Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Das Leben wählen ...". Anlässlich des 100. Geburtstages von Oscar Romero setzt sich der Missionstheologe Pater Franz Helm mit dessen Leben auseinander. - Gestaltung: Alexandra Mantler Als katholischer Erzbischof von San Salvador trat Oscar Arnulfo Romero für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land ein und galt daher als Verfechter der Theologie der Befreiung. Damit stellte er sich in Opposition zur damaligen Militärdiktatur und wurde 1980 deshalb ermordet. Der Prozess zu seiner Seligsprechung dauerte zwei Jahrzehnte, wurde immer wieder gestoppt, weil Romero Beteiligten des Verfahrens als Repräsentant der Befreiungstheologie verdächtig erschien. Erst vor zwei Jahren wurde Oscar Romero in San Salvador offiziell seliggesprochen. Der Missionstheologe Pater Franz Helm vom katholischen Orden der Steyler Missionare, der u.a. mehrere Jahre in Brasilien tätig war, setzt sich in seinen "Gedanken für den Tag" anlässlich des 100. Geburtstages von Romero mit dessen Leben und Theologie auseinander.


07.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (I)

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.55 Uhr

 

 

Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt. Gestaltung: Claudia Gschweitl und Eva Teimel Oktavia Schreiner, geboren 1991 in Salzburg, wuchs in Berlin, Rom und Linz auf. 2017 schloss sie ihr Master-Studium im Fach "Plastische Konzeptionen/Keramik" an der Kunstuniversität Linz ab. Zu ihren letzten keramischen Arbeiten zählen große, bis zu 100 Kilogramm schwere Tonobjekte, auf die sie mit Engobe und Glasur Bilder gemalt hat: Räume, Architekturen, Landschaften und Zeichen.


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal (II)


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Stefanie Maderthaner. Die etwas eigentümlichen Kommissare aus skandinavischen (oder isländischen) Krimis hören gerne gut ausgewählte, exklusive, klassische Aufnahmen. Sie sind auch leicht irritiert, bis hin zu verärgert, wenn die Musikauswahl in ihrem jeweiligen Klassiksender nicht "aufgeht"- so wie sie sich das eben vorstellen. Wenn sich die Stücke (bei falscher Wahl) eher gegenseitig schwächen oder gar auslöschen, anstatt durch neue "Nachbarn" wieder neuen Glanz zu bekommen. Außerdem in diesem Pasticcio eine junge, ungewöhnliche Pianistin aus Japan, mit Musik von Prokofjew - Kana Okada.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Warzige Zeitgenossen mit Seltenheitswert. Der Biologe Axel Schmidt erzählt über die Kreuzkröte, die gefährdetste Amphibienart Österreichs. Teil 4: Schutzmaßnahmen für das Überleben. Gestaltung: Wolfgang Bauer Die Kreuzkröte (Bufo calamita) ist die am stärksten gefährdete Amphibienart Österreichs. Sie kommt hierzulande an nur zwei Standorten vor - am Lech in Tirol mit etwa 20 Individuen sowie im Waldviertel bei Gmünd mit etwa 550 Individuen. Die Tiere bevorzugen Lebensräume mit lockeren Böden, in die sie sich als nachtaktive Lebewesen tagsüber vergraben können, die hohe Temperaturen aufweisen und die vegetationsarm sind. Das waren früher Schwemmsandböden von Bach- oder Flussauen. Durch die weitgehende Zerstörung dieser ursprünglichen Lebensräume (Primärhabitate) an Fließgewässern lebt die Kreuzkröte heute in von Menschen gestalteten so genannten Sekundärhabitaten wie Sandgruben oder Steinbrüchen. Im Namen der Kreuzkröte steckt bereits ein Hinweis auf ein besonders auffälliges Merkmal - das Kreuz. Aber es handelt sich nicht etwa um eine kreuzförmige Zeichnung, sondern um eine markante gelbe Linie am Rücken, der ja umgangssprachlich als Kreuz bezeichnet wird. Die Kreuzkröte ist nicht nur die seltenste Amphibienart Österreichs, mit einer durchschnittlichen Kopf-Rumpflänge von 60 Millimetern ist sie auch eine der kleinsten Kröten. Und sie ist die einzige Kröte, die sich laufend und nicht springend fortbewegt und dabei beachtliche Geschwindigkeiten erreicht. Dabei bewältigt sie mühelos Distanzen von zwei oder drei Kilometern. In den Sandgruben von Gmünd im Waldviertel können Aktionsradien von etwa einem Kilometer beobachtet werden. Auch die Kletterfähigkeit der Tiere ist beachtlich, sie überwinden mühelos steile Sandböschungen oder klettern auf Pflanzen, um Insekten zu fangen. Zur Fortpflanzung sucht die Kreuzkröte wie fast alle heimischen Amphibien Gewässer auf. Das sind in den Sanddünen bei Gmünd sehr seichte Gewässer, die immer wieder austrocknen können. Durch drei zeitlich voneinander getrennte Laichperioden zwischen April und August minimiert jedoch die Kreuzkröte das Risiko, durch eine Trockenperiode ihren gesamten Nachwuchs zu verlieren. Mit enorm lauten Rufen - bis zu 90 Dezibel - locken die Männchen die Weibchen zur Paarung an die Laichgewässer. Was die Gefährdung der Kreuzkröte an den beiden Standorten in Österreich angeht, so ist die Situation bei den 20 Individuen am Lech trotz Schutzmaßnahmen und Nachzuchten im Alpenzoo Innsbruck dramatisch. In den Sanddünen von Gmünd ist die Situation wesentlich entspannter. Die Population dort ist seit Jahren konstant, gezielte Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich. Durch den Sandabbau werden immer wieder neue Lebensräume für die Kreuzkröte geschaffen. Zusätzlich entstehen Ausgleichsflächen, so dass das Waldviertler Vorkommen für die nächsten Jahre gesichert zu sein scheint.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl


09.42 Uhr

 

 

Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Intrada - Festivalmagazin

Salzburger Festspiele +++ Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Präsentation: Nicole Brunner


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten - Neue Literatur aus Österreich

"Fliegenpilze aus Kork". Von Marie Luise Lehner. Es liest Chris Pichler So einen Vater hat wahrlich nicht jeder: Einen, der aus einem Stofflappen eine Puppe knüpft. Einen, der im Kino zu laut spricht und mit schönster Regelmäßigkeit aus "Der kleine Prinz" vorliest. Dieser Vater ist in vielerlei Hinsicht ganz und gar nicht mit anderen vergleichbar. Mit ihm gibt es Anlässe zum Lachen und Staunen, aber auch zum Schämen und Schweigen. Die 22-jährige Autorin Marie Luise Lehner widmet sich in ihrem ersten Roman "Fliegenpilze aus Kork" einer besonderen Beziehung zwischen einer Tochter und ihrem Vater. Beginnend bei der Geburt bis zum Alter von 20 Jahren erzählt sie große und kleine Episoden aus einem Vater-Tochter-Leben. Die Eltern der namenlosen Protagonistin lassen sich scheiden, als das Mädchen zwei Jahre alt ist. Erzählt werden Augenblicke und Erlebnisse, die dem Mädchen fortan mit ihrem Vater widerfahren. Und diese sind ungewöhnlich, doch das erkennt das Kind erst nach und nach. Der Vater ist Künstler und lebt von Gelegenheitsjobs. Er hat seine ganz eigenen Vorstellungen davon, wie sein Leben und das seiner Tochter aussehen sollen. Wenn andere mit ihren Kindern auf den Spielplatz gehen, unternimmt er stundenlange Spaziergänge mit dem Mädchen durch Wien. Sie lassen sich nachts im Park einsperren, stehlen Elektrogeräte auf dem Müllplatz oder sammeln Kupferleitungen auf Baustellen. Marie Luise Lehner, geboren 1995 in Linz, lebt in Wien und in Linz. Studium am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst und Drehbuch an der Filmakademie Wien. Die Schriftstellerin hat bereits in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Mit dem Buch "Fliegenpilze aus Kork" liegt nun der Debutroman Marie Luise Lehners vor. Ihre weiteren Arbeiten umfassen Theaterstücke und Prosa, ihre Erzählungen wurden mit Preisen ausgezeichnet (Kolik-Preis, Jugendliteraturwettbewerb "sprichcode").


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gerhard Krammer. Barocke musikalische Vor- und Hauptspeisen vom Fuße des Vesuv. Dass Neapel eine lange und große Musiktradition aufweisen kann, ist hinlänglich bekannt. Und es verwundert nicht, dass im Laufe der Jahrhunderte zahllose Komponisten und deren Werke selbstredend in Vergessenheit geraten sind. Das Ensemble Aurora unter Enrico Gatti hat aus diesem umfangreichen Fundus eine geschmackvolle Menükarte mit in Neapel geborenen oder wirkenden Barockkomponisten zusammengestellt. Wir wollen hören, ob des leichte Vorspeisen sind, oder vielleicht doch die eine oder andere nachhaltige Hauptspeise zu verkosten ist.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Ausgewählt

mit Hans Georg Nicklaus. Im Interpretationsvergleich: Beethovens "Erzherzog"-Trio (Klaviertrio B-Dur op. 97) und ein Madrigal des exzentrischen Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa. Beethovens sogenanntes "Erzherzog-Trio" (Erzherzog Rudolph, dem jüngeren Bruder des österreichischen Kaisers gewidmet) entstand in seiner "mittleren Schaffensphase". Am 11. April 1814 wurde es im Saal des Hotels "Römischer Kaiser" in Wien uraufgeführt. Der fast taube Beethoven spielte selbst das Klavier, was zu etwas reservierten Kommentaren der Kritiker führte - aber auch zu sachkundigen Urteilen, die über das "Handicap" des Pianisten hinwegsahen. Dirigent und Komponist Ignaz Moscheles kommentierte dieses neue Werk Beethovens mit den Worten: "Bei wie vielen Kompositionen steht das Wörtchen 'neu' am unrechten Platz! Doch bei Beethovens Kompositionen nie, und am wenigsten bei dieser, welche wieder voll Originalität ist". "Oimè, ch'io moro amando" / "O weh, ich sterbe liebend" - heißt es in einem der wie immer dramatischen, schmerzverzerrten Madrigale des Fürsten von Venosa. Ob Gesualdo dabei an seine möglicherweise von ihm selbst erdolchte Ehefrau dachte, die er beim Ehebruch ertappt hatte, ist reine Mutmaßung. Dass der Fürst aber seine Tat musikalisch zu bewältigen versuchte, scheint auf der Hand zu liegen. Wie interpretieren die Sänger und Sängerinnen diese für heutige Ohren etwas übertrieben theatralischen Schmerzorgien in Gesualdos Madrigalen?


15.30 Uhr

 

 

Moment - Kulinarium

Im Rahmen des Schwerpunkts "Im Park": Die Institution Meierei im Wandel von der herrschaftlichen Jausenstation zum Spitzenlokal Historisch betrachtet war eine Meierei im Wesentlichen eine Landwirtschaft. Im 19. Jahrhundert entstanden in Garten- und Parkanlagen "Meiereien", Lokale in denen man die Produkte der oft herrschaftlichen Landwirtschaften konsumieren konnte. Den Besuchern wurde auch nahe gelegt, die prächtigen Kühe und die damals modernen Stallungen zu bewundern. Im Wiener Stadtpark wurde im Jahr 1903 die "Milchtrinkhalle der Stadt Wien" errichtet. Heute ist dort das Spitzenrestaurant "Steirereck", das zusätzlich mit dem Lokal "Meierei" diese alte Idee fortführt. Gestaltung: Alois Schörghuber Kostnotizen: Das Buch "Schwammerlzeit!" von Klaus Kamolz Gestaltung: Alexander Bachl


15.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Tipps für Klein und Groß 1. Asparn a. d. Zaya: Mamuz 2. Salzburg: Spielzeugmuseum 3. Salzburg: Salzburger Festspiele 1. Angeboten wird das Sommerfamilienaktivprogramm im Urgeschichtemuseum MAMUZ in Schloss Asparn an der Zaya, noch bis 1. September. Das vor allem interaktive Abenteuerprogramm findet jeweils von Dienstag bis Freitag zwischen 13 und 15 Uhr statt. "Finde heraus, was wirklich in dir steckt, wenn du einem Mammut gegenüberstehst und probierst es zu "jagen". Sammle deinen Mut und versuche dich in einer Welt fernab von jeglichen modernen Hilfsmitteln. Dazu gehört auch das Handwerken und das Kochen: Schmeckt ein Fladenbrot, dass einem 7000 Jahre altem Rezept entspringt wirklich gut? Erlebe, wie an verschiedensten Stationen die Welt der Steinzeit und Kelten vor deinen Augen wieder zum Leben erwacht. Teste dein Können bei Wissensfragen und Aktivstationen! Lerne dein eigenes Brot zu backen, sowie Feuer und Metall zu zähmen, um deinen eigenen Talisman herzustellen." 2. Mit allen Sinnen in die Welt der Spielzeuge eintauchen können Jung und Alt im "Spielzeugmuseum" in Salzburg. Um die Exponate besser zu sehen, sind sie in Augenhöhe der Kinder platziert. Und natürlich soll im Museum vor allem eines getan werden - nämlich viel gespielt werden. Die aktuelle Sonderausstellung heißt "Angezogen!" In der Sammlung des Spielzeug Museum warten nicht nur viele Puppen darauf, sich den kleinen und großen Besuchern vorstellen zu dürfen. Diesmal wird die Garderobe in den Mittelpunkt gerückt, denn selten kommt eine Puppe ohne passende Wäsche zu uns. In vielen Fällen wurde diese von Müttern selbst gehäkelt, gestickt oder geschneidert, damit die kleinen Damen und Herren auch der Wetterlage entsprechend eingekleidet werden können. Wir zeigen eine breite Palette: von der Pudelhaube und Strickpullover für den Schibuben über Regenkleidung und Winterjacken bis zur feinsten weißen Schürze, die früher bei Tisch zum Kakaotrinken über die Kleider angezogen wurde. Kleider machen Leute - das gilt auch in der Puppenwelt!" Neben der Sonderausstellung beherbergt das Spielzeugmuseum Salzburg auch eine Bibliothek mit ausgewählten Kinderbüchern, ein Kino sowie ein Kasperltheater zum Mitmachen. 3. Noch bis 30. August steht die Kinderoper "Der Schauspieldirektor" von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm der Salzburger Festspiele. Vor dem Beginn des rund 60-minütigen Singspiels gibt es einen Einführungsworkshop. In diesem lernen die jungen Besucher die Handlung, Figuren und die Inszenierung spielerisch kennen. Der Aufführungsort ist die Große Universitätsaula. Der Beginn ist 13 Uhr 30, das empfohlene Alter ab 6 Jahren - und die Handlung die ist Folgende: "Das Leben des Schauspieldirektors Frank ist alles andere als einfach: Um sein neues Stück auf die Bühne zu bringen, benötigt er dringend finanzielle Unterstützung. Bankier Eiler sagt ihm diese zu - jedoch nur unter der Bedingung, dass der Schauspieldirektor auch Eilers Freundin engagiert. Nachdem Frank endlich alle Rollen besetzt hat, streiten die Darsteller wieder ums liebe Geld. Erst als er droht, die Premiere und damit die gesamte Produktion abzublasen, besinnen sich die Mitwirkenden auf das Wesentliche: den Zauber des Theaters zu entfachen!"


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Im Gespräch

Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Politikerin Freda Meissner Blau (Erstausstrahlung am 16. Oktober 2014) Sie war die Grande Dame der österreichischen Politik, wandelndes Gewissen der Nation: die Journalistin, Politikerin und Umwelt-Aktivistin Freda Meissner-Blau. Am 11. März 1927 kam sie in der Nähe von Dresden als viertes Kind der Familie zur Welt. Die Mutter stammte aus nordböhmischem Geldadel, der Vater aus altösterreichischem Offiziersadel. Sie wuchs mit griechischen Göttern und unendlich viel Disziplin auf, suchte immer nach der Begegnung mit anderen Menschen und neuen Erkenntnissen für sich selbst, zog durch die Welt, wurde Mutter von drei Kindern und Ehefrau von drei Männern. 1986 kandidierte sie als erste Frau in Österreich für das Amt der Bundespräsidentin. Im gleichen Jahr gründete Meissner-Blau, gemeinsam mit anderen, die Partei "Grüne Alternative" und zog ins Parlament ein. Mit 88 Jahren veröffentlichte sie 2014 ihre Autobiographie. Und wie nicht anders zu erwarten, drückt der Titel Widerspenstigkeit, Nachdenklichkeit, (Selbst-)Kritik aus: "Die Frage bleibt! 88 Lehr- und Wanderjahre". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz sagt Meissner-Blau, die am 22.Dezember 2015 starb, sie sei immer noch rebellisch.


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. Französischer Pop der 60er Jahre. 1963 erfasste die Beatlemania auch Frankreich. Die kreischenden Mädchen bei den Konzerten der vier Liverpooler nannte man schnell "Les Yéyé" und Serge Gainsbourg schrieb wunderbar ironische Lieder über diese Hysterie, gleichzeitig komponierte er aber auch Lieder im Yéyé-Sound für Sängerinnen wie France Gall und Francoise Hardy.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Trojanische Helden und kalte Krieger. Mit Ilja Steffelbauer, Historiker an der Universität Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer "Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin" - mit dieser Parole ging die Friedensbewegung Anfang der 1980er Jahre gegen den Nato-Doppelbeschluss auf die Straße. Das Zitat stammt eigentlich vom amerikanischen Dichter Carl Sandburg, der als Kriegskorrespondent im Ersten Weltkrieg war und wissen musste, was Krieg abseits patriotischer Heldengeschichten wirklich bedeutet. Doch aus der Erfahrung scheint die Menschheit nicht zu lernen - wir sind jedenfalls heute um nichts friedlicher geworden als zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, auch wenn Westeuropa lange Zeit vom Krieg verschont geblieben ist. Ein Blick zurück in die vergangenen 3.000 Jahre zeigt: Der Krieg war in der Menschheitsgeschichte eher Normalzustand als Ausnahme. Kriege haben unsere Gesetze geprägt, auf Religion, Architektur und Literatur Einfluss genommen. Beispielsweise in der Person des Achilleus, der für die Griechen nach Troja zog und zum Helden des ersten großen Werkes der abendländischen Literatur wurde - der Ilias. Seit dem Fall Trojas um 1230 vor Christi haben sich die Kriege und ihre Protagonist/innen natürlich immer wieder verändert. Da gibt es den Legionär Gaius Julius Cäsar, den Putschisten Cemal Gürsel, den Terroristen Osama bin Laden, aber auch die Kindersoldatin China Keitetsi und den Drohnenkrieger Brandon Bryant.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Im Journal zu Gast Extra

Nationalratswahl 2017


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

matrix - computer neue medien

Klimakiller Bitcoins. Wieviel Energie virtuelles Geld frisst. Gestaltung: Ulla Ebner Eine Währung über die Banken und Staaten keine Kontrolle haben. Für manche Aktivisten gehört das Kryptogeld Bitcoin zum Traum vom hierarchiefreien Raum. Und doch stehen Bitcoins auch immer wieder in der Kritik. Einerseits, weil man damit anonym im Netz illegale Geschäfte tätigen kann. Aber auch aufgrund des hohen Energieverbrauchs. Bitcoins werden durch einen Prozess hergestellt, der "Minen" -also Schürfen - genannt wird. Dabei müssen Computer komplexe Aufgaben lösen. Und das verbraucht enorm viel Strom, berichtet Ulla Ebner. Moderation und Redaktion: Franz Zeller


19.30 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2017

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Cornelius Meister. Claude Vivier: Siddhartha für acht Instrumentengruppen * Richard Wagner: Vorspiel und Isoldes Liebestod aus "Tristan und Isolde" * Giacinto Scelsi: Hymnos für Orgel und zwei Orchester * Richard Strauss: Tod und Verklärung op. 24 (aufgenommen am 12. August in der Felsenreitschule Salzburg in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Philipp Weismann Eros und Thanatos "Das ist keine Musik ? Dies ist das Chaos! Dies ist Demagogie, Blasphemie und Wahnwitz! Dies ist ein parfümierter Qualm, in dem es blitzt!" So zürnt in Thomas Manns "Buddenbrooks" der brave Organist und Bach-Verehrer Edmund Pfühl über Richard Wagners "Tristan und Isolde", und so entrüsteten sich seinerzeit viele rechtschaffene Musiker über das unerhörte Werk. Die Vereinigung von Eros und Thanatos, von Liebe und Tod, sie blieb noch lange skandalös ? obwohl oder gerade weil der "Tristan" und sein geheimnisvoller Akkord, der nach Auflösung strebt und doch sehnsuchtsvoll in sich ruht, das Tor zu öffnen schienen in eine harmonisch ungewisse Zukunft, in die Moderne. Denn die Ungewissheit wirkte stärker als die Erfüllung im verklärt leuchtenden H-Dur am Ende des "Liebestodes". Dabei stammt diese Bezeichnung für den Schlussgesang der Isolde vom Verleger, Wagner selbst sprach lieber von Isoldes "Verklärung". Und so wirkt es umso logischer, dass Cornelius Meister und das RSO Wien zum Finale dieses Festspielkonzerts ein anderes musikalisches Sterben zelebrieren, jenes von Richard Strauss? Tondichtung "Tod und Verklärung". Was viele Zeitgenossen sowohl bewunderten als auch befremdlich fanden, war jedenfalls der klinisch kühle, scharfe Blick, den der bei der Uraufführung 1890 gerade 26-jährige Strauss auf den imaginären Sterbenden und seine Todesqualen warf ? und die Genauigkeit, mit der er diese musikalisch zu schildern wusste, erinnert an das berüchtigte Typhus-Kapitel in "Buddenbrooks", das gerade durch seine distanzierte Schilderung des Krankheitsverlaufs so beklemmend wirkt. Fast 60 Jahre später soll Strauss auf dem Totenbett gesagt haben, es verhalte sich mit dem Sterben genau so, wie damals komponiert. Es fällt schwer, das tragisch frühe Ende Claude Viviers mit knapp 35 Jahren nicht im Widerstreit von Eros und Thanatos zu sehen: Der kanadische Komponist wurde 1983 in Paris von einem jungen Prostituierten ermordet. Seine Musik gilt als Spiegelbild seines Lebens: Adoption mit drei Jahren, eine schwierige Kindheit, die Suche nach den unbekannten Eltern, religiöses Empfinden und Homosexualität, die ambivalente Beziehung zum katholischen Priesterseminar, das ihm Wege zur Musik eröffnete, bis er hinausgeworfen wurde ? all das brannte in diesem leidenschaftlichen, aber zugleich humorvollen Menschen, dem wenig Zeit vergönnt war. Das passt zur Selbstfindung in Hermann Hesses "Siddhartha", die Vivier 1976 in seinem ersten großen Orchesterwerk nachvollzog. Walter Boudreau, der Dirigent der Uraufführung, nannte es "selbstreflektierende Musik", einen "lebenden Organismus, ein kosmisches Kind, das von der Idee des Todes und des Unendlichen getrieben wird". Dazu tritt Giacinto Scelsis "Hymnos": eine Suche, die im Inneren der Klänge wie der Psyche brodelt. (Text: Walter Weidringer)


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin


22.23 Uhr

 

 

Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Musikalische Höhepunkte bei den diesjährigen Nickelsdorfer Konfrontationen. Gestaltung: Nina Polaschegg Alljährlich finden Mitte/Ende Juli im Burgenländischen Nickelsdorf die Konfrontationen statt. Es ist eines der ältesten Festivals für Free Jazz, improvisierte und experimentelle Musik, kuratiert von Gastwirt Hans Falb, dessen Wirtshaus zugleich Jazzgalerie und Veranstaltungsort ist. Zum bereits 38. Mal betraten heuer Musikerinnen und Musiker die überdachte Bühne im Hof. Ob hochsommerlich hitzige Temperaturen oder Gewitter, die Atmosphäre in Nickelsdorf ist immer besonders. Nicht zuletzt ist es auch ein Ort der Kommunikation - Musiker/innen und Zuhörende vertiefen sich bis spät in die Nacht bei einem Glas kühlen Getränkes in Gespräche. Wir haben auch diesmal wieder zwei Festivaltage aufgezeichnet. Heute und an den beiden folgenden Freitagen präsentieren wir Ihnen Ausschnitte aus diesen Konzerten. Zu hören sein wird sowohl Musik von Konfrontationen-Stammgästen wie Nickelsdorf-Neulingen. Darunter zwei Trompeterinnen: Susana Santos Silver und Birgit Ulher mit ihren Formationen, heimische Musikerinnen und Musiker wie Klaus Filip, Noid, Katharina Klement und Isabelle Duthoit oder auch langjährige Freunde der Festivals wie u.a. Frank Gratkowski, Mazen Kerbaj oder das ICP Orchester.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Intrada

Österreichs Musizierende im Porträt. (Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten