Bayern 2

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WirbelsäuleKörper-Intelligenz Was uns aufrecht hält - Die Wirbelsäule Autorin: Christine Sailer / Regie: Martin Trauner Stabil und beweglich zugleich, bei den Säugetieren zusammengesetzt aus 24 Wirbeln, ermöglicht sie Drehungen und Beugungen des Rumpfes. Außerdem schützt sie das empfindliche Rückenmark. Die Wirbelsäule ist ein kompliziert aufgebautes Wunderwerk. Vor 500 Millionen Jahren erschienen in den Ozeanen die ersten Wirbeltiere - eine Revolution in der Entwicklung der Arten. Rückgrat haben ist ein Synonym für Mut und Willenskraft. Haltung und aufrechter Gang sind positive Eigenschaften, die ohne die Wirbelsäule undenkbar wären. Im Alltag spürt der heutige im Sitzen tätige Mensch seine Wirbelsäule aber erst dann, wenn sie Beschwerden bereitet: Rückenschmerzen sind eine weit verbreitete Zivilisationskrankheit. Wie genau führt die Wirbelsäule ihre komplexen Funktionen aus? Und wie lässt sie sich gesund und beweglich erhalten? Osteopathie - Blockaden lösen, Schmerzen lindern Autorin: Claudia Steiner / Regie: Sabine Kienhöfer Osteopathie ist eine ganzheitliche Lehre. Sie stammt von dem US-amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still. Der Mediziner entwickelte im 19. Jahrhundert ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Demnach ist der Körper eine Einheit, der über Selbstheilungskräfte verfügt. Struktur und Funktion beeinflussen sich wechselseitig - so kann zum Beispiel eine Überlastung eines Gelenks zu Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führen. Osteopathen suchen Blockaden und versuchen, diese mit ihren Händen zu behandeln. Die Heilmethode kann immer dann eingesetzt werden, wenn funktionelle Störungen die Ursache für Beschwerden sind. Belegt ist die Wirksamkeit zum Beispiel für die Behandlung von chronischen Rückenproblemen. Nach dem Motto "Find it, fix it, leave it" von Still werden Patienten nur so lange behandelt, bis ihre Beschwerden verschwunden sind. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Geigenbögen"Der Zauber kommt von der rechten Hand" Geigenbögen und ihr Klanggeheimnis Von Susanna Felix Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Welches Instrument ein Geiger spielt, steht in fast jeder Biografie. Was aber ist mit dem Bogen? Über ihn wird kaum gesprochen. Dabei ist der Geigenbogen ganz entscheidend für den Klang - viel wichtiger als allgemein angenommen. Was aber macht einen guten Bogen aus? Gibt es überhaupt den idealen Bogen für jeden Musiker? Und wie steht es um das Handwerk des Bogenbaus und seine Zukunft? Fernambuk heißt das wundersame Holz, das als einziges genau die Eigenschaften besitzt, die ein moderner Geigenbogen braucht. Es wächst nur in Brasilien, ist aber vom Aussterben bedroht und steht seit Jahren unter Artenschutz. Das gefährdet nicht nur die Zukunft des Bogenbaus, sondern auch die Musiker selbst. Bogenbauer, Musiker und Wissenschaftler kommen in dem Feature zu Wort.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Literatur

Trüffelschweine in Manhattan New Yorker Literaturscouts auf der Suche nach dem nächsten Bestseller Von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer Literaturscouts sichten die Buchmärkte des Auslands für hiesige Verlage. Ein aufreibender Job für kommunikative Vielleser. Der nordamerikanische Literaturmarkt besitzt besondere Attraktivität: Verlage aus der ganzen Welt wollen dort nicht nur eigene Autoren etablieren, sie möchten auch die US-Bestseller und trendsetzenden Bücher übernehmen. Denn was sich in den USA verkauft, funktioniert meist auf der ganzen Welt. Um frühzeitig und schnell Shooting Stars oder wichtige Themen zu entdecken, setzen die Verlage auf Literaturscouts. Scouts - nicht zu verwechseln mit Literaturagenten - sind nicht nur geübte Leser. Sie machen Vorschläge, knüpfen Kontakte, sind - ganz transatlantisch - in vielen literarischen Szenen zu Hause, kennen tausend Leute, haben ausgeprägte Spürnasen und müssen vor allem eines sein: schnell. Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer haben einige dieser "Trüffelschweine" in New York besucht, dem Mekka der nordamerikanischen und internationalen Literatur. Ihr Feature blickt hinter die Kulissen großer und kleiner Scouting-Agenturen und berichtet vom Wandel einer Branche in Zeiten der Digitalisierung.
Freitag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

hanns-josef ortheil"Die Sprache hat mich wiedergeboren" Der Weg des Schriftstellers Hanns-Josef Ortheils aus dem Schweigen Von Burkhard Reinartz Regie: der Autor Produktion: DLF 2015 Noch mit sieben Jahren sprach Hanns-Josef Ortheil kein einziges Wort. Die Diagnose lautete damals: "autistische Ich-Versenkung". Heute spricht man von Mutismus, wenn Kinder jahrelang schweigen. Ortheils Mutter, durch den Tod von vier Söhnen traumatisiert, schwieg in seiner Kindheit ebenfalls. Inzwischen hat Hanns-Josef Ortheil vierundzwanzig Romane veröffentlicht, etliche Literaturpreise erhalten und eine Professur für Literarisches Schreiben. Das Feature beleuchtet den Weg vom sprach- und schreibfernen "Idioten" zum schreibbesessenen Literaten. Wie lernt jemand, mit dem als Kind nicht gesprochen wurde, sprechen? Welche Rolle spielt die Musik bei seiner "Wiedergeburt in die Sprache"? - schon als Kind war Ortheil ein begnadeter Pianist. Und: wie wirken sich Ortheils frühe Erfahrungen heute auf sein Schreiben aus? Die Sprache hat mich wiedergeboren
Freitag 20:10 Uhr

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