WDR5

Neugier genügt

radelnMit Julia Schöning Feature: Radeln für viel Wind im Haar! Redezeit mit Jana Hensel, Autorin: Geschichten aus Ostdeutschland zur vollen Stunde WDR aktuell
Dienstag 04:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Zukunft im Jetzt

Rating-AgenturenÜber die Wirkung von Prognosen (2). Gestaltung: Mariann Unterluggauer. Es gibt Vorhersagen, die vor Entwicklungen warnen und zum Handeln animieren: Zum Beispiel die Berechnung der Ressourcenknappheit von Öl und Wasser. Andere hingegen dienen der Erhöhung der technischen Entwicklung. Wie zum Beispiel die Meldung: 2013 wird das menschliche Gehirn am Markt um 1.000 US-Dollar zu haben sein. Das meinte der Computerwissenschafter Ray Kurzweil 2006. Rückblickend weiß man es besser. Ray Kurzweil hat die Vorhersage jedenfalls nicht geschadet. Er gilt weiterhin als Kenner der Zukunft und arbeitet heute bei Alphabet, Google. Die Propheten selbst - so scheint es - werden selten zur Verantwortung gezogen. Warum eigentlich? Und warum hält man daran fest, die Zukunft vorhersagen zu müssen, wenn die Methoden der Vorhersagen bestenfalls als dürftig bezeichnet werden können? Kein politischer Thinktank, kein politischer Analyst hat das Ende der Sowjetunion vorhergesehen. Der Schock war groß, und die Reaktion? Noch mehr Vorhersagen. Zumindest bezüglich Trends und Moden. In der Politik wurde es in letzter Zeit etwas ruhiger, was die Freude an Prognosen angeht, meinen Historiker. Wirtschaftsprognosen hingegen bestimmen wie eh und je die Aktienkurse und Investitionen. Auch wenn heute weitaus weniger über Rating-Agenturen gesprochen wird, als zu Zeiten der Krise rund um 2008. Mit Hilfe von Satelliten, Sensoren, und Supercomputer werden Wetterprognosen erstellt. Daten haben die Meteorologen genug. Ihre Sorge gilt den Klimaveränderungen, die keinen historischen Vergleich mehr zulassen. Vorhersagen, so ihre Ersteller, sollen dabei helfen, Ungewissheit zu reduzieren. Sie dienen der Planung und können damit Besorgnisse zerstreuen. Erstelle man keine Prognosen, bleibt dem Menschen nur die Vermutungen und damit eine wenig verlockende Aussicht. - Auf der Suche nach Antworten trifft Mariann Unterluggauer unter anderen auf Statistiker, Meteorologen, Philosophen, Politikwissenschafter, Ökonomen und Computerwissenschafter.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

ephraim lessingWieso, weshalb, warum? Das Zeitalter der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing Minna von Barnhelm Das Kalenderblatt 20.8.1971 Stanford-Prison-Experiment muss vorzeitig abgebrochen werden Von Prisca Straub Wieso, weshalb, warum? - Das Zeitalter der Aufklärung Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Eva Demmelhuber Im 18. Jahrhundert, den Jahrzehnten vor der Französischen Revolution entdeckt der Mensch sein Selbstbewusstsein. Er stellt überlieferte Autoritäten in Frage und verspricht sich von der Klarheit des Denkens eine grundlegende Besserung der Verhältnisse: Die Vernunft soll die Menschlichkeit befördern, Aberglaube, Fanatismus und Schwärmerei überwinden. Aber bald taucht auch die Frage auf: Wie unabhängig ist die Vernunft wirklich? Was ist mit den Leidenschaften, den Sinnen, den Gefühlen? Auch dieser Herausforderung stellt sich die Aufklärung. Brigitte Kohn erzählt eine kurze Geschichte der Aufklärung." Gotthold Ephraim Lessing - Minna von Barnhelm Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Irene Schuck Goethe nannte sie einen "glänzenden Meteor", und noch heute ist ihre Beliebtheit auf deutschen Bühnen ungebrochen: Lessings Komödie "Minna von Barnhelm", 1767 uraufgeführt. Tellheim, Offizier in preußischen Diensten, wegen Bestechungsverdacht unehrenhaft aus der Armee entlassen, will seiner Verlobten Minna die Liebe aufkündigen, weil er glaubt, ihrer unwürdig zu sein. Aber die schlagfertige und kluge Minna hält nicht viel von Männerehre und Soldatentugend. Sie kämpft um ihre Liebe - wortreich und mit allen Tricks. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Lernen, um die Welt zu verändern

Waldorf-Schulen100 Jahre Waldorf-Schulen (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz. In diesem Jahr feiern die Waldorfschulen ihr hundertjähriges Jubiläum. 1919 gründete der Besitzer der Zigarettenfabrik Waldorf Astoria in Stuttgart die erste Waldorfschule, dessen Leitung der umstrittene Österreicher Rudolf Steiner übernahm. Seine Lehre prägt bis heute das Konzept an Waldorfschulen nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern in über 80 Ländern weltweit. Die Waldorfpädagogik zielt auf eine umfassende Persönlichkeitsbildung der Schüler und Schülerinnen ab. Steiners Unterrichtskonzept: Bis zur Oberstufe gibt es keine Noten. Statt im Wochenrhythmus alle Fächer zu unterrichten, werden an Waldorfschulen Fächer wie Mathematik, Deutsch und Geografie in mehrwöchigen Blöcken - sogenannten "Epochen" - gelehrt. Der Unterricht umfasst auch handwerkliche Fähigkeiten wie Tischlern, Töpfern, Schneidern und Gärtnern. Land- und Forstwirtschaftspraktika sollen die Unterrichtsinhalte vertiefen. Dennoch spaltet das Schulmodell die Gemüter - in Walddorfanhänger/innen und scharfe Kritiker/innen. Letztere stellen zum Beispiel die Leistungsstandards der Waldorfschulen im Vergleich zu konventionellen Schulen in Frage. Überzeugte Waldorfianer dagegen schwärmen bis heute von ihrer Schulzeit, und viele Eltern überzeugt das Konzept. Waldorfschulen erleben einen regen Zulauf, auch in Österreich, wo diese allerdings ohne staatliche Unterstützung auskommen müssen.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

andré hellerAna Threat, André Heller, Lukas König, Supermax (2). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Paul Lohberger, Al Bird. Im Jänner 2017 hat das "Radiokolleg" eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *André Heller - die wahren Abenteuer sind im Kopf* André Heller ist eine der überlebensgroßen Figuren der österreichischen Pop- Historie, vielleicht sogar mehr als das: als Lied-Autor und Interpret, Radiomoderator, Labelbetreiber, Financier, Anstoßgeber, Netzwerker und Querdenker hat er Entscheidendes zur Entstehung und Emanzipierung der hiesigen Szene beigetragen. Aufgewachsen als Enkel eines Süßwarenfabrikanten und Sohn eines Offiziers im französischen diplomatischen Dienst, zählte er 1968 zu den Mitbegründern des Senders Ö3 und moderierte u.a. als DJ Andreas und unter dem Pseudonym André Miriflor "Die Musicbox". Zugleich startete er im Dunstkreis der ersten Austropop-Gehversuche eine eigene Karriere als Chansonnier: 1968 erschien Album "Nr. 1" (das auch genau diesen Titel trug), bis 1985 veröffentlichte er insgesamt 14 Alben. Er arbeitete mit österreichischen Größen wie Robert Opratko, Toni Stricker, Peter Wolf, Wolfgang Ambros und Helmut Qualtinger zusammen, nahm aber auch mit internationalem Blickwinkel mit Musikern wie Astor Piazzola, Freddie Hubbard oder Brian Eno auf. Trotz großer Erfolge - darunter Tourneen bis nach Israel, zwölf Gold- und sieben Platin-Auszeichnungen - wandte sich Heller ab Anfang der 1980er-Jahre verstärkt aufwändigen Inszenierungen, Spektakeln und Installationen zu. Zu nennen wären hier u.a. das Varieté "Flic Flac", Feuertheater in Lissabon und Berlin, Zirkusshows, Ballonskulturen und Kunstjahrmärkte, die Einrichtung der Swarovski Kristallwelten in Wattens und zuletzt die Eröffnung des "Anima"-Gartens in Marrakesch. Auch als Buchautor trat Heller immer wieder in Erscheinung. Ein Universal-Poet? Hellers Talent zur verschwenderischen Erforschung und Ausstellung des eigenen Ichs kommt vielleicht am deutlichsten und sinnlichsten in seinem musikalischen Ouevre zur Wirkung: vom Wienerlied bis zum artifiziellen Pop- Kunstwerk, vom weltmusikalischen Flirt bis zur Bob Dylan-Coverversion durchzieht eine ungeheure Bandbreite seine Biografie. Ende 2019 soll ein neues Heller-Album auf den Markt kommen, es wird dem Hörensagen nach nicht von Live-Auftritten begleitet werden. Eine umfassende Würdigung seines eigenwilligen - und partiell im deutschsprachigen Raum unerreichten - musikalischen Werks ist überfällig.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

herman melvilleHerman Melville "Moby Dick" Ernest Hemingway "Der alte Mann und das Meer" Das Kalenderblatt 20.8.1971 Stanford-Prison-Experiment muss vorzeitig abgebrochen werden Von Prisca Straub Herman Melville - "Moby Dick" Autorin: Carola Zinner / Regie: Ernest Hemingway - "Der alte Mann und das Meer" Autorin: Susanne Tölke / Regie: Irene Schuck Als die Zeitschrift "Life" im September 1952 in einer einzigen Ausgabe den Kurzroman "Der alte Mann und das Meer" abdruckte, wurden innerhalb von wenigen Tagen fast fünfeinhalb Millionen Exemplare verkauft. Wenig später erschien das Buch und hielt sich 26 Wochen lang als Nummer 1 auf der Bestsellerliste. 1954 erhielt Ernest Hemingway den Literaturnobelpreis. In der Begründung hieß es, Hemingway habe "eine kraftvolle, stilbildende Meisterschaft in der Kunst der Erzählung erreicht, insbesondere in der Novelle "Der alte Mann und das Meer"". Moderation: Kristina Thiele Redaktion: Susanne Poelchau
Dienstag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

AfDSüße Krankheit Elbhang Von Alexa Hennings Regie: Hüseyin Michael Cirpici Produktion: Dlf 2019 Hier, an der Elbe zwischen Loschwitz und Pillnitz, wohnt man gediegen. Man kümmert sich. Damit alles beim Alten bleibe im Paradies. Hier gibt es keine Abgehängten, hier residiert das Kulturbürgertum. Und hier hat - abgesehen von den Plattenbaugebieten am Rande der Stadt - die AfD bei den Kommunalwahlen 2019 ihr bestes Ergebnis in Dresden erzielt. 20 Prozent. Die Loschwitzer Buchhändlerin Susanne Dagen, zweimal ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchhandlungspreis, ist eine kulturelle Institution in der Stadt. Sie kandidierte gemeinsam mit Pegida-Mitbegründer René Jahn - als selbst so beworbenes Dream-Team - nicht für die AfD, sondern für die Liste der Freien Wähler. Und gewann das Mandat. Ins Buchhaus Loschwitz lädt sie rechte Intellektuelle zu Lesungen ein. Der nachbarliche Frieden in dem beschaulichen Viertel ist dahin. Das Kulturbürgertum ist gespalten, die Toleranz der Gebildeten auf eine harte Probe gestellt. Was ist los am Elbhang? Ist der eine des anderen Teufel im Wandbild vom Untergang des Abendlandes? Innenansichten einer ganz besonderen Dresdner Spezies vor den sächsischen Landtagswahlen. Süße Krankheit Elbhang
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

gleichwertige lebensverhältnisseWie weit darf eine Gegend herunterkommen? Über das Recht auf gleichwertige Lebensverhältnisse Von Heiner Kiesel (Wdh. v. 20.11.2018) Vielleicht ist es ein Jammern auf hohem Niveau - denn fast überall in Deutschland lässt es sich gut leben. Aber natürlich nicht überall gleich gut. Neben 300 Regionen mit ausgeglichenen Lebensverhältnissen gibt es auch gut zwei Dutzend, die sich stark unterdurchschnittlich entwickeln. Diese Gebiete stehen im Ruf, abgehängt zu sein. Passt dieses Auseinanderdriften zu einer solidarischen Gesellschaft? Wer sich für die strukturschwachen Regionen einsetzt, darf auf gleichwertige Lebensverhältnisse pochen. Der Begriff kommt im Grundgesetz und in verschiedenen Landesverfassungen vor, die Bundesregierung hat gleichwertige Lebensverhältnisse zu ihrem Politikziel erklärt. Doch im Hintergrund wird darum gefeilscht, was denn die Gleichwertigkeit eigentlich ist und wie viel sie kosten darf.
Dienstag 19:30 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

alt-rightThe Kids are Alt-Right Über die Dialektik von Provokation und Emanzipation im Pop Von Jens Balzer Dumpf sprechsingende Männer mit überzüchteten Trizeps predigen Hass auf Frauen, Schwule und Juden; völkische Deutschrocker wollen mit grobem Gitarrengeschrubbe patriotische Gefühle erwecken. Wer heute in die Hitparaden blickt, kann leicht glauben, dass Popmusik nur noch reaktionäre Weltbilder pflegt. Wie konnte es dazu kommen? Und seit wann ist das überhaupt so? Hatten wir nicht früher einmal geglaubt, dass Pop auf der Seite der Emanzipation steht - ein Medium der Schwachen und der Minderheiten? Aber stimmt das überhaupt? Heute herrscht Empörung über deutsche Rapper wie Kollegah und Farid Bang und ihre antisemitischen Texte oder über die nationalistischen Töne bei der südtiroler Rockgruppe Freiwild - in den Siebzigerjahren faselte der Säulenheilige David Bowie von "Hitler als dem ersten Popstar"; die allseits beliebte Glamrock-Gruppe Kiss schrieb ihren Bandnamen mit SS-Runen. In diesem Feature über Pop und Politik reisen wir aus der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Dabei zeigt sich, dass Pop zu keinem Zeitpunkt rein emanzipatorisch oder politisch korrekt gewesen ist: Das Reaktionäre und das Progressive waren schon immer dialektisch verwoben - während die eigentlichen politischen Aktivisten zu jeder Zeit, bei den 68ern ebenso wie bei den heutigen Identitären, vollständig unmusikalisch sind. BR 2018
Dienstag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Auszeit-Antenne Auszeit Zusammengestellt von Ingo Kottkamp und Massimo Maio Moderation: Ingo Kottkamp Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: ca. 54"30 (Ursendung) Erholung klingt einfach: hinlegen und abschalten. Doch der Aus-Knopf ist für viele kompliziert versteckt. Und ist Sport nicht ohnehin erholsamer? Oder feiern? Oder kreative Radioarbeit? Eine Feature-Antenne aus den Ferien. Wie klingt die Auszeit? Das Sommerloch? Wenn der Stream abreißt und das Andere beginnt? Diese ,Feature-Antenne" befragt die Pausen. Besucht Strände und Kneipen, Eisverkäufer und Yoga-Kurse. Wie sieht er aus, dieser besondere Moment der Erholung? Und was, wenn ich lieber arbeiten möchte? Eine ,Feature-Antenne" aus den Ferien.
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg


Dienstag 22:08 Uhr

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