Matthias Corvinus, stets den Kürzeren zog. Er konzentrierte sich in seiner langen Regierungszeit mehr auf die Festigung und den Ausbau der eigenen Herrschaft als um Reichsangelegenheiten: Er vereinigte wieder die beiden Habsburger-Linien, die Albertinische und die Tiroler Linie, leitete einen tiefgreifenden Struktur- und Verfassungswandel ein, erwarb Burgund und mit der Anwartschaft auf das Königreich Ungarn legte er den Grundstein für den Aufstieg zur europäischen Großmacht. Nicht zuletzt sicherte er auch die Nachfolge seines Sohnes. Lange Zeit galt er - auch in der Forschung - als "des Heiligen Römischen Reiches Erzschlafmütze", ein Urteil, das sich zum einen auf unzureichende Quellen stützte - bloß auf die (grob gesprochen) erste Hälfte seiner Regentschaft - zum anderen, weil die Reichsgeschichte im Zentrum der Beurteilung lag, und das 15. Jahrhundert insgesamt eher als Zerfallszeit und nicht als Zeit gesellschaftlichen und politischen Wandels begriffen wurde. Und Friedrich III. hatte kein Kriegsglück und wenig Lust, sich gegen die "Türkengefahr" in Stellung zu bringen (1453 war Konstantinopel von den Osmanen erobert worden). Er setzte auf Verhandlungsgeschick, Urteilsvermögen und Geduld. Das machte sich bezahlt. Und er hatte das Glück, seine Widersacher - nicht zuletzt auch seinen Bruder Albrecht IV. oder Matthias Corvinus - um viele Jahre zu überleben. Er erhob das A.E.I.O.U. zu seinem Signé, seinem "Markenzeichen", zur Kennzeichnung seiner Besitztümer (erstmals wohl in Wiener Neustadt, wo er aufgewachsen war und das er zur Residenzstadt ausbauen ließ). Als Wahlspruch hat diese Signatur viele Deutungen erfahren, die sinngemäß aber zumeist mit der häufigsten übereinstimmt: "Alles Erdreich ist Österreich untertan." Austriae est imperare orbi universo" - Es ist Österreich bestimmt, die Welt zu beherrschen. Bis zu einem gewissen Grad machte sein Urenkel Karl V. diesen Anspruch wahr. Den Grundstein legte aber schon Friedrich - mit Heiratspolitik und Verhandlungsgeschick.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.30 Uhr

 

 

Klartext

mit Klaus Webhofer


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Johannes Leopold Mayer. Klänge aus Kremsmünster. Zu Gast ist der Musiker und Experte für historische Blasinstrumente Ernst Schlader Das Archiv dieses Oberösterreichischen Benediktinerstiftes ist reich an unterhaltenden Werken zumal auch für die Harmoniemusik aus der Zeit der Wiener Klassik. Sie diente einerseits zur Rekreation der Mönche und ebenso als festliche Tafelmusik. Das Schloss Kremsegg, gegenüber dem Kloster gelegen, beherbergt eine imposante Sammlung von Instrumenten jener Zeit. Auf solchen musiziert ein Ensemble der Kunstuniversität Graz auf einer neuen CD. Zu Gast im Studio ist der Ensembleleiter Ernst Schlader.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

12 Fragen an die Kulturwissenschafterin Eva Horn Gestaltung: Katrin Mackowski Leben wir tatsächlich im "Anthropozän", einer neuen geologischen Epoche, die uns ein neues Menschenbild vor Augen hält? Und was bringt der Begriff des Anthropozäns, den der Nobelpreisträger für Atmosphärenchemie, Paul Crutzen, formulierte, für Erkenntnisse über unser menschliches Wirken? Die Macht menschlicher Technologien und Lebensstile ist nicht mehr nur auf lokale und absichtliche Eingriffe in die Natur beschränkt, sondern wirkt in globalen und geologischen Dimensionen - oft als unbeabsichtigte Neben- und Spätfolge. Der Müll, die radioaktiven Ablagerungen, die Bodenversiegelung der Gegenwart und die Folgen des Klimawandels werden noch in Millionen Jahren eine geologisch erkennbare Schicht bilden, sagt die Kultur-und Literaturwissenschafterin Eva Horn im Gespräch mit Katrin Mackowski.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Seele schmerzt. Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Finanzwelt. V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (3). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Tango Argentino. Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (3). Gestaltung: Verena Gruber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Heinrich Deisl Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Donaufestival in Krems, das Ulrichsberger Kaleidophon und die Jubiläumsparty zur Feier von 25 Jahren Cheap Records.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Alexander Tschernek Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten