Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Meister des Unfertigen" - Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien, zum 100. Todestag von Auguste Rodin. Gestaltung: Alexandra Mantler Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Kunstgeschichte. Mit Werken wie "Der Kuss", "Der Denker" und "Die Bürger von Calais" schuf der 1840 in Paris geborene und 1917 in Meudon verstorbene Bildhauer Auguste Rodin Werke, die bis heute als Inbegriff von Skulptur gelten. Denn mit ihnen ist es ihm gelungen, zentrale menschliche Themen wie Leidenschaft, Gemeinschaft und Reflexion in Kunst zu übersetzen. Rodins Einfluss ist bis heute ungebrochen, da er wie kein Zweiter die Erfahrungen des modernen Menschen an der Wende zum 20. Jahrhundert in Stein übertragen konnte. Rodin widersetzte sich dem idealisierenden Ideal seiner Vorgänger und stellte die Suche nach Wahrhaftigkeit ins Zentrum seiner künstlerischen Arbeit. Anstelle von Perfektion machte er den Schaffensprozess sichtbar und erhob die Unvollkommenheit und das Flüchtige zum obersten Prinzip. In den "Gedanken für den Tag" beleuchtet die Kunstwissenschafterin Johanna Schwanberg die leidenschaftliche Biografie Rodins anlässlich seines 100. Todestages im Spannungsfeld zwischen Kunst und Leben im Frankreich der Jahrhundertwende. Sie stellt weltbekannte Meisterwerke genauso wie weniger bekannte Arbeiten des Künstlers ins Zentrum der Sendungen und zeigt auf, warum die Kunst dieses Wegbereiters bis heute so fasziniert.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Ulla Pilz. Bach für den Morgen, zwei Tschaikowskijs und eine Amour fou "Germaine Tailleferre steckt gerade in einem wilden Lebensabschnitt: 1925 spielt sie vierhändig mit George Gershwin dessen "Rhapsody in Blue" im Salon des amerikanischen Karikaturisten Ralph Barton, wo so ziemlich alle Amerikaner in Paris ein- und ausgehen. Barton und Tailleferre verlieben sich, heiraten nach wenigen Wochen, es ist ihre erste und seine vierte Ehe. Die Flitterwochen sind aber bald vorbei, Barton erträgt die Erfolge seiner Frau nur schlecht, macht ihre Arbeit herunter und versucht sie davon abzuhalten. Daran hat sich aber schon Tailleferres Vater vor ihm die Zähne ausgebissen".


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Tierpfleger und Biologe Rupert Kainradl spricht über Insekten, die sich als Pflanzen tarnen. Teil 3: Ein sprunghafter "Ast" imitiert die Umgebung Gestaltung: Renate Pliem In der Biologie gibt es das Phänomen der "Mimese": eine Form der Tarnung, bei der ein Lebewesen in Gestalt, Farbe und Haltung einen Teil seines Lebensraumes annimmt. So kann es für Fraßfeinde nicht mehr von der Umgebung unterschieden werden. Einige Insekten haben die Mimese zur Perfektion gebracht: das "Wandelnde Blatt" zum Beispiel, eine Gespenstschrecke, deren Nervenbahnen sogar die Blattnervatur imitieren. Wenn das Tier berührt wird, wippt es wie ein Blatt im Wind. Andere Insekten tarnen sich als braune Äste oder als Blätter mit Dornen, um nicht gefressen zu werden. Die Orchideenmantis hingegen imitiert die Umgebung, um Beute zu machen: Die Gottesanbeterin ahmt die Blüten der Phalaenopsis-Orchideen nach. Wenn Insekten diese "Blüte" besuchen, geraten sie in eine tödliche Falle.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wenn die Kinder Erwachsene sind

Generationenbeziehungen im Wandel (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Kaum eine Beziehung scheint so selbstverständlich, kaum eine Beziehung ist so widersprüchlich wie die zwischen Eltern und Kindern. Geprägt ist das Eltern-Kind-Verhältnis von Sorge und Anteilnahme, aber auch von Abgrenzung und Autonomiestreben. Im Idealfall begleiten Eltern ihre Kinder zur Selbständigkeit. Doch: was dann? Eltern sein bleibt eine lebenslange Aufgabe. Denn sobald die Kinder außer Haus sind, die Beziehung zum Nachwuchs frei von Verpflichtungen ist, fällt auch der rituelle Rahmen alltäglicher Handlungen weg. Was bleibt, ist der Wunsch, am Leben der jungen Erwachsenen teilzuhaben. Deren Weg scheint manchmal jedoch schwer nachvollziehbar. Wie lassen sich konträre Ansichten der Kinder mit dem eigenen Selbstverständnis harmonisieren? Die jungen Erwachsenen wiederum ringen jahrelang damit, sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Äußerliche Ähnlichkeiten mit Vater oder Mutter werden oft als Makel empfunden. Makeup, Bartschnitt oder Kleidung helfen, eine Differenz zu betonen. Das Ziel ist immer, ausreichend Distanz zur Herkunftsfamilie schaffen, um sich als eigenständige Persönlichkeiten zu behaupten. Und hier kommen die Freundinnen und Freunde ins Spiel. Schwiegerkinder widersprechen oft den Vorstellungen der Eltern vom idealen Partner, der idealen Partnerin. Sie machen sichtbar, was die Jungen wollen und wohin sie sich entwickeln werden. Damit geraten eingespielte Verhaltensmuster in Bewegung, das Verhältnis zwischen den Generationen wird neu definiert.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Ein Gotteskrieger in Lederhosen

Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Er ist das Urbild des "waschechten" Tirolers - von imposanter Statur, mit schwarzem Bart, Hut und Lederhose: Andreas Hofer, der wohl wie kein anderer dem Klischee eines echten Volkshelden entspricht: Unter seiner Führung erhoben sich 1809 ein paar tausend Bauern gegen die mit Napoleon verbündeten Bayern, die vier Jahre zuvor die Herrschaft in Tirol übernommen hatten. Die neuen Machthaber betrieben eine radikale Modernisierungspolitik nach französischem Vorbild: Privilegien, wie das Recht, nicht zum Wehrdienst eingezogen zu werden, fielen, es kam zu Steuererhöhungen und zu Reformen des Gesundheitswesen. Zudem wurden die Konfessionen einander gleichgestellt. Gegen all das wehrten sich die Tiroler; und der Gastwirt, Wein- und Viehhändler Andreas Hofer, 1767 im Passeier im heutigen Südtirol geboren, wurde zur Leitfigur des Widerstandes - mit klar anti-aufklärerischen Zügen: So wird etwa, nach dem ersten Sieg am Bergisel, die von den Bayern eingeführte Pockenschutzimpfung als "Teufelszeug" verdammt und dem "Weibsvolk" weitestgehende Verhüllung vorgeschrieben. Schließlich unterliegt Andreas Hofer den französischen Truppen, flieht nach Südtirol, wird verraten, gefangengenommen und 1810, auf Befehl Napoleons, in Mantua hingerichtet. Seitdem gilt er als Freiheitsheld par excellence und ist bis heute die meistverehrte historische Figur in ganz Tirol. Nach seinem Tod wurde er allerdings zur Mehrzweck-Symbolfigur für Liberale und Konservative ebenso wie für Austrofaschisten und Nazis. Nach 1945 stand "der Hofer" dann überhaupt für die Tiroler, für die Einheit des Landes und sogar für die "Bumser" genannten Sprengstoffterroristen, die diese Einheit herbeibomben wollten. So ist der "Mythos Hofer", die Geschichte seiner Inszenierung und Instrumentalisierung im Grunde interessanter als die eigentliche historische Figur. Allen Mythen, so formulierte es einmal der Politologe Anton Pelinka, sei gemein, dass sie einen zugefügten Schmerz verewigen und immer wieder in Erinnerung rufen wollen. - Gemessen an der ungebrochenen Hofer-Verehrung, muss dieses Bedürfnis immer noch übermächtig sein.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen

Der Orient in der klassischen Musik (3). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali "Ob der Koran von Ewigkeit sei?" - das fragte sich Hugo Wolf in einem Lied auf einen Text von Goethe. Mit den Intrigen eines Wanderderwischs, der ein Liebespaar in eine Karawane nach Mekka einschleust, beschäftigte sich Christoph Willibald Gluck. Und die Scheherezade des Nikolai Rimsky-Korsakoff lässt uns in den Märchen aus 1001 Nacht schwelgen. Der Orient hält also viele Anknüpfungspunkte in der Themenfindung für europäische Künstler bereit. Auf religiöser Ebene bieten sich der Mystizismus eines Sufi-Ordens, die unterschiedlichen Auslegungen des Islam, der Koran oder die Figur eines Muezzin als Inspiration an. Doch auch die weltliche Perspektive kommt nicht zu kurz: kluge und schöne Frauen finden ebenso ihren Platz wie fromme Gläubige oder die Bandbreite an persischer Dichtung. Der Orient im Okzident hat viele musikalische Seiten. Vorstellungen und Bilder einer vermeintlich exotischen Welt vermischen sich mit detailgetreuen Szenen religiöser Rituale. Arabische, persische und türkische Wörter finden Eingang in die Welt der Oper. "Türkenszenen" finden sich auf den Opernbühnen ab der Zeit Ludwig XVI., das deutschsprachige Lied beruft sich auf die persische Dichtung. Und im 18. Jahrhundert entwickelt sich im so genannten alla turca Stil ein eigenständiges musikalisches Vokabular zur Orientalisierung klassischer Musik. Komponisten wie Lully, Rameau, Haydn, Mozart, Beethoven, aber auch Carl Maria von Weber oder Johannes Brahms haben den Orient im Okzident musikalisch verankert. Thematisch, spirituell oder musikalisch: die Faszination am Reichtum des Orients zieht bis heute Komponisten in ihren Bann. Nadja Kayali und Michaela Schierhuber folgen den klingenden Spuren, die der Orient im Okzident hinterlassen hat.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Zwischen den Stilen und zwischen den Tonarten - Franz Schubert: Streichquartett Nr. 1, D 18 (Zemlinsky Quartett) Voll der Eindrücke beim häuslichen Quartettspiel mit Vater und Brüdern - Haydn und Mozart waren da bevorzugt - hat sich Schubert schon früh an die Komposition von Streichquartetten herangewagt. Neben fast idyllisch-Liebenswürdigem findet sich da manch Seltsames, ungelenk Scheinendes, das aber vom experimentellen Willen des jungen Komponisten zeugt und von der Tatsache, dass er etwas zu sagen hatte.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Tadeusz. Punkt". Von Kathrin Schmidt. Es liest Raphael von Bargen. Gestaltung: Stefanie Zussner Tadeusz lebt sein Leben an der Seite seiner deutschen Frau, deren Namen er nach der Hochzeit angenommen hat, ahmt Vogelstimmen nach oder häkelt verrückte Mützen für Pia. Weder von seinen Mützen noch von Tadeusz selbst kann Pia Geissler genug bekommen. Sie hat sich gut über die Wende gerettet und verdient als Chefsekretärin genug, um sich und ihren arbeitslosen polnischen Mann zu erhalten. Abwechslung bringen die Ausflüge an den Wochenenden, manchmal zu viert. Eine Fahrt nach Johanngeorgenstadt weckt Erinnerungen an die Zeit vor der Wende und zwingt die drei Freundinnen, klare Position zu beziehen. Die 1958 in Gotha geborene Schriftstellerin Kathrin Schmidt wurde mit "Du stirbst nicht", ihrem autobiografisch gefärbten Roman, über eine Schriftstellerin, die nach einem Schlaganfall wieder zurück ins Leben finden muss, einem breiten Publikum bekannt. Die Psychologin, seit 1994 freie Schriftstellerin, erhielt dafür 2009 den "Deutschen Buchpreis". Nach dem Gedichtband "Blinde Bienen" folgt ihr erster Erzählband: "Finito. Schwamm drüber". Kathrin Schmidt zeigt in den 31 Erzählungen - oft anhand eines einzigen Ereignisses, in knapper Form und atmosphärischen Bildern - Menschen, ihre Erinnerungen an frühere Zeiten und ihren Umgang mit der Vergangenheit.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Rainer Elstner.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Hungarian Radio Symphony Orchestra, Drigient: János Kovács; Dezsö Ránki, Klavier. Alexander Skrjabin: Le Poème de l'extase op. 54 * Franz Liszt: Prometheus S 99 * Alexander Skrjabin: Prométhée. Le Poème du feu op. 60 (aufgenommen am 28. September im Müpa - Palast der Künste Budapest). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

Von Rastern, Füllwörtern und Datenbanken. Wie Kreuzworträtsel entstehen Manche Menschen schlagen die Rätselseite der Zeitung als erste auf, andere kaufen dicke Bücher voller Knobelaufgaben. Kreuzworträtsel sind ein beliebter Zeitvertreib, den es seit mehr als 100 Jahren gibt. Der amerikanische Journalist Arthur Wynne verfasste das erste "Word-Cross-Puzzle" 1913 für die Weihnachtsbeilage einer amerikanischen Zeitung. Seither hat sich die Herstellung der Buchstabenrätsel verändert: Computerprogramme und Datenbanken ersetzen das Lexikon und den handgeschriebenen Raster. Doch für ein gutes Rätsel braucht es immer noch Kreativität und Genauigkeit, sagen Kreuzworträtselmacher. Ein Besuch in zwei Wiener Rätselwerkstätten. Gestaltung: Johanna Steiner Moment-Echo: Tanja Rogaunig Wort der Woche: Shenja Mannstein


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Wie aus Zweibeinern "Tierkumpel" werden. Rudi ist zornig. Vor kurzem hat er in der U-Bahn gesehen, wie ein Katzenbesitzer seinen schnurrenden Freund an einer Leine quer durch die Stadt zerrte. Die Katze hat gefaucht und wild um sich gekratzt. Vom Kater weiß er, dass Katzen sowas gar nicht mögen und für Rudi sind Hundeleinen auch nicht angenehm. Der Radiohund wundert sich, warum manche Zweibeiner so kein Gespür für ihre Tiere haben. Es sollte extra Kurse für Zweibeiner und Zweibeinerinnen geben, in denen ihnen erklärt wird, wie sie mit Haustieren umgehen sollen. Während dem Kater eine neue Geschäftsidee vorschwebt, holt Rudi Informationen ein. Er besucht Gudrun Braun vom Wiener Tierschutzverein. Sie bildet "Pet Buddies" aus, also "Kumpel für Tiere". In Schulkursen lernen junge Zweibeiner, wie sie ihren Haustieren respektvoll begegnen können. Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz. Das Singer/Songwriter Festival Blue Bird im Schnelldurchlauf Das dreitägige Singer-Songwriter Festival Bluebird startet morgen im Wiener Porgy and Bess. Einst als Tribute-Abend für den 1974 verstorbenen Folksänger Nick Drake von einer Runde Freunden ins Leben gerufen, setzt das Festival der Vienna Songwriting Association seit seinen Anfängen auf ein durchmischtes Programm. Der Bogen spannt sich jedes Jahr aufs Neue von Newcomern wie einst Schmieds Puls oder Clara Luzia über arrivierte Acts wie vor einigen Jahren Adam Green oder immer wieder Amanda Palmer bis hin zu legendären Figuren wie die britische Singer-Songwriterin Vashti Bunyan, die dieses Jahr am Freitag auftreten wird. Eine ebenso schillernde Persönlichkeit ist die us-amerikanische Musikerin Chrysta Bell, die als Muse von David Lynch gilt, auch in der neuen Staffel der Serie " Twin Peaks" mitspielt und am Donnerstag das Festival eröffnet. Neben Anna Ternheim aus Schweden, Girl Ray aus England, der brasilianisch-deutschen Dillon stehen auch die österreichischen Acts Elsa Tootsie and the Mini Band und Giant Attic auf der Bühne. 13 Bands in 3 Tagen von 23.-25.November. Ein Schnelldurchlauf.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur Entwicklung des modernen Tourismus. Mit Martin Scheutz, Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien. Gestaltung: Isabelle Engels Der moderne Tourismus ist ein wichtiger gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Sektor. Die Geschichte des Reisens reicht weit zurück, zur mittelalterlichen Pilgerfahrt, der adelige Kavalierstour, den frühbürgerlichen Bildungsreisen und dem Seebädertourismus ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Als Tourist/innen werden Menschen bezeichnet, die sich aus ihrem gewöhnlichen Umfeld für längere Zeit hinausbewegen, zum bloßen Vergnügen. Doch gehörten Geschäfte und Bildung zu weiteren Motiven des Reisens und eine Abgrenzung fällt daher bis heute schwer. Der Beginn des modernen Tourismus als Massenphänomen wird im frühen 19. Jahrhundert angesetzt. Er ist eng mit der Entwicklung der Transportmittel verbunden - der Eisenbahn, dem Dampfschiff, dem Auto bis hin zum Flugzeug. Diese Verkehrsmittel erlauben es, eine große Menge an Menschen rasch - im Vergleich zum Fußmarsch oder der Kutsche - an einen fernen Ort zu bringen. Damit entstand auch eine touristische Infrastruktur wie Reisebüros, Gastronomie und Hotels. In den Anfängen noch ein Privileg der Reichen breitet sich der Tourismus durch die Sommerfrische auch auf die Mittelschicht aus. Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht eine neue Form des Tourismus, die auch und vor allem den Angehörigen der Arbeiterschaft das Reisen ermöglichen soll, der Sozialtourismus: von Gewerkschaften organisierte und finanziell unterstützte Reiseformen, Reisen mit den "Naturfreunden" oder diversen Jugendbewegungen. Totalitäre Regimes entwickeln Formen des Sozialtourismus mit politisch-propagandistischen Absichten, in Italien die faschistische "Opera Nazionale Dopolavoro" oder im nationalsozialistischen Deutschland die "Kraft durch Freude"-Programme. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Pauschalreise - zuerst im eigenen Land und später als europäische Fernreise - zum Durchbruch. Die Phase des kommerziellen Massentourismus beginnt.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Zwischen Schützen und Nützen Von Sonja Bettel Extreme Hitze und Trockenheit im Sommer, extreme Niederschläge, verstärkte Stürme, invasive Arten - der Klimawandel und andere, vielfach von Menschen verursachte Veränderungen belasten die Natur. Diese Entwicklung betrifft auch Naturschutzgebiete. Wie sollen sie darauf vorbereitet werden? Und auch auf eine Zukunft, in der Naturschutz, Freizeitgestaltung, Umweltbildung und nachhaltige Landwirtschaft miteinander in Einklang gebracht werden müssen? Und wie viel Wildnis vertragen ein Naturschutzgebiet und der Mensch, der darin unterwegs ist, überhaupt? - Ideen und Vorschläge wurden bei einem internationalen Symposium in Salzburg diskutiert.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Johannes Leopold Mayer. "In honorem Henrici Saggitarii" - zum 345. Todestag von Heinrich Schütz am 16.11. Er ist - sub specie aetarnitatis gesehen - sicher der erste ganz große Komponist, der das Gedankengut der evangelischen Konfession musikalisch umzusetzen imstande war. Somit erhielt die Reformation erst durch ihn musikalische Form, zumal in der Schütz so meisterhaften Durchdringung des Wortes. Johann Sebastian Bach wusste das noch und hat sich von ihm inspirieren lassen. Darüber hinaus war er ein grandioser Organisator und ein Kapellmeister von großer Menschlichkeit.


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Joseph von Sonnenfels und der Zwang zur Reform Gestaltung: Martin Haidinger. Er schrieb über die "Liebe des Vaterlandes" und gab eine Zeitschrift "Der Mann ohne Vorurtheil" heraus, verstrickte sich im Namen der Hochkultur in einen Kleinkrieg mit dem "Hanswurst" nebst anderen zotigen Possenreißern der Wiener Vorstadtbühnen, und trug zur Abschaffung der Folter und zur Verwaltungsreform des Habsburgerreichs bei. Der Schriftsteller Joseph von Sonnenfels ist als geadelter Aufsteiger aus einer jüdischen Familie ein Leuchtturm der Aufklärung, auch wenn ihn Kaiser Joseph II. persönlich nicht mag. Denn Sonnenfels ist schroffer Moralist, und ein aufbrausender Charakter. Am liebsten scheint er alles mit Gewalt reformieren zu wollen: vom Staat über den Unterricht bis hin zu Feinheiten der deutschen Hochsprache. Modern, aber mit einem Hang zum Zwang. Dieser österreichische Intellektuelle, der in Nikolsburg/Mähren geboren, und 1817, vor 200 Jahren, in Wien gestorben ist, war seiner Zeit eindeutig voraus. Wie er und manch andere Reformer seines Umfelds es trotzdem geschafft haben, ihre Ideen im angeblich so schwerfälligen Österreich durchzusetzen, und was das alles mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun hat - davon erzählt dieses "Salzburger Nachtstudio" von Martin Haidinger.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Wenn die Kinder Erwachsene sind. Generationenbeziehungen im Wandel (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt - Krajanek Ein Gotteskrieger in Lederhosen. Andreas Hofer zum 250. Geburtstag (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Muezzine, Mekkapilger, Paradiesjungfrauen. Der Orient in der klassischen Musik (3). Gestaltung: Michaela Schierhuber und Nadj Kayali


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Marlene Schnedl Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten