88vier

Ohrfunk-Hörzeit

Hörspiele, Features und Literatur für Große und Kleine Ohren - Redaktion: Bianca und Jens Bertrams
Sonntag 09:00 Uhr

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WDR5

Dok 5 - Das Feature

slobodan praljakSelbstmord im Gerichtssaal Wer war der kroatische Kriegsverbrecher Praljak? Von Zoran Solomun und Jerko Bakotin Aufnahme SWR/WDR 2018 Wiederholung: 19.11. 20.04 Uhr Kaum ist das Urteil des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag gesprochen, protestiert der verurteilte General dagegen. Zieht im Gerichtssaal ein Fläschchen mit Gift aus der Tasche, trinkt und stirbt zwei Stunden später im Krankenhaus. Wer war dieser Mann? Nach 24 Jahren und 84 Urteilen haben die Vereinten Nationen beschlossen den Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien Ende 2017 zu schließen. Er habe seine Aufgabe erfüllt. Zuletzt waren wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sechs bosnisch-kroatische Generäle und Politiker angeklagt. Unter ihnen General Slobodan Praljak. Ihnen wurde zur Last gelegt in einem Teil von Bosnien und Herzegowina ethnische Säuberungen von Muslimen nicht nur geplant, sondern teilweise auch durchgeführt zu haben, um den Teil letztlich Kroatien anzugliedern. Kaum ist das Urteil gesprochen, nimmt sich Praljak noch im Gerichtssaal das Leben.
Sonntag 11:04 Uhr

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NDR Info Spezial

Das Feature

fake newsFake-Fabriken Der Profit mit Falschmeldungen Von Tom Schimmeck NDR 2018 / Ursendung Die Produktion von "Fake news" floriert weltweit. Gelangweilte Teenager, Geschäftemacher und Geheimdienstler versuchen sich an der Herstellung möglichst Klick-trächtiger viral wirkender Falschmeldungen. Um Stimmungen und Wahlen zu beeinflussen, Produkte zu vermarkten oder schlicht, um üppige Anzeigenhonorare zu kassieren, wie etwa im Balkanstädtchen Veles, das als "Stadt der Lügen" berühmt wurde. Auch in der Politik sind - spätestens seit dem Siegeszug von Twitterkönig Trump - "alternative Wahrheiten" Trumpf. Sie infizieren über Webseiten und soziale Medien viele Köpfe in aller Welt - ohne Faktencheck durch Qualitätsmedien. In Indien werden über Facebook, WhatsApp und Twitter täglich hunderte Millionen User mit Fakes gefüttert. Russlands "Trollfabriken" und Propagandakanäle sind im Westen gefürchtet. Gezielte Desinformation durch Staaten und Cyberkrieger gilt heute als eine Form sogenannter "hybrider Kriegsführung". Warum scheinen viele Menschen nach Verschwörung und Empörung geradezu süchtig zu sein? Wer profitiert? Lässt sich die Fake-Flut eindämmen? Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box
Sonntag 11:05 Uhr

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NDR Info

Das Feature

fake newsFake-Fabriken Der Profit mit Falschmeldungen Von Tom Schimmeck NDR 2018 / Ursendung Die Produktion von "Fake news" floriert weltweit. Gelangweilte Teenager, Geschäftemacher und Geheimdienstler versuchen sich an der Herstellung möglichst Klick-trächtiger viral wirkender Falschmeldungen. Um Stimmungen und Wahlen zu beeinflussen, Produkte zu vermarkten oder schlicht, um üppige Anzeigenhonorare zu kassieren, wie etwa im Balkanstädtchen Veles, das als "Stadt der Lügen" berühmt wurde. Auch in der Politik sind - spätestens seit dem Siegeszug von Twitterkönig Trump - "alternative Wahrheiten" Trumpf. Sie infizieren über Webseiten und soziale Medien viele Köpfe in aller Welt - ohne Faktencheck durch Qualitätsmedien. In Indien werden über Facebook, WhatsApp und Twitter täglich hunderte Millionen User mit Fakes gefüttert. Russlands "Trollfabriken" und Propagandakanäle sind im Westen gefürchtet. Gezielte Desinformation durch Staaten und Cyberkrieger gilt heute als eine Form sogenannter "hybrider Kriegsführung". Warum scheinen viele Menschen nach Verschwörung und Empörung geradezu süchtig zu sein? Wer profitiert? Lässt sich die Fake-Flut eindämmen? Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box
Sonntag 11:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

taubDiesseits der Stille Als mein Vater taub wurde Von Sascha Wundes Regie: Ulrich Lampen Produktion: NDR 2017
Sonntag 14:04 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

madhDie Sklaven von Mauretanien Mit Gospel für die Freiheit Von Thilo Guschas und Mahmoud Tawfik (Produktion: WDR/NDR/SWR 2018) Als 11-jähriger floh Mokhtar vor seinen Herren. Jetzt ist er 17 und will auch seine Mutter aus der Sklaverei befreien. Die sträubt sich, kennt kein anderes Leben, hält Sklaverei für gottgegeben. Im Weg steht ihr ein Jahrhunderte altes Weltbild. Sklaverei ist in der Islamischen Republik Mauretanien ein Tabuthema, Medienberichte werden unterdrückt und geahndet. Doch abends in den Slums, wenn die Leute "Madh" singen, eine Art islamischer Gospel, wird auch die Sklaverei zum Thema. Die Songtexte senden eine Doppelbotschaft: Sie loben den Islam und kritisieren sehr versteckt ihre Herren - rufen gar auf zum Widerstand. Deshalb war "Madh" für Mokhtars Flucht entscheidend. Inzwischen versuchen die mauretanischen Sklaven ihre Musik mit Hilfe sozialer Medien über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt zu machen und damit auch das Thema Sklaverei.
Sonntag 14:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

RigaDie Nation aus dem Liederschrank Wie die Letten ihre Republik besingen Von Jutta Jacobi Aufnahme des WDR 2018 Alle fünf Jahre versammeln sich in Riga Zehntausende von Menschen unter freiem Himmel zum größten Sängerfest der Welt. In diesem Jahr fiel es mit dem 100. Geburtstag der lettischen Republik zusammen, gegründet am 18. November 1918 - als letzter der drei baltischen Staaten. Die Letten verstehen sich als "singendes Volk". Ihr größter Schatz ist ein Schrank mit zweihundertachtundsechzigtausendachthundertfünfzehn Liedtexten. Ihr Nationalheld ist kein Feldherr und kein Politiker, sondern ein Liedersammler. Mit ihren Liedern haben sie erst die Deutschen aus dem Land gesungen, dann die Sowjets. Singen ist Bürgerpflicht in Lettland. Aber nicht alle Bewohner des Landes singen dieselben Lieder. Nach 44 Jahren sowjetischer Besatzung ist eine große russische Minderheit im Land geblieben. Die bewahrt ihre eigenen Traditionen, ihre eigene Sprache, ihre eigene Version der Geschichte. Aber es gibt Grenzgänger. Zum Sängerfest hat Jutta Jacobi eine junge Eurorussin begleitet. Sie singt mit den Letten und pflegt ihre russische Seele.
Sonntag 15:04 Uhr

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HR2

Feature

weimarer republikDie ungeliebte Demokratie | Die Weimarer Republik zwischen rechts und links - Teil 3 | Hans Sarkowicz Die Weltwirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit erschütterte das Vertrauen in die Demokratie nachhaltig. Während die radikalen Parteien von Wahl zu Wahl Stimmen gewannen, versuchten Reichskanzler mit Notverordnungen das Land zu regieren.
Sonntag 18:04 Uhr

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Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

milo rau"Ich bin auch nur ein Arschloch." Ein Aufruf zum Umdenken von Milo Rau. Feature von Monika Kalcsics Ein Tribunal im Dschungel, ein Völkermordradio auf der Bühne, eine Partei zur Einführung des Ausländerstimmrechts. In den Aktionen und Performances des Schweizer Autors und Regisseurs Milo Rau verschränken sich Bühne und Realität. In seinen Werken verhandelt er die Moral hinter der Politik. "Zynischer Humanismus" nennt er die eurozentrische Betroffenheitskultur, denn das Schreckliche sei ja, dass es kein Anderes mehr gebe. "Es gibt nur noch das multiplizierte Eigene, es gibt nur einen einzigen planetaren Innenraum, im Realen genauso wie im Imaginären". Er fordert daher einen "globalen Realismus", denn die aktuellen Künste hätten nicht einmal den Ansatz einer Sprache für dieses Endspiel des Humanen gefunden. 2007 gründete Milo Rau die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft "International Institute of Political Murder" (IIPM). Seine Produktionen stehen für eine dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst. "Realtheater" nannte der deutsche Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge Milo Raus Ästhetik einmal. Seit 2007 hat das IIPM mehr als 50 Theaterinszenierungen, Filme, Bücher, Ausstellungen und Aktionen in mehr als 30 Ländern realisiert. Seit Herbst 2018 ist Milo Rau Intendant des Nationaltheaters Gent. Im November erhält er den von der EU-Kommission verliehenen Theaterpreis "Europe Prize Theatrical Realities". Studiotechnik: Fridolin Stolz Redaktion: Alfred Koch
Sonntag 20:15 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

jens söringDas Versprechen Der Fall Jens Söring Von Karin Steinberger und Marcus Vetter NDR/SWR 2018 Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Seit 32 Jahren sitzt Jens Söring in einem US-Knast. 1990 wurde er in den USA zu zweimal lebenslänglich verurteilt, weil er 1985 die Eltern seiner Freundin Elizabeth Haysom brutal ermordet haben soll. Was ist damals wirklich passiert? Die Telefone hatten noch Wählscheiben, und Deutschland war ein geteiltes Land, als er ein freier Mensch war. Erst gesteht er die Tat, er sagt, um seine große Liebe vor dem elektrischen Stuhl zu retten. Seitdem beteuert er seine Unschuld. DNA-Experten konnten keine Spur von Jens Söring am Tatort nachweisen, immer mehr Menschen glauben, dass es Söring nicht war. Dennoch ist er in Haft.
Sonntag 21:05 Uhr

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