Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

Richard SaleLazarus Nr. 7 (1/3) Von Richard Sale Bearbeitung: Karl Richard Tschon Regie: Hermann Pfeiffer Mit Hansjörg Felmy, Ingeborg Engelmann, Günther Neutze, Eric Schildkraut, Arno Assmann, Ingeborg Christiansen, Harald Meister, Bruno Hübner, Gassan Al Bakri, Ronald Stürzebecher, Karl-Heinz Delow und Edgar Hoppe Musik: Enno Dugend Produktion: WDR 1966 Länge: 47"35 (mono) (Teil 2 am 23.12.2017) "Mein Name ist Mason. Steve Mason. Ich bin weder Polizist noch Privatdetektiv, noch gehöre ich dem FBI an. Ich bin Arzt. Mit Kriminalfällen hab ich nur ein einziges Mal etwas zu tun gehabt ..." Der Westernheft- und Pulp-Autor Richard Sale (1911-1993) veröffentlichte den Kriminalroman ,Lazarus #7" im Jahr 1942, als auch die Storys von Dashiell Hammett und Raymond Chandler Hochkonjunktur hatten. Inmitten des Zweiten Weltkriegs glaubten die amerikanischen Leser nicht mehr an eine heile Welt; es war an der Zeit, ihre Verlogenheit auffliegen zu lassen. Und welcher Ort hätte sich besser dazu geeignet als die ,Talmi-Stadt" Los Angeles? Als Drehbuchschreiber und Filmregisseur fand Richard Sale in Hollywood genug Vorbilder für das Personal der Mutual-Filmgesellschaft in seinem Roman: das hübsche Dummchen, das für eine Rolle alles tun würden; den etablierten Star, der alles dafür tun, es zu bleiben; das tumbe Muskelpaket als Leibwächter; den polternden Großproduzenten, der alle für käuflich hält; den Drehbuchautor, der sich am Ende tatsächlich kaufen lässt. Protzige Villen, wüste Partys, hemmungslose Flirts, Neid, Intrigen, inklusive Erpressung und Mord - da hatten die echten Männer nicht viel Zeit für ,political correctness". Ihr immer noch kolonialherrschaftliches Denken führte denn auch zu so mancher Bemerkung gegenüber Farbigen und Frauen, bei der man heute unweigerlich zusammenzuckt. Vielmehr interessierte damals Autoren und Leser, dass es in dieser durch und durch korrupten Gesellschaft einen Helden gab, wenn auch einen gebrochenen, der sich nicht blenden lässt und nicht nachgibt, bis Unrecht gesühnt ist: einen unbestechlichen, integren Arzt wie Steve Mason. Dessen Detektivarbeit wird flankiert von Richard Sales Serienfigur Daniel Webster vom Police Department in Los Angeles. Schließlich wartet Sale fast beiläufig mit einer weiteren Figur auf, Dr. Lekro, der nichts Geringerem als dem "größten Geheimnis der Welt" auf der Spur ist. Lazarus Nr. 7 (1/3)
Samstag 00:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Hörspiel

friederike mayröcker"Oper!" von Friederike Mayröcker. Mit Mirjam Jessa, Bernhard Majcen und Friederike Mayröcker. Regie: Otto Brusatti, Musik: Mischwerk (Maria Stippich, Helmut Stippich, Reinhard Uhl, Nikolai Tunkowitsch). Prod. ORF 2017 Eine Suche nach der verlorenen Stille im Klang per se. "Oper!" von Friederike Mayröcker, der Grande Dame der österreichischen Literatur, ist das bewegende Resümee über ihr Leben und Schaffen. Im Sommer 2017 wurde "Oper!" im Kurhaus Semmering erfolgreich uraufgeführt und ist als neu produziertes Ö1 Hörspiel statt auf der Bühne im Radio zu erleben. In diesem ungewöhnlichen Stück wird nicht gegen die Gesellschaft rebelliert, sondern gegen einen Teil des Sich-Selbst, einen Teil, der immer verwundbarer und heikler wird. Es beschreibt teils autobiografisch einen Aufstand und zugleich das Sich-Zurück-Ziehen als Schutz vor dem Alter, den schalen Erinnerungen, dem Vergehen. Die Sprachkünstlerin entwirft darin höchst eindrucksvoll ausufernde Wortgemälde, ein fragiles Universum der Gerüche, Farben und Sinnesimpressionen.
Samstag 14:00 Uhr

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Bayern 2

Hörspiel

ursula krechelIm Ohrensaal Von Ursula Krechel Die Frau - Christa Berndl Dr. Mortimer - Rolf Schult Die venusmuschelohrige Krankenschwester - Krista Posch Die Patientin aus dem Seufzertal - Grete Wurm Der weißhaarige Herr - Hans Bergmann Patientenchor (fünf Stimmen) - Gabriele Litty, Ruth Geiersberger, Margrit Carls, Rainer Rudloff, Timo Dierkes Kind, Klavierspieler - Philine Bührer, Florian Ludwig Regie: Hans Gerd Krogmann BR 1995 Zum 70. Geburtstag von Ursula Krechel. "Manche Wahnsysteme sind so geräumig wie Häuser. Die Kranken bewegen sich darin, souverän wie langjährige Bewohner, deren Gesundung einer Vertreibung gleichkäme. Die Schriftstellerin und Zeichnerin Unica Zürn hat viele Jahre ihres Lebens im Drehtürsystem zwischen psychiatrischen Anstalten verbracht. Eine Berlinerin im Paris der fünfziger, sechziger Jahre, Freundin von Hans Bellmer, Henri Michaux, Georges Bataille. Was Unica Zürn nach dem Verlust der Verzauberung aus den Schreckenskliniken erzählt, ist geprägt von großer Aufmerksamkeit für die Menschen, die aus der Normalität gefallen sind. Jede Patientin ist Expertin für ihren Fall, fachmännisch erklären sie sich gegenseitig ihre Halluzinationen. Die Freiheit des Draußen ist eine gefährliche Schimäre". (Ursula Krechel) Ursula Krechel hat Motive aus der autobiografischen Prosa von Unica Zürn zum Anlass genommen, der geschlossenen und gleichzeitig poetisch verfassten Welt der Halluzinationen einen Raum zu geben. Ursula Krechel, geb. 1947 in Trier, Schriftstellerin. Roman "Landgericht" (2012, Deutscher Buchpreis). Hörspiele u.a. "Das Parkett ein spiegelnder See" (BR/WDR 1979), "Der Kunst in die Arme geworfen" (BR 1982), "Bilderbeben" (BR 1991), "Unendliches Türenschlagen" (NDR 1997), "Festbeleuchtung der Nacht" (DLR 2007).
Samstag 15:05 Uhr

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WDR5

Krimi am Samstag

radio tatortARD Radio Tatort Die weiße Frau Von Robert Hültner Komposition: zeitblom Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim und anderen Regie: Ulrich Lampen Aufnahme des BR Geht in Bruck am Inn ein Gespenst um? Eine Frau im weißen Totenhemd soll in der Nacht einen Unfall verursacht haben. Eine weitere Zeugin bestätigt den Verdacht. Ein inszenierter Unfug?
Samstag 17:05 Uhr

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Bremen Zwei

Niederdeutsches Hörspiel

jochen schimmangPeter Petersen is nich to faten Hörspiel von Jochen Schimmang Niederdeutsch von Hans Helge Ott Die letzten Arbeitstage von Hauptkommissar Remmers stehen ins Haus, für eine sanfte Übergabe an seinen Nachfolger ist gesorgt. Eigentlich könnte sich der Rentner in Spe nun endlich einmal entspannen, läge da nicht noch eine Gewissensfrage auf seinem Schreibtisch. Hat Remmers sich richtig verhalten, als er Peter Petersen, einen talentierten Maler aus der Gegend, hat laufen lassen, nachdem er herausgefunden hat, dass der Künstler ein geschickter Fälscher ist? Mitwirkende: Wilfried Dziallas Helmut Remmers Erkki Hopf Gerd Krug Ulrich Bähnk Möhlmann Birgit Bockmann Karin Remmers Robert Eder Werner Brinkmann Frank Jordan Peter Petersen Frank Grupe Gastwirt Heiner Markus Gillich Gast 1 Peter Kaempfe Gast 2 Rolf Petersen Gast 3 Biographie Autor: Jochen Schimmang, geboren 1948, ist Schriftsteller und Übersetzer, lebte lange in Köln und Paris, und wohnt seit 2005 in Oldenburg. Zuletzt erschienen sein essayistischer Band "Grenzen, Ränder, Niemandsländer" und "Altes Zollhaus, Staatsgrenze West" im Nautilus Verlag. Schimmang ist Mitglied im deutschen P.E.N. Regie: Hans Helge Ott Regieassistenz: Anne Abendroth Musik: Serge Weber Ton/Technik: Studio fx: one, Kay Poppe Redaktion: Ilka Bartels Produktion Radio Bremen und NDR 2017
Samstag 18:00 Uhr

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WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

peter schwindtDrei Bären in der Nacht Hörspiel in 4 Teilen von Peter Schwindt Teil 4: Ein Traum in einem Traum Regie: Burkhard Ax Wiederholung: So 14.05 Uhr Die meisten Kuschelbären sind - natürlich - Weihnachtsbären. Also fiebern alle dem Höhepunkt des Jahres entgegen, wenn zum Weihnachtsfest die meisten von ihnen mit einer ausgelassenen Party ihren Geburtstag feiern. Für den kleinen Bären Sammy ist dieses Mal jedoch leider alles anders: Sein Kind hat ihn schlichtweg vergessen, und deshalb sind jetzt seine Tage gezählt. Aber der alte Bär Jeremias behauptet, das Geheimnis der Unsterblichkeit auch für Kuschelbären zu kennen. Als Jeremias in der Nacht unter geheimnisvollen Umständen entführt wird, ahnen Sammy, Herrmann und Willi, dass die Geschichte mehr als nur das Märchen eines alten Wirrkopfes ist. So begeben sich die drei Bären auf eine abenteuerliche Reise durch die Winternacht, um Sammy zu retten und das Geheimnis des alten Jeremias zu ergründen...
Samstag 19:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Ein Tag wie sonst. Ich begegne meiner Frau» von Heinrich Böll Manchmal ist die naheliegendste Begegnung die unwahrscheinlichste: Als Schneider kurz aus dem Büro geht, da sieht er seine Frau auf der Strasse. Und zum ersten Mal seit Jahren schaut er sie richtig an. Schneider folgt ihr, beobachtet sie in ihrem Alltag, erinnert sich an die gemeinsame Geschichte. Heinrich Böll wurde vor 100 Jahren in Köln geboren. Er gilt als bedeutendster Vertreter der deutschen Nachkriegsliteratur, prägte die Gruppe 47 mit und erhielt den Nobelpreis für Literatur. Neben dem Verfassen von Romanen und Erzählungen war Böll auch als Hörspielautor produktiv; seine Erfahrungen im Rundfunk schlugen sich in der berühmten Satire «Doktor Murkes gesammeltes Schweigen» nieder. Mit: Adolf Spalinger (Paul Schneider), Alice Engel-Lietzau (Käthe, seine Frau), Matthias von Spallart (Karl, ihr zwölfjähriger Sohn), Anne-Marie Simmen (Helene, ihre zehnjährige Tochter), Walter Sprünglin (Herr Imhof), Hans Stöckl (Herr Becker), Georg Mark-Czimeg (ein Strassenbahnschaffner), Johannes von Spallart (Schneiders Chef) u.v.a. Hörspielfassung: Hans Wirz und Hans Gaugler - Regie: Hans Lietzau - Produktion: SRF 1955 - Dauer: 41" Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.
Samstag 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

alfred döblinNovember 1918 - Eine deutsche Revolution (2/3) Verratenes Volk Von Alfred Döblin Komposition: Martina Eisenreich Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer MIt Jan Hofer, Sebastian Rudolph, Jakob Diehl, Laura Maire, Tobias Diakow, Maresa Lühle, Siegfried W. Kernen, Victoria Trauttmansdorff, Jens Wawrczeck, Imogen Kogge, Gerhart Hinze,Sebastian Zimmler, Michael Evers, Dietmar Bär, Matthias Lange, Benjamin Utzerath, Achim Buch, Udo Kroschwald, Christian Redl, Florian von Manteuffel, Frank Stöckle, Samuel Weiss, Katharina Matz, Hanns Zischler, Anne Weber, Stephan Schad, Friedhelm Ptok, Wolfram Koch, Jona Mues, Tino Mewes, Jennipher Antoni, Astrid Meyerfeldt, Veit Stübner, Fjodor Olev, Benjamin Kramme, Kamel Bounoura, Hans-Jürgen Mende, Wolf-Dietrich Sprenger Produktion: NDR/SWR 2014 Länge: 88"15 (Teil 3 am 23.12.2017) Moments in time: November ´68 in Rock & Jazz (2/3) von Karl Lippegaus In seinem Erzählwerk ,November 1918" untersucht Alfred Döblin, Schriftsteller und Arzt, einen chronisch erkrankten Patienten - das Deutsche Reich. Was geschah in Deutschland, als sich im November 1918 die militärische Niederlage nicht länger leugnen ließ? Als - für einen kurzen Augenblick - alles möglich schien: Eine Revolution des Proletariats ebenso wie eine Diktatur des Militärs? Und welche Rolle spielte dabei Friedrich Ebert? In vier Bänden berichtet Alfred Döblin vom Ende des Ersten Weltkriegs in Erwartung des Zweiten, montiert dabei in raschem, schnitthaftem Wechsel der Perspektiven Dialog mit Monolog, Massenszene mit Kammerspiel, Zeitungsnachricht mit Poesie, politische Analyse mit persönlicher Wahnvorstellung, Ideologie mit christlicher Mystik, Fakten mit Fiktion. Der Jahrhundertroman, Döblins Hauptwerk, entstand in den Jahren 1937 bis 1943, auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, im französischen und amerikanischen Exil. In Deutschland blieb er lange unbeachtet. Erst im Jahr 1978, zum hundersten Geburtstag des Schriftstellers, 21 Jahre nach dessen Tod, lag ,November 1918" zum erstenmal vollständig gedruckt vor. Alfred Döblin (1878-1957) studierte in Berlin, zeitgleich literarische Tätigkeit. Führender Vertreter des Expressionismus. 1933 Emigration über Zürich nach Paris. 1946 Rückkehr nach Europa. Weitere Romane u.a. ,Die drei Sprünge des Wang-Iun" (1916), ,November" (1918-1950), ,Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende" (1956). November 1918 - Eine deutsche Revolution (2/3)
Samstag 20:05 Uhr

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SWR4 Baden-Württemberg

SWR4 BW Mundart und Musik

radio tatortDie weiße Frau ARD Radio Tatort Kriminalhörspiel von Robert Hültner Mit: Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim u. a. Musik zeitblom Regie: Ulrich Lampen (Produktion: BR 2017) Audio unter radiotatort.ard.de
Samstag 21:00 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Die Weiße Frau Von Robert Hültner Komposition: Zeitblom Regie: Ulrich Lampen Mit Brigitte Hobmeier, Florian Karlheim u.a. BR 2017 Eigentlich ist Dienstgruppenleiter Raab nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Als jedoch eine Brucker Bürgerin auf der Wache erscheint und allen Ernstes beteuert, bei einer nächtlichen Fahrt durch ein abgelegenes Waldstück ein Gespenst gesehen zu haben, hegt er Zweifel, ob sein Gegenüber noch alle Tassen im Schrank hat. Wenige Tage später wird die Nacht-Streife zu einem Unfall beordert, dessen Verursacher stammelt, von einer plötzlich am Waldrand aufgetauchten Frau in weißem Totenhemd zu Tode erschreckt worden zu sein. Download unter www.ndr.de/radiokunst und unter www.radiotatort.ard.de
Samstag 21:05 Uhr

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