Deutschlandfunk Kultur

Feature

AchtsamkeitAchtsamkeit 2.0 Wie das Silicon Valley das Bewusstsein entdeckt Von Nina Hellenkemper Regie: Matthias Kapohl Mit: Daniel Berger, Tobias Teschner, Lisa Sommerfeld, Sigrid Burgholder, Valentin Stroh, Matthias Kiel, Florian Jahr, Justine Hauer, Eric Carter, Anja Herden Ton: Olaf Dettinger Produktion: WDR / NDR / Dlf 2016 Länge: 53"41 Achtsamkeit als neuer Brennstoff für gesteigerte Kreativität. Seit Wissenschaftler Veränderungen im Gehirn bereits nach acht Wochen Meditationstraining nachgewiesen haben, gilt Achtsamkeit im Silicon Valley als neuer Brennstoff für gesteigerte Kreativität. Meditiert wird bei Twitter, SAP oder Facebook während der Arbeitszeit. In ihrem Selbstverständnis als Avantgarde des Wandels wollen Google und Co. durch Apps und andere Software "Mindfulness" zum Mainstream werden lassen. Mithilfe spezieller Buttons soll man in Zukunft anderen Nutzern gegenüber Mitgefühl per Knopfdruck übermitteln können. "Inneren Frieden, Mitgefühl und Freude zusammenbringen mit Profit und Erfolg." "Achtsamkeit ist der Gegenentwurf zur Multitaskinggesellschaft." Nina Hellenkemper, geboren 1958 in Köln, arbeitete zunächst bei Printmedien und im Theater, heute als Filmemacherin und Radioautorin. Weitere Stücke: "Die sieben Leben der Marina Abramovic" (WDR/NDR/RBB 2014) und "Der verlorene Krieg" (DKultur 2011). Weitere Stücke: "Der Bohème-Faktor" (WDR 2011), "Die Dschungeloper" (WDR 2009), "Lasst tausend Ruinen blühen" (Dlf 2009), "Favela-Funk" (Dlf 2007), "Wer bin ich, wer sind wir?" (Dlf 2004), "Nimm dein Lächeln aus dem Weg" (DLR Berlin 2002), "Bei den Menschenfressern" (Dlf 2000), "Alles Samba!" (Dlf 2004), "Die Sugar-Ladies" (NDR 2000) und "Traurige Tropen" (WDR/NDR 1998). Achtsamkeit 2.0
Mittwoch 00:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Weise, schlau, erfahren?
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - David gegen Goliath

david gegen goliathWenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (3). Gestaltung: Johannes Gelich Wer kennt sie nicht, die alttestamentarische Geschichte vom jungen israelitischen Hirten David, der den schier unbezwingbaren Riesen Goliath im Kampf bezwingt. Der Mythos vom kleinen, schwachen, unbeirrbaren Kämpfer, der einen scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie zwingt, hat in vielerlei Gestalt Eingang in die abendländische Kultur gefunden und bis heute in der populären Kultur überlebt: ob Charlie Chaplin, Inspektor Columbo oder Asterix und Obelix - all diese Geschichten leben von den kleinen Außenseitern, die sich mit den Mächtigen dieser Welt anlegen. Auf das Narrativ vom siegreichen David wird von Umweltaktivisten, die vom wackligen Schlauchboot aus gegen Riesentanker ins Feld ziehen, genauso zurückgegriffen wie von Rechtspopulisten wie Trump oder Orban. Doch unabhängig von der politischen und ökonomischen Verwertbarkeit des dramaturgischen David-gegen-Goliath-Schemas, liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass sich immer wieder Einzelkämpfer aufschwingen, um gegen einen übermächtigen Gegner und ein dahinterstehendes System aufzubegehren. Ein österreichischer David ist Max Schrems, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen der mächtigsten Internetriesen weltweit zu bekämpfen: das datenverschlingende Monster Facebook. Der Jurist und Datenschutzaktivist klagte quasi im Alleingang den multinationalen Konzern Facebook wegen Verletzung des Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Daten an den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Auch der peruanische Bauer Saúl Lliuya hat den Kampf gegen einen Goliath aufgenommen, in diesem Fall gegen den deutschen Energieriesen RWE. Saúl Lliuya lebt mit seiner Familie unterhalb eines Gletschers, der aufgrund der Klimaerwärmung schmilzt und jederzeit eine lebensbedrohliche Überschwemmung verursachen könnte. Der Bauer fordert von dem größten CO2-Emittenten Europas eine finanzielle Entschädigung für die Mitverantwortung am Klimawandel. Eine Anwältin und ein Verein unterstützen den Bauern bei dem geradezu größenwahnsinnig anmutenden Gefecht gegen den Goliath RWE. Nachdem die Klage in erster Instanz abgewiesen wurde, geht der Kampf nun in die zweite Runde. Auch gegen den deutschen Chemieriesen BASF hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten formiert, um den Chemiekonzern an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern: Während das Platin in den 3-Weg-Katalysatoren unserer neuesten Automodelle für saubere Umwelt sorgt, sterben die schwarzen Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana an TBC oder Staublungen, wenn sie nicht in Arbeitskämpfen von der Polizei erschossen werden. Der menschliche Drang, als David in das Rad der Geschichte greifen zu wollen, ist auch in Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit ungebrochen. Dieser Mythos ist nicht unterzukriegen - davon können die Goliaths von heute ein Lied singen.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Dazwischen: Ich

Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn ein Elternteil die Familie Knall auf Fall verlässt, wenn der Körper auf Idealmaße gehungert werden soll, wenn die echte Welt so grausam ist, dass man sich lieber in eine unechte flüchtet, wenn die Familie gezwungen ist, die Heimat zu verlassen. Autor/innen von Kinder- und Jugendbüchern erzählen Geschichten von jungen Menschen und ihren Träumen und Nöten. Ihre Erfahrungen spiegeln die Gegebenheiten unserer Gesellschaft wieder. Patchwork, Computersucht, Umweltzerstörung oder Migration in einer globalisierten Welt sind Themen, mit denen Kinder und Teenager heute konfrontiert sind. Die Verlage reagieren darauf: unter anderem mit einer Flut an pädagogisierenden Büchern, die aufgrund ihrer aktuellen Problematik guten Absatz versprechen. Und doch gibt es Schriftsteller/innen, die sich den Sujets auf hohem Niveau nähern: wortgewaltig, witzig, zart oder ironisch. Die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Ute Krause erzählt zu umwerfend komischen Bildern wie aus einer Trennungsfamilie gelungenes Patchwork werden kann, Julya Rabinowichs Protagonistin zeichnet in Tagebuchform den schwierigen Neuanfang nach der Flucht in ein fremdes Land nach; Tamara Bach schildert auf eindringliche Weise einen Spätsommertag im Leben einer Vierzehnjährigen. Das Radiokolleg stellt aktuelle Werke und ihre Verfasser/innen vor.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Wie das Bühnenhandwerk lernen?

Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (3). Gestaltung: Hans Groiss 1817 gründete die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Singschule für je zwölf Knaben und zwölf Mädchen. Nach Pariser Vorbild sollte ein Konservatorium unter der Leitung von Antonio Salieri entstehen. Es folgten Instrumentalklassen für Violine und Klavier, sowie Schauspielunterricht. Vorerst im Wiener Musikverein am Karlsplatz angesiedelt, übersiedelte die k.u.k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien - nach Verstaatlichung - 1913 in die Lothringerstraße. Nach den beiden Weltkriegen, Naziterror, dem Wirtschaftswunder und der Entwicklung der Musikmarke Österreich zog sie als Musikuniversität Ende der 1990er Jahre bis zu Beginn des neuen Jahrtausends in das ehemalige Gebäude der Veterinärmedizin. Neben dem Hauptgebäude gibt es zehn weitere Standorte. An der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wird gegenwärtig Kunst, Theater und Film in 115 Studienrichtungen unterrichtet. 24 Institute - neben Musik und Schauspiel, auch für Wissenschaft, Forschung und Pädagogik - bieten mehr als 3.000 Studierenden aus mehr als 70 Ländern eine Ausbildungsstätte. Max Reinhardt Seminar oder Filmakademie zählen zu den bekannteren, aber es gibt auch Institute für Musiktherapie, Musiksoziologie, elementare Musikpädagogik oder Popularmusik. Computermusik, Tonmeisterei, Akustik, Komponieren und Dirigieren werden ebenso künstlerisch vermittelt, wie Kulturmanagement oder Gender Studies. Für Lehrende und Studierende stellt sich immer wieder die Frage neu, ob Kunstausbildung auch Berufsausbildung ist. Wie kann Kunst im 21. Jahrhundert vermittelt werden? Welchen Stellenwert haben globale kulturelle Entwicklungen für eine Musikuni in Wien, die heuer 200 Jahre alt wird? Solche Fragen stellen Studierende der mdw zum Beispiel an Rektorin Ulrike Sych, aber auch andere Entscheidungsträger/innen und Involvierte, sowie Alumni. Gemeinsam mit Hans Groiss analysieren sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

mythenVorstellungen vom letzten Gang Wie der Tod in die Welt kam - Mythen und die große Menschheitsfrage Autorin: Sylvia Schopf / Regie: Eva Demmelhuber Keine Frage! Wir sind sterblich. Der Tod eine Tatsache. Doch warum? Ist er Strafe für ein Vergehen? Ein Versehen oder Missgeschick? Notwendigkeit oder Schicksal? Denn was, wenn der Mensch unsterblich wäre? In allen Teilen der Welt, in unterschiedlichen Kulturen und Religionen haben Völker - lange vor den (Natur-) Wissenschaften - ihre Antworten auf das Rätsel des Todes formuliert - und zwar in Form von Mythen. Dabei spielen Beobachtungen der Natur wie beispielsweise der Wechsel von Tag und Nacht, der Schlaf als kleiner Bruder des Todes oder der Mond als Symbol für Werden und Vergehen eine Rolle. Auch die Hoffnung und die Sehnsucht, dem Tod entkommen zu können oder einen geliebten Verstorbenen aus dem Totenreich zurückzuholen, wird in den Mythen immer wieder thematisiert. So sind in den verschiedenen Kulturkreisen im Laufe der Zeit poetische und bildkräftige Geschichten entstanden, die auch für uns heute tröstlich sein können im Umgang mit der unfassbaren Tatsache des Todes. Denn möglicherweise geht es - wie der Mondzyklus zeigt - um ein Werden, Vergehen und Wiederkommen. Und auch auf jede Nacht folgt ein neuer Tag ... Das Ägyptische Totenbuch - Reiseführer für das Jenseits Autorin: Gerda Kuhn / Regie: Irene Schuck Die weltweite Faszination an der altägyptischen Kultur beruht auch heute noch zu einem großen Teil auf dem Totenkult der Ägypter und den damit verbundenen Vorstellungen vom Jenseits. Aus ägyptischer Sicht war der Tod nicht das schreckliche Ende des Lebens, sondern Auftakt zu einer verheißungsvollen, wenn auch gefährlichen Reise ins Jenseits. Das Dasein würde sich erneuern, so glaubten die alten Ägypter, genau so, wie auch die Sonne gleichsam jeden Morgen neu geboren wird. Um die beschwerliche Reise durch die Unterwelt gut zu überstehen, wurden dem Toten nicht nur Speisen mit ins Grab gegeben, sondern auch Texte wie das Totenbuch. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Zaubersprüchen, die dem Verstorbenen sozusagen in den Mund gelegt werden. Sie sollen eine glückliche Wiedergeburt der Seele in der Ewigkeit sicherstellen. Die Schöpfungsmysterien vom Werden und Vergehen der Welt standen Pate für die Vorstellungen, welche Prüfungen und Gefahren den Verstorbenen auf seiner Wanderung durch das Schattenreich erwarteten. Am Ende wartet das Totengericht. Dabei wird das Herz des Toten gegen die Feder der Maat abgewogen - dem Symbol für Gerechtigkeit und Wahrheit. Bei einer positiven Bilanz kann die Ba-Seele des Verstorbenen in "das Gefolge des Sonnengottes Re" übertreten. Der Tod ist letztendlich nichts anderes als ein Zustand der Krise, von der die unsterbliche Seele nicht berührt wird. Das unsichtbare, das eigentliche Sein, ist unzerstörbar und unvergänglich. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

thomas mann"Prag empfing uns wie Verwandte" Wie Thomas und Heinrich Mann zu Tschechen wurden Von Peter Lange (Wdh. v. 16. 11. 2016) Im Sommer 1936 haben Thomas und Heinrich Mann ein Problem. Thomas Mann, im Exil in der Schweiz, hat keinen gültigen deutschen Pass mehr. Und sobald er sich offen als Nazi-Gegner zu erkennen gibt, muss er mit der Ausbürgerung rechnen. Bei Heinrich Mann, im Exil in Nizza, ist es umgekehrt. Ausgebürgert ist er schon, und demnächst läuft auch sein Pass ab. In dieser Situation kommt ihnen der Textilfabrikant Rudolf Fleischmann aus dem tschechischen Proseè zu Hilfe. Er sorgt dafür, dass der Stadtrat von Proseè den Manns das Heimatrecht zuerkennt, womit sie tschechische Pässe bekommen können. Nach der Okkupation der sogenannten Rest-Tschechei durch die Nazis geraten die Helfer der Manns selbst in Gefahr. Rudolf Fleischmann und seine Familie können gerade noch rechtzeitig nach Großbritannien emigrieren. Es ist eine kaum erzählte Geschichte, auch nicht in Proseè. Dank ihres engagierten jungen Bürgermeisters besinnt sich die Kleinstadt an der Grenze zu Mähren aber seit ein paar Jahren auf diesen Teil ihrer Geschichte, den sie nun wahrlich nicht zu verstecken braucht.
Mittwoch 19:30 Uhr

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MDR KULTUR

Papa, wir sind in Syrien!

syrienBestes europäisches Radiofeature - ausgezeichnet mit dem ,,Prix Europa 2017"
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

ostukraineHonig und Eisen Reisen in das Kriegsgebiet der Ostukraine Von Christiane Seiler (Produktion: DLF) Eine Grenze teilt das Donezkbecken im Osten der Ukraine. Offiziell heißt sie Kontaktlinie, aber der Kontakt besteht aus tödlichen Schüssen und erniedrigenden Kontrollen an militärischen Checkpoints. Was wird aus Donezk, einst moderne Vorzeigestadt, jetzt verloren in einer politischen und rechtlichen Grauzone? Und Kramatorsk? Wird die verschlafene postsowjetische Provinzstadt sich zur blühenden ukrainischen Metropole entwickeln? Wie kommen die Menschen damit zurecht, Geiseln zu sein in einer absurden Situation, die sie nicht gewählt haben?
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

Die Frau, die sich Steve nannte Flüchtlingskind, Computerpionierin, Dame des Britischen Empires Von Maximilian Schönherr Regie: Nikolai von Koslowski Produktion: WDR 2016
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

David gegen GoliathDavid gegen Goliath. Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (3). Gestaltung: Johannes Gelich Dazwischen: Ich. Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie das Bühnenhandwerk lernen? Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (3). Gestaltung: Hans Groiss
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

EudaimoniaWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Luises Philosophie "Été Large / Eudaimonia" - Die richtige Lebensführung, kammermusikalisch erzählt von der Saxophonistin und Arrangeurin Luise Volkmann
Mittwoch 22:30 Uhr

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