Jetzt läuft auf Ö1:

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Hören
 

06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf - Protestantisches zur Zeit

von Martin Schenk (Wien)


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Erfüllte Zeit


08.00 Uhr

 

 

Morgenjournal


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Träum weiter das Märchen Venedig". Miguel Herz-Kestranek liest Gedichte über die Lagunenstadt. Gestaltung: Edith Vukan und Barbara Denscher. Von einer Stadt, in der die Zeit selbst schläft, die Dinge aufleuchten und im Schatten versinken, ein banges Glück zwischen Schönheit und Schwermut? Venedig-Gedichte aus zwei Jahrhunderten - von Rose Ausländer, Hermann Hesse, Stefan Zweig, August Graf von Platen, Conrad Ferdinand Meyer, Friedrich Nietzsche, Moritz Graf von Strachwitz und Alexander Lernet-Holenia. Dazwischen italienische Kammermusik.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

"Man muss in die Schuhe der anderen steigen". Die Schriftstellerin Eva Menasse über die vielfältigen Blickwinkel auf die Realität. Gestaltung: Doris Glaser In ihrem aktuellen Erzählband "Tiere für Fortgeschrittene" dreht sie die Idee der Fabel um und schließt von tierischen Eigenheiten auf menschliche Verhaltensweisen. "Eva Menasse schreibt eine unverwechselbare Prosa, die wortgewaltige und zarte Töne, Komisches und Melancholisches, einen forschenden Blick und Empathie mit ihren Figuren verbindet. Ihre Themen von der Geschichte des 20. Jahrhunderts bis in die aktuelle Gegenwart mit den Patchworkfamilien, der Reproduktionsmedizin oder der Digitalisierung führt sie unaufdringlich zu den Fragen, was wir sind und was wir wirklich über uns wissen". So urteilte die Fach-Jury, die der 1970 in Wien geborenen Autorin den mit 20.000 Euro dotierten, renommierten Friedrich-Hölderlin-Preis 2017 zugesprochen hat. "Mit Preisen ist es wie mit Autobussen", meinte Menasse einmal in einem Interview. "Zuerst kommt lange keiner und dann kommen gleich ein paar auf einmal". Für ihren Roman Quasikristalle erhielt die seit 2003 mit Mann und Kind in Berlin lebende Schriftstellerin gleich drei Auszeichnungen: den Gerty-Spies Literaturpreis, den Heinrich-Böll-Preis und den Alpha-Literaturpreis. Nach ihrem erfolgreichen Debut "Vienna" und dem Erzählband "Lässliche Todsünden" beleuchtet Menasse darin ein Frauenleben, allerdings aus vielen, verschiedenen Perspektiven. "Denn", so die Autorin, "jeder von uns spielt in seinem Leben verschiedene Rollen, ist in mehreren Identitäten zu Hause. Man ist Tochter, Ehefrau und Mutter, Freundin oder Kollegin". Jeder hat seine eigenen Realitäten. Oder sollte sie suchen. Wie heißt es doch bei ihrer Lieblingsautorin Harper Lee: "Steig doch einmal in die Schuhe des anderen!" Der außergewöhnliche, naturwissenschaftlich anmutende Titel "Quasikristalle" verweist auf eben jene Gebilde, deren Struktur einer Ordnung folgt, die sich herkömmlicher Logik zu entziehen scheint. Genauso verhält es sich mit den meisten Lebenswegen. Sie sind verschlungen, schwer begreifbar, und erst im Rückblick in ihrer Folgerichtigkeit erkennbar. "Je genauer man darüber nachdenkt, desto klarer wird einem, dass nix fix ist".


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - Reisen mit Ö1

Ambiente Spezial: Animistischer Totenkult und fröhliche Lieder. Beim Volk der Batak in Nordsumatra. Von Ernst Weber Ambiente Sommerreprisen: Insel und Halbinsel-Klassiker Medan ist die größte Stadt Sumatras und die drittgrößte Indonesiens. Tourist/innen kommen an und reisen ab, die laute, schmutzige Stadt ohne Sehenswürdigkeiten (außer einer Handvoll kolonialer Bauten) wird gemieden. Dennoch hat sie indonesischen Charakter wie kaum eine andere der touristischen Städte Nordsumatras. Berastagi liegt auf 1.300 Metern Höhe - die holländischen Kolonialherren entdeckten das vulkanische Karo-Hochland als angenehmen, kühlen Rückzugsort vom heißen Tiefland. Wochenendausflügler/innen von Medan kommen zum Wandern zu den heißen Quellen oder zu Wasserfällen, die Sportlicheren erklimmen den Gunung Sibayak - einen der beiden aktiven Vulkane. Er spuckt keine Lava, aber er dampft und lässt Gase ab. Den größeren Vulkan - Gunung Sinabung - darf man nur aus der Ferne betrachten. Nach einem Ausbruch im Jahre 2013 mussten Tausende Menschen evakuiert werden, mit neuerlichen Vulkanausbrüchen muss gerechnet werden. Kleine Dörfer haben noch traditionelle Gemeinschaftshäuser der ursprünglichen Karo-Batak-Kulturen - heute sind es zum Christentum bekehrte ehemalige Animisten. Bukit Lawang am Fuße des Gunung-Leuser-Berges liegt in einem Nationalpark. Das Dschungeldörfchen hat sich als Orang-Utan-Rehabilitationszentrum einen Namen gemacht: Hier zog man verwaiste Orang Utans auf und Tiere, die im Laufe von Landgewinnungsrodungen heimatlos wurden. Man bereitete sie auf das Leben in neuer Wildnis-Umgebung vor. Mehr als 200 Tiere entließ man in die Freiheit, dann öffnete man kleinere, abgelegenere Stationen, die diese Aufgabe erfüllen. Heute ist die Gegend um Bukit Lawang die Region mit der größten Dichte an Orang Utans. Tourist/innen und Einheimische kommen, um die Orang Utans zu beobachten. Der Toba-See ist der größte Anziehungspunkt für Tourist/innen und Langzeitreisende, mit nahezu mythischer Anziehungskraft: Der See - er ist der größte Südostasiens - liegt auf 900 Metern Höhe in einem riesigen Vulkankrater. Auf der Insel Samosir wohnen die Toba Bataks - auch sie wurden zum Christentum bekehrt. Sie pflegen ihre Holzhäuser mit den typischen, geschwungenen Giebeln und Relikten ihrer früheren Kultur: Den Schrein des Königs oder große Steinsessel, auf denen die Dorfältesten wichtige Dinge diskutierten, oder wo man Hinrichtungen vollzog. Oder die typischen Gräber mit den Batak-Häusern, wo man den Verstorbenen Zigaretten und Nahrung hinterlegt. Die Bataks sind für ihre Gesangsfreude bekannt. Einer Legende nach waren sie Kannibalen. Den ersten Missionar sollen sie aufgegessen haben, von den nachfolgenden ließen sie sich missionieren.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2017 - Matinee live

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Constantinos Carydis; Yulianna Avdeeva, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Fantasie für Klavier d-Moll KV 397; b) Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595; c) Divertimento Nr. 5 F-Dur für drei Bassetthörner KV 439b; d) Symphonie g-Moll KV 550 (Übertragung aus der Stiftung Mozarteum Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2017 - Matinee live

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Constantinos Carydis (Übertragung aus der Stiftung Mozarteum Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann


13.05 Uhr

 

 

Sonntagsjournal


13.15 Uhr

 

 

Das Popmuseum

präsentiert von Wolfgang Kos. Kam der Rock 'n' Roll aus New Orleans? 1945 startete Cosimo Matassa in New Orleans im Hinterzimmer des Ladens seiner Eltern ein kleines Tonstudio, das Geschichte machen sollte. Dort entstand 1947 "Let's Rockin' Tonight" von Roy Brown. Die Platte gilt als erste Rock'n'Roll-Aufnahme. Der Durchbruch kam mit den Welthits von Fats Domino; die wildeste und folgenreichste Session fand im September 1955 statt, als ein unbekannter Exzentriker namens Little Richard erstmals "AWopBopaLooBopALopBamBoom" ins Mikro kreischte. New Orleans war damals ein Schmelztiegel neuer Musikformen im Übergang von Boogie und Rhythm and Blues zum Rock 'n' Roll. Zu hören sind auch Lloyd Price, Allan Toussaint oder Lee Dorsey.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

"Die Welt der Wörter" - Eine Erinnerung an Hans Manz Gestaltung: Heinz Janisch Er war der erste Autor, der - 1993 - den "Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik" für sein lyrisches Gesamtwerk erhielt. Im vergangenen Sommer feierte er noch seinen 85. Geburtstag. Am 17. November 2016 ist der gebürtige Schweizer Hans Manz in seiner Wahlheimat Italien verstorben. Er lebte zuletzt sehr zurückgezogen. "Worte kann man drehen" heißt der programmatische Titel eines seiner Bücher. Sein umfangreicher Band "Die Welt der Wörter", ein "Sprachbuch für Kinder und Neugierige", ist längst zu einem Klassiker der modernen Kinderlyrik geworden. Hans Manz, 1931, in der Nähe von Zürich geboren, ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. 35 Jahre lang unterrichtete er als Lehrer in Erlenbach und Zürich. In einem seiner Texte stellt er eine neue "Schule der Sprachen" vor - da gibt es die Honigsprache, die Wutsprache, die Befehlssprache ... Ab dem Jahr 1987 lebte Hans Manz als freier Autor und Journalist in der Schweiz und in Italien. Eine Erinnerung an einen Dichter, der das Spiel mit der Sprache virtuos beherrschte.


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. Sommerakademie: isa-Konzert in Wr. Neustadt 2. Freistadt: "Der neue Heimatfilm" 3. Klagenfurt: Stillleben im MMK 1. "Open Chamber Music" Im Rahmen der isa - der Internationalen Sommerakademie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien musizieren Professorinnen und Professoren Seite an Seite mit Studierenden Michail Glinka: Klaviersextett Es-Dur | Nikolai Miaskovsky: Sonate Nr. 1, op.12 u.a. 24. August, 19.30 Uhr, Stadtmuseum Wiener Neustadt 2. Das 30. Festival DER NEUE HEIMATFILM Mi. 23. bis So. 27. August 2017, Freistadt Das Festival "Der neue Heimatfilm" im oberösterreichischen Freistadt eröffnet am Mittwoch, dem 23.08. im Open-Air-Sommerkino mit dem mehrfach ausgezeichneten Spielfilm "Die beste aller Welten" von Adrian Goiginger. 3. Museum moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt -> fokus sammlung 05 | STILLLEBEN 8. Juni bis 7. Oktober 2017


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Ein neues Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper: KS Waltraud Meier. Ausschnitte aus Werken von Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Pietro Mascagni u.a. - in Live-Aufnahmen aus der Wiener Staatsoper. Gestaltung: Michael Blees Seit 30 Jahren gehört die aus Würzburg stammende Waltraud Meier zu den gefeierten Gästen der Wiener Staatsoper - und dies sowohl mit großen Partien des Mezzofaches (Eboli in "Don Carlo", Amneris in "Aida", Carmen oder Ortrud in "Lohengrin") als auch in einigen Sopranpartien (Sieglinde in "Die Walküre", Isolde in "Tristan und Isolde" oder Leonore in "Fidelio"). An mehr als 140 Abenden hat sie im Opernhaus am Wiener Ring ihr Publikum zu faszinieren gewusst, mit stimmlicher Emphase, sowie gestalterischer Tiefe und Ausdruckskraft. Schon 1998 hat man die weltweit begehrte Künstlerin mit dem Kammersänger-Titel ausgezeichnet - im Juni dieses Jahres, nach einer umjubelten Aufführung der "Elektra", in der sie erstmals in Wien die Rolle der Klytämnestra mit enormer Energie verkörpert hat, wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft als höchste Auszeichnung der Wiener Staatsoper verliehen.


16.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Julia Reuter Sommerserie, sechster Teil Das bewegte Leben. Klassiker des 19. und 20. Jahrhunderts in Neuausgaben. Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen, Rowohlt Verlag (Übersetzung: Simon Werle) Charles Baudelaire: Wein und Haschisch, Manesse Verlag (Übersetzung: Melanie Walz) Charles Baudelaire: Tableaux Parisiens, Suhrkamp Verlag (Übersetzung: Walter Benjamin) 150. Todestag des Dichters am 31. August: Edgar Allan Poe: Unheimliche Geschichten. Herausgegeben von Charles Baudelaire, dtv (Übersetzung: Andreas Nohl)


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

"Tipitipitipso". Calypso, Bossa Nova und Two Beat-Songs mit Caterina Valente, Nana Mouskouri und Petula Clark. Gestaltung: Renate Burtscher Wer in den 70er Jahren Teenager war, hat die eine (Petula) verehrt, die andere (Caterina) nicht ernst genommen, die dritte (Nana) mehr als ignoriert. Die Zeit ist reif, die "drei Damen" und das, was sie wirklich können, sowohl in Erinnerung zu rufen als auch ins rechte Licht zu rücken. Der Rückblick ist nostalgisch und rehabilitierend zugleich. Nostalgisch, was den subjektiven Umgang mit der Zeit anlangt, rehabilitierend, weil der musikalische Aktionsradius der drei ein weitaus größerer war, als die Musikindustrie damals zuließ.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Eine Kulturgeschichte der Kryptographie. Seitdem der Mensch kommunizieren kann, hat er auch Geheimnisse. Die frühesten Belege für verschlüsselte Nachrichten stammen aus dem alten Ägypten und dem antiken Griechenland. Die Wissenschaft geht jedoch davon aus, dass zu jeder Form einer Schrift auch eine Geheimschrift entwickelt wurde. War die Kryptographie noch bis vor wenigen Jahrzehnten eine militärstrategische Disziplin, ist sie in der Gegenwart alltäglich geworden. Mobiltelefonie, Zahlungsverkehr, praktisch jede Form der Datenübertragung verwendet Verschlüsselungsprotokolle. Gestaltung: Matthias Däuble


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Kabarettisten und Kabarettistinnen Jahrgang '67 Monica Weinzettl - Humoristin und Paarläuferin BJ 67 Gestaltung: Doris Glaser Monica Weinzettl wurde am 3. November 1967 in Wien geboren und hat sich in unterschiedlichen Professionen durchgesetzt - sowohl als Fitnesstrainerin wie auch als Schauspielerin und Kabarettistin. Wie ihre Kollegen Alfred Dorfer und Roland Düringer wurde Monica Weinzettl von Herwig Seeböck in die Bühnenkunst eingeführt. Sie wirkte in der Filmsatire "Muttertag" ebenso mit, wie in der Sitcom MA2412, in der sie in die Rolle der blonden Vorzimmervenus Frau Knackal schlüpfte. Seit 2006 steht Monica Weinzettl im Duo mit ihrem Mann Gerold Rudle auf der Kabarettbühne. Dort liefern sich die beiden in Programmen wie "Paaranoia", "Wir müssen reden" oder "brutal normal" amüsante Wortgefechte. Welches Humorverständnis Monica Weinzettl entwickelt hat und warum ihre Berufsentscheidung zugunsten des Kabaretts ausgefallen ist, erzählt die Entertainerin in "Contra".


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession mit Helmut Jasbar. Klingende Lebensreise: Angelika Hagen Andi Schreiber. Er begann als Rockmusiker und ist gefragter Jazzgeiger, sie hat als Violinistin einst das legendäre Hagen-Quartett mitbegründet, es dann aber bald verlassen. Vor ein paar Jahren fanden Andi Schreiber und Angelika Hagen zueinander und begannen, gemeinsame Projekte zu entwickeln. Ihr soeben erschienenes Debüt-Album "Paris Zakros Sunrise" führt zum Anfang zurück und beschreibt eine Lebensreise.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Museum der Meisterwerke: In der Seele gibt es ein Bedürfnis, nicht zu denken. Das doppelte Leben des Raymond Carver. Feature von Alfred Koch (WDR/ORF 2001). Robert Altman verfilmte in "Short Cuts" einige seiner besten Geschichten; man verglich ihn mit Hemingway und Cechov und feierte ihn als literarischen Minimalisten: Raymond Carver, der Arbeitersohn aus Oregon, der in den 1970er- und 1980er-Jahren in den USA zu "jedermanns Lieblingsschriftsteller" wurde. Carver, der Romane verweigerte, schrieb kurze Geschichten von kleinen Leuten im Zeitalter von Reagan und Thatcher. Erzählungen von somnambulen Arbeitslosen und heiligen Trinkern; von Paaren, die aneinander vorbeireden und heillosen Optimist/innen, die sich in den Fallstricken ihres eigenen Lebens verfangen. Geschichten, die wie hingeworfene Skizzen wirken und doch genau kalkulierte, durchtrainierte Erzählungen sind. Texte, die auf engstem sprachlichem Raum große Bilder zu erzeugen vermögen. Aber Carver fasziniert auch durch seine Lebensgeschichte: Als Gelegenheitsarbeiter beginnt er in den 1960er-Jahren nächtens zu schreiben, verfällt aber immer mehr dem Alkohol: gerade in dem Moment, als sich erste literarische Erfolge einstellen. Ende der 1970er-Jahre, nach mehreren Aufenthalten in Entzugskliniken, gelingt dem notorischen Gin- und Rotwein-Trinker, was niemand für möglich hielt: Mit Hilfe der "Anonymen Alkoholiker" befreit er sich von der Krankheit; es beginnt, was er selbst sein zweites Leben nannte. Doch dann kommt es wieder einmal anders als geplant: Gerade eben vom Alkoholismus befreit, stirbt der Kettenraucher Carver 1988 an Lungenkrebs.



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Ö1 Kunstsonntag: Milestones mit Klaus Wienerroither. Durchbruch einer Rock-Jazz-Supergroup: "Heavy Weather" von Weather Report. Im Jahr 1977 wird das siebte Album der Jazzrock-Formation Weather Report veröffentlicht. "Heavy Weather" katapultiert die Band um den österreichischen Pianisten Joe Zawinul und den US-amerikanischen Saxofonisten Wayne Shorter in kommerziell ungeahnte Dimensionen. Auf der folgenden Welttournee spielt das Quartett vor tausenden Menschen. Mitverantwortlich dafür ist nicht zuletzt der Bassist Jaco Pastorius, der erstmals durchgehend auf einem Weather Report-Album zu hören ist. Und natürlich auch Zawinuls Überhit "Birdland".


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Bosch". Von Günter Eichberger. Es liest Daniel Doujenis. Gestaltung: Günter Encic Bosch ist der führende Gastrokritiker seines Landes. Er genießt seine kulinarische Deutungshoheit und kostet sie aus: Köche werden zu Meistern ihres Fachs hochgeschrieben, aber auch wieder fallen gelassen. Parallel dazu erzählt der Text von einer nordafrikanischen Migrantin, die als Köchin von Bosch protegiert wird und rasch zur Spitze der Köche des Landes aufsteigt.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Das vielgestaltige Klanguniversum der ICAS Plattform Shape. Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn In drei "Zeit-Ton extended"-Ausgaben im August tauchen wir in das vielgestaltige Klang-Universum der Plattform Shape für spannende neue Projekte aus dem Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst ein. Ins Leben gerufen wurde sie im Dezember 2014 von 16 Festivals des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, das vor zehn Jahren vom ORF musikprotokoll im steirischen herbst mitbegründet wurde. Gemeinsam werden jedes Jahr 48 Künstler/innen und Projekte ausgewählt, auf die dann jeweils zwölf Monate lang die ICAS Scheinwerfer gerichtet sind. Einige davon werden Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn in diesen drei "Zeit-Ton extended"-Ausgaben näher vorstellen - und dabei auch den einen und anderen Abstecher in die Shape-Jahre 2015 und 2016 unternehmen. In der zweiten Folge laden Niedermayr und Baurhenn zu kontemplativen Wanderungen durch Klanglandschaften.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Museum der Meisterwerke: ACOUSTIC.SPACE.LAB Wiederholung einer Live-Sendung anlässlich des Projektes ACOUSTIC.SPACE.LAB in Irbene (Lettland) vom 12.8.2001 Das Radioteleskop im lettischen Irbene hat gigantische Ausmaße - 32 Meter ist der Durchmesser des Parabolspiegels - und dennoch war seine Existenz lange ein streng gehütetes Geheimnis, wurde es doch von der Sowjetischen Armee eingerichtet, um feindliche Satellitenkommunikation abzuhören und U-Boote im Baltischen Meer aufzuspüren. Seit dem Zerfall der UdSSR und der Unabhängigkeit Lettlands dient es wissenschaftlichen Zwecken. Und für ein paar Tage, im August 2001, wurde es der Kunst zugänglich gemacht. Über 30 Künstlerinnen, Theoretiker und Aktivistinnen wurden eingeladen, im Rahmen des Symposiums ACOUSTIC.SPACE.LAB vor Ort oder von außerhalb mit dem Radioteleskop zu experimentieren. Die Performances wurden live gestreamt und on air auf ROI und Radio 1476 gesendet. In einem "Kunstradio"-Spezial wurde der Stream und Ausschnitte aus Performances gesendet und vom Live-Studiogast Robert Adrian kommentiert, der als Künstler an der Veranstaltung in Irbene teilnahm. Den Mitschnitt dieses außergewöhnlichen Unterfangens präsentiert "Radiokunst-Kunstradio" im Rahmen der Ö1 Reihe "Museum der Meisterwerke" aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Senders.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten