Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

oskar maria grafOskar Maria Graf als US-Bürger Oskar Maria Graf war einer der Autoren, die am frühesten erkannten, was mit der Nazibarbarei auf Deutschland zukommen würde. Deshalb flüchtete er unmittelbar nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 aus seiner bayerischen Heimat und landete - nach Zwischenstationen in Wien und Brünn - schließlich im amerikanischen Exil. Eine winzige Wohnung in einem Mietsblock in Nord-Manhattan wurde das letzte Domizil. Bis zu seinem Tod vor genau 50 Jahren lebte er in New York. Zahlreich sind die Anekdoten über seine mangelnde Integrationsbereitschaft. Nicht nur, dass er einen bayerischen Stammtisch in der Gaststätte "Alt-Heidelberg" unterhielt, er unternahm auch kaum Anstrengungen, das amerikanische Englisch zu erlernen. Allein noch beheimatet in seiner Sprache, einem bairisch gefärbten Schriftdeutsch, schrieb er auch im Exil noch bedeutende Werke, allen voran sein großes Bekenntnisbuch "Das Leben meiner Mutter". Bis Graf die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, dauerte es lange. Eher traute er sich allerdings nicht, das alte Europa noch einmal zu besuchen ... er hatte Angst, man würde ihn, den Gefühlssozialisten, in das von einer Kommunistenhatz geprägte Amerika nicht mehr zurücklassen. Die wenigen Besuche, die er Bayern noch abstattete, waren nie ganz konfliktfrei. Sein Beharren darauf, in bayerischer Landestracht bei einer Lesung im Münchner Cuvilliéstheater aufzutreten, provozierte einen regelrechten Lederhosen-Skandal. Mitterweile ist Graf längst heimgeholt. Er gilt als einer der wichtigsten bayerischen Autoren. Seine sterblichen Reste liegen in München-Bogenhausen, seinen Nachlass sowie den New Yorker Schreibtisch verwahrt das Literaturarchiv Monacensia. Für sein Feature, in dem Oskar Maria Graf selbst zu hören ist, hat der bayerische Schriftsteller Bernhard Setzwein unter anderem mit Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia, gesprochen, wie auch mit Prof. Waldemar Fromm, dem Vorsitzenden der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft.
Samstag 08:05 Uhr

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BR-Heimat

Bayerisches Feuilleton

oskar maria grafOskar Maria Graf als US-Bürger Ein Bayer in New York Oskar Maria Graf als US-Bürger Von Bernhard Setzwein Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Oskar Maria Graf war einer der Autoren, die am frühesten erkannten, was mit der Nazibarbarei auf Deutschland zukommen würde. Deshalb flüchtete er unmittelbar nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 aus seiner bayerischen Heimat und landete - nach Zwischenstationen in Wien und Brünn - schließlich im amerikanischen Exil. Eine winzige Wohnung in einem Mietsblock in Nord-Manhattan wurde das letzte Domizil. Bis zu seinem Tod vor genau 50 Jahren lebte er in New York. Zahlreich sind die Anekdoten über seine mangelnde Integrationsbereitschaft. Nicht nur, dass er einen bayerischen Stammtisch in der Gaststätte "Alt-Heidelberg" unterhielt, er unternahm auch kaum Anstrengungen, das amerikanische Englisch zu erlernen. Allein noch beheimatet in seiner Sprache, einem bairisch gefärbten Schriftdeutsch, schrieb er auch im Exil noch bedeutende Werke, allen voran sein großes Bekenntnisbuch "Das Leben meiner Mutter". Bis Graf die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, dauerte es lange. Eher traute er sich allerdings nicht, das alte Europa noch einmal zu besuchen ... er hatte Angst, man würde ihn, den Gefühlssozialisten, in das von einer Kommunistenhatz geprägte Amerika nicht mehr zurücklassen. Die wenigen Besuche, die er Bayern noch abstattete, waren nie ganz konfliktfrei. Sein Beharren darauf, in bayerischer Landestracht bei einer Lesung im Münchner Cuvilliéstheater aufzutreten, provozierte einen regelrechten Lederhosen-Skandal. Mitterweile ist Graf längst heimgeholt. Er gilt als einer der wichtigsten bayerischen Autoren. Seine sterblichen Reste liegen in München-Bogenhausen, seinen Nachlass sowie den New Yorker Schreibtisch verwahrt das Literaturarchiv Monacensia. Für sein Feature, in dem Oskar Maria Graf selbst zu hören ist, hat der bayerische Schriftsteller Bernhard Setzwein unter anderem mit Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia, gesprochen, wie auch mit Prof. Waldemar Fromm, dem Vorsitzenden der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft.
Samstag 08:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

deutsch-polnischen GrenzgebietJäger oder Gejagte? Polizei im Einsatz im deutsch-polnischen Grenzgebiet Von Matthias Körner Regie: Ulf Köhler Produktion: MDR 2017 - Ursendung -
Samstag 09:04 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Thomas KlingNachbildbeschleunigung Der Dichter Thomas Kling Von Ulrike Janssen und Norbert Wehr Aufnahme des WDR 2006 Wiederholung: 25.06.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

das ARD radiofeature

katarFußball ist unser Tod Korruptionsvorwürfe, Todesfälle, katastrophale Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen und nun Wirtschaftsboykott wegen Terrorismusvorwurf. Die Vergabe der WM 2022 an Katar ist für die FIFA zum Dauerproblem geworden. Wegen der Menschenrechtsverletzungen im Ausrichterland wird sie von internationalen Gewerkschaften verklagt. Die Fußball-WM 2022 in Katar gerät nun auch wegen des Wirtschaftsboykotts arabischer Staaten in Gefahr. Leidtragende des Boykotts sind nicht zuletzt ausländische Arbeiter, die schon vorher in einem Sklaverei ähnlichen Ausbeutungssystem gefangen waren. Angeheuert für WM-Stadion- und Infrastrukturprojekte leiden die Bauarbeiter unter illegalen Rekrutierungsgebühren, Lohneinbehalt, unhygienischen Unterkünften und fehlenden Beschwerdemöglichkeiten. Auch erste Todesfälle gab es bereits. Wegen des damit verbundenen systematischen Verstoßes gegen die Charta der Menschenrechte hat der niederländische Gewerkschaftsdachverband FNV gegen die FIFA Klage eingereicht. Dann würde erstmals juristisch verhandelt werden, ob die FIFA Unrecht tat, die WM an ein Land mit eingeschränkten Arbeiterrechten zu vergeben, in dem sogar gewerkschaftliche Arbeit verboten ist. Auf die zunehmende internationale Kritik reagieren die WM-Gastgeber immerhin mit einzelnen Verbesserungen. Die FIFA selbst schiebt ihre Verantwortung jedoch an die Organisatoren ab. So gehen die Menschenrechte im Geflecht des Subunternehmertums unter.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

georg philipp telemannZum 250. Todestag des Komponisten Georg Philipp Telemann(I) "Schlitzohr und Schöpfergeist" Wie aus dem Jurastudenten Georg Philipp Telemann ein gewitzter Geschichtenerzähler wurde Von Sylvia Schreiber Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Teil II: Sonntag, 25. Juni 2017, 8.39 Uhr Grollt der Himmel über Hamburg, schreibt er eine Donnerode. Stirbt sein Kanarienvogel, würdigt er das Tier mit einer Trauermusik. Als das Buch "Gullivers Reisen" heraus kommt, setzt er sämtliche seltsamen Figuren aus dem Roman in Musik um. Und das Publikum? Das ist hingerissen von seinem feinsinnigen Humor. Georg Philip Telemann absorbiert, was um ihn herum geschieht. Und erschafft so eine neue Unterhaltungskultur. Zum flachen Vielschreiber stempelte man ihn dafür später ab. Tatsächlich hinterlässt er uns mit seinen vielen Werken mal lausbübisch anmutende, mal kernige, mal berührende und immer klangvolle Schnappschüsse seiner Zeit. Telemann arbeitet rasant und progressiv. Er schickt seine Stücke hinaus in die Welt, ist perfekt vernetzt mit wichtigen Persönlichkeiten. Telemann - fantasievoll, fleißig, fortschrittlich. Das Musikfeature zum 250. Todestag des Komponisten.
Samstag 14:05 Uhr

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HR2

Trialog der Kulturen - Was glaubst du denn?

MohammedDas hr2-Kinderfunkkolleg Religion Wer ist Mohammed? Von Monika Konigorski www.kinderfunkkolleg-trialog.de Stell dir vor, du ruhst dich in einem Versteck aus, und plötzlich überbringt dir ein Engel eine Botschaft. Das soll Mohammed passiert sein, der um 570 nach Christus in Mekka, im heutigen Saudi-Arabien, geboren wurde. Der Überlieferung nach hatte Mohammed mit etwa 40 Jahren seine erste Offenbarung auf dem Berg Hira. Der Engel Gabriel überbrachte ihm die Nachricht, dass es nur einen Gott gibt, der barmherzig zu den Menschen ist. Er gab ihm den Auftrag, die Worte zu lesen, die Allah - das heißt auf Arabisch Gott - ihm offenbarte und sie den Menschen zu verkünden. Wie reagierte Mohammed auf dieses Erlebnis? Was für eine Bedeutung hat Mohammed für den Islam? Yasin ist elf Jahre alt und lernt im Koranunterricht von Mohammeds Leben. Das erzählt er dir in diesem Beitrag, in dem du mehr über Mohammed, den gesandten Allahs, und über Yasins Religion erfahren kannst.
Samstag 14:45 Uhr

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SR2 Kulturradio

SWR2 Feature

radiofeatureFußball ist unser Tod das ARD radiofeature Feature über die Verantwortung der FIFA für die WM 2022 in Katar Von Tom Mustroph (Produktion: WDR 2017) Korruptionsvorwürfe, Todesfälle, katastrophale Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen und nun Wirtschaftsboykott wegen Terrorismusvorwurf. Die Vergabe der WM 2022 an Katar ist für die FIFA zum Dauerproblem geworden. Wegen der Menschenrechtsverletzungen im Ausrichterland wird sie von internationalen Gewerkschaften verklagt. Die Fußball-WM 2022 in Katar gerät nun auch wegen des Wirtschaftsboykotts arabischer Staaten in Gefahr. Leidtragende des Boykotts sind nicht zuletzt ausländische Arbeiter, die schon vorher in einem Sklaverei ähnlichen Ausbeutungssystem gefangen waren. Angeheuert für WM-Stadion- und Infrastrukturprojekte leiden die Bauarbeiter unter illegalen Rekrutierungsgebühren, Lohneinbehalt, unhygienischen Unterkünften und fehlenden Beschwerdemöglichkeiten. Auch erste Todesfälle gab es bereits. Wegen des damit verbundenen systematischen Verstoßes gegen die Charta der Menschenrechte hat der niederländische Gewerkschaftsdachverband FNV gegen die FIFA Klage eingereicht. Auf die zunehmende internationale Kritik reagieren die WM-Gastgeber immerhin mit einzelnen Verbesserungen. Die FIFA selbst schiebt ihre Verantwortung an die Organisatoren ab. So gehen die Menschenrechte im Geflecht des Subunternehmertums unter.
Samstag 17:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Denken lernen Ein Underground-Gymnasium in Minsk Von Inga Lizengevic Regie: Johanna Olausson Produktion: Deutschlandfunk Kultur/SWR 2017 Länge: ca. 54" (Ursendung) Seit 14 Jahren unterhalten Eltern und Lehrer eine konspirative Schule in einem Vorort von Minsk. Als Diktator Lukaschenka das aufmüpfige Jakub Kolas Lyceum 2003 schließen ließ, organisierten sich Lehrer und Eltern auf eigene Faust. In Belarus dürfen Kinder außerschulisch lernen, sind aber verpflichtet, regelmäßig an staatlichen Prüfungen teilzunehmen. Offiziell existiert die Schule nicht. Der Unterricht geht weit über den offiziellen Lehrplan hinaus. Kritisches Denken wird gelehrt und vorgelebt. Im Lehrerkollegium sind einige der führenden Intellektuellen des Landes. Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Zuletzt: "Drei Länder. Meine dreifach gespaltene Persönlichkeit" (SWR 2016). Denken lernen. Ein Underground-Gymnasium in Minsk
Samstag 18:05 Uhr

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