Jetzt läuft auf Ö1:

Punkt eins

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Im Reich der unermesslichen Zahlen, Zeichen und wirkenden Kräfte" - Zum 60. Todestag des Dichters Leo Perutz macht sich der Verleger Reinhard Deutsch Gedanken über den Erzähler von Geschichten zwischen Wirklichkeit und Mystik. - Gestaltung: Alexandra Mantler Vor 60 Jahren starb am 25. August 1957 der große, immer wieder halb vergessene und mehrfach triumphal wiederentdeckte Erzähler Leo Perutz in Bad Ischl, wenig vor seinem 75. Geburtstag. Dort liegt er auch begraben. In Prag 1882 geboren, Fabrikantensohn, Versicherungsmathematiker, begann er im Wien der Jahrhundertwende zu schreiben, wurde zu einem Zentralgestirn des Kaffeehauses, kämpfte mit Egon Erwin Kisch für den Sozialismus, erzielte mit seinen Romanen, oft als Zeitungsfortsetzungsgeschichten, riesige Auflagen. Um sein Leben spinnt sich eine Fülle von Anekdoten. Manche Titel seiner Bücher kennen viele, wie "Nachts unter der steinernen Brücke" oder "Zwischen Neun und Neun". "Es war wohl ein Wesenszug der Zeit, im Einzelschicksal das Allgemeingültige zu suchen. Wenn ein Mensch aus der Welt fällt, hinterlässt er eine Lücke, und durch diese Lücke kann man in das Dahinter schauen, in den Riss in der Zeit, in der Logik, im Glauben. Die Figuren Perutz' überschreiten unvermittelt die Grenzen zwischen dem Wirklichen und dem Mystischen, dem Geträumten und dem Ersehnten", meint der Verleger Reinhard Deutsch über Leo Perutz. Perutz erzählt aus jenem Prag, in dem auch ein Golem umgehen könnte; er berichtet aus einem Südamerika, in dem Alte und Neue Welt aufeinanderprallen; er kündet von Seelenzuständen, die den Menschen in seiner innersten Not zeigen. Und er war ein gewiefter Erzähler. Doch auch in seiner routiniertesten Geschichte steckt noch die Besonderheit, die Überraschung, das Heraushebende. Oder, wie es Deutsch formuliert: "Er interessiert sich für seine Figuren und ihre Spiritualität, er gibt ihnen den Raum, zu sich zu finden und zu ihrem Gott."


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.55 Uhr

 

 

Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt. Gestaltung: Claudia Gschweitl Laurien Bachmann, geboren1992 in Grmünd, studiert Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Die Wahrnehmung von Raum und bestimmten Orten, sowie kollektive und persönliche Erinnerungen sind wiederkehrende Interessensfelder ihrer künstlerischen Arbeit. Durch Kombination von Analogem und Digitalem inszeniert sie Fundstücke zu Stand- und Bewegtbildern.


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Gerhard Krammer


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Ein grünes Juwel hinter Klostermauern. Stefan Kastenhofer führt durch den Hofgarten des Stifts Seitenstetten im Mostviertel. Teil 4: Frühe Zeugnisse des Kartoffelanbaues Gestaltung: Wolfgang Bauer Der historische Hofgarten des Benediktinerstifts Seitenstetten im niederösterreichischen Mostviertel zählt zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmälern Österreichs. Die von einer Mauer umschlossene Anlage wurde zu den Millenniumsfeiern des Jahres 1996 revitalisiert und wird seither jährlich von tausenden Gartenliebhabern besucht. Der Garten ist in mehrere Teilräume gegliedert, die an bestimmte Epochen in der langen Geschichte der Anlage erinnern. So kann man im Kräutergarten in die Frühzeit des Klosters eintauchen. Das Stift Seitenstetten, der "Vierkanter Gottes", wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts gegründet. In einem leicht abgesenkten und daher geschützten Bereich entlang der Gartenmauer finden sich mehr als 250 verschiedene Gewürz- und Heilkräuter, viele davon wurden bereits in der Klostermedizin des Mittelalters verwendet. Die Kräuter sind nach unterschiedlichen Themen bzw. Anwendungen angeordnet. So ist zum Beispiel der kräuterkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen ein Bereich gewidmet, deren Schriften im Mittelalter so manches Kloster beeinflusst haben. In der Zeit des Barock erhielt der Garten des Stifts eine bedeutende Ausprägung. An diese Zeit erinnern zum Beispiel die alten Steinvasen und das steinerne Wasserbecken im Zentrum. Eine besondere Attraktion bietet der Rosengarten mit mehr als 100 Strauch- und Kletterrosen. Es handelt sich um historische Sorten, die nur einmal im Jahr - im Juni - blühen und ihren unvergleichlichen Duft verströmen. Der Nutzgarten versorgt das Stift wie eh und je mit frischem Gemüse und Obst. Salat, Tomaten und Erdbeeren füllen die Beete. In Seitenstetten wurde sehr früh die Kartoffel kultiviert. Bereits 1621 wird der Anbau dieser aus der "Neuen Welt" eingeführten Frucht urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammen auch Beschreibungen der Nutzpflanze und Rezepte für deren Verwendung in der Küche.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Zwischen Romantik und Kalkül

Eine kleine Geschichte der Partnersuche (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sie sind die meistbegehrten Menschen der Welt: Mr. Right und Lady Perfect. Auf Speed-Dating Events und Partnersuchportalen im Internet tummeln sich Millionen Glückssuchende, um den oder die Richtige zu finden. Aber nach welchen Kriterien wählen wir unsere Liebespartner aus? Sind es wirklich immer Gegensätze, die sich anziehen? Oder gilt vielmehr das Motto: Gleich und Gleich gesellt sich gern? "Wir können es uns nicht aussuchen, mit wem wir zusammen sind", meint die Paartherapeutin Renate Hutterer-Krisch: "Wenn ihnen ein Mensch vorgestellt wird, spüren Sie genau, ob Sie sich angezogen fühlen oder nicht. Das ist ziemlich unabhängig davon, was Sie sich denken oder wollen, wir haben da nicht viele Wahlmöglichkeiten". Der Wiener Verhaltensbiologe Karl Grammer hat die Gesetzmäßigkeiten erforscht, nach denen sexuelle Anziehung funktioniert. Der 67-Jährige kommt zu einem klaren Befund: Attraktiv finden wir vor allem Männer und Frauen, die uns in ihren Eigenschaften und Gewohnheiten so ähnlich wie möglich sind. "Es gibt laut Studien keine einzige Gegensätzlichkeit, die sich anzieht", so Grammer: "Das macht auch Sinn im Bereich des täglichen Lebens: Je ähnlicher Ihnen jemand ist, umso weniger Konflikte haben Sie. Gegensätze tun sich wunderbar darin, sich jeden Tag zu streiten. Ob das Ei jetzt von der Spitze aufgeschlagen wird oder von der runden Seite: Wenn beide die Spitze wählen, gibt es keinen Konflikt". Die romantische Liebe, nach der sich heute so viele sehnen, ist kein natürliches Bedürfnis des Menschen, sondern eine historische Konstruktion, erfunden in den Minne-Konzeptionen des Mittelalters und schwärmerischen Erfolgsromanen des Sturm-und-Drang-Zeitalters. Jahrhundertelang wurden Ehen vor allem arrangiert - unabhängig davon, was Braut und Bräutigam füreinander empfanden. Die Liebe, so war man überzeugt, würde sich dann im Lauf der Zeit von selber einstellen. Andererseits: "Die Suche nach dem romantischen Ideal-Partner ist keineswegs nur eine Erscheinung unserer heutigen Zeit", schreibt die Münchner Kulturwissenschafterin Annegret Braun in ihrem Buch "Mr. Right und Lady Perfect": "Nur die Vorstellung davon hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert. Träumt eine Frau heute von Brad Pitt, so schwärmte früher eine Magd für den Bauernsohn - unerreichbar in beiden Fällen. Und schließlich die Erfahrung: Das Glück liegt oft woanders, als man sucht".


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Sudan und Südsudan

Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (4). Gestaltung: Maria Reininger Vor sechs Jahren, im Juli 2011 wurde der Südsudan nach einem Referendum gegründet - weit mehr als 90 Prozent der Südsudanesen hatten für die Unabhängigkeit vom Sudan gestimmt. Heute herrscht im Südsudan eine Hungerkrise - von den Träumen der Südsudanesen ist wenig geblieben. Mit der Trennung ist auch der nördlich gelegene Sudan zu einem neuen Staat geworden - derzeit Hotspot der Flüchtlingsströme Ostafrikas. Weitab davon, die Institutionen des Sudan zu erneuern, geht das Regime in den neuen Randzonen des Staats brutal gegen die Menschen vor, die ihre Ansprüche an Mitbestimmung und Wohlstand angemeldet haben. Auch wenn die Erdöleinnahmen in den vergangenen Jahren nicht gebracht haben, was man erhofft hatte: der Sudan und der Südsudan wären eigentlich wohlhabend. Sudanesische Historiker, Soziologen und Politikwissenschafterinnen erklären die Geschichte der beiden Staaten an den Oberläufen des Nil - die Geschichte arabisch-afrikanischer Identitätssuche am Ende der Kolonialzeit - und die jüngere Geschichte unter den Bedingungen neuer Raubzüge aus Europa und China. Wissenschafter/innen aus den afrikanischen Staaten haben die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte beobachtet und kommen meist zu anderen Schlüssen als Beobachter/innen aus der EU. Während die EU derzeit vor allem technische und militärische Unterstützung zur Flüchtlingsabwehr plant, haben sich sudanesische Historiker mit der Herkunft vorgeblich ethnischer Rivalitäten und den Lebensbedingungen der Dinka, Nuer, Nubier und anderer Bevölkerungsgruppen beschäftigt. Sie erklären die Lebensbedingungen für Frauen ebenso wie die ökonomischen und rechtlichen Prozesse, die aufgrund der Staatengründung des Südsudan die Zivilgesellschaft verändert haben. Ökonomen untersuchen in Netzwerken die Ursachen der Hungersnot im Südsudan und finden andere Gründe als das, was man früher "Stammeskämpfe" genannt hätte. Und sudanesische Journalist/innen beschreiben, welche Möglichkeiten sie für Flüchtlinge im nördlicher gelegenen Sudan sehen. Die afrikanischen Expert/innen bewerten, was die verschiedenen europäisch-afrikanischen Strategien unter den Bezeichnungen Khartoum-Prozess, Rabat-Prozess und deren mehr aus ihrer Sicht bringen. Sie sehen nach, ob in den noch unfertigen Marshallplänen einzelner europäischer Staaten Projekthilfe und militärische Ausrüstung zu sehr verzahnt werden. Und sie beschreiben, welche kulturellen und politischen Kooperationen stattdessen sinnvoll wären. Ein Radiokolleg von Maria Reininger.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister

Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (4). Gestaltung: Nina Prasse Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler haben eine grundlegende Gemeinsamkeit: Wien! Die Stadt an der Donau übte auf das Viererpasch eine gar magische Anziehungskraft aus. Wien gilt bis heute als europäische Musikmetropole, und war bereits zu Zeiten der Barockmusik für Komponistenkarrieren richtungsweisend. Antonio Vivaldi reiste im späten Alter von 62 nach Wien. Wollte der Venezianer gänzlich übersiedeln? Oder vieleher Kaffee in dessen Vielfalt genießen? Huldigte er die schwarze Bohne tatsächlich mit den Intermezzos "La Bottega del caffè?" Der Hamburger Jung Johannes Brahms fühlte sich inmitten der Wiener Gesellschaft so wohl, dass er sein letztes Lebensdrittel zwischen den Österreichern verbrachte. Nur, wieso spazierte er fast täglich über den Karlsplatz? War es etwa ein Ritual, so wie der starke Kaffee, zu seinem Frühstück? Nina Prasse, unsere Reporterin mit norddeutschen Wurzeln, kann gut nachvollziehen, warum die Kaffeehaus-Stadt mit ihrer vielfältigen Musikkultur lockt. Der nuancenreichen Musik-Historie folgt sie per Fuße, sucht markante Plätze in den Wiener Lebenszeiträumen der legendären Komponisten auf, und illustriert die Bedeutungen angebrachter Erinnerungstafeln mit Auszügen aus deren Werken. "Vivaldi, Gluck, Brahms oder auch Mahler to go" lädt zu vier ganz unterschiedlichen Spaziergängen ein. Köstliche 13 Minuten im Schwelgen von nostalgischen Erinnerungen, für Ihre "coffee to go"-Pause.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

Alles Dobro! Gestaltung: Michael Neuhauser Dass "dobro" in einigen slawischen Sprachen "gut" bedeutet bzw. auf Slowakisch auch "Segen", war wohl mit ein Grund, warum man sich für den gleichlautenden Firmennamen entschieden hatte; offiziell aber steht "Dobro" für "Dopyera Brothers", eine Firma, die der slowakischstämmige Musikinstrumentenbauer John Dopyera mit seinen Brüdern gründete, nachdem er sich mit seinen ursprünglichen Partnern bei der Firma "National Guitars" zerstritten hatte. Die vom genialen Tüftler Dopyera wegen Patentstreitigkeiten entwickelte Neukonzeption der von ihm ursprünglich miterfundenen Resonator-Gitarre führte zu neuen Klangresultaten und in der Folge auch zu neuen Spieltechniken, die vor allem die Countrymusik stark geprägt haben.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

Literarisches Österreich: Niederösterreich. "Die Lichtung". Von Peter Steiner. Es liest Cornelius Obonya. Gestaltung: Marina Ninic Nach dem Tod seines Vaters kehrt der Ich-Erzähler an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurück: Das Haus der Großeltern und die angrenzende Lichtung. Während er durch die Natur wandert, begibt er sich auf eine gedankliche Spurenreise in seine eigene Vergangenheit. Das Idyll seiner Kindheit, in das er sich so oft geflüchtet hat, wird zum Ort der Selbstfindung und Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte. Peter Steiner gehört als Schriftsteller zu den Spätberufenen. Geboren 1937 begann er erst in den 1980er-Jahren, literarische Texte zu verfassen. Davor war er 20 Jahre lang als Geologe tätig, vor allem in Afrika und Südamerika. Heute lebt Steiner als freier Schriftsteller in Baden und New York.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Nadja Kayali


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Schubert und Brahms für Tenor- und Baritonstimme: Daniel Behle und Christian Gerhaher "Aufhänger" des Programms ist einerseits eine Neueinspielung mit ausgefallenen Schubert-Opernarien für Tenor mit Daniel Behle und dem L'Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg, andererseits eine aus dem Archiv der Berliner Philharmoniker herausgegebene Schubert-Kompilation mit Nikolaus Harnoncourt am Pult. Sie enthält auch die Oper "Alfonso und Estrella" - mit Christian Gerhaher unter den Mitwirkenden. Schubert mit Daniel Behle und Christian Gerhaher ist auch anhand der Liederzyklen vorführbar, und ruft geradezu nach einer Ausweitung ins spätere 19. Jahrhundert, zur "Schönen Magelone" von Johannes Brahms, die unlängst von beiden Sängern aufgenommen wurde.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Leben heute

Krawatten und ihre Zukunft im 21. Jahrhundert Eine Krawatte lässt "die besten Seiten der Persönlichkeit" hervortreten, schwärmt einer der vielen Stilratgeber im Internet, ohne genau zu erklären, wie sie das tut. Krawatten haben etwas von Uniformiertheit, gleichzeitig zeigt man mit ihnen Individualität. Fast schon aus der Mode gekommen, scheinen sie jetzt vor einem Comeback zu stehen - in neuen und vielfältigeren Varianten. Ein Krawattenproduzent blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft; ein Krawatten-Fan erweitert seit seiner Studienzeit stetig seine Sammlung und hat alle Regeln des Stils verinnerlicht; und eine Kostümbildnerin muss immer öfter jungen Schauspielern erklären, wie man das Ding um den Hals bindet und würdevoll trägt. Gestaltung: Xaver Forthuber Aufgehoben: Der Film-Schnittmeister Alexander Dimko erzählt über seine Goldkette mit Davidstern-Anhänger. Gestaltung: Tanja Rogaunig


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Radio für Kinder

Erste Hilfe mit Gerhard: Insektenstiche. Gigi Giraffe hat schauderhafte Erinnerungen an die letzte Grillparty. Baumstammdick war sein langer, langer Giraffenhals angeschwollen, weil ihm niemand vorher gesagt hat, was Gerhard Boigenzahn unserem Radiohund sagt: Bloß nicht aus einer Dose trinken. In Gigis Limo schwamm eine Wespe und die stach ihn in den Hals. Gerhard, Kids-Trainer beim Roten Kreuz in Wien, macht mit Rudi und seinen Hörerinnen und Hörern einen Radio-Erste-Hilfe-Kurs - diesmal zum Thema Insektenstiche. Rudi: "Das klingt gefährlich. Krankenhaus, oder?" Gerhard Boigenzahn, Kids-Trainer beim Roten Kreuz in Wien: "Sofort zum Arzt. Oder die Rettung rufen: 144 ist übrigens die Notrufnummer." Rudi: "144, Rettung kommt zu mir. Das kann ich jetzt schon im Schlaf bellen. Aber sag einmal, sind alle allergisch?" Gerhard Boigenzahn: "Nein und man weiß das nie vorher, ob man das ist - bis man vielleicht gestochen wird. Das kann dann auch in späterem Alter passieren, dass man allergisch wird." Gestaltung: Barbara Zeithammer Lea Heurteur


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Radiodoktor - Medizin und Gesundheit


16.40 Uhr

 

 

Die Ö1 Kinderuni

Was sind Gravitationswellen? Über ein neues Fenster zum Weltall Gestaltung: Tanja Malle Vor mehr als 100 Jahren hat der heute weltbekannte Physiker Albert Einstein die Vermutung aufgestellt, dass sich eine bestimmte - bis dahin unbekannte - Art von Wellen durch Raum und Zeit bewegt. Doch erst im vergangenen Jahr konnten Wissenschafter/innen den Nachweis erbringen, dass dem tatsächlich so ist. Der Name dieser besonderen Wellen: Gravitationswellen. Die Ö1-Kinderunireporter Josef, Killian und Mohab sprechen darüber mit dem theoretischen Physiker Peter Aichelburg, der jahrzehntlang an der Universität Wien geforscht und gelehrt hat. Besonders interessant finden alle die neuen, riesigen Messinstrumente in den USA, die es ermöglichen Gravitationswellen aufzuspüren.


16.55 Uhr

 

 

Das Ö1 Musiklexikon

Atonal mit Gottfried Rabl Redaktion: Irene Suchy und Hans Georg Nicklaus


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Vom Frieden von Saint Germain bis zum Verlust der Eigenstaatlichkeit. Mit Arnold Suppan, emeritierter Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Wien. Gestaltung: Christina Höfferer Nach dem Frieden von Saint Germain, der das Schicksal der ersten Republik Österreich grundlegend definierte, trafen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit die Bevölkerung schwer. Die Regierung suchte Bündnispartner von Berlin bis Rom und konnte schließlich die wirtschaftliche Situation durch eine Völkerbundanleihe, an welche jedoch schwerwiegende Auflagen geknüpft waren, in den Griff bekommen, während sich die innenpolitische Lage zuspitzte. Besonders der Justizpalastbrand von 1927 führte zur illegalen Bewaffnung von Teilen der Bevölkerung, welche sich in den Heimwehren und im Republikanischen Schutzbund zusammenschlossen. Die Weltwirtschaftskrise der Jahre 1930 bis 1933 brachte auch die größte österreichische Bank, die Creditanstalt, an den Rand des Ruins. Das deutsch-österreichische Zollunionsprojekt scheiterte, ebenso wie das sogenannte "austrofaschistische" Regierungsmodell. Die entscheidenden Vertreter der österreichischen Außenpolitik suchten verzweifelt Allianzen im Spannungsfeld zwischen Mussolini und Hitler, welcher indessen den Anschluss der Alpenrepublik vorbereitete.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Die Kaufsucht ist hierzulande ein eher neues Phänomen. Doch rund 10 Prozent der Bevölkerung sollen darunter leiden: Kaufen müssen. - Gestaltung: Cornelia Krebs 15 Paar Schuhe auf einmal, noch ein Haushaltsgerät, das man nicht braucht: Bei der Kaufsucht geht es mehr um den Akt des Erwerbens als um die Waren selbst. Die werden zu Hause oft nicht einmal mehr ausgepackt. Hinter dem unkontrollierbaren Shoppingbedürfnis stecken fast immer andere Leiden, etwa Angststörungen und Depressionen. Und fast immer führt die Sucht in den finanziellen Ruin. Die Kaufsucht, Oniomanie, ist behandelbar, doch weil man einzukaufen schwer vermeiden kann, ist es schwierig, davon loszukommen


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Nature Writing. Von Sven Ahnert Der Tierarzt und Rechtsmediziner Charles Foster wird zum Dachs und frisst Erde und Regenwürmer. Der Abenteurer Roger Deakin durchschwimmt alle Gewässer Englands. Der Schriftsteller Iain Sinclair spaziert auf der Autobahn rund um London. Die Liste dieser "Nature Writer" ließe sich beliebig ausdehnen, denn die Lust auf Wildnis ist im angloamerikanischen Sprachraum seit 200 Jahren ungebrochen. Mit Henry David Thoreaus Rückzug in eine selbstgebaute Hütte und seinem Essay "Walden" hat alles begonnen. Eine Bibel für Aussteiger/innen und Naturschützer/innen, die zum literarischen Vorbild der Nature Writer wurde. Ein Genre, angesiedelt zwischen Naturkunde und Autobiografie, das ein Stück Wildnis radikal-subjektiv ins Visier nimmt. Mittlerweile hat sich das Natural Writing auch im deutschsprachigen Raum ausgebreitet. - Was steckt hinter dieser Renaissance? Hat uns die Natur wieder? Geht es um eine neue Aufklärung, um Umweltbewusstsein? Oder bloß um einen literarischen Bio-Trend, um das Symptom einer Lebenskrise einer ganzen Generation.


19.30 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2017

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Aziz Shokhakimov; Andrei Ionita, Violoncello. Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 * Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (aufgenommen am 5. August in der Felsenreitschule Salzburg in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Philipp Weismann Preisträger Ein Cellokonzert, entstanden in Friedenszeiten in den USA, und eine Symphonie, ein halbes Jahrhundert später in der UdSSR komponiert, während des Zweiten Weltkrieges; geschrieben von zwei Komponisten, die für ihre Kunst die Heimat brauchten und in der Fremde an Heimweh litten: Gegensätze ebenso wie Gemeinsamkeiten bestimmen das Programm dieses Festspielabends, an dem das RSO Wien mit zwei Stars von morgen musiziert. Aziz Shokhakimov ist noch keine 30 und doch schon ein erfahrener Dirigent. Mit 14 gab er sein Debüt in der Usbekischen Nationaloper und gewann 2016 den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. So wie der 1994 geborene Cellist Andrei Ionita zählt er zu den größten Talenten der jungen Generation. Merkwürdig, dass Antonin Dvorak das Violoncello als Soloinstrument lange Zeit nicht sonderlich geschätzt hatte. Erst seine amerikanischen Jahre 1892 bis 1895 brachten die Wende. Er war als Direktor des New Yorker Konservatoriums engagiert worden, um "dem Kontinent, den Kolumbus entdeckte, eine Neue Welt der Musik hinzuzufügen". Neben großer Kammermusik und etwa der Symphonie "Aus der Neuen Welt" schrieb er dort als eines seiner bedeutendsten, beliebtesten Werke auch ein Cellokonzert, als wollte er alle früheren Einwände Lügen strafen. Die "amerikanischen" Einflüsse treten hier zurück und machen einer elegischen, stellenweise fast nostalgischen Grundhaltung Platz, die allerdings zum Klangcharakter des Soloinstruments perfekt passt und durch energisch strahlende Höhepunkte ausbalanciert wird. Glänzt Sergej Prokofjews populäre 5. Symphonie ähnlich selbstsicher und triumphierend? Oder macht sie, zumindest im Finale, nicht eher Angst mit dem Stampfen einer unaufhaltsam wirkenden Maschinerie? 1918 hatte Prokofjew wegen Revolution und Bürgerkrieg Russland den Rücken gekehrt, dann in den USA und in Frankreich Erfolge gefeiert, aber auch Krankheiten und Rückschläge erlebt. "Ich muss wieder russische Laute in meinen Ohren hören und mit Leuten von meinem Fleisch und Blut reden, damit sie mir zurückgeben, was mir hier fehlt: ihre und meine Lieder", wurde ihm schließlich klar. 1936 ging er mit Frau und Söhnen für immer zurück ? eine Entscheidung, an der die Familie zerbrechen sollte. Außerdem hatte sie auch künstlerisch einschneidende Folgen: Anfangs wurden ihm Rosen gestreut, später musste sich Prokofjew für seine Musik maßregeln lassen. "Mit der Fünften Symphonie wollte ich ein Lied auf den freien und glücklichen Menschen anstimmen, seine schöpferischen Kräfte, seinen Adel, seine innere Reinheit", gab er an - eine Hymne auf den Kommunismus? Nein. Denn jenseits der vielfach blechgepanzerten Klänge, die sich scheinbar erhaben und unantastbar durch die Tonarten winden, reißen die Gräben von Zwang, Diktatur und Krieg auf: Diese Musik ist nicht gealtert. (Text: Walter Weidringer)


21.00 Uhr

 

 

Im Gespräch

Museum der Meisterwerke: Peter Huemer im Gespräch mit dem Satiriker Ephraim Kishon (Erstausstrahlung am 7. Juli 1988) Der israelische Autor Ephraim Kishon war Zeit seines Lebens einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. Aber der 1924 als Ferenc Hoffmann in Budapest Geborene ist nicht nur der "Humorist en gros", wie man ihn vor allem im deutschsprachigen Raum kennt. Ephraim Kishon kann sich sehr gut mit Kurt Tucholskys Beschreibung der Satiriker als "gekränkte Idealisten", die gegen das "Schlechte in der Welt anrennen", identifizieren. In Israel gehörte er, der 2005 in der Schweiz verstarb, laut Eigendefinition auch zu den "schärfsten Regimekritikern". "Witz und Trauer" - unter dieses Motto hat deshalb Peter Huemer sein Gespräch mit Ephraim Kishon gestellt. Es geht dabei um den Einfluß, den Literatur auf Politik nehmen kann, um die Frage, wie Kishon sein Heimatland Israel vierzig Jahre nach der Staatsgründung sieht, um den aktuellen Konflikt in den besetzten Gebieten, um Kishons Bild von Frau und Familie, ums Geld und ums Sterben, und vor allem darum, ob Satiren konkret etwas bewirken können oder nur "der aussichtslose Versuch sind, die Wirklichkeit übertreffen zu wollen". Denn schließlich meinte Kishon selbst: "Ich kann euch zwar nicht ändern, aber ihr sollt wenigstens wissen, daß ich euch sehe, und daß ich sehe, daß ihr kleine und schwache Wesen seid. Und ich weiß es...."



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Zwischen Romantik und Kalkül. Eine kleine Geschichte der Partnersuche (4). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sudan und Südsudan. Reichtum und Katastrophen am oberen Nil (4). Gestaltung: Maria Reininger Unterwegs in Wien, auf den Spuren der Meister. Vivaldi, Gluck, Brahms und Mahler to go (4). Gestaltung: Nina Prasse


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

V:NM Festival: Erfahrungsaustausch Trondheim - Graz. Gestaltung: Franz Josef Kerstinger Zwischen den Terminen des biennalen Festivals für zeitgenössische Neue, elektronische und improvisierte Musik in Graz, veranstaltet vom "Verein zur Förderung und Verbreitung Neuer Musik" (V:NM), begeben sich einige seiner Musikerinnen und Musiker auf Reisen, um mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern Erfahrungen auszutauschen. Nach Ausflügen, die sie nach Köln (Deutschland), London (Großbritannien), Wroclaw (Polen) und Zagreb(Kroatien) geführt hat, kam es im Vorjahr zur Begegnung mit der norwegischen Szene (Trondheim). Im Rahmen des V:NM Festivals vom 24. bis zum 27. Mai 2017 fand dann der Gegenbesuch der norwegischen Kolleginnen und Kollegen statt.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten