Ö1

Radiokolleg - Integrieren

Innovativ denkenInnovativ denken und handeln (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Neues mit Bekanntem in Verbindung bringen und daraus etwas Eigenes entwickeln gehört zu den genuinen Eigenschaften menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns. Menschen beobachten, sie hören und sie fühlen: ständig nehmen sie Informationen wahr, sortieren, wählen aus und integrieren Relevantes in die vorhandene Wissensbasis. Und je positiver die Gefühle sind, die diesen Prozess begleiten, umso leichter fällt das Lernen, so die Hirnforschung. Dieser Lernprozess gilt auch für Gesellschaften. Hurrikans verwüsten ganze Landstriche. Hochwasser und Lawinen zerstören Regionen. Mit Dämmen und Wällen sich davor zu schützen, ist nahezu unmöglich. Denn Krisen sind überraschend, ihr Verlauf ist ungewiss. Hier bietet die Konfliktforschung Lösungsansätze an. Lernen die Mitglieder einer Gesellschaft, ihre eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern und Unerwartetes in das Bestehende zu integrieren, zeigen sich diese Communities als resilient. Soziale Innovationen erweisen sich hier als wirkungsmächtig. In einer Wissens und Informationsgesellschaft wiederum sind integratives Denken und Handeln zur Selbstverständlichkeit geworden. Plattformen vernetzen unterschiedliche Denkansätze. Integrative Wissenschaften sind in den Kanon der Universitäten aufgenommen worden. Sie garantieren eine lebendige Forschungslandschaft.
Donnerstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

KörperbildDer geforderte Körper Leistungsmaschine Körper Als wir zur Maschine wurden Körperbehinderung Vom "Krüppelheim" zur Inklusion? Das Kalenderblatt 24.1.1848 James W. Marshall findet Nugget und löst kalifornischen Goldrausch aus Von Thomas Grasberger Leistungsmaschine Körper - Als wir zur Maschine wurden Autorin: Daniela Remus / Regie:Sabine Kienhöfer Stark und leistungsfähig, schön und gesund, so sieht das Idealbild menschlicher Körper aus. Diese Vorstellung wird selten hinterfragt. Sie scheint heute ganz selbstverständlich zu sein und führt zu Optimierungsanstrengungen aller Art. Von Operationen zu Diäten, von exzessivem Sport bis zu leistungssteigernden Medikamenten. Historisch betrachtet aber ist dieses Körperbild recht jung. Erst im Zuge der Aufklärung, also im 18. Jahrhundert, rückte das einzelne Individuum und auch sein Körper ins Zentrum der Betrachtung. Die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit des Körpers wurde zur Bedingung für die gesellschaftliche Anerkennung eines Menschen. Ein Trend, den die Industrialisierung und ihr mechanistisches Naturverständnis noch verstärkten. Und ein Gedanke, den die Nationalsozialisten mit ihrer Ideologie vom "gesunden Volkskörper" ins Extreme pervertierten. Dass der Körper wie eine Maschine optimiert, getunt und adäquat gepflegt werden müsse, dieses mechanistische Verständnis, bestimmt aber bis heute unser Körperbild. Körperbehinderung - Vom "Krüppelheim" zur Inklusion? Autorin: Carola Zinner / Regie: Axel Wostry Allein schon der Name verrät viel über den Umgang: "Krüppel", so nannte man Menschen mit körperlicher Behinderung. Die medizinischen Möglichkeiten, ihre Leiden zu lindern, waren gering, der Umgang im besten Falle geprägt von herablassender Fürsorge. Im schlimmsten Falle - das galt vor allem für Kinder, die bereits mit einer Behinderung zur Welt kamen - sprach man ihnen sogar das Lebensrecht ab. Zum Alltagsbild der Städte gehörten bis ins 19. Jahrhundert hinein Menschen, die blind waren, denen Gliedmaße fehlten oder die mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt gekommen waren. Sie blieben meist vom normalen Alltagsleben ausgeschlossen und waren auf Almosen angewiesen. (Kleinwüchsige Menschen hingegen galten oft als "kostbare Rarität" und wurden von Fürsten als "Hofnarren" angestellt.) Erst mit der Aufklärung änderte sich langsam der Umgang mit körperlich Behinderten. Privatleute (- darunter als einer der ersten der Münchner Johann Nepomuk von Kurz, geboren 1783 -), aber auch staatliche und kirchliche Institutionen gründeten Heime, in denen diese Menschen leben und arbeiten konnten. Bis zum Ideal heutiger Körperbehindertenpädagogik, in deren Mittelpunkt der Mensch mit seinen Interessen und Bedürfnissen steht, war es allerdings noch ein weiter Weg. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Nicole Ruchlak
Donnerstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Land der Flammen

AserbaidschanAserbaidschan Revisited (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Im Jahr 1993 bot sich erstmals die Gelegenheit, die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan im Rahmen einer journalistischen Erkundungstour für das Radiokolleg zu besuchen. Damals regierte das Militär, der Ausnahmezustand war verhängt, abends herrschte ab 20 Uhr Ausgangssperre. 25 Jahre später ist Sabine Nikolay an dieselben Orte zurückgekehrt um Nachschau zu halten, was aus dem "Land der Flammen" von damals geworden ist. Aserbaidschan, dessen Territorium sich von den hohen Bergen des Kaukasus bis an das Kaspische Meer zieht, ist bekannt durch seinen Dauerkonflikt mit Armenien und für seinen Reichtum an Öl, dessen Export dem Land trotz großer wirtschaftlicher Probleme das Überleben sichert. Gab es 1993 zarte Anfänge einer demokratischen Veränderung, wird das Land heute von der Familie Aliyev regiert, die ihm Fortschritt und Modernisierung von oben verordnet: Das führt dazu, dass die Hauptstadt Baku in neuem Glanz erstrahlt und über eine beeindruckende Skyline verfügt. In der Sonne glänzende Hochhäuser prägen die Stadteinfahrt, über der Altstadt, die 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, leuchten die "Flame Towers": Luxushotel, Bürogebäude und Luxusresidenzen. Dahinter liegen Wohnviertel, die immer noch nicht renoviert sind. Und viele Häuserblocks aus der Sowjetzeit werden geschliffen, um neue Gebäude mit Blick auf das Meer zu errichten. Im Hinterland hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dörfer, Weidenflächen und kleine landwirtschaftliche Betriebe bilden einen Gegenpol zur pulsierenden Metropole Baku. Wie leben die Menschen in Aserbaidschan, und wie schaffen sie den Spagat zwischen kulturellen Traditionen und Standortbestimmung in Zeiten der Globalisierung?
Donnerstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der letzte Schliff

audiomasteringWas ist gutes Audiomastering? (4). Gestaltung: Hans Groiss Hören Sie den Unterschied? Klingt "Nothing else matters" von Metallica glasklar oder verwaschen? Warum ist der Sound von Miles Davis" "Kind of Blue" unverwechselbar und einheitlich? Was war das Geheimnis des guten Tons eines Herbert von Karajan und haben Experimental-KomponistInnen wie Beatriz Ferreyra und Pierre Schaeffer ihre Werke nachbearbeitet? Nach der Studioproduktion einer Pop-Band, einem Livekonzert der Wiener Philharmoniker oder einer Jam-Session im Jazzstüberl gibt es meist Aufnahmen von höherer oder niederer Qualität. Um diese professionell auf Tonträger veröffentlichen zu können, werden die einzelnen Musikstücke abgemischt und gemastert: beim Mischen wird die Balance aller Instrumente zueinander hergestellt - beim Mastering wird der fertige Mix vom Mastering-Engineer in Absprache mit den Musiker/innen und Producern bearbeitet. Mastering ist ein englischer Begriff und bezeichnete in der Musikwelt ursprünglich die Überführung von Musikstücken auf Schallplatte. Heute bedeutet Mastering die Steigerung der Qualität durch einen kreativ-technischen Prozess. Damit Musik auf LP, CD, im Radio oder am Mobiltelefon gut klingt, ist Mastering am Ende einer Musikproduktion mittlerweile Standard. Abhängig vom Musikstil gibt es unterschiedliche Masteringphilosophien: das Angleichen von Lautstärkeunterschieden, das Festlegen von Pausenzeiten zwischen den Musikstücken und die Zusammenführung einzelner Tracks zu einem Album sind subjektive Entscheidungen, die viel Diskussionsstoff liefern. Welche Schritte aber sind nötig, um von einer Komposition oder Improvisation zu einem fertigen Master zu kommen? Wie möchte ich als Musiker/in in der Welt gehört werden: Glasklar oder dreckig? Aufgeblasen oder subtil? Und: Kann das Mastering verbessern, was bei einer Aufnahme nicht geglückt ist? Studierende des Radioproduktionsseminars der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien besuchen gemeinsam mit Hans Groiss Produktionen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Experimentalmusik und diskutieren mit Expert/innen über Mastering.
Donnerstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

dromedarAus der Familie der Kamele Das Dromedar Überlebenskünstler und Luxusrenntier Das Lama Heiliges Tier mit sanfter Seele Das Kalenderblatt 24.1.1848 James W. Marshall findet Nugget und löst kalifornischen Goldrausch aus Von Thomas Grasberger Das Dromedar - Überlebenskünstler und Luxusrenntier Autor: Bernd-Uwe Gutknecht / Regie: Eva Demmelhuber Ein bisschen kann es einem schon leidtun, das Dromedar: Häufig reagieren Touristen in Wüstengegenden enttäuscht, wenn sie "nur" auf einem Dromedar reiten dürfen. Das Kamel hat offenbar einen höheren Bekanntheits-und Beliebtheitsgrad. Dabei stammen beide aus der gleichen Familie der Camelidae und aus der Unterordnung der Schwielensohler. Nahe Verwandte der Dromedare und Kamele (eigentlich Trampeltiere), sind die sogenannten Neuwelt-Kamele wie Lama oder Alpaka. Allen Vertretern der Camelidae-Familie gemeinsam ist die hohe Anpassungsfähigkeit an extreme Bedingungen. Dromedare sind spezialisiert aufs Überleben in Wüsten und haben diverse Körperfunktionen dementsprechend entwickelt. Dass Dromedare bzw. Kamele in ihren Höckern Wasser speichern, ist freilich ein längst widerlegter Irrtum. Und auch der Ruf, wonach die "Wüstenschiffe" stur, störrisch und böse seien, stimmt nicht unbedingt. Nach Aussagen vieler Züchter sind Dromedare äußerst zuverlässig und sogar anhänglich. Das Lama - Heiliges Tier mit sanfter Seele Autorin: Isabella Arcucci / Regie: Dorit Kreissl Das Fell ist flauschig, die Augen groß und träumerisch. Ein Tier, das zum Knuddeln einlädt. Und dann: spuckt es einem mitten ins Gesicht! Das Lama gilt als zickig und hinterhältig, und es guckt auch noch so eingebildet. Diesen Gesichtsausdruck teilt es mit seinen Verwandten, den Kamelen, ebenso wie seine Zähigkeit. Lamas sind hervorragend an das harte Leben in den Höhen der südamerikanischen Anden angepasst. Archäologische Funde zeigen, dass dort bereits vor 5.000 Jahren die Lama-Zucht begann. Für die Inka waren die Lamas nicht nur Nutztiere, die Lasten trugen und Fleisch und Wolle lieferten, die Tiere hatten für sie auch große spirituelle Bedeutung. Und noch heute spielen Rituale mit Lamaföten in der indigenen Kultur der Andenländer eine wichtige Rolle. Doch auch in Deutschland hat man inzwischen die besonderen Kräfte der Lamas entdeckt. Die sanften Tiere können für Menschen hervorragende Therapeuten sein. Denn die sogenannten Neuweltkameliden sind vor allem eines: viel besser, als ihr Ruf! Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner
Donnerstag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

müllWaste Studies: Wertlos mit Mehrwert? Über die gesellschaftliche Bewertung von Müll Von Christian Conradi
Donnerstag 19:30 Uhr

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Radiokolleg

aserbaidschanIntegrieren. Innovativ denken und handeln (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das Land der Flammen. Aserbaidschan Revisited (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Der letzte Schliff. Was ist gutes Audiomastering? (4). Gestaltung: Hans Groiss
Donnerstag 22:08 Uhr

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