Bayern 2

radioWissen

Sex-PistolsWoodstock und Punk Woodstock - Der rebellische Sound der Utopie Autor und Regie: Markus Vanhöfer Mythos Woodstock. Für die einen war es "die beste Show der Geschichte" ( Roger Daltrey von "The Who"), für andere "der Gipfel des ganzen Blödsinns" ( Bob Dylan). So unterschiedlich die Bewertung auch sein mag, das dreitägiges Musik-Spektakel, das im August 1969 im amerikanischen Bundesstaat New York statt fand, war ein Ereignis mit einer einzigartigen Symbolkraft. Bis heute steht der Name "Woodstock" weltweit für das Lebensgefühl der Flower-Power Generation, für die großen gesellschaftlichen Umbrüche eines Jahrzehnts der Bürgerrechtsbewegung und Jugendproteste. Zurecht? Was geschah in Woodstock auf und abseits der Bühne? Revue passieren Bands und Künstler wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Greatful Dead Revue. Und das Feature gibt Aufschluss über die Hintergründe und Auswirkungen des legendärsten Musik-Festivals der Rock-Geschichte. Punk - Die letzte große Revolte der Musikgeschichte Autor: Christian Schaaf / Regie: Vor vierzig Jahren rollte das Album der Sex-Pistols "Never mind the bollocks" die Musikwelt auf: Neon-gelbe Hülle. Der Inhalt krachend laut und unerhört. Hier wurde auf die Welt der Erwachsenen geschimpft und die klare Botschaft gesetzt: Wir machen nicht mit in eurem System! Ein Song aus dem Album trägt den Titel "God save the Queen"- Darin wird Großbritannien sogar als "faschistisches Regime" bezeichnet. Der Song führt wenig später die UK-Hitparaden an. Was war mit der britischen Pop-Musik geschehen? Warum war die Jugend so gierig nach Provokation? Und was ist nach vierzig Jahren noch übrig von Punk? Redaktion: Petra Herrmann Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

Asli Erdogan"Man kann hier nicht schreiben, ohne sich die Hand zu verbrennen". Asli Erdogan und die Türkei. Feature von Eva Roither Im August 2016 wird sie in ihrer Wohnung in Istanbul festgenommen. Der Vorwurf: Die Schriftstellerin und Journalistin sei Mitglied einer illegalen Organisation, sie zerstöre die Einheit und Integrität des Staates. Ein Witz, ein Missverständnis, dachte sie damals. Asli Erdogan ist zu dieser Zeit im Beirat der pro-kurdischen Zeitung Özgür Gündem, für die sie auch regelmäßig Kolumnen verfasst. Zeitgleich werden über 20 weitere MitarbeiterInnen dieser Zeitung verhaftet. Davor hatte die Staatsanwaltschaft die Schließung von Özgür Gündem angeordnet. Asli Erdogan wird über vier Monate lang inhaftiert und im Dezember nach internationalen Protesten unter Auflagen wieder freigelassen. Sie muss in der Türkei bleiben, bei der Gerichtsverhandlung am 22. Juni droht ihr eine hohe Gefängnisstrafe. "In diesem Land gibt es keine politischen Gefangenen. Jeder ist ein Terrorist" - kommentiert Asli Erdogan die Verhaftungswelle seit dem Putschversuch im Juli 2016. Mittlerweile sind mehr als 40.000 Menschen mit Gefängnisstrafen belegt und über 100.000 Beschäftigte u.a. des öffentlichen Dienstes, der Justiz, der Polizei und des Militärs sind entlassen oder suspendiert worden. Über 160 JournalistInnen sind im Gefängnis. In der Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180 untersuchten Ländern. Asli Erdogan, Jahrgang 1967, zählt zu den wichtigsten türkischen Autorinnen der jüngeren Generation. Die Physikerin, die in den 1990ern am Kernforschungsinstitut CERN in Genf gearbeitet hat, hat sich in ihrer literarischen und journalistischen Arbeit sehr entschieden gegen alle Formen der Unterdrückung ausgesprochen. Sie warnte schon früh vor dem wachsenden Autokratismus des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, prangerte die staatlichen Repressionen gegen Kurden an, gehörte mit zu den ersten Intellektuellen, die sich öffentlich bei den Armeniern für das erlittene Unrecht entschuldigten. Immer wieder hat sich Asli Erdogan von türkischen Nationalisten bedroht gefühlt und hat für längere Zeit im Ausland gelebt. "Mein Gefühl der Zugehörigkeit ist nicht sehr groß", sagt sie in einem Interview, "aber ich bin eine türkischsprachige Autorin. Das ist meine einzige Verbindung zur Türkei und gleichzeitig die tiefstmögliche: meine Sprache. In ihr lebe ich." Eva Roither hat Asli Erdogan in Istanbul besucht.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

AlgorithmenSchicksalsmaschinen Algorithmen erobern das US-Justizsystem Von Tom Schimmeck Regie: Matthias Kapohl Produktion: Dlf/WDR 2017 Algorithmen entscheiden heute oft über Aktieninvestitionen, Bewerbungen und die Kreditwürdigkeit eines Kunden. In den USA lässt nun auch die Justiz zunehmend Software über Schicksale entscheiden. Computerprogramme erstellen Profile und geben so Prognosen über Straftäter und deren Wiederholungsgefahr ab. Die kommerziellen Anbieter solcher Produkte versprechen der Kundschaft eine billigere, effizientere und gerechtere Verbrechensbekämpfung. Das Justizsystem der USA verschlingt etwa 74 Milliarden Dollar jedes Jahr. Das Land sperrt heute mehr Menschen ein als jede andere Nation. Doch Kritiker bezweifeln die Objektivität dieses Profiling von Beschuldigten und Häftlingen. Im Frühjahr 2016 überprüfte etwa die unabhängige US-Rechercheorganisation ProPublica in Florida Tausende von Prognosen eines Programms namens COMPAS über die Rückfallgefahr von Inhaftierten. Auffällig oft sagte die Software schwarzen Beschuldigten fälschlich eine kriminelle Karriere voraus. Während selbst schwere Straftäter weißer Hautfarbe oft eine gute Prognose bekamen. Was ist von Profiling-Programmen zu halten? Schicksalsmaschinen
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Bosco VerticaleVon Moos-Mauern und Wiesen-Wänden Wie Pflanzen Dächer und Fassaden erobern Von Ernst-Ludwig von Aster Die grüne Wand steht auf dem Bürgersteig. Drei Meter hoch. Und vier Meter breit. Moosbewachsen soll sie helfen, die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. Die Reinigungskraft von 275 Bäumen verspricht die junge Firma, die den ,city tree" auf den Markt gebracht hat. Ob Berlin, Paris, Stuttgart oder Oslo - überall, wo die Luftqualität zu wünschen übrig lässt, entdecken Stadtplaner die reinigende Kraft der Grünpflanzen. Ob Hortensien, die sich an Mauern emporranken oder Sedumgewächse, die riesige Dächer bedecken - Grün am Bauwerk hat Konjunktur. Auch in der Luxusvariante, wie am ,Bosco Verticale" in Mailand, wo sich Tausende Bäume, Sträucher, Büsche und Pflanzen an zwei Hochhäusern in die Höhe strecken. Das Grün für saubere und kühlere Luft hat seinen Preis. Dennoch - auch der Deutsche Städtetag macht sich für Dächer- und Fassadenbegrünung stark. "Hitzetage und Tropennächte belasten vor allem Alte, chronisch Kranke und Kinder", heißt es: "Das zwingt die Städte schon jetzt zum Handeln - trotz knapper Kassen." Immer mehr Kommunen entwickeln dann auch Gründach-Strategien, um das Stadtklima zu verbessern. Millionen Quadratmeter Dachfläche werden in Deutschland pro Jahr begrünt. Zu einem guten Teil handelt es sich um Ausgleichsflächen im Rahmen von Baumaßnahmen.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Kulturforum

panamaPanama - Kanal als Schicksal? Feature von Michael Marek und Sven Weniger Ohne ihn gäbe es Panama nicht. 1903 forcierten die USA seine Abspaltung von Kolumbien, um den geplanten Wasserweg zu kontrollieren. Heute ist Panama bekannt für Drogen und Finanzgeschäfte, auch weil hier Geldwäsche weiterhin an der Tagesordnung ist. Eine neue Mittelschicht ist entstanden; doch es gibt neue Konflikte: Nicht nur der Ausbau des Wasserweges ist ökologisch umstritten; auch die Weiterführung der Panamericana, der "Traumstraße" von Alaska nach Feuerland, die im Dschungel Panamas eine lang gewollte Lücke hat. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Kulturforum
Dienstag 20:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Literatur

karl mayDas Wasser vom Brunnen Sem-Sem Karl May als Orientversteher Feature von Norbert Hummelt Er war der Mann, der den Löwen getötet hat; er war der Freund des Scheiks der Haddedihn; er war in Mekka, der Stadt, die für jeden Ungläubigen bei Todesstrafe verboten ist, und füllte sich Wasser vom heiligen Brunnen Sem-Sem ab - freilich alles nur in seiner Phantasie. Der stets in Sachsen sesshafte "Reiseschriftsteller" Karl May brachte sich als Kara Ben Nemsi Effendi in den Ländern des Padischah zur Geltung, schlichtete Stammesfehden im wilden Kurdistan und jagte Verbrecher bis in die letzten Schluchten des Balkan. Seinen Lesern brachte er ein ebenso angelesenes wie erschriebenes Wissen über den Islam und die ethnischen Konflikte Arabiens und des Vorderen Orients nahe, das bis heute verblüfft - und in diesen Zeiten dringend fehlt. Was kann man von Karl May heute über den Orient lernen? Norbert Hummelt geht dieser Frage nach, im Gespräch mit passionierten Karl May-Lesern und mit frischem Blick auf die Romane des Orientzyklus, von "Durch die Wüste" bis "Der Schut".
Dienstag 22:03 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

Tupac ShakurHörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert The Golden Age Als HipHop seine Unschuld verlor Von Heiko Behr Regie: Matthias Kapohl bis 24:00 Uhr Am 9. März 1997 wurde Notorious B.I.G. von Unbekannten erschossen. Nur ein halbes Jahr nach der Ermordung von Tupac Shakur. Es war ein gewaltsamer Endpunkt. Das Ende einer Zeit, die bis heute als "The Golden Age", das "Goldene Zeitalter" des HipHop gilt.
Dienstag 23:00 Uhr

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