Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

tom peuckertDoberschütz und das kleinste Verbrechen der Welt Von Tom Peuckert Regie: Thomas Leutzbach Mit Felix Goeser, László I. Kish, Christian Grashof, John Julian, Bernd Stempel, Jule Böwe, Marleen Lohse, Ilka Teichmüller u.a. Musik: Jean-Boris Szymczak Produktion: WDR 2018 Länge: 53"56 Inzwischen kennen wir Frank Doberschütz als illegalen Privatdetektiv im Ostberlin der letzten DDR-Jahre. Rückblickend erzählt er, wie er damals, Anfang 1980, an diese Nebenbeschäftigung geraten ist. Nachdem er sein Kriminalistikstudium geschmissen hat, jobbt Frank Doberschütz als Pförtner beim VEB Heimelektronik Berlin Friedrichshagen. Der Westjournalist Petruschka ist sehr an Informationen interessiert und heuert Doberschütz als Quelle an. Besonders erpicht ist Petruschka auf Informationen aus dem hochsensiblen Bereich der Mikroelektronik. Auf seiner 6. Tagung im Jahr 1977 hatte das Zentralkomitee der SED beschlossen, die Entwicklung der Mikroelektronik in der DDR zu forcieren, denn das politische Überleben der Führung war an wirtschaftliche Erfolge gebunden, die nur noch durch radikale technologische Innovation erreichbar zu sein schienen. Petruschka überredet Doberschütz, sich ins Vertrauen von Professor Walter Trautmann, dem ,Halbleiterpapst" der DDR, zu schleichen und ihn auszuhorchen. Er war einmal der Leiter des Zentralinstituts für Molekularelektronik, inzwischen eine Fabrik für Fernsehgeräte. Jetzt wohnt Trautmann am Müggelsee, gleich gegenüber von Doberschütz" Arbeitsplatz, dem VEB Heimelektronik Berlin Friedrichshagen. Warum mochte der Professor in Ungnade gefallen sein? Doberschütz und das kleinste Verbrechen der Welt
Samstag 00:05 Uhr

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MDR KULTUR

Trauma Ungerechtigkeit

ARD-Themenwoche "Ist das gerecht?" Von Jessica Brautzsch (Ursendung) Was ist schon eine Kränkung? Nichts Weltbewegendes. Und doch kann sie die eigene Welt auf den Kopf stellen und bis in die Grundfesten erschüttern. Susanne L. lernte Facharbeiterin für Polstertechnik. Doch nach der Wende verlor sie ihre Stelle beim Automobilwerk Eisenach. Seitdem hangelte sie sich von einer Beschäftigung in die nächste und landete doch immer wieder auf dem Arbeitsamt. Vergeblich bat sie um finanzielle Unterstützung für eine Ausbildung zur Podologin. Statt Zuwendung erfuhr sie Zurechtweisungen. Susanne L. versucht nun auf politischer Ebene Recht zu bekommen. Ralf G., er hat den Glauben an Politik und Justiz längst verloren. Sein Traum von einer glücklichen Familie hat sich nicht erfüllt. Völlig überraschend für ihn, wirft ihm seine Frau häusliche Gewalt vor, beantragt die Scheidung und das Sorgerecht für seine beiden Kinder. Ralf G. ist entsetzt über das Verhalten von Jugendamt und Justiz. Seit fünf Jahren streitet er vehement um sein Recht und kündigt nun einen Rachefeldzug gegen die Justiz an. Ein Verhalten, das schon fast an die Verbitterungsstörung erinnert, wie sie der Psychiater Michael Linden von der Charité Berlin beschreibt. Als erster seines Fachs hat er dieses Krankheitsbild beschrieben. In seinen Arbeiten zeigt er, wann das erlebte Unrecht zum Wahn wird. An Fallbeispielen beweist er: Das schlimmste erlebte Unrecht ist jenes, das unsere individuellen Grundwerte angreift. Jessica Brautzsch (Jahrgang 1987) absolvierte ein Studium der Germanistik in Leipzig, das sie mit dem Master abschloss. Seit 2013 arbeitet sie beim Mitteldeutschen Rundfunk für MDR SPUTNIK und für MDR Aktuell. 2016 realisiert sie für SPUTNIK zwei Features: "Mit Sicherheit Angst" über das Unsicherheitsgefühl in Sachsen-Anhalt und "Glaubenssache", ein trimediales Projekt über ihren individuellen Weg zum christlichen Glauben. "Glaubenssache" wurde 2017 mit dem 3. Platz des Nachwuchsjournalistenpreises der IHK Sachsen-Anhalt und dem "Goldenen Kompass", dem Preis des christlichen Medienverbunds KEP, ausgezeichnet. 2017 realisiert sie für MDR Aktuell die Tagesreihe "Wie Luther den 31. Oktober 1517 erlebt hat". Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: MDR 2018
Samstag 09:05 Uhr

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Ö1

Ö1 Hörspiel

franz grillparzer"Der arme Spielmann" von Franz Grillparzer. Mit Michael Rotschopf, Johannes Silberschneider, Pippa Galli, Wolfgang Hübsch, Michaela Hurdes-Galli, Toni Burger. Ton: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Bearbeitung: Brita Kettner. Musik: Anton Burger und Peter Kaizar. Regie: Peter Kaizar (ORF 2018) 1848 erscheint die Erzählung "Der arme Spielmann", an der Franz Grillparzer fast 20 Jahre gearbeitet hat und in der er sich mit Musik, Künstlerdasein und dem Scheitern bürgerlicher Existenz auseinandersetzt. Ein Schlüsselwerk, das seine kenntnisreiche Liebe zur Musik, er spielte Klavier und Geige und bewunderte das Genie Schuberts, ebenso wie tragische Facetten und Brüche seines Lebens nachzeichnet. "Es gibt keinen zweiten großen Dichter, der sich so liebevoll und ernstlich mit der Musik befasst, so tiefe Blicke in ihr Wesen getan hätte, wie Grillparzer" urteilt der einflussreiche Musikkritiker Eduard Hanslik. Bei einem Kirchweihfest in der Brigittenau wird der Erzähler der Geschichte auf Jakob, einen Geiger, aufmerksam und erfährt seine tragische Lebensgeschichte. Die Musik, das Geigenspiel ist für Jakob Herausforderung, Zuflucht und Trost. Als er, Sohn eines strengen und ehrgeizigen Vaters bei einer Prüfung versagt, wird er von der Familie entfernt, verliebt sich wenig später in Barbara. Die Erbschaft des Vaters eröffnet beiden eine gemeinsame Zukunft, doch Jakob wird um sein Vermögen betrogen. Barbara heiratet einen Fleischer. Jakob bleibt mit seiner Geige verarmt und vereinsamt zurück. Eine Überschwemmung verwüstet die Stadt und wird auch für den Spielmann schicksalshaft. Ein Lied, "Der Leiermann" aus Schuberts Winterreise, verbindet in diesem von Peter Kaizar inszenierten Hörspiel die unglückliche Liebesgeschichte Jakobs mit der existenziellen Suche nach dem Universum der Musik.
Samstag 14:00 Uhr

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Bayern 2

Hörspiel

oskar maria grafEiner gegen alle Von Oskar Maria Graf Mit Jörg Hube, Christoph Zrenner, Burchard Dabinnus, Brigitte Hobmeier, Joram Voelklein und anderen Bearbeitung: Mira Alexandra Schnoor Komposition: Martina Eisenreich Regie: Bernadette Sonnenbichler BR 2005 "Zum Frieden bedarf es übrigens auch desjenigen, der ihn annimmt! Ich nehme ihn nicht an!" Mai 1919: der Krieg ist aus, die rote Räterepublik wird von den Truppen der "Weißen" niedergeschossen. Der ehemalige Soldat Georg Löffler, der Vagabund, findet sich nicht mehr zurecht. Er ist ein Kriegsheimkehrer, der nicht heimkehrt. Nicht auf seinen Hof nach Oberwillenbach, nicht in das Leben der Weimarer Republik. Von den Behörden für tot erklärt, von niemandem vermisst, hat er den Übergang nicht geschafft: Die Zeit des erlaubten Mordens ist vorbei, das Wertesystem muss umgepolt werden. Aber: "der Vagabund war einer von den Tausenden, denen der Krieg jede Beständigkeit geraubt hatte. Im Grunde genommen wollte er nichts anderes mehr als Beute machen, täglich zu fressen haben, eine Bleibe für die Nacht und ein Weib, wenn ihn danach verlangte. Irgendwann war alles in ihm zusammengebrochen, was man als gut und wesentlich an einem Menschen bewertet." Oskar Maria Grafs Roman Einer gegen alle erschien im Oktober 1932, drei Monate, bevor die Nationalsozialisten die Macht übernahmen. Oskar Maria Graf (1894-1967), Schriftsteller. 1917 wegen pazifistischer Einstellung Einlieferung in eine psychiatrische Anstalt. 1933 Flucht vor dem Nationalsozialismus, 1938 Ankunft in New York, 1958 amerikanischer Staatsbürger. Veröffentlichungen u.a. Das bayrische Dekameron (1928), Das Leben meiner Mutter (1946). Weitere BR-Hörspieladaptionen u.a. Der Fall Bolwieser (1969), Anton Sittinger (1971), Unruhe um einen Friedfertigen (mit SWF, 1984).
Samstag 15:05 Uhr

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WDR5

Krimi am Samstag

martin mosebachARD Radio Tatort Einen Moment nicht aufgepasst Von Martin Mosebach Kommissar Haas: Felix von Manteuffel Frau Dippel, Haas´ ehem. Sekretärin: Cornelia Niemann Frau Felsenstein, Haas´ neue Sekretärin: Susanne Schäfer Dr. Brandenstein: Matthias Bundschuh Grazia Santarossa: Catrin Striebeck Dr. Kapoor: Sabiullah Anwar Frau Smazal: Tanja Schleiff Frau Deitenbeck: Andrea Dewell John Bradley: Jeff Zach sowie Torsten Flassig, Sophia Hahn, Rainer Homann, Philippe Ledun und Mark Zak Regie: Thomas Wolfertz Aufnahme des hr Martin Mosebachs neuer Ermittler in Hessen
Samstag 17:04 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

paul plamperDenk ich an Deutschland Der Absprung Von Paul Plamper Mit Artur Albrecht, Stefan Cordes, Felicia Descher, Richard Djif, Andy Drabek, Fernanda Farah, Ulrich Gerhardt, Margit Hahn, Carl Hegemann, Fabian Hinrichs, Michael Kinkel, Cristin König, Sophia König, Peter Kurth, Franziska Niermann, Tina Pfurr, Peter Schellenberg, Petra Sparbrod, Christian Weber, Dana Weber und viele andere Regie: der Autor Aufnahme WDR/Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg/BR/DLF Kultur Eine ostdeutsche Kleinstadt namens "Leerstadt". 2015 sind Geflüchtete in die schrumpfende Stadt gekommen. Die Konflikte um die Zuwanderung eskalieren, als ein neu-rechter Demagoge die Wut und Ängste der Bürger*innen nutzt und zu einem Boykott gegen das städtische Theater aufruft. Dort probt das multinationale Theaterensemble gerade eine umstrittene Aufführung mit einem Hauptdarsteller aus Kamerun. Die Stadt gerät in einen medialen Wirbel um Rassismusvorwürfe und Ost-Vorurteile, als Mitglieder des Theaters ankündigen, Leerstadt zu verlassen. Das Hörspiel erzählt von Zerrissenheit, Lagerbildung und zielt auf eine vielschichtige Darstellung der aktuellen gesellschaftlichen Fliehkräfte.
Samstag 19:04 Uhr

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WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Hörspiel - Gewinnerstück Kinderhörspielpreis 2018 Wiederholung: So 14.04 Uhr
Samstag 19:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

ARD-Hörspieltage 2018 Das Gewinnerstück
Samstag 20:05 Uhr

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NDR Info Spezial

Das Kriminalhörspiel

radio tatortARD Radio Tatort: Einen Moment nicht aufgepasst Von Martin Mosebach Regie: Thomas Wolfertz HR 2018 Der Pharmavertreter Dr. Brandenstein hat "einen Moment nicht aufgepasst" und verliert noch im Vorzimmer seines missgünstigen Chefs seine Aktentasche mit wichtigen Dokumenten zum neuen Impfstoff der Meyerheim Laboratories. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: ein geschlossener Raum, eine übersichtliche Anzahl Personen - dennoch ist die Tasche weg. Doch Kommissar Haas hat gerade das Dezernat für Wirtschaftskriminalität verlassen, um es im fortgeschrittenen Berufsalter noch mal mit den richtig schweren Jungs aufzunehmen. Download unter radiotatort.ard.de und unter ndr.de/radiokunst
Samstag 21:05 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

radio tatortARD Radio Tatort: Einen Moment nicht aufgepasst Von Martin Mosebach Regie: Thomas Wolfertz HR 2018 Der Pharmavertreter Dr. Brandenstein hat "einen Moment nicht aufgepasst" und verliert noch im Vorzimmer seines missgünstigen Chefs seine Aktentasche mit wichtigen Dokumenten zum neuen Impfstoff der Meyerheim Laboratories. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: ein geschlossener Raum, eine übersichtliche Anzahl Personen - dennoch ist die Tasche weg. Doch Kommissar Haas hat gerade das Dezernat für Wirtschaftskriminalität verlassen, um es im fortgeschrittenen Berufsalter noch mal mit den richtig schweren Jungs aufzunehmen. Download unter radiotatort.ard.de und unter ndr.de/radiokunst
Samstag 21:05 Uhr

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