Deutschlandfunk Kultur

Feature

Ein trans-lesbisches Familienglück Oder: Das aufgeklärteste Kind der Welt Von Annika Erichsen Regie: die Autorin Mit: Monika Oschek Ton: Alexander Brennecke Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017 Länge: 52"38 (Wdh. v. 27.05.2017) Eine Geschichte über Identität, den Kampf um Anerkennung und eine große Portion Familienglück. Julia und Caroline bekommen ein Kind. Bei der Untersuchung fragt die Frauenärztin: "Wie haben Sie es denn gemacht?" "Auf natürlichem Weg." Die Ärztin schaut auf: "Aber ich hätte Sie für eine Frau gehalten." "Bin ich ja auch, aber ich bin eben auch der Erzeuger des Kindes. Ich bin eine Transfrau", sagt Julia. Dass Geschlechtsidentität nicht unbedingt mit biologischen Merkmalen zu tun hat, ist für viele Menschen nicht einfach nachzuvollziehen. Über drei Jahre hinweg hat die Autorin die ungewöhnliche Kleinfamilie begleitet. Annika Erichsen, geboren 1981 in Schwäbisch Hall, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Marseille. Seit 2010 Feature-Autorin und Regisseurin für die ARD, Deutschlandradio und ARTE Radio in Frankreich. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Drei Schwestern und ein Downsyndrom" (2015), ausgezeichnet mit einem Sonderpreis des Marlies-Hesse-Nachwuchspreises 2016. Ein trans-lesbisches Familienglück
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Hörbilder Spezial

Pino DanieleNeapel Babel Die Musiker Pino Daniele, Enzo Avitabile, Peppe Servillo und James Senese Feature von Christina Höfferer Pino Daniele. Bei ihm laufen seit den 1970er Jahren alle Fäden zusammen. Der Sänger, Komponist und Musiker revolutionierte die neapolitanische Musik. Napoli Centrale heißt die Band, in welcher Pino Daniele mit vielen seiner neapolitanischen Musiker Kollegen zunächst auftrat. Die vier Musikerkarrieren von Pino Daniele, James Senese, Peppe Servillo und Enzo Avitabile entstanden während der gemeinsamen Jahre von Napoli Centrale. Dann gingen die vier eigene Wege, doch immer wieder spielten sie im Laufe der Jahre gemeinsam. Das Feature zeichnet die Wege der drei Musiker ausgehend von Napoli Centrale, welches auch der Name des Hauptbahnhofs von Neapel ist, zu zeigen. Pino Daniele machte die größte Karriere. Nach seinem plötzlichen Tod in Folge eines Herzversagens am 4. Januar 2015 war "Pino Daniele" laut Google der meistgesuchte Begriff in Italien. James Senese, 1945 als Sohn eines amerikanischen GI und einer Neapolitanerin geboren, ist bei seinen Wurzeln geblieben, er lebt in Neapel und tourt mit seinen Songs. Der zehn Jahre jüngere Enzo Avitabile hat sich der Weltmusik zugewendet. "Das letzte Stück È ancora tiempo, welches ich mit Pino Daniele auf neapolitanisch gesungen habe, ist ein Mantra, minimalistisch, ein Moment großer Reife in der Musik," sinniert Enzo Avitabile. "Pino und ich waren wie Brüder," betont James Senese, "wir erzählten einander all unsere geheimen Leidenschaften, und auch alle unsere Sünden". Pino Daniele wurde 1955 als erstes von sechs Kindern eines Hafenarbeiters geboren. Seine Familie lebte dicht gedrängt in einem Basso, einer dunklen Erdgeschoß-Wohnung, typisch für Neapel. Von dort stieg er zu einem internationalen Star auf, indem er aus seinen neapolitanischen Wurzeln einen ganz neuen musikalischen Stil entwickelte. Pino Danieles Kompositionen bringen spielerisch Tarantella und Blues zusammen, er vertonte das Lebensgefühl der kampanischen Hauptstadt, die alle aufnimmt, die alles schon gesehen hat, und die sich immer wieder neu erfindet. Peppe Servillo wirkt ernst und streng, doch wenn er lacht, versprüht er den einnehmenden Charme eines Spitzbuben. Sein Ausdruck wechselt von einem Moment auf den anderen, das hat ihn zu einem der faszinierendsten Performer Italiens gemacht: "Unser Wunsch ist es, das neapolitanische Repertoire neu zu erforschen. Wir wollen die Tradition mit der Moderne verbinden und dieses Repertoire einem neuen, jungen Publikum vorstellen". "Wir versuchen in Neapel Gutes zu tun," sagt James Senese, "wir wollen zu verstehen geben, welches die richtigen Gefühle sind, denen es nachzugehen gilt, um nicht dem Weg des Teufels zu folgen, sondern jenem des Göttlichen". Technik: Fridolin Stolz Redaktion: Elisabeth Stratka
Mittwoch 10:05 Uhr

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SR2 Kulturradio

FeatureZeit

jakartaKüstenstädte unter Wasser? Ein Lehrstück aus Jakarta Von Achim Nuhr Ein unrühmlicher Weltrekord: In der indonesischen Küstenstadt Jakarta sinken manche küstennahen Hot Spots bis zu 25 Zentimeter pro Jahr - manche Stadtviertel liegen bereits fünf Meter unter dem Meeresspiegel, geschützt nur von einer uralten, brüchigen Kaimauer. Jakarta droht im Zeitraffer, was anderen Hafenmetropolen wie Hamburg und Rotterdam später bevorsteht: der Untergang ganzer Stadtteile. Ohne eine gewaltige Aufrüstung müssen die 136 größten Küstenmetropolen der Welt ab 2050 mit Flutschäden von über tausend Milliarden Dollar jährlich rechnen.
Mittwoch 11:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

boris schumatskyDer Mut der Verzweiflung Dissidenten in der russisch-sowjetischen Geschichte Von Boris Schumatsky Ein paar Demonstranten bekundeten 1968 auf dem Roten Platz in Moskau ihre Sympathie für den Prager Frühling. Die Staatsmacht reagierte hart. Wie immer.
Mittwoch 19:30 Uhr

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