Jetzt läuft auf Ö1:

Die Ö1 Klassiknacht

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Heaven, not Sky" von Reinhard Deutsch, Verleger. - Gestaltung: Alexandra Mantler "Die vier Himmelsrichtungen bestimmen die Position jedes Einzelnen. Es ist nicht egal, wo jemand aufwächst, welche Umweltbedingungen welches Leben ermöglichen. Ob Dürre das Umfeld prägt oder sattes Grün, schmutziges Trinkwasser oder ein umfassendes Gesundheitssystem - alles hat mit Geografie zu tun, Geschichte ist Erdgeschichte ist Geschichte des Raumes", sagt der Verleger Reinhard Deutsch in seinen "Gedanken für den Tag", in denen er gleich nach den "Koffergeschichten" die Reise fortsetzt: in alle vier Himmelsrichtungen. Und er kommt dabei zu dem Schluss: "Die wissenschaftlichen Erklärungen erhellen die Zusammenhänge, erforschen Ursache und Wirkung, bringen das Licht der Erkenntnis in das Dunkel des Unbegreiflichen - doch dennoch ? es bleibt und wird immer bleiben - ein Rest. Transzendenz, Glaube, Kult, Pantheismus oder Weltreligion - der Kompass in uns zeigt auf etwas, das jenseits aller Begrenzungen liegt".


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Der Veterinärmediziner Hans Frey über die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee. Teil 5: Flügelbruch und Bleivergiftung Gestaltung: Jakob Fessler Seit über 40 Jahren betreut der Eulen- und Greifvogelexperte Hans Frey verletzte Wildtiere in der niederösterreichischen Gemeinde Haringsee. In mehr als 70 Volieren und Gehegen finden verletzte Vögel, Jungtiere und "Dauerpatienten" die notwendige Behandlung und Verpflegung. Flugunfähige Tiere, die nicht mehr freigelassen werden können, dienen als Ammeneltern für die Aufzucht von Jungtieren. Dadurch werden Fehlprägungen vermieden, die sonst durch eine Handaufzucht entstehen würden. Die Berührung vermeintlich verletzter oder verwaister Wildtiere sollte von Laien unbedingt vermieden werden, da der direkte Kontakt Stress auslöst und dem Tier dauerhaften Schaden zufügen kann. Auch die Station Haringsee hält den Kontakt der Pfleger/innen zu den Tieren möglichst gering und achtet auch den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus der verschiedenen Vogelarten. Ohne Erlaubnis gehaltene Tiere, die von der Republik Österreich beschlagnahmt wurden, finden in der Station in Haringsee ebenfalls Unterschlupf. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes werden besonders gefährdete Arten betreut und deren Jungtiere aufgezogen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl


09.42 Uhr

 

 

Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Intrada - Österreichs Musizierende im Porträt

Der 17-jährige Geiger Julian Walder +++ Das Musikfestival Sonusiade +++ Ö1 Talentebörse. Präsentation: Daniela Knaller Der 17-jährige Geiger Julian Walder Der junge Wiener Geiger Julian Walder zählt zu den vielversprechendsten Talenten unseres Landes: nachdem er schon mehrere Preise gewonnen hat, stand nun ein großer Auftritt bevor: Im April nahm er an einem der renommiertesten Musik-Wettbewerbe der Welt teil - dem Menuhin Wettbewerb, benannt nach dem Stargeiger Yehudi Menuhin. Bei der "Olympiade der Geiger", die in Genf stattfand, zeigten 43 junge Künstler aus aller Welt ihr Können und hofften darauf, die Jury und das Publikum zu überzeugen. Alexandra Faber sprach mit dem jungen Geiger, der derzeit an der Kunstuniversität Graz studiert, über sein Abschneiden und seine Erlebnisse im Rahmen des Wettbewerbes. (Gestaltung: Alexandra Faber) Das Musikfestival Sonusiade Herbert Liaunig, Museumsgründer, und Janez Gregoric, Gitarrist, haben im Vorjahr die sonusiade ins Leben gerufen - eine Konzertreihe, die Musik, Literatur und zeitgenössische bildende Kunst neu erlebbar macht. Im außergewöhnlichen Ambiente des Museum Liaunig haben drei Konzerte und ein literarisch-musikalischer Abend mit KünstlerInnen wie Bernarda Fink, Wolfram Berger, Wolfgang Puschnig oder dem Altenberg Trio Wien stattgefunden. Der große Erfolg ermutigte die Verantwortlichen, dieses kleine Festival fortzusetzen, auch diesmal laden herausragende Kunstschaffende zu außergewöhnlichen Begegnungen ein. (Gestaltung: Angelika Benke)


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten - Neue Literatur aus Österreich

"Stahlrosen zur Nacht". Von Dine Petrik. Es liest: Michaela Willig. Gestaltung: Michaela Frühstück Es ist ein hoffnungsbanges Warten, das Dine Petriks Erzählerin durch die ersten zwei Jahrzehnte ihres Lebens treibt. Das Hoffen darauf, der Vater könne doch noch aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehren. Auch ihre zwei Brüder sterben, einer im Weltkrieg, der andere daran, dass er desertiert ist. Petrik schreibt von einer lieblosen Kindheit in einem österreichischen Dorf. Einer Kindheit, geprägt von harter Arbeit und kühler Strenge. Introvertiert und mächtig ist die Sprache, mit der die Autorin ein beklemmendes Nachkriegsgefühl evoziert. "Schreiben, dachte ich, wäre ein Mittel, mehr Klarheit über mich zu erlangen", sagt Dine Petrik und nähert sich seit dreißig Jahren literarisch ihrem Ich. Ihre eigene schwere Kindheit im Burgenland der 1940er Jahre ist prägend für die Literatur der wortgewaltigen Autorin. Petrik trat anfangs als Lyrikerin in Erscheinung, eine Gattung, in der sie bis heute ihren eigenständigen, eigenwilligen Ton angibt. Sie schreibt Romane, Essays und hat mehrere biographische Arbeiten über die Schriftstellerin Hertha Kräftner verfasst.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Gustav Danzinger. Wir stellen hier in der Sendung Des Cis meistens empfehlenswerte CD-Neuerscheinungen vor. Heute ist das aber eine zwölf CDs umfassende Edition mit dem kompletten Klavierwerk Franz Schuberts, aufgenommen vor knapp 50 Jahren von dem österreichischen Pianisten Gilbert Schuchter. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens ist diese Gesamtaufnahme nun vom Schweizer Label Tudor neu aufgelegt worden und zweitens halte ich sie in ihrer Qualität für ganz ausgezeichnet. Gilbert Schuchter gibt der Musik Schuberts Einfachheit, Sanglichkeit und Natürlichkeit. Er spielt klar und völlig uneitel. Diese weltweit erste Gesamtaufnahme von Schuberts Klaviermusik war eine Großtat der Interpretationsgeschichte, entstanden im Wiener Casino Baumgarten auf einem Bösendorfer-Flügel innerhalb von knapp zwei Jahren, und auch von einer Aufnahmequalität, die heute noch zu begeistern vermag. Und erstmals nach wissenschaftlich fundierten Notenausgaben, die damals noch keineswegs die Norm waren.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

In Concert

Jimmy Smith Trio - Live at Salle Pleyel, Paris, 1965. Gestaltung: Michael Neuhauser Die Salle Pleyel, der große symphonische Konzertsaal von Paris, hat schon ab den 1940er Jahren seine Pforten für Jazzmusiker geöffnet. Und Hammond-Organist Jimmy Smith war in den 1960er Jahren gleich mehrmals dort zu Gast. "In Concert" präsentiert das Konzert vom 28. Mai 1965, einer Zeit, wo Jimmy Smith mit seinen Studiosessions beim Label Blue Note längst zum internationalen Star avanciert war und beim Label Verve auch mit Big-Band-Arrangements reüssiert hatte. In Paris spielte Jimmy Smith allerdings in der schlanken Trio-Besetzung, und zwar mit Quentin Warren an der Gitarre und Billy Hart am Schlagzeug, was aber die Energiegeladenheit seines Spiels eher noch verstärkte. In diesem Setting kommen einige von Smith's außerordentlichen Fähigkeiten besonders gut zur Geltung, etwa seine Qualitäten als Entertainer, der seine Leidenschaft direkt aufs Publikum zu übertragen und gezielt musikalische Effekte oder dramaturgische Kniffe einzusetzen weiß. Oder auch seine Fähigkeit, sich in langen Improvisationen mit wilden, harten Stakkato-Kaskaden zu verlieren, um dann ganz unvermittelt zum melodiös und mit Eleganz gespielten Thema zurückzufinden. Und während man dem Spiel seiner "hyperaktiven" rechten Hand zu folgen versucht, die wie im Rausch die wildeste Tastenakrobatik absolviert, muss man sich oft ganz bewusst in Erinnerung rufen, dass der verlässlich pulsierende "Kontrabass", den man da zu hören glaubt, ja ebenfalls von Smith gespielt wird.


15.30 Uhr

 

 

Moment - Kulinarium

Von Krainern, Knackern und Co. Die Tradition der Kesselheißen Wer es nicht kennt, den mag es verwundern: Einmal wöchentlich, häufig an einem Donnerstag, sind vielerorts in Oberösterreich bereits am Vormittag die Stuben und Gastgärten der Wirtshäuser dicht gefüllt. Grund dafür sind die sogenannten "Kesselheißen". Dabei handelt es sich um Fleisch- und Brätwürste, die nach der Herstellung frisch verzehrt werden. Scharfe, Frankfurter, Debreziner, Käsekrainer, Weiße, Burenwürste, Knacker und vieles mehr bekommen die Gäste vor Ort direkt aus dem Brühkessel serviert. Im Gegensatz zu handelsüblichen Würsten werden die Kesselheißen also nicht bloß wieder aufgewärmt. Dadurch sind sie geschmacksintensiver, denn je öfter eine Wurst ins heiße Wasser kommt, umso mehr laugt sie aus. Scheint die "Kesselheiße" ein rein oberösterreichisches Phänomen zu sein, so findet man sie unter dem Namen "Kesselwurst" sehr wohl auch in anderen Bundesländern und Teilen Deutschlands - üblicherweise dort, wo an ein Wirtshaus eine Fleischhauerei angeschlossen ist. Für viele Besucher ist das Kesselheiße-Essen zu einem wichtigen Treffpunkt geworden: Sei es für den wöchentlichen Stammtisch oder Meetings mit Geschäftspartnern. In den Sommermonaten stellt die Kesselheiße eine willkommene Stärkung für Ausflugsgäste dar. Doch der Fortbestand dieser Tradition ist ungewiss. Vielerorts mangelt es an Nachfolgern und die Konkurrenz durch Supermärkte macht kleinen Fleischhauerbetrieben das Leben schwer. Diese setzen ihre Hoffnung auf ein gewachsenes Bewusstsein der Kundschaft, die zunehmend Wert auf Qualität und Regionalität zu legen scheint. Gestaltung: David Winkler-Ebner Kostnotizen: Wolfger Pöhlmanns Buch "Es geht um die Wurst" Gestaltung: Alexander Bachl


15.55 Uhr

 

 

Schon gehört? Tipps für Klein und Groß

1.Enns OÖ Landesausstellung 2.Salzburger Landestheater 3.Kunsthalle Leoben 1"Die Rückkehr der Legion - Römisches Erbe in Oberösterreich" so heißt die neu eröffnete Oberösterreichischen Landesausstellung in Enns, Schlögen und Oberranna. Zum umfassenden Ausstellungsprogramm gehören unter Anderem Schaugrabungen, eindrucksvolle Originalfunde, Forschungs-Abenteuer für Nachwuchs-Archäologen sowie interaktive Apps. Geöffnet hat die Oberösterreichische Landesausstellung "Die Rückkehr der Legion" in Enns, Schlögen und Oberranna noch bis 4. November. 2.Die deutschsprachige Premiere des Stücks "Kick ist like Beckham" steht am kommenden Freitag den 4. Mai, ab 19 Uhr 30 auf dem Programm des Salzburger Landestheaters. Die Vorlage dieser faszinierenden Musicalproduktion für ab 10 Jährige bildet der gleichnamige Bollywood-Kinohit. Darin geht es um zwei fußballbegeisterte indische Mädchen. Ihre traditionsbewussten Familien wollen jedoch keine Fußballerinnen sondern junge Frauen die eine Ausbildung machen und heiraten. "Gemeinsam kämpfen sie um den Bruch mit Klischees und Konventionen und verwandeln die Welt des Fußballs in die Welt ihrer Selbstverwirklichung. Doch als sich Jess in den Trainer Joe verliebt, gerät die Freundschaft mit Jules in Gefahr. Und dann kommt ausgerechnet am Tag der Hochzeit ihrer Schwester auch noch ein Talent-Scout zum Endspiel. Jetzt muss sich Jess endgültig zwischen zwei Welten entscheiden." Die deutschsprachige Erstaufführung von "Kick it like Beckham" am kommenden Freitag ab 19 Uhr 30 im Landestheater Salzburg. 3.Eine ganze Reihe an Kinderkreativworkshops bietet das Museum-Center Leoben. So zum Beispiel am kommenden Mittwoch den 2. Mai. Da basteln ab 6 Jährige ein nützliches Muttertags Geschenk. Damit gibt es heuer garantiert keine Gutscheine, die niemals eingelöst werden. Gebastelte Schmuckschalen, die von selbst zerbröseln oder verzierte Kochlöffel, die Mama nie wollte. Was sie aber ganz sicher will ist: eine mit Filz verzierte Handyauflade Tasche. Gebastelt wird sie im Museum-Center Leoben am 2. Mai ab 15 Uhr 30.


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Da capo: Im Gespräch

"Nicht politisch zu sein, kann ich mir leider nicht leisten" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Schauspielerin Katharina Stemberger. Angefangen hat alles ganz harmlos: erst lernte Katharina Stemberger, geboren 1968, Cello zu spielen, dann nahm sie Schauspielunterricht bei der großen, unvergessenen Eva Zilcher. Danach spielte sie auf großen und kleinen Bühnen und Festivals im "Kleinen Prinz" und der "Mutter Courage", in "Die Päpstin" und "Ein Sommernachtstraum". Daneben viel Fernsehen, zuletzt in "Die Rosenheim-Cops" und "Schnell ermittelt". Aber wirklich einschneidend waren zwei Filme, die sie mit ihrem Ehemann, dem Kameramann und Regisseur Fabian Eder realisiert hat: "Griechenland blüht", 2012, in dem sie sich gegen das internationale Bashing Griechenlands wandten, und "Keine Insel", 2014. Auf Lampedusa, Sizilien und Malta erforschen sie das Schicksal der Flüchtlinge. "Wohin und nicht zurück" folgte 2015: ein Dokumentarfilm zum 20-jährigen Jubiläum des Integrationshauses Wien. Seit kurzem ist Katharina Stemberger nun Vorstandsvorsitzende des Integrationshauses. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz macht Stemberger deutlich, warum sie es sich leider nicht leisten kann, nicht politisch zu sein.


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Zur historischen Bewertung Friedrichs III. (1415 - 93). Mit Renate Kohn, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Stellvertretende Institutsdirektorin, Leiterin der Arbeitsgruppe Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit). Gestaltung: Martin Adel Vorne, im rechten Seitenschiff des Stephansdoms in Wien kann man ein monumentales Meisterwerk nicht nur österreichischer Spätgotik bewundern: das rot-marmorne Hochgrab Friedrichs III., des Vaters von Maximilian I.; jener noch im Mittelalter verankert, dieser schon ein Renaissancefürst. Bei dieser Kurzcharakteristik geht vieles unter, was durchaus von Bedeutung war. Falsch wäre jedenfalls Friedrich daran zu messen, dass er gegen seinen Widersacher, den Ungarnkönig Matthias Corvinus, stets den Kürzeren zog. Er konzentrierte sich in seiner langen Regierungszeit mehr auf die Festigung und den Ausbau der eigenen Herrschaft als um Reichsangelegenheiten: Er vereinigte wieder die beiden Habsburger-Linien, die Albertinische und die Tiroler Linie, leitete einen tiefgreifenden Struktur- und Verfassungswandel ein, erwarb Burgund und mit der Anwartschaft auf das Königreich Ungarn legte er den Grundstein für den Aufstieg zur europäischen Großmacht. Nicht zuletzt sicherte er auch die Nachfolge seines Sohnes. Lange Zeit galt er - auch in der Forschung - als "des Heiligen Römischen Reiches Erzschlafmütze", ein Urteil, das sich zum einen auf unzureichende Quellen stützte - bloß auf die (grob gesprochen) erste Hälfte seiner Regentschaft - zum anderen, weil die Reichsgeschichte im Zentrum der Beurteilung lag, und das 15. Jahrhundert insgesamt eher als Zerfallszeit und nicht als Zeit gesellschaftlichen und politischen Wandels begriffen wurde. Und Friedrich III. hatte kein Kriegsglück und wenig Lust, sich gegen die "Türkengefahr" in Stellung zu bringen (1453 war Konstantinopel von den Osmanen erobert worden). Er setzte auf Verhandlungsgeschick, Urteilsvermögen und Geduld. Das machte sich bezahlt. Und er hatte das Glück, seine Widersacher - nicht zuletzt auch seinen Bruder Albrecht IV. oder Matthias Corvinus - um viele Jahre zu überleben. Er erhob das A.E.I.O.U. zu seinem Signé, seinem "Markenzeichen", zur Kennzeichnung seiner Besitztümer (erstmals wohl in Wiener Neustadt, wo er aufgewachsen war und das er zur Residenzstadt ausbauen ließ). Als Wahlspruch hat diese Signatur viele Deutungen erfahren, die sinngemäß aber zumeist mit der häufigsten übereinstimmt: "Alles Erdreich ist Österreich untertan." Austriae est imperare orbi universo" - Es ist Österreich bestimmt, die Welt zu beherrschen. Bis zu einem gewissen Grad machte sein Urenkel Karl V. diesen Anspruch wahr. Den Grundstein legte aber schon Friedrich - mit Heiratspolitik und Verhandlungsgeschick.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.20 Uhr

 

 

Europa-Journal


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

matrix - computer neue medien

Wie Facebook, YouTube und die anderen entscheiden, was die Welt sehen darf Ein Gesetz soll in Deutschland jetzt gegen Hassreden, verbale Gewalt und Fake News in Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter helfen. Seit 1. Jänner 2018 müssen Anbieter sozialer Netzwerke dort offensichtlich rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde entfernen oder sperren, sonst drohen den Unternehmen Bußgelder. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist umstritten: "Gaga-Vorschrift", "Zensur", "nicht mit Meinungsfreiheit vereinbar" lautet hier etwa die Kritik. Auch die EU-Kommission liebäugelt beim aktuellen Entwurf zur EU-Urheberrechtsreform mit der Idee, die Entscheidung darüber, ob Inhalte legal oder illegal sind, in die Hände von Online-Plattformen und deren Algorithmen zu legen. Internet-Plattformen sollen demnach künftig Inhalte von Nutzerinnen und Nutzern filtern, bevor sie hochgeladen werden, um so aktiv gegen Urheberrechtsverstöße vorgehen zu können. Erst vor kurzem hat Googles Videoplattform YouTube eine preisgekrönte Mystery-Webserie des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders "funk" gesperrt, vermutlich wegen einer Sex-Szene, die in Deutschland ab zwölf Jahren freigegeben ist. Auch Filter-Systeme können irren. Welche Folgen hat es, wenn wir Zensur immer mehr den privaten Unternehmen im Netz überlassen? Julia Gindl fragt nach, ob sich Hass im Netz mit Gesetzen und Regelungen verhindern lässt, und welches Risiko wir eingehen, wenn wir jenen Firmen, deren Macht wir eigentlich beschränken wollen, Verantwortung übertragen, die der Staat übernehmen müsste. Moderation und Redaktion: Franz Zeller


19.30 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

City of Birmingham Symphony Orchestra, Dirigentin: Mirga Grazinytie-Tyla; Gautier Capuçon, Violoncello. Edward Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85 * Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur (aufgenommen am 5. April im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Stefanie Maderthaner


21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.



22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin


22.23 Uhr

 

 

Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Niggli / Zumthor / Schaerer im Wiener Porgy Bess 2018. Gestaltung: Marlene Schnedl Im Rahmen der Jeunesse Veranstaltungsreihe "Jazz beyond" stand der Schweizer Ausnahmeschlagzeuger und Perkussionist Lucas Niggli am 9. März dieses Jahres im Mittelpunkt eines Konzertabends im Wiener Jazzclub Porgy Bess. Der 1968 in Kamerun geborene, ab seinem sechsten Lebensjahr in der Schweiz aufgewachsene und auch heute in der Nähe von Zürich lebende Musiker Lucas Niggli, ist einer der vielseitigsten europäischen Schlagzeuger und Perkussionisten. Er hat sich nie auf eine musikalische Richtung festlegen lassen, in Rock- bis experimentellen Jazzformationen gespielt, seine eigenen Bands gegründet; legendär ist sein Trio Steamboat Switzerland, immer wieder als "Hammond-Avantcore-Trio" bezeichnet, und auch mit seinem Schlagzeugquartett Beat Bag Bohemia hat er für großes Aufsehen gesorgt. Gemeinsam mit ihm aufgetreten ist der Schlagzeuger Peter Conradin Zumthor, der mit Lucas Niggli schon lange Zeit in der Formation Drum Duo werkt. Und dann war da noch der Stimmkünstler Andreas Schaerer. Lucas Niggli und Schaerer sind für ihre 2014 vorgelegte Arbeit "Arcanum" in der Kategorie "Grenzgänger" mit einem "Preis der deutschen Schallplattenkritik 2014" ausgezeichnet worden. So war auch der Abend im Porgy Bess ein faszinierend abwechslungsreicher, der mit dem Drum Duo seinen Anfang nahm, zu Arcanum überging und als Trioformation Tomorrow Tribal mit Lucas Niggli, Peter Conradin Zumthor und Andreas Schaerer endete.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Intrada

Österreichs Musizierende im Porträt. (Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten