Jetzt läuft auf Ö1:

Das Ö1 Konzert

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Vivam - Ich werde leben" - Zum 2000. Todestag von Publius Ovidius Naso. Der Schriftsteller Christoph W. Bauer macht sich Gedanken über den ersten Dichter in der Geschichte der Poesie. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Vivam - Ich werde leben", so enden die "Metamorphosen", Ovids Hauptwerk. Und Ovid sollte Recht behalten, noch heute scheint uns kein Dichter der Antike so nah zu sein wie er. Kein Angepasster wollte er sein, kein Karrierist. Lukrative Posten schlug er aus, als erster Dichter in der Geschichte der Poesie entschied er sich bewusst für die Dichtkunst als Beruf. Und als erster Dichter hinterließ er Autobiographisches. Nicht zuletzt lassen sich durch seine Verbannung und seinen Tod im Exil Bezüge zur Gegenwart herstellen. Als belächelter Provinzler kam er nach Rom - und wurde mit seinen Gedichten zum Shooting Star im römischen Literaturbetrieb. Seine "Metamorphosen" zeigen Nachwirkungen in den verschiedensten Kunstrichtungen bis in die Gegenwart. Persönlich hat er für seine Unangepasstheit einen hohen Preis bezahlt: Konflikte mit der Obrigkeit führten schließlich zur Verbannung. Mit seinen Klageliedern entsteht das Genre der Exilliteratur. Der Schriftsteller Christoph W. Bauer, geboren in Kärnten und aufgewachsen in Tirol, wurde für seine Lyrik, Prosa, Dramatik, Hörspiel, Essay, Libretti, Texte für Kinder und Jugendliche mit diversen Preisen und Auszeichnungen geehrt - zuletzt mit dem "outstanding artist award 2015" und dem Tiroler Landespreis für Kunst 2015.


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Nadja Kayali


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Drohnen, Wärmebildkameras und Sendehalsbänder. Der Wildbiologe Robin Sandfort über neue Methoden der Wildtierbeobachtung. Teil 4: Forschung aus der Vogelperspektive Gestaltung: Maria Harmer Wie kann man Wildtiere beobachten, ohne sie zu stören? Und wie kann das Verhalten von Wildtieren während der Dunkelheit und an Plätzen, die für einen Menschen schwer erreichbar sind, beobachtet werden? In den vergangenen Jahren haben Techniken auch aus ganz anderen Bereichen wie der Flugzeugtechnik dazu beigetragen, neue Methoden der Wildtierbeobachtung zu entwickeln, die dazu beitragen, diese Fragen zu beantworten. Mit Hilfe dieser technischen Neuerungen können Wildtiere aber nicht nur beobachtet, auch ihre Zahl kann besser bestimmt, der Lebenslauf einzelner Tiere besser nachvollzogen und das eine oder andere Jungtier aus Gefahrensituationen gerettet werden. Robin Sandfort vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien hat bereits während seines Studiums und insbesondere für eine Arbeit über die Raumnutzung des Rehwildes unterschiedliche neue Techniken der Wildtierbeobachtung verwendet.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Die Grenzen der Empathie

Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (4). Gestaltung: Hans Groiß In dem Buch "Durch Mauern gehen"(Luchterhand) beschreibt Marina Abramovi? die Erfahrungen während ihrer Langzeitperformance "The Artist is Present" im New Yorker MoMA, bei der sie in 721 Stunden rund 1.500 Menschen gegenüber saß: "Sehr schnell spürte ich, dass die Leute, sobald sie mir gegenüber Platz genommen hatten, unglaublich bewegt waren. Einigen kamen die Tränen - und mir ebenfalls. War ich ein Spiegel? [..] Ich konnte den Schmerz der Menschen sehen und spüren". In der Kunst ist es relevant sich sowohl als Betrachter, als auch als Schöpfer in andere und anderes hineinversetzen zu können. Empathie ist auch für Cana Bilir-Meier wichtig: Sie machte eine künstlerische Arbeit über ihre Tante, die politische Aktivistin Semra Ertan, die sich 1982 als Zeichen gegen herrschende Ausländerfeindlichkeit in Hamburg verbrannte. Die Künstlerin kannte ihre Tante nicht persönlich. Empathie könnte als ein gesellschaftlicher Imperativ zum guten Handeln bezeichnet werden und hat scheinbar keine Grenzen: Wir kennen das vom Gähnen, beim Musikhören oder vom Beine übereinander schlagen - sobald jemand mit einer Handlung oder Geste beginnt, können wir leicht "mitschwingen" und lassen uns anstecken. In der medizinischen Forschung wird davon ausgegangen, dass die Empathie das Immunsystem stärkt. Aber was heißt Empathie eigentlich genau und ist immer tatsächlich der Begriff Empathie gemeint oder geht es um Wohlwollen, Gedankenlesen oder Obsorge? Empathie boomt als Sehnsuchtsort und als Begriff in der Kunst, der Psychologie und der Kognitionswissenschaft. Entweder mangelt es daran, oder es gibt zu viel. Gibt es aber eine neue gesellschaftliche Empfindsamkeit oder hallt nur die Forderung nach mehr Rücksicht nach? Der kleine Prinz sieht nur "mit dem Herzen gut" - aber geht das überhaupt? Ist Empathie erlern- und auch verlernbar? In den Sprachwissenschaften ist immer öfter von den "dunklen Seiten der Empathie" zu hören, wie sie etwa Autokraten und Populisten benutzen. Hans Groiss versucht eine Begriffsdefinition und analysiert die Balance zwischen Mangel und Überfluss an Mitgefühl.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Das Weltmuseum Wien und seine Sammler

Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Nach drei Jahren Umbau ist es endlich so weit: Das neu gestaltete Weltmuseum Wien wird am 25. Oktober wiedereröffnet, und zwar mit einem großen Fest, das Andre Heller auf einer Open-Air-Bühne am Heldenplatz gestaltet. Nach der Show können Besucher/innen bis 1 Uhr nachts das neue Museum bei freiem Eintritt erkunden und am 26. Oktober kann man das neue Museum ebenfalls von 13 bis 21 Uhr gratis besichtigen. Das Radiokolleg wird einige faszinierende Sammlerpersönlichkeiten vorstellen und damit auch einen Zugang zum Weltmuseum verschaffen, denn hinter jedem Objekt steht eine spannende Geschichte. Wie zum Beispiel die eines jungen Forschers, der zu den Kopfjägern nach Nordindien aufbricht und dort neue Freunde findet. Oder die einer jungen Ärztin, die nichts anderes will als unberührte Völker erforschen und dort emsig Sprachlisten anfertigt, die aber niemand entschlüsseln kann. Und nicht zuletzt die unerschrockene Ethnologin, die im Regenwald von Indianern mit Pfeilen beschossen wird, sie aufsammelt und ins Museum bringt. Dort sind sie jetzt zu besichtigen.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Der Clown des Bebop

Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Er war ein Spaßvogel, ein Possenreißer, ein charmanter Witzbold - der anekdotenumwobene Clown des Bebop: Dizzy Gillespie, am 21. Oktober 1917 als eines von zehn Kindern in eine schwarze Bauarbeiterfamilie in Cheraw/South Carolina hineingeboren. Die Entwicklung des modernen Jazz wäre ohne Gillespies Beitrag nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Thelonious Monk und Charlie Parker erfand er in den frühen 1940er Jahren in den Häuserschluchten der New Yorker 52nd Street gewissermaßen im Alleingang den Bebop: "Damals führte alles zur Beschleunigung und zur Verdichtung", erklärte der Musiker später. Mit seinen nervösen, jagenden Rhythmen verpasste der Bebop - eine Art Dadaismus des Jazz - der jungen, afroamerikanisch inspirierten Musikrichtung einen ungeheuren Entwicklungsschub in Richtung Moderne. "Die Musiker des Bebop waren Aufrührer, die gegen den Muff in den Dinnerjackets des Swings antraten", so fasste der deutsche Kritiker Michael Naura die Bedeutung der Jazz-Revolution der 1940er Jahre einmal zusammen. Und Naura weiter: "Dizzy Gillespie war in diesem Treiben das, was man ein lustiges Haus nennt. Ein wunderbarer Faxenmacher. Die Verkörperung der Gegenwelt zum etablierten E-Musik-Gehabe. Unerreichbar allerdings war er als Trompeter. Während sein Antipode Miles Davis rund um den Globus zahllose Nachahmer gefunden hat, die seinen Ton mit dem an jeder Ecke erhältlichen Dämpfer imitieren, blieb Gillespie resistent gegenüber jedem Versuch, ihn zu klonen." Ein Jahrhundertmusiker. In jungen Jahren galt Dizzy Gillespie als Inbegriff des smarten, hippen Jazz-Intellektuellen; später, als reiferer Musiker, öffnete der Bauarbeitersohn aus South Carolina den Jazz für lateinamerikanische, kubanische und afrikanische Einflüsse und wurde damit zu einem der Pioniere der Weltmusik.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Der klare Himmel. Jan Gabarek, Saxofon, eine Würdigung. Gestaltung: Helmut Jasbar In seinem "Nachlass zu Lebzeiten" schreibt Robert Musil: "Es gibt nichts, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler". Das bringt uns zu Jan Garbarek. Der 1947 in Norwegen geborene Saxofonist ist so berühmt, dass man ihn leicht übersehen kann. Neben seinem unverkennbaren Ton, an dem er zeit seines Lebens feilt, ist er auch für viele der Erfinder einer skandinavischen Spielart der improvisierten Musik, die wegweisend war und ist für eine ganze Generation europäischer Musikerinnen und Musiker auf der Suche nach einer eigenen Identität - abseits des überwältigenden Vormachtstellung der US-Musiker. Und so stimmen wir leise summend überein mit dem Jazzlyriker der "Zeit", wenn er in hohem Tone anstimmt: "Die Utopie des unendlichen Atems und des natürlichen Wohlklangs treibt Garbareks Musik an, sie schwitzt nicht, sie ist heiter im Sinn des Worts, das vom griechischen Aither kommt und klarer Himmel, reine Luft bedeutet."


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Die Flasche". Von Orhan Duru. Aus dem Türkischen von Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch. Gestaltung: Friederike Raderer Ismail Usta war ein alter Fischer, aber keiner von der Sorte, wie ihn Hemingway beschreibt. Man konnte ihn täglich bedächtigen Schrittes am Kai entlanggehen sehen, aber er strahlte weder Ehrgeiz noch Leidenschaft aus. Irgendetwas in ihm schien erloschen zu sein. Tag für Tag saß er auf der Mole und sah den Wellen zu. Die Wellen alleine wurden bedeutsam für ihn, er spürte ihnen nach und versank in der Betrachtung ihrer Persönlichkeit. Eines Tages tauchte er in der ehemaligen Karawanserei auf, in der eine klare Flüssigkeit schwappte. Niemand erkannte, dass sich nun eine Katastrophe über ihren Köpfen zusammenbraute.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. "Wie schön ist doch die Musik": Richard Strauss und die Bassstimme Richard Strauss gilt ja gemeinhin als musikalischer "Frauenversteher": von Salome bis zur "Capriccio"-Gräfin zieht sich durch sein Oeuvre eine Serie großartigster Frauenportraits für die Sopranstimme. Doch auch Bassisten hat Strauss nicht schlecht versorgt! Nicht von ungefähr hätte "Der Rosenkavalier" ursprünglich "Ochs auf Lerchenau" als Titel tragen sollen, in der "Schweigsamen Frau" ist Sir Morosus (als quasi zweiter Don Pasquale) die heimliche Hauptrolle, der Jupiter in der "Liebe der Danae" war Hans Hotter (der sich übrigens auch Mandryka in "Arabella" zurechtlegte) zugedacht, und auch im erwähnten, vor 75 Jahren uraufgeführten "Capriccio" hat La Roche als Idealbild eines gewitzten Musiktheater-Praktikers ein Wörterl mitzureden.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Baumstrategien in Zeiten des Klimawandels. Bäume haben in dichtverbauten Stadtgebieten eine wertvolle Funktion als Hitzeschutz - doch gerade Hitze und Trockenheit setzen den üblichen Baumarten besonders zu. Das Sturmtief "Xavier" hat in Parks und Schlossgärten Deutschlands schwere Schäden an Bäumen angerichtet. Mehrere Parkanlagen in Potsdam und Berlin blieben tagelang geschlossen, um eine Gefährdung der Besucher abzuwenden. Auf der Wiener Ringstraße wird seit etwa 10 Jahren der Spitzahorn durch den Zürgelbaum ersetzt, der ursprünglich aus dem mediterranen Raum stammt. Diese Art hält trockenes Klima besser aus. Dennoch müssen die Bäume entlang der Ringstraße bewässert werden. Der Klosterneuburger Stadtwald ist seit dem Frühjahr befristetes forstliches Sperrgebiet auf Grund des Eschentriebsterbens. Viele Spaziergänger ignorieren allerdings die Warnungen. Baumkontrolleure und Stadtgärtner haben nach heftigen Stürmen besonders viel zu tun, um mögliche Gefahren von morschen Ästen zu dokumentieren und die nötigen Gegenmaßnahmen zu setzen. Gestaltung: Marie-Claire Messinger Rätsel des Alltags: Warum hat das geläufigste Papierformat A4 genau diese Größe? Und wie kam das Seitenverhältnis zustande? Über die Funktion und die Geschichte der genormten Papiergrößen. Gestaltung: Elisabeth Stecker


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Von Tiernamen und Pflanzen, 2: Rudi sammelt Löwenmäulchen und -zähne. Rudi versteckt sich im Garten und beobachtet die Wiese. Da entdeckt er eine dicke, gelbe Blume - eine der letzten in dieser Jahreszeit. Er versteht nicht, was ein Löwenzahn mit Großkatzen zu tun hat. Er beobachtet den Tonmeister, wie er herumläuft und die gelben Blumen einfach ausreißt. "Wären Löwenzähne gefährlich, würden sich die Zweibeiner das sicher nicht trauen!", denkt sich der Radiohund. Und außerdem sehen diese Blumen überhaupt nicht wie Reißzähne aus! Der Radiohund schnappt sich eine Blume und wobbelt in den Botanischen Garten der Universität Wien zu seinem Freund, Michael Kiehn. Gestaltung: Kathrin Wimmer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Von Defibrillatoren und Herzmassagen Gestaltung: Ute Maurnböck Was, wenn plötzlich jemand neben Dir zusammenbricht? Auch wenn niemand da ist, den man um Hilfe bitten kann oder kein Handy zum Telefonieren da ist, gibt es Möglichkeiten, Menschen das Leben zu retten. Das Ö1 Kinderuni-Reporter/innen-Team hat den Ärztinnen und Ärzten im AKH über die Schulter geschaut. Zuerst versucht man, den Patienten aufzuwecken. Wenn jemand aber bewusstlos ist, wird die Herz-Kreislaufaktivität aktiviert. Dafür erlernen die Kinder die Herzdruck-Massage und wie eine Person beatmet werden kann. Sogar einen Defibrillator, also ein medizinisches Gerät, mit dem man durch gezielte Stromstöße die Herztätigkeit wieder herstellt, dürfen sie ausprobieren. Denn eines, so schärfen es die Profis ein, dürfen wir nie vergessen: Es schadet nur, nicht einzugreifen. Wenn Du versuchst zu helfen, ist immerhin die Chance da, Leben zu retten. Tust Du nichts, besteht diese Chance nicht.


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Teatrale Song-Exegesen und expressive Soul-Balladen "Dreams and Daggers" heißt das erste Live-Album von Cécile McLorin Salvant, auf dem der 28-jährige US-amerikanische Shootingstar des Vokal-Jazz in durch beinahe teatrale Eindringlichkeit beeindruckenden Interpretationen seltene Fundstücke aus der Jazzgeschichte mit dem formidablen Aaron Diehl Trio zu Gehör bringt. Kollegin Lizz Wright hingegen veredelt mit ihrer großartigen dunklen Soulstimme im Rahmen des Albums "Grace" Songs von Ray Charles bis Nina Simone in Folk- und Blues-angefixten Arrangements.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Isonzoschlachten. Mit Christian Ortner, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien. Gestaltung: Andreas Wolf Obwohl mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet, trat Italien zunächst nicht in den Ersten Weltkrieg ein. In Geheimverhandlungen versprachen die Kriegsgegner Großbritannien, Frankreich und Russland dem Land aber Gebietserweiterungen zu Lasten der k. u. k. Monarchie. Im Frühling 1915 wechselte Italien schließlich die Seiten. Vom Kriegseintritt wurde das Habsburgerreich völlig überrascht. Das militärische Ziel Italiens war möglichst tief auf das Gebiet Österreich-Ungarns vorzudringen. Über den Kampfraum Isonzo wollte man Richtung Triest, später auch nach Agram und Laibach vorstoßen. Mit improvisierten Kräften wehrte die k. u. k. Armee aber bereits den ersten italienischen Durchbruchsversuch am Isonzo ab. Bis September 1917 folgten weitere zehn italienische Offensiven. Trotz ihrer drückenden Übermacht gelangen den Italienern nur minimale Geländegewinne, erkauft wurden sie mit gigantischen menschlichen Verlusten. Nach der 11. Isonzoschlacht war auch die k. u. k. Armee "ausgeblutet". Um einen neuerlichen, nun wahrscheinlich erfolgreichen italienischen Angriff, zuvorzukommen, entschied man sich für die Offensive. Um sie führen zu können, benötigte man massive deutsche Unterstützung. De facto wurde die am Isonzo operierende k. u. k. Armee den deutschen Truppen unterstellt - auch der Angriffsplan ging weitgehend auf deutsche Offiziere zurück. Zwischen dem 24. und 27. Oktober 1917 vernichtete die gemeinsame Armee beinahe das gesamte italienische Heer. Neben 40.000 Toten und knapp 300.000 Verwundeten und Gefangenen verloren die Italiener auch fast ihr gesamtes Kriegsgerät. Mit der Beute aus der 12. Isonzoschlacht konnte der Zusammenbruch der k. u. k. Armee um viele Monate verzögert werden.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Sachverständige haben in Asylverfahren eine wichtige Aufgabe. Ihre wissenschaftlichen Einschätzungen werden als Grundlage für rechtliche Entscheidungen herangezogen. - Gestaltung: Xaver Forthuber Wenn Asylsuchende nach Österreich kommen, haben sie oft nicht viel mehr als ein Ausweisdokument - wenn überhaupt - und eine verworrene Fluchtgeschichte. Die Behörden und Gerichte müssen dann weitere Beweismittel organisieren, um sinnvoll entscheiden zu können, ob die Person asylberechtigt ist. Zu diesem Zweck gibt es Rechercheaufträge, Befunde und Gutachten durch externe Sachverständige. Sie dienen dem Nachweis des Alters, der Herkunft, der Familienverhältnisse oder der Richtigkeit der angegebenen Fluchtgründe. Mediziner, Psychologinnen, Länderkundler oder Linguistinnen sollen das Verfahren mit aussagekräftigen Daten unterstützen. Die Antragsteller/innen müssen sich langwierigen, oft körperlichen Untersuchungen unterziehen, manchmal ohne zu verstehen, was genau gerade auf dem Prüfstand steht.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Über die antiken Wurzeln der Korruption Von Juliane Nagiller Lucona, Noricum-Skandal oder Eurofighter-Affäre: Große Korruptionsfälle schreiben sich in die Historie eines Landes ein. Doch ein neues Phänomen sind sie nicht. Bereits Homer berichtet von kleineren und größeren Geschenken, die für Gefälligkeiten den Besitzer wechselten. Die Palette reichte von Pferden und Kühen über Weizen bis hin zu Kriegsgefangenen und größeren Geldsummen. Solange die Polis - der Staat - dadurch nicht geschädigt wurde, blieben die Geschenke ein Kavaliersdelikt. Doch so mancher Herrscher musste sich vor der Volksversammlung den Vorwurf der Bestechung gefallen lassen und sich einer Rechenschaftsprüfung unterziehen. - Geldgier wurde in der Antike als Krankheit angesehen, die "philosophisch" therapiert werden konnte. Aristoteles warnte eindringlich vor der Pleonexie, dem Mehr-Haben wollen, das sich allzu schnell in Habsucht und Gier auswachsen kann. Ist sie eine anthropologische Konstante, die immer dann in Korruption ausufert, wenn der Faktor Macht ins Spiel kommt?


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden (Robert Oberaigner, Klarinette; Matthias Wollong, Violine; Michael Horwath, Viola; Norbert Anger, Violoncello; Andreas Wylezol, Kontrabass); Michael Schöch, Klavier. Richard Strauss: Fünf Klavierstücke op. 3 * Hans Pfitzner: Sextett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klarinette g-Moll op. 55 * R. Strauss: a) Tänze aus "Capriccio" für Violine, Violoncello und Klavier; b) Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 18 (aufgenommen am 25. Juni im Kongresshaus in Garmisch-Partenkirchen im Rahmen des "Richard-Strauss-Festivals 2017") Wenn sich führende Instrumentalisten aus einem der edelsten Klangkörper der Welt zum gemeinsamen Musizieren zusammen finden, schlägt das Herz eines jeden Musikfreundes höher. Matthias Wollong, Michael Horwath, Norbert Anger, Andreas Wylezol und Robert Oberaigner sind Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden, einem der Lieblingsorchester von Richard Strauss. Die herausragenden, vielfach ausgezeichneten Orchestermusiker teilen ihre Leidenschaft für die Kammermusik und finden sich häufig für gemeinsame Projekte mit dem jungen Tiroler Pianisten und Organisten Michael Schöch zusammen. Zuletzt waren sie beim Festival 2015 zu Gast in Garmisch-Partenkirchen. Auf dem Programm der Matinee stehen die "Fünf Klavierstücke" und die Violinsonate Es-Dur, letzteres ein kammermusikalischer Geniestreich des jungen Richard Strauss, sowie die heiter-melancholischen Tänze aus "Capriccio", seiner letzten Oper. Hans Pfitzners Sextett für Klarinette, Streicher und Klavier ist ein Spätwerk, entstanden in den ersten Nachkriegsmonaten des Jahres 1945 in Garmisch-Partenkirchen. Hier fand der verletzte Komponist Aufnahme in einem Spital, nachdem er das von Bomben zerstörte München verlassen hatte. (Richard-Strauss-Festival)


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Franz Vranitzky, ehem. Bundeskanzler der Republik Österreich Wenn Österreich auf der Suche nach einem Elder Statesman ist, so hat es ihn in Franz Vranitzky gefunden. Der 1937 geborene Wiener war von 1986 bis 1997 österreichischer Bundeskanzler und ist somit der älteste noch lebende Bundeskanzler. In seiner Amtszeit fiel der eiserne Vorhang und Österreich trat der Europäischen Union bei. Darüber hinaus war er der erste Bundeskanzler Österreichs, der die Mitschuld der Österreicher an den Verbrechen der NS-Zeit und ihren Folgen eingestand. In seiner Partei, der SPÖ, erinnert man sich noch an die sogenannte "Vranitzky-Doktrin": keine Koalition mit der FPÖ. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz anlässlich seines 80. Geburtstages spricht der ehemalige Bundeskanzler über seine Zeit am Ballhausplatz, die Fehler der Sozialdemokratie und wie sich Politik und Gesellschaft seither verändert haben.



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Die Grenzen der Empathie. Wenn das Mitfühlen zu viel oder zu wenig wird (4). Gestaltung: Hans Groiß Das Weltmuseum Wien und seine Sammler. Von Kopfjägern, Pfeilen und Sprachlisten (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer Der Clown des Bebop. Zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

musikprotokoll 2017. Stefan Fraunberger und das deranged orchestra. Gestaltung: Susanna Niedermayr Bei einer Klangforschungsreise in der Gangesebene hat Stefan Fraunberger unlängst acht Muscheln gefunden, die ursprünglich aus der Tiefsee geborgen wurden, um - nach dem Absägen ihrer Spitzen - den Brahmanen-Priestern als Instrumente zu dienen, mit denen sie ihre Riten ankündigen und einleiten. In Fraunbergers "deranged orchestra" werden die acht Tiefseemuscheln zu Signalhörnern, mit denen der Komponist in einer gleichsam rituellen Darbietung eine "punktungleiche Permutation" in der menschlichen Wahrnehmung auszulösen versucht. Trotz des Klimawandels begreift sich der Mensch noch immer als das Maß aller Dinge, anstatt wieder vermehrt auf die Rhythmen der Natur zu hören. Stefan Fraunberger ist eine jener drei Musiker/innen, die 2017 vom musikprotokoll für die ICAS Plattform Shape nominiert wurden.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten