Bayern 2

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Nahrungskreisläufe im Meer Der Hering - Silber des Meeres Autor: Roman Neumann / Regie: Martin Trauner Der Hering hat Geschichte geschrieben. Der Hanse verhalf der Heringsfang zu Aufstieg und Reichtum, Salzstraßen wurden für ihn angelegt, Städte gegründet und Kriege um ihn geführt. Ohne den Hering wäre der Geschichte Europas vom Mittelalter bis in die Neuzeit wohl anders verlaufen. Und dies geschah, obwohl der Hering auch schon in früheren Zeiten kein besonders beliebter Speisefisch war. Als Armeleuteessen lange Zeit eher gemieden, wurden lediglich seine eingelegten Varianten wie der des Bismarckherings, benannt nach dem ersten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck, der Rollmops, Matjes und Sahnehering fester Bestandteil deutscher Hausmannkost. Mehr als 50 verschiedene Arten diese in großen Schwärmen vorkommenden Fisches, wie Atlantischer und Pazifischer Hering, Sprotte, Sardine und Wolfshering, schwimmen in den Weltmeeren. Geschätzt wegen des hohen Gehaltes an Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren, zählt der Hering zu den schmackhaftesten, fettarmen aber dennoch zu den am meisten verkannten Speisefischen. Der Orka - Mythos und Wirklichkeit Autor: Ulli Weissbach / Regie: Sabine Kienhöfer Riesenhafte Tiere üben vor allem auf Frauen eine rätselhafte Anziehungskraft aus. Dieses Phänomen ist nicht erst seit "Gorillas im Nebel" bekannt, dem Buch und Film über die amerikanische Verhaltensforscherin Dian Fossey. Auch "Die Schöne und das Biest", ein Klassiker der Filmgeschichte von Jean Cocteau, hat das Phänomen zum Thema. Aber nicht nur riesige Landtiere können zum Objekt weiblicher Faszination werden. Auch mächtige Meerestiere ziehen Frauen an, wie ein Beispiel aus Neuseeland zeigt. Dort erforscht eine Meeresbiologin das Verhalten von Orkas, die auch als Killerwal oder Schwertwal bezeichnet werden. Orkas sind Meeressäuger und die größte Delfinart auf unserem Planeten. Moderation: Redaktion: Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Melomanen außer Rand und Band Eine Kulturgeschichte des Buhens in der Oper Von Uwe Friedrich DLF 2017 Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Lautstarke Buhs gehören ebenso zu einer ordentlichen Opernpremiere wie frenetischer Jubel. Meistens trifft es das Regieteam, seltener die Musiker. Während Sänger zutiefst verstört auf die Ablehnung ihrer Kunst reagieren, sehen Regisseure den Widerspruch des bürgerlichen Publikums häufig als Ritterschlag und sind eher beleidigt, wenn sie niemanden im Zuschauerraum provozieren konnten. Nur im Fußballstadion kochen die Emotionen ebenso hoch wie im Opernhaus, und viele Künstler halten den Buhrufer für einen nahen Verwandten des Hooligans, dem stets das Stadionverbot droht. Aber während in früheren Jahrhunderten bei Missfallen auch verrottetes Gemüse und faule Eier auf die Bühne geworfen wurden, sind Buhrufe und Pfiffe durchaus als zivilisatorischer Fortschritt zu werten. Saalschlachten wie beim Bayreuther "Jahrhundert-Ring" von Patrice Chereau sind aber eher die Ausnahmen, in der Regel beruhigen sich auch die vehementesten Opernfans schnell, wenn das Licht im Saal wieder angeht. Die großen Uraufführungsskandale wie Rossinis "Barbier von Sevilla" oder Verdis "La traviata" hatten jedenfalls mehr mit dem gesellschaftlichen Umfeld als mit der musikalischen Leistung zu tun. Als Reaktion auf die irrationalen Exzesse im Theater verbot der österreichische Aufklärungskaiser Joseph II. am Wiener Burgtheater kurzerhand jede Publikumsreaktion, also auch den Applaus. Das kann nicht die Lösung sein, denn wer sich auf die Bühne stellt, um die Liebe des Publikums zu erringen, wird mitunter auch mit der schroffen Zurückweisung seiner Mühen leben müssen.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

skateboardingOlympic riot Skateboarding in Bucure?ti Von Tim Staffel Regie: der Autor Produktion: Dlf 2017 Sie springen mit ihren Decks Treppenstufen hinab, sliden und grinden über Bänke und Geländer. Der Autor Tim Staffel begleitet den jungen Deutsch-Rumänen Robert durch seinen Alltag als Skateboarder in Bukarest. Robert und seine Crew werden ständig angefeindet; denn die Bukarester Bürger wollen Skaten auf öffentlichen Plätzen verbieten. Dabei wird Skateboarding demnächst sogar olympisch. Olympic riot dokumentiert, wie Robert und seine Freunde versuchen, trotzdem für Tokio 2020 zu trainieren, wie sie nach Sponsoren fahnden und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Der Autor ist dabei, wenn sie in Bukarest den Go Skateboarding Day organisieren, der von Millionen Skatern auf der ganzen Welt gefeiert wird. Das Feature erzählt auch von der Zerrissenheit Roberts, der als Schauspieler in Berlin in einer völlig anderen Welt lebt: Dort haben die Skater schier unbegrenzte Trainingsmöglichkeiten, aber der Zusammenhalt ist gering. In Bukarest erlebt Robert es genau andersherum. Olympic riot
Freitag 20:10 Uhr

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