Ö1

Radiokolleg - Integrieren

Innovativ denken und handeln (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Neues mit Bekanntem in Verbindung bringen und daraus etwas Eigenes entwickeln gehört zu den genuinen Eigenschaften menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns. Menschen beobachten, sie hören und sie fühlen: ständig nehmen sie Informationen wahr, sortieren, wählen aus und integrieren Relevantes in die vorhandene Wissensbasis. Und je positiver die Gefühle sind, die diesen Prozess begleiten, umso leichter fällt das Lernen, so die Hirnforschung. Dieser Lernprozess gilt auch für Gesellschaften. Hurrikans verwüsten ganze Landstriche. Hochwasser und Lawinen zerstören Regionen. Mit Dämmen und Wällen sich davor zu schützen, ist nahezu unmöglich. Denn Krisen sind überraschend, ihr Verlauf ist ungewiss. Hier bietet die Konfliktforschung Lösungsansätze an. Lernen die Mitglieder einer Gesellschaft, ihre eigenen Handlungskompetenzen zu erweitern und Unerwartetes in das Bestehende zu integrieren, zeigen sich diese Communities als resilient. Soziale Innovationen erweisen sich hier als wirkungsmächtig. In einer Wissens und Informationsgesellschaft wiederum sind integratives Denken und Handeln zur Selbstverständlichkeit geworden. Plattformen vernetzen unterschiedliche Denkansätze. Integrative Wissenschaften sind in den Kanon der Universitäten aufgenommen worden. Sie garantieren eine lebendige Forschungslandschaft.
Montag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

BackenHauptantrieb Nahrung Not und Brot Weltgeschichte des Backens Käseland Allgäu Geschichte der Milchwirtschaft Das Kalenderblatt 21.1.1781 Friedrich der Große verbietet Kaffee-Rösten Von Brigitte Kohn Not und Brot - Weltgeschichte des Backens Autorin: Renate Währisch / Regie: Axel Wostry Vor rund 11.000 Jahren lernte der Mensch, Getreide zu kultivieren und ständig davon zu leben. Dafür wurde er sogar sesshaft, er konnte ja schlecht die Getreidefelder alleine lassen. Und so begann die Weltgeschichte des Backens, die Geschichte von Not und Brot. Die jungsteinzeitlichen süddeutschen Pfahlbauer kannten bereits zehn Sorten Getreide, wie Ausgrabungen gezeigt haben. Schon damals wurden Gerste, Weizen und Hirse angebaut und zu Brei verarbeitet. Doch zuvor musste gepflügt, gedroschen und gemahlen werden, später mit Hilfe der domestizierten Auerochsen. Über viele Jahrtausende blieb die Arbeit der Bauern relativ unverändert, von der Jungsteinzeit über die altägyptische Zeit und Antike bis hin in die frühe Neuzeit. Erst die Industrialisierung bringt in der Geschichte des Backens die große Wende, wenn etwa Knetmaschinen das mühsame Kneten des Teigs mit den Händen erübrigen. Jetzt lässt sich auch mehr Brot herstellen und über weite Strecken transportieren. Bis dahin konnten einmalige Missernten und Unwetter ganze Landstriche durch bittere Hungersnöte entvölkern. Käseland Allgäu - Geschichte der Milchwirtschaft Autorin: Renate Ell / Regie: Axel Wostry Allgäuer Emmentaler - eigentlich ein merkwürdiger Name für einen Käse, denn er ist gleich nach zwei Regionen benannt. Aber gerade diese Bezeichnung transportiert viel von der Geschichte der Allgäuer Milchwirtschaft: Um die heimische Milchwirtschaft zu modernisieren, holte man sich Entwicklungshilfe aus dem Schweizer Ausland. So wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts aus einer schwer erreichbaren Region mit kargen Äckern, aber erfolgreicher Viehzucht und einer jahrtausendealten Käse-Tradition das Allgäu, wie wir es heute kennen: mit Wiesen und Milchkühen, mit kleinen Sennereien ebenso wie großen Unternehmen, die ihre vielen Käsesorten international vermarkten. Neben Experten aus der Schweiz und Belgien gaben technische Innovationen und wissenschaftliche Entdeckungen der Milchwirtschaft die entscheidenden Impulse. Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Land der Flammen

Aserbaidschan Revisited (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Im Jahr 1993 bot sich erstmals die Gelegenheit, die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan im Rahmen einer journalistischen Erkundungstour für das Radiokolleg zu besuchen. Damals regierte das Militär, der Ausnahmezustand war verhängt, abends herrschte ab 20 Uhr Ausgangssperre. 25 Jahre später ist Sabine Nikolay an dieselben Orte zurückgekehrt um Nachschau zu halten, was aus dem "Land der Flammen" von damals geworden ist. Aserbaidschan, dessen Territorium sich von den hohen Bergen des Kaukasus bis an das Kaspische Meer zieht, ist bekannt durch seinen Dauerkonflikt mit Armenien und für seinen Reichtum an Öl, dessen Export dem Land trotz großer wirtschaftlicher Probleme das Überleben sichert. Gab es 1993 zarte Anfänge einer demokratischen Veränderung, wird das Land heute von der Familie Aliyev regiert, die ihm Fortschritt und Modernisierung von oben verordnet: Das führt dazu, dass die Hauptstadt Baku in neuem Glanz erstrahlt und über eine beeindruckende Skyline verfügt. In der Sonne glänzende Hochhäuser prägen die Stadteinfahrt, über der Altstadt, die 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, leuchten die "Flame Towers": Luxushotel, Bürogebäude und Luxusresidenzen. Dahinter liegen Wohnviertel, die immer noch nicht renoviert sind. Und viele Häuserblocks aus der Sowjetzeit werden geschliffen, um neue Gebäude mit Blick auf das Meer zu errichten. Im Hinterland hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Dörfer, Weidenflächen und kleine landwirtschaftliche Betriebe bilden einen Gegenpol zur pulsierenden Metropole Baku. Wie leben die Menschen in Aserbaidschan, und wie schaffen sie den Spagat zwischen kulturellen Traditionen und Standortbestimmung in Zeiten der Globalisierung?
Montag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der letzte Schliff

karajanWas ist gutes Audiomastering? (1). Gestaltung: Hans Groiss Hören Sie den Unterschied? Klingt "Nothing else matters" von Metallica glasklar oder verwaschen? Warum ist der Sound von Miles Davis" "Kind of Blue" unverwechselbar und einheitlich? Was war das Geheimnis des guten Tons eines Herbert von Karajan und haben Experimental-KomponistInnen wie Beatriz Ferreyra und Pierre Schaeffer ihre Werke nachbearbeitet? Nach der Studioproduktion einer Pop-Band, einem Livekonzert der Wiener Philharmoniker oder einer Jam-Session im Jazzstüberl gibt es meist Aufnahmen von höherer oder niederer Qualität. Um diese professionell auf Tonträger veröffentlichen zu können, werden die einzelnen Musikstücke abgemischt und gemastert: beim Mischen wird die Balance aller Instrumente zueinander hergestellt - beim Mastering wird der fertige Mix vom Mastering-Engineer in Absprache mit den Musiker/innen und Producern bearbeitet. Mastering ist ein englischer Begriff und bezeichnete in der Musikwelt ursprünglich die Überführung von Musikstücken auf Schallplatte. Heute bedeutet Mastering die Steigerung der Qualität durch einen kreativ-technischen Prozess. Damit Musik auf LP, CD, im Radio oder am Mobiltelefon gut klingt, ist Mastering am Ende einer Musikproduktion mittlerweile Standard. Abhängig vom Musikstil gibt es unterschiedliche Masteringphilosophien: das Angleichen von Lautstärkeunterschieden, das Festlegen von Pausenzeiten zwischen den Musikstücken und die Zusammenführung einzelner Tracks zu einem Album sind subjektive Entscheidungen, die viel Diskussionsstoff liefern. Welche Schritte aber sind nötig, um von einer Komposition oder Improvisation zu einem fertigen Master zu kommen? Wie möchte ich als Musiker/in in der Welt gehört werden: Glasklar oder dreckig? Aufgeblasen oder subtil? Und: Kann das Mastering verbessern, was bei einer Aufnahme nicht geglückt ist? Studierende des Radioproduktionsseminars der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien besuchen gemeinsam mit Hans Groiss Produktionen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Experimentalmusik und diskutieren mit Expert/innen über Mastering.
Montag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

kalenderKalender und Manieren Die Frühgeschichte unseres Kalenders Zeit und Fest Kulturgeschichte der guten Manieren Von Anstand und Benimm Das Kalenderblatt 21.1.1781 Friedrich der Große verbietet Kaffee-Rösten Von Brigitte Kohn Die Frühgeschichte unseres Kalenders - Zeit und Fest Autor: Michael Reitz / Regie: Martin Trauner Wie selbstverständlich gehen wir davon aus, dass unsere Woche mit dem Montag beginnt, das neue Jahr mit dem Monat Januar, und das wir im Dezember das alte verabschieden. Bis es soweit war, dass wir uns alle verbindlich an nur eine Zeitrechnung und Kalenderordnung halten, mussten einige Hürden genommen werden. Unser heutiger Kalender geht auf Papst Gregor XIII. zurück, der den bis dahin gültigen julianischen Kalender ersetzte. Doch wie kam es dazu, dass er im Laufe der Zeit weltweit für internationale Beziehungen und den zwischenstaatlichen Handel verbindlich wurde? Zumal in der jüdischen und islamischen Tradition eine vollkommene andere Zeitrechnung vorherrscht. Wie entstanden unsere Wochen- und Monatsnamen? Was bedeutet es, dass unser Fremdwort "Kalender" aus dem lateinischen Verb "calare" für "ausrufen" kommt? Und: Warum feiern wir Silvester? Kulturgeschichte der guten Manieren - Von Anstand und Benimm Autorin: Ulrike Rückert / Regie: Eva Demmelhuber Julia Roberts macht alles richtig: Serviette auf dem Schoß, Rücken gerade. Auf Shrimp-Gabeln und Salatgabeln ist sie bestens vorbereitet. Doch der Kellner serviert Gänseleber auf Toast. Verstört inspiziert sie das Besteck neben ihrem Teller. Der alte Herr am Tisch bemerkt ihre Not. "Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht," sagt er, "aber ich habe nie kapiert, welche wozu gehört." Und nimmt ein Toastdreieck mit den Fingern. Gerettet! Aber schon folgt die nächste Katastrophe: Schnecken. Als Julia Roberts endlich ein Gehäuse mit der Zange gepackt hat und das Tierchen herauszieht, flutscht es in hohem Bogen davon. Blitzschnell fängt der Kellner es auf, nimmt sofort wieder Haltung an und bemerkt: "Das passiert ständig!" - Die Restaurantszene aus "Pretty Woman" ist eine Paradelektion in Sachen Benimm und Anstand: Benimmregeln sind ein Minenfeld für Uneingeweihte, und das ist durchaus Absicht. Aber wichtiger ist der Anstand, andere nicht zu beschämen. Moderation: Michael Zametzer Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Pflegende Kinder"Meine Mutter war eigentlich wie mein Kind" Pflegende Kinder und Jugendliche Von Günter Beyer Ihre Zahl kann nur geschätzt, ihre Leistung nicht hoch genug bewertet werden: junge Menschen, die kranke Angehörige pflegen. Die meisten sehen es als selbstverständliche Fürsorge, sich um die chronisch kranke Mutter, den schwer behinderten Vater, die pflegebedürftigen Großeltern zu kümmern. Sie übernehmen Verantwortung, wachsen daran. Schnell aber sind Kinder und Jugendliche überfordert, weil sie zu viel von sich verlangen, weil zu viel von ihnen erwartet wird. Sie kennen keine Auszeit, geraten in Isolation und in emotionale Abhängigkeit vom Kranken. Obwohl das Thema bekannt ist, obwohl es immer wieder Forschungsprojekte und Hilfsangebote gibt, erreicht man die pflegenden Kinder und Jugendlichen in Deutschland nicht ausreichend. Woran liegt das?
Montag 19:30 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

Start in ein neues Berufsleben Aufnahme des WDR 2019 Alles auf Null Von Susanne Wankell Mit dem Beruf verdient man Geld. Er ist und bringt aber weit mehr: Status und Anerkennung, Pflicht und Alltag. Flexibilität und die Bereitschaft für Neues - das gehört täglich dazu. Was aber passiert, wenn der Beruf nicht mehr passt, wenn ein Schicksalsschlag oder ein Umzug zur Umorientierung zwingen? Im Erwachsenenleben einen neuen Beruf zu erlernen, braucht Mut, Eigeninitiative und Risikofreude. Und macht viel Mühe. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist geprägt von Zertifikaten und Qualifikationen - Voraussetzungen für einen Neustart. Erfahrungen werden gerne genommen, zahlen sich oft aber nicht in Euro und Cent aus. Die Arbeitsverwaltung bietet Unterstützung, setzt jedoch strenge Maßstäbe. Einfach nur etwas anderes machen - das ist im öffentlichen Fördersystem nicht vorgesehen. Ausnahmen bestätigen die Regel - nämlich dann, wenn der Bedarf an Fachkräften riesengroß ist, etwa in den Schulen.
Montag 20:04 Uhr

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NDR Info

Das Forum

GhanaWelthandel - Ghana und das globale Huhn Feature von Alexander Göbel Das Forum
Montag 20:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

audiomasteringIntegrieren. Innovativ denken und handeln (1). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das Land der Flammen. Aserbaidschan Revisited (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Der letzte Schliff. Was ist gutes Audiomastering? (1). Gestaltung: Hans Groiss
Montag 22:08 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

ulrich bassengeVier Musiker kämpfen mit sich und den Gesetzen des Marktes Hörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand Von Ulrich Bassenge Drummer: Yogo Pausch Bassist: Georg Karger Bassist (als Instrumentalist): Georg Karger Gitarrist: Johannes Mayr Gitarrist (als Instrumentalist): Johannes Mayr Sänger: JJ Jones Produzent: Ulrich Bassenge Sänger (als Sänger): JJ Jones Influencerin: Mona Petri Studiobesitzer: Michael Stauffer Regie und Musik: der Autor Aufnahme WDR/SRF bis 24:00 Uhr
Montag 23:00 Uhr

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