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Ohrfunk-Hörzeit

Hörspiele, Features und Literatur für Große und Kleine Ohren - Redaktion: Bianca und Jens Bertrams 09:00«Datscha Radio» A Garden In The Air: Das Morgenfeld / The Morning Field #2
Sonntag 09:00 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

Reinhard FurrerWiederholung: 28.08. 20.05 Uhr Sommerreihe: Abenteurer Wenn das, was von der Erde übriggeblieben ist, nur noch die Stimmen im Ohr sind Reportage aus dem All Von Reinhard Furrer Aufnahme WDR/RIAS 1987 "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgend Jemand geben könnte, dem man die Möglichkeit eröffnet, die Erde zu verlassen, ... der nicht spontan sagen würde: Ja!" - so der deutsche Astronaut Reinhard Furrer in seinem Weltraumtagebuch. Lange wurden sie auf ihre Mission vorbereitet: die drei Wissenschaftsastronauten, die am 30.10.1985 mit der Raumfähre Challenger von Cape Canaveral aus zur D-1 Expedition ins All aufbrachen. Weltweit wurde darüber berichtet. Immer von Beobachtern auf der Erde, den Wissenschaftlern und Journalisten. Was aber bewegte die Astronauten selber? Reinhard Furrer hat dies aus seiner Sicht "life" dokumentiert: vom Tag L minus 1, dem Tag vor dem Start, aber auch, während die Raumfähre vom Boden abhob und sich ins All begab. In der Ruhepause liegend im Schlafsack beschreibt Reinhard Furrer Eindrücke von einer anderen Welt.
Sonntag 11:05 Uhr

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NDR Info

Das Feature

OP Hüftplastik8 Uhr 15 - OP III Hüftplastik Von Peter Leonhard Braun SFB/BR/WDR 1970 Bevor die OP überhaupt begann, hatten der Autor und die Toningenieure zu lernen, Blut zu sehen. Dann standen sie eine Arbeitswoche lang dicht hinter und neben den operierenden Ärzten der Abteilung Orthopädie. Schneeweiß und vorschriftsmäßig vermummt, mit Kittel, Haarschutz, Mundschutz, Gummigaloschen. Wie in einer Werkstatt für Autos öffnen, zerlegen, setzen die Operateure zusammen, verwenden Ersatzteile, schließen. Man vergisst bald, dass die zu reparierenden Fälle Namen und Gesichter haben, es interessieren ausschließlich die technischen Daten: Modell, Baujahr, Gesamtzustand, Defekt. Das Gesicht verschwindet unter der Narkose-Maske. Dieses Feature ist der Versuch, einen akustischen Film herzustellen. Ohne Erklärung und Kommentar erzählt sich die Geschichte selbst. Eine Stunde Realität im OP ist zu hören und natürlich auch die Stimmen der Patienten danach. Das Feature
Sonntag 11:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

georges perecUntergewöhnlich Eine praktische Übung nach Georges Perecs "Versuch einen Platz in Paris zu erfassen" Von Nicole Paulsen An drei Tagen im Oktober 1974 setzt sich Georges Perec an die Place Saint-Sulpice in Paris St. Germain und notiert alles, "was passiert, wenn nichts passiert außer Zeit, Menschen, Autos und Wolken." Mehr als 40 Jahre nach Perecs "Versuch einen Platz in Paris zu erfassen" dokumentiert Nicole Paulsen mit Notizbuch und Aufnahmegerät am selben Ort zu gleicher Zeit das "Infra-ordinaire", das "Untergewöhnliche", beobachtet Menschen, Autos und Wolken - und Schreibende: Denn nach und nach tauchen andere auf, die Eindrücke notieren, filmen, fotografieren. Alle auf der Spur von Perec. Aus einem persönlichen Experiment wird kollektives Beobachten, und der Platz Saint-Sulpice zu einer Art Pilgerstätte des Infra-Gewöhnlichen. (Produktion 2016)
Sonntag 14:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

luk percevalReise ins Geheimnis Das Theater des flämischen Regisseurs Luk Perceval Von Thomas David Aufnahme des WDR 2017 Im Rahmen der Ruhrtriennale 2017 erzählt der Regisseur Luc Perceval vom Aufstand der Bergarbeiter in Zeiten sozialer Ungerechtigkeit und der vom Hunger entfesselten Bestie Mensch. Premiere ist am 7.9. in der Gießhalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord. "Hunger" ist nach "Liebe" und "Geld" der letzte Teil seiner auf Romanen Émile Zolas beruhenden "Trilogie meiner Familie". Der 1957 in Flandern geborene Luk Perceval gehört seit dem triumphalen Erfolg seines Ende der neunziger Jahre entstandenen Shakespeare-Marathons «Schlachten!» zu den meistbeachteten Regisseuren des europäischen Theaters. Seine Inszenierungen sind Meditationen über die zentralen Menschheitsfragen. Das Feature beobachtet den Regisseur bei den Proben und gewährt Einblicke in seine Arbeit mit dem Ensemble des Hamburger Thalia Theaters. Es begleitet ihn nach Belgien, wohin Perceval nach achtzehnjähriger Arbeit in Deutschland zurückkehrt, um ein neues, multikulturelles Ensemble aufzubauen. Perceval erzählt von seiner Kindheit auf dem Lastschiff seiner Eltern und den künstlerischen Anfängen in der Enge des bürgerlichen Stadttheaters. Aus Begegnungen mit dem Regisseur, Freunden und Mitarbeitern entsteht das Porträt eines Künstlers, der mehr als dreißig Jahre nach der Gründung seines ersten eigenen Ensembles abermals um die Realisierung seines Traums von der Erneuerung des Theaters kämpft.
Sonntag 15:04 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

ulyssesMuseum der Meisterwerke: Bloomsday. Der berühmteste Tag der Literatur. Feature von Johann Kneihs Um acht Uhr morgens des 16. Juni 1904 beginnt "Ulysses". Auf 700 Seiten, 1.000 in deutscher Übersetzung, beschreibt James Joyce" monumentaler Roman einen einzigen Tag im Leben dreier Menschen in der Stadt Dublin: des Anzeigenmaklers Leopold Bloom (Ulysses), des Lehrers Stephen Dedalus (Telemach) und von Blooms Gattin Molly (Penelope). Achtzehn Orte, achtzehn Stunden, achtzehn Episoden aus Homers Odyssee - transformiert an die Schauplätze einer modernen Großstadt: Eine Zeitungsredaktion als Sitz von Äolus, dem Gott der Winde; Ormond Bar als Wohnort der Sirenen; Nausikaa am Sandymount Strand, Scylla und Charybdis in der irischen Nationalbibliothek, die Ochsen des Sonnengotts im Krankenhaus. Die Zauberin Circe verwandelt Männer in Schweine - in einem Hinterhofbordell. "Ich möchte ein so vollständiges Bild von Dublin zeichnen, dass die Stadt, sollte sie eines Tages vom Erdboden verschwinden, nach meinem Buch wieder aufgebaut werden könnte." Dabei entstand "Ulysses", nachdem sein Autor Irland für immer verlassen hatte, in Triest, Zürich und Paris, wo Futurismus, Dadaismus und Kubismus in die 7-jährige Arbeit einflossen. "Ulysses" handelt und handelt nicht von Dublin: ständig wechseln Geschehen und Gedanken, außen und innen. Die physische Umgebung der Stadt löst Assoziationen, Fantasien, vom Korsett der Syntax befreite Bewusstseinsströme aus - bis zum abschließenden Monolog: Ein einziger Satz über 75 Seiten, gesprochen in den frühen Morgenstunden von Molly Bloom in ihrem Bett in der Eccles Street Nr. 7. Seit Jahrzehnten werden in Dublin die Ereignisse des Romans alljährlich am "Bloomsday" nachgestellt.
Sonntag 20:15 Uhr

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