Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

K für Kunst Hörspiel von Mareike Maage Mit: Katharina Schüttler, Anneke Kim Sarnau, Wilfried Hochholdinger, Moritz Gottwald, Michael Becker, Albert Oehlen, Alexander Fahrenholz, Henrik Hentschel, Thomas Feuerstein, Petra Breidenstein, Ivo Wessel Komposition: Henrik von Holtum Ton: Martin Seelig Produktion: RBB 2016 Länge: 54"25 Zwei Frauen bewegen sich durch das Spannungsfeld der Wechselbeziehung zwischen Kunst und Kunstfälschung. Kunst und Fälschung: Zwei ziemlich beste Freundinnen haben eine nahezu perfekte Zusammenarbeit entwickelt. Die eine schafft das authentisch Schöne, die andere beliefert den Markt mit Erzeugnissen, die schöner sind als das Original. Alles läuft gut - bis die Provenienz wackelt, weil ein neues Gutachten droht! Die fiktive Hörspielhandlung wird mit den Stimmen von real existierenden Künstlern, Galeristen, Sachverständigen und Sammlern verwoben. Sie alle machen klar, dass es der Kunstbetrieb selbst ist, der den Konflikt befeuert. Mareike Maage, 1979 in Hannover geboren, Autorin, Künstlerin, Redakteurin. Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und Nagoya (Japan) mit dem Schwerpunkt Installation, Hörspiel und Radiokunst. 2006 Stipendiatin der japanischen Regierung und des DAAD in Tokio. Sie schrieb und realisierte Features und Hörspiele, u.a. "Robert Wilsons Watermill" (RBB 2016), "Gute Tante Arbeitsamt" (NDR/Dlf 2013). Seit 2013 Featureredakteurin beim RBB. K für Kunst
Montag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

KabbadiMilliarden ohne Medaille Indien, ein sportliches Rätsel Von Silke Diettrich In fast 70 Jahren hat es Indien gerade einmal auf 28 olympische Medaillen gebracht. Es kränkt die Nation, dass sie im Medaillenspiegel meist ganz unten hängt, vor allem im Vergleich zum verfeindeten Nachbarn China. Die Erklärungsversuche für dieses Versagen klingen mitunter krude: Die Inder hätten genetisch zu hohe Körperfettanteile oder sie seien zu schwach, weil es zu viele Vegetarier im Land gebe. Plausibler könnte sein, dass laut Weltbank 400 Millionen Inder in Armut leben, viele Kinder sind unterernährt. Es gibt weder Vereinsstrukturen noch viele Sportstätten. Aber die Inder holen auf. Nach 50 Jahren gibt es immerhin ein Sportministerium. Und erfolgreich ist man immerhin im Cricket. Auch mit Kabbadi lässt sich punkten. Ein Profisport in Indien - bei Olympia unbekannt. Die FIFA nimmt mittlerweile viel Geld in die Hand, um eine Fußballeuphorie zu wecken. Aber die wird es wohl erst geben, wenn es der erste indische Profifußballer nach Europa geschafft hat.
Sonntag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Gabriele BigottDie alte Tochter spricht mit ihrem jungen Vater Hörspiel von Gabriele Bigott Mit: Christian Friedel und Cornelia Lippert Komposition: Tobias Morgenstern Regie: Gabriele Bigott (Produktion: MDR 2016) Als ihre Mutter hochbetagt stirbt, findet die im letzten Kriegswinter geborene Autorin im Wäscheschrank unter den Küchenhandtüchern die Briefe, die ihr Vater nach seiner Einberufung zur Wehrmacht an seine Braut geschrieben hat. Sie selbst hat ihn nie kennengelernt. Seit Sommer 1944 ist er, so die amtliche Auskunft, "bei Minsk vermisst". Eine Liebesgeschichte im Krieg, zerstört wie so viele. Nur, dass es diesmal die ihrer Eltern ist, in der sich die Berichte des jungen Vaters vom ungeliebten Soldatenleben, seine Liebesbeteuerungen und seine Hoffnungen auf ein glückliches Leben danach mit Erzählungen der Mutter und ihren eigenen Erinnerungen vermischen. Die Autorin hört die Stimme ihres Vaters, der Fragen zwar nicht beantworten, aber gestellt bekommen kann. Der nun erfahren soll, wie das Leben von Frau und Tochter weiterging, an dem teilzuhaben ihm verwehrt worden ist. So kann ein nie geführtes Gespräch endlich stattfinden.
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Ines GeipelDie Russische Von Ines Geipel Regie: Christiane Ohaus Komposition: Christoph Grund Mit: Linda Olsansky, Cathlen Gawlich, Christine Schorn, Martin Seifert Ton: Andreas Narr, Eugenie Kleesattel Produktion: Deutschlandradio Berlin/SR 2002 Länge: 87"15 (Wdh. v. 05.05.2002) Ein Internat in der DDR. Die Geschichte von Unnahbarkeit, Misstrauen und Kälte - und von einer möglichen Flucht. Einmal im Jahr ist Tag der Neuen, auf den das ganze Internat wartet, um das Lachen der Mädchen zu hören. Schon bald werden auch sie sich an den eintönigen Tagesablauf gewöhnt haben. Nachts lernen die Mädchen das Zivile zu verteidigen, mit Gasmasken hetzen sie durch die Wälder. Die Russische läuft übers Feld, den Bäumen zu, in die schwarzen Abhänge des Waldes hinein. Blicke aus verschlossenen Fenstern folgen ihr. Eines Nachts ist sie verschwunden. Ines Geipel, 1960 in Dresden geboren. Leistungssportlerin, 1989 Ausreise aus der DDR. Seit 1996 Schriftstellerin und seit 2001 Professorin für Deutsche Verssprache an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Veröffentlichungen u.a.: "Tochter des Diktators" (2017), "Gesperrte Ablage. Unterdrückte Literaturgeschichte in Ostdeutschland 1945-1989" (2015), "Generation Mauer. Ein Portrait" (2014), "Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens" (2012), "Seelenriss. Depression und Leistungsdruck" (2010), "Dann fiel auf einmal der Himmel um: Inge Müller. Die Biografie" (2002). Die Russische
Sonntag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

eugen egnerDie Landschaft Von Eugen Egner Komposition: Aaron Glast und Stephan Winkler Gilbert: Matthias Bundschuh Bahningenieur Fleissner: Martin Engler Sitznachbarin: Margot Gödrös Schaffner: Leopold von Verschuer Tochter des Blockstellenwärters: Valery Tscheplanowa Assistentin des Fluglehrers: Winnie Böwe Landschafter 1: Sebastian Urzendowsky Landschafter 2: László I. Kish Landschafter 3: Marc-Michael Bischoff Landschafter 4: Winfried Peter Goos Landschafter 5: Bernd Stempel Pianist: Barnaby Metschurat Weibliche Hotelangestellte: Mira Partecke Irrer Engel auf dem Flugfeld: Kathrin Angerer Fleissner als Kind: Leopold Jahn Großvater: Ulrich Voß Vorgesetzter bei der Oberen Luftfahrtbehörde: Gerd Wameling Hoteldetektiv: Santiago Ziesmer Diseuse: Sophie Rois Bahnbefürworter etc.: Stefan Plepp, Robert Frank, Mathias Renneisen, Franziska Herrmann, Jenny Reuter Regie: Thom Kubli Nature strikes back - Groteske über eine wild gewordene Landschaft
Sonntag 19:04 Uhr

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Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

sebastian krämerIm Glanz der Vergeblichkeit - Vergnügte Elegien von Sebastian Krämer. Eine Vorschau auf die Wien-Premiere von Peter Blau; Michael Buchinger: "Lange Beine, kurze Lüsgen!" Gestaltung: Silvia Lahner Während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt sich der deutsche Sänger und Dichter Sebastian Krämer, aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien, ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden musste, führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein - je nachdem, wie man es anrichtet. Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel. In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau. Michael Buchinger, 1992 in Wien geboren, ist YouTuber und schreibt für "Vice", "Miss" und "Die Welt". Er hat Anglistik studiert und erhielt 2015 den Deutschen Webvideopreis in der Kategorie Lifestyle für sein Format "Michaels Hass-Liste". Sein erstes Buch, "Der Letzte Macht den Mund zu", stieg auf Platz elf der "Spiegel"-Bestsellerliste ein. 2017 erschien sein zweites Buch "Lange Beine, kurze Lügen: Michi schenkt euch reinen Wein ein", wie auch sein erstes Bühnenprogramm.
Sonntag 19:05 Uhr

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WDR5

Leselounge

Poetry SlamU20 Slam 2018 Ausschnitte aus dem Finale der deutschsprachigen Jugendmeisterschaften im Poetry Slam Aufnahme vom 22. September aus dem Audimax der Universität Paderborn Wiederholung: 24.09. 04.03 Uhr
Sonntag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

Jenseits von Gut und BöseDas Vergnügen feiner Geister Über die Bosheit Von Rolf Cantzen Regie: Philippe Bruehl Produktion: DLF 2015 Bosheit vergeistigt, weil sie eine Gelegenheit ist, Geist zu bekommen und fein zu werden, schreibt Friedrich Nietzsche in seinem Buch ,Jenseits von Gut und Böse". Boshaftigkeit hat etwas mit Intelligenz, mit Verstand zu tun, mit dem Willen zu schaden, fein zu tricksen, geschickt zu täuschen, raffiniert zu manipulieren. Wer boshaft ist, handelt nicht im Affekt, ist nicht von Gefühlen der Wut oder des Zorns überwältigt. Bosheit ist nicht immer nett für die soziale Mitwelt, aber sie schult den Verstand und macht fit für die Härten des Alltags. Zu unterscheiden ist das Böse von der Bosheit. Das Böse ist absolut, die Bosheit enthält nur eine Dosis Böses - ist dem Bösen aber keinesfalls vollständig ausgeliefert. Das Vergnügen feiner Geister
Sonntag 20:05 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

afdDunkelkammern der Demokratie Populistische Stimmungsmacher und ihre Schattenspender Von Peter Kreysler DLF 2018 Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Schattenspender haben den AfD-Wahlkampf mit geschätzt 13 Millionen Euro unterstützt, ohne dass dieses Geld in den Büchern der Partei auftaucht. Auch in England kamen erhebliche Mittel für die Brexit-Kampagne aus nebulösen Quellen. Das Feature geht den dubiosen Geldern nach und fragt: Gefährden Schattenspender unsere Demokratie? Überall in Europa profitieren populistische Parteien von Schattenspendern. Mit großen Summen unbekannter Herkunft werden manipulative Wahlkämpfe geführt. Die Wahlkommissionen agieren hilflos, die Spender bleiben anonym. Um ihre Macht zu stärken, nutzen populistische Parteien die lockeren Parteiengesetze aggressiv aus. Anonyme Großspender pumpen zweistellige Millionenbeträge in Wahlkämpfe. Für die Brexit-Kampagne in Großbritannien zahlte der Geschäftsmann Arron Banks 12 Million Pfund - angeblich aus seinem Privatvermögen, obwohl es seine finanziellen Mittel bei weitem überstieg. Wer waren seine Hintermänner? In Deutschland nutzte die AfD wohl einen Trick, um über einen Verein Gleichgesinnter die Wahlkampfkasse prall zu füllen. Die tatsächliche Quelle der beiden Millionenspenden blieb bisher unbekannt. Die Wahlkommissionen in England wie in Deutschland konnten die wahren Spender nicht ermitteln. Mit den Geldern wurden polarisierende, emotionalisierende Wahlkämpfe geführt. Populisten verbreiteten Halbwahrheiten oder glatte Fehlinformationen. Firmen wie Cambridge Analytica konnten dank umfangreicher illegal erworbener Daten Bürger punktgenau kontaktieren und manipulieren. Inzwischen dämmert der Politik, welche Gefahr in dieser Entwicklung steckt, wie die Fundamente der Demokratie zerbröseln. Veraltete Regulierungen und Gesetze greifen nicht mehr. Nicht nur Bürger fordern deshalb kompromisslose Transparenz: Wenn die Helfer der Populisten weiter im Dunkeln agieren können, wird das den Diskurs in unserer politischen Kultur grundlegend verändern.
Sonntag 21:05 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Radio Globo

Essener SongtageDer Traum von einer Sache - Die Essener Songtage Mit Goetz Steeger Auf den Essener Songtagen, dem bis dato größten deutschen Festival, verband sich im September 68 politischer Anspruch mit Pop-Kultur. Das rebellische Jahr 1968 mit seinen neu entstandenen radikalen Impulsen, der Suche nach Überwindung der dunklen, immer noch allzu gegenwärtigen deutschen Vergangenheit. Dabei spielten auch neue künstlerische Ausdrucksformen eine große Rolle, die sich hierzulande vor allem an zwei verschiedenen Orten Raum verschafften: Auf dem "Festival Chanson Folklore International" auf der Burg Waldeck, wo sich ja auch schon vorher im Laufe der 60er ein neuer Umgang mit deutschsprachigen Liedgut entwickelt hatte. Die Essener Songtage mit über 40.000 Zuschauern, waren die logische Fortsetzung des Waldeck-Festivals im großen Maßstab. Vor über 40.000 Zuschauern teilten sich Liedermacher von der Waldeck die Bühne mit Underground oder Rock"n"Roll Bands wie Frank Zappa oder den Fugs. Auch gelten die Essener Songtage als Geburtsstunde des Kraut-Rock; Bands wie Amon Düül oder Guru Guru, die bislang in lokalen Clubs gespielt hatten, erreichten hier zum ersten Mal ein Massenpublikum. Beide Festivals sind ein wichtiges Stück deutscher Kulturgeschichte. Die dort aufkeimenden neuen Ideen und Errungenschaften mit den dazugehörigen Irrungen und Wirrungen - das ist der Stoff dieser Ausgabe von Radio Globo. Erstsendung Sonntag, Wiederholung am Donnerstag auf NDR Blue
Sonntag 23:05 Uhr

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BR-Klassik

Musik der Welt

flamencoAm Puls der Seele - Flamenco Von Katalin Fischer Flamenco braucht Duende, den Dämon der Begeisterung. Die Musik und der Tanz der andalusischen Gitanos sind ein Ausbruch von Emotionen, die lineare Übersetzung von Freude und Schmerz in Melodie, Rhythmus und Bewegung - immer am Puls der Seele. Der Dichter Federico Garcia Lorca verehrte ihn, und diese Verehrung erfasste nach und nach die gesamte westliche Welt. Der Flamenco, eine emotionale Kunst, die den Gefühlen eines unterdrückten wandernden Volkes Ausdruck gab, verließ die Zelte, Wohnhöhlen und Tablaos und breitete sich über die ganze Welt aus. Heute gibt es überall Festivals, Biennalen, Workshops, Kurse, der Flamenco wurde zur anerkannten Kunstform und sucht heute auch nach neuen Wegen des Ausdrucks. Historisches, Poetisches, Nachdenkliches über das faszinierende und vielgesichtige Phänomen Flamenco. Autorin: Katalin Fischer.
Sonntag 23:05 Uhr

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